DE349754C - Schalterausloesung mit von einem Zeitwerk gesperrten Nullspannungs-Magneten - Google Patents

Schalterausloesung mit von einem Zeitwerk gesperrten Nullspannungs-Magneten

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DE349754C
DE349754C DE1921349754D DE349754DD DE349754C DE 349754 C DE349754 C DE 349754C DE 1921349754 D DE1921349754 D DE 1921349754D DE 349754D D DE349754D D DE 349754DD DE 349754 C DE349754 C DE 349754C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H71/00Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
    • H01H71/10Operating or release mechanisms
    • H01H71/12Automatic release mechanisms with or without manual release
    • H01H71/44Automatic release mechanisms with or without manual release having means for introducing a predetermined time delay

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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 7. MÄRZ 1922
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- M 349754 KLASSE 21 c GRUPPE 57
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft in Berlin.
Schalterauslösung mit von einem Zeitwerk gesperrten Nullspannungs-Magneten. Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. März 1921 ab.
Die Verwendung von Nullspannungs-Magneten zur selbsttätigen Auslösung von Schaltern, z. B. bei Überstrom oder Rückstrom, ist bekannt. Meist unterbrechen die Schutzrelais den Erregerkreis des Nullspannungs-Magneten, worauf letzterer durch Fallenlassen seines Ankers die Verklinkung des Schalters löst. Diese Anordnung gestattet die Verwendung der eigenen Netzenergie für die Auslösung ohne Zuhilfenahme einer
besonderen Stromquelle, hat jedoch den Nachteil, daß bei Kurzschlüssen der NuIlspannungs-Magnet infolge Spannungsrückganges sofort wirkt, ohne die in den Sehutzrelais eingestellte Zeitverzögerung einzuhalten.
Um dies zu verhindern, hat mau bei Überstronischalter-n den Anker des Nullspannungs-Magneten gegen Herabfallen gesperrt, derart, to daß man eine Sperrklinke durch ein geeignetes Gestänge oder Hebelwerk mit 'dien im Primärstromkreise Hegenden Überstromrelais in Verbindung brachte, wobei die Sperrung erst nach Ablauf der eingestellten Zeit mechanisch aufgehoben wurde. Diese Anordnung ist jedoch insofern nachteilig, als sie zu einer verhältnismäßig teuren Sonderkonstruktion zwingt, wobei außerdem die räumliche Anordnung der Gestängeübertra-
ao gung die Freiheit in der Apparateanordnung und Leitungsführun-g bei Schaltanlagen behindert. Weitere Nachteile sind1, daß jeder Uberstrommagnet sein besonderes Zeitwerk haben muß, und' daß als überstromrelais praktisch nur sogenannte Primärrelais, die unmit- ; telbar im Hauptstromkreis liegen, in Frage kommen. Letzteres ist besonders bei Hochspannung oft unerwünscht. Die bisher in der Praxis üblichen Sekundärrelais, z. B. für Überstrom- oder Rückstromschutz, die im Sekundärkreis von Stromwandlern liegen, dienen im allgemeinen nur zur Betätigung ! von Kontakten und können für die Gestänge- ' Übertragung nicht ohne weiteres verwendet werden.
Gegenstand der Erfindung ist eine Verbindung zweier Nullspannungs-Magnete derart, daß der eine Magnet N1 dbreh beispielsweise , eine Klinke K gesperrt wird, während der zweite N1, ein einstellbares Hemmwerk Z enthält, das nach Ablauf der eingestellten Zeit die Sperrung des Ankers von N1 aufhebt und so die Auslösung des Schalters 6" bewirkt. Beide Magnete liegen an der eigenen Netz- ■ Spannung, gegebenenfalls über einen Span- j nungswandler Sp, die Zuführungsleitung geht über Ruhekontakte der Relais R; letztere können sowohl Überstrom- als auch Rückstromrelais oder sonstige Schutzrelais sein, die zweckmäßig ohne Zeitwerk sofort ansprechen. Statt der hier -beispielsweise angegebenen Sekundärrelais können auch auf Kontakte .wirkende Primärrelais Verwendung ' finden. Beim Ansprechen eines oder meh- 1 rerer Relais werden die Nullspannungs-Magnete stromlos, das mit N2 in Verbindung stehende Zeitwerk Z läuft in der eingestellten Zeit ab, worauf der Anker von N1 entklinkt wird und die Auslösung des Schalters S bewirkt. Der Gedanke liegt nahe, die Klinke K direkt auf den Schalter 6" wirken zu lassen; diies würde praktisch jedoch nur für leichte Schalter mit verhältnismäßig geringem Klinkendruck möglich sein. Hier ist dagegen N1 zweckmäßig ein bereits vorhan- 65' dener Nullspannumgs-Magnet, der auch für schwere Schalter entsprechend gebaut wurde und dessen Ankerfallhöhe für die Auslösung bei diesem System- unigeschmälert erhalten bleibt. Der mit Zeitwerk versehene Magnet JV2 kann ohne weiteres einem schon vorhandenen Nullspannungs-Magneten JV1 zugefügt werden.
Die.Vorteile der Erfindung sind demnach: Leichte Anpassungsfähigkeit an vorhandene Konstruktionen durch Zufügen eines mit Zeitwerk versehenen zweiten Nullspannungs-Magneten (hier iV2), räumliche Unabhängigkeit der Nullspannungs-Magneten von der Lage der Relais, da keine Gestängeübertra- 80' gung erforderlich ist, Freiheit in der Art ibzw. Ausführuingsform der Relais bei der Möglichkeit, normale, nur Niederspannung" führende Sekundärrelais zu verwenden, schließlich Beschränkung der für das ganze System erforderlichen Zeitwerke auf ein einziges.
Unter Nullspannungs-Magneten sind hier sinngemäß auch Spannungsrückgang-Magnete zu verstehen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Schalterauslösung mit von einem Zeitwerk -gesperrten Nullspannungs-Magneten, 'dadurch gekennzeichnet, daß der die Entklinkung -des Schalters bewirkende Anker eines Nullspannungs-Magneten so lange durch einen zweiten, mit Zeitverzögerung· versehenen Nullspannungs-Magneten festgehalten wird, bis dessen Zeitwerk abgelaufen ist.
2. Schalterauslösung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslösung durch die Kontakte beliebiger Relais, die im Erregerkreis beider NuIlspannuings-Magnete liegen, ztim Ansprechen gebracht wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE1921349754D 1921-03-04 1921-03-04 Schalterausloesung mit von einem Zeitwerk gesperrten Nullspannungs-Magneten Expired DE349754C (de)

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