DE644239C - Verfahren zum Auffrischen von Amalgamdruckformen - Google Patents

Verfahren zum Auffrischen von Amalgamdruckformen

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DE644239C
DE644239C DER93321D DER0093321D DE644239C DE 644239 C DE644239 C DE 644239C DE R93321 D DER93321 D DE R93321D DE R0093321 D DER0093321 D DE R0093321D DE 644239 C DE644239 C DE 644239C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41CPROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
    • B41C1/00Forme preparation
    • B41C1/16Formes with areas rendered ink-resistant by covering with an amalgam; Printing plates for amalgam printing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Printing Methods (AREA)

Description

  • Verfahren zum Auffrischen von Amalgamdruckformen Es ist bekannt, die farbabstoßende Wirkung bei mit amalgamierter Oberfläche versehenen Druckformen dadurch aufrechtzuerhalten, daß man während des Druckens der Farbe metallisches Quecksilber beigab. Dies hat man sowohl bei Druckformen angewendet, deren Oberfläche mit metallischem Quiecksilber, als auch bei solchen, deren Oberfläche mit einem fertigen Amalgam behandelt wurde.
  • Dieses Wiederauffrischen mit metallischem Quecksilber ist in doppelter Hinsicht nachteilig. Zum einen werden recht @erhebliche Auffrischwerke benötigt, zum andern hat @es sich herausgestellt, daß jedes Auffrischen mit metallischem Quecksilber letzten Endes Spuren metallischen Quecksilbers auf den Druckerzeugnissen hinterläß.t.
  • Es liegt daher der Gedanke nahe, zwecks Auffrischens der farbabstoßenden Stellen der Druckplatte dieser während des Druckens an Stelle metallischen Quecksilbers ein fertiges Amalgam zuzuführen. Mit den bisherigen Einrichtungen war aber die Verreibung @ein-es Amalgams für das Auffrischen der Druckplatte unmöglich. Man blieb daher bei der Einverleibung metallischen Quecksilbers in die Farbe und nahm damit den geschilderten Nachteil mit in Kauf. Schließlich sei bemerkt, daß der Erfinder auch schon vorgeschlagen_ hat, Glycerin, Leinöl, Firnisse o. dgl. mit ,einer wässerigen Quecksilbernitratlösung zu verreiben und mit der Druckfarbe zu vermischen. Dabei stellte sich aber heraus, daß sich das Quecksilbersalz aus der Farbe ausschied und mit der Oberfläche des Bildträgers ein weiches Amalgam bildete, welches weggequetscht wurde und das Bild sehr bald zerstörte.
  • Die Erfindung sieht daher von dem vorherigen Einverleiben in die Druckfarbe ab und greift den Gedanken der Schaffung eines neuen Auffrischmitt.els wieder auf, indem sie auf der Erkenntnis basiert, daß es möglich .sein muß, Quecksilber in einer Amalgamform zu binden und dieses Amalgam während des Druckens auf die Platte zu bringen, ohne daß, etwa ein besonderes Werk oder das Farbwerk selbst .etwa durch eine pulverisierte oder ähnliche Form des festen Amalgams zerstört würde. Dabei ist es zweckmäßig, daß die nicht druckenden Stellen des Bildträgers im Vorwege schon amalgamiert sind, insbesondere in der Weise, daß die farbabstoßenden Stellen durch Behandeln mit der wässerigen Lösung eines Quecksilbersalzes und des Salzes eines anderen, Amalgam bildenden MetalIes mit einer festen Amalgamschicht überzogen sind. So behandelte Stellen haben sich für die Annahmeeines Auffrischamalgams besonders gut bewährt. Die Bildung dieses Auffrischamalgams wurde nun gefunden, indem geeignete Metallsalze, die mit Quecksilber Amalgame bilden, also z. B. Kupfer-, Zinn-, Gold- und vor allem Silbersalze in Kristallform, z. B. Silbernitrat, mit Quecksilbernitrat vermischt und mit dieser Mischung Glycerin gesättigt wird. Dabei bleibt das Silbersalz-Quecksilbersalz-Gemisch in dem Glyeeriti. wird als solches während des Druckens auf die Druckplatte gebracht, bleibt als solches also aticli, «-enn überhaupt Spu; ren auf den Druckerzeugnissen aufzufind,eti sind, auf diesen.
  • Die Art des z-#,uffriscliens mit dieser Sa'S=' Glycerin-Lösung ist an und für sich belanglös'^ b'1an könnte das mit dem Salzgemisch gesä'tj tigte Glycerin einer Farb,%valze mitteilen. so daß über das Farbwerk eine genügende Verreibung stattfindet und das Glycerin von der Farbe an die Druckplatte abgegeben wird. Alan könnte auch ein liesond#;2res Auffrischwerk in die Maschine einbauen, schließlich könnte man in irgendeiner geeigneten Form das gesättigte Glycerin unmittelbar auf die Druckplatte bringen.
  • Alle diese 1Ii>glichkeiten sind dein Erfinder geläufig und entsprechen im großen und ganzen seinen Vorschlägen, wie er sie hinsichtlich des Auffriscliens mit metallischem Quecksilber schon früher gemacht hat. Ei ae geeignete Glycerinlösung setzt sich z. 13. folgendermalien zusammen. Es werden z. B. iog Silbersalz und ioog Quecksilbersalz bis zur Pulverform miteinander verrieben. Dieses Pulver wird mit etwa 2ooo cm:; Glycerin verrührt. Nach einiger Zeit setzt sich das überschüssige Salzpulver ab, und das ge->:,4ättigte Glycerin kann abgefüllt werden. Der i'Agesetzte Salzpulverrest kann wieder zur :#lti"tin,x von Glycerin verwendet werden
    # tuen restlosen Verbrauch.
    Wetiii das so gesättigte Glycerin nun zum
    'Auffrischen der Druckplatte verwendet wird, so stellt sich überraschend heraus, daß das Amalgam auf der Platte nur an den bereits amalgamierten Stellen wieder ausgeschieden wird. Die Schnelligkeit der Bildung dieses Niederschlagens bnv. die Menge des wieder ausgeschiedenen Amalgams ist natürlich abhängig von dem mengenmäßigen Zusatz von gesättigten) Glycerin.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zuin Auffrischen von Amalgamdruckformen, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit einem Gemisch von Silber oder anderen Amalgam bildenden Metallsalzen und einem Quecksilbersalz gesättigtes Glycerin während des Druckens z. B. durch das Farb- oder ein besonderes Werk auf die Amalgamdruckform gebracht wird.
DER93321D 1935-05-11 1935-05-12 Verfahren zum Auffrischen von Amalgamdruckformen Expired DE644239C (de)

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