DE344730C - Elektrizitaetszaehler zum Messen einer aus Wirk- und Blindleistung zusammengesetzten Belastung - Google Patents

Elektrizitaetszaehler zum Messen einer aus Wirk- und Blindleistung zusammengesetzten Belastung

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DE344730C
DE344730C DE1920344730D DE344730DD DE344730C DE 344730 C DE344730 C DE 344730C DE 1920344730 D DE1920344730 D DE 1920344730D DE 344730D D DE344730D D DE 344730DD DE 344730 C DE344730 C DE 344730C
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Description

  • Elektrizitätszähler zum Messen einer aus Wirk- und Blindleistung zusammengesetzten Belastung. Es sind bereits Meßgeräte bekannt, welche in Mehrphasenw-echselstromanlagen nicht die Wirkleistung anzeigen, sondern Angaben machen, die mit wachsender Nacheilung relativ zunehmen, mit wachsender Voreilung relativ abnehmen. Da die Leistungsfähigkeit der Dynamomaschine in Watt um so kleiner ist, je größer die nacheilende Verschiebung des Stromes gegen die Spannung v ird, und da die bei einer bestimmten Stromstärke in der Maschine und in den Leitungen auftretenden Verluste gegenüber der durch die Phasenverschiebung verminderten Leistung relativ größer sind, so sollen durch derartige Meßgeräte die Konsumenten des Stromes zur Tragung derjenigen Kosten mit herangezogen werden, die den Elektrizitätswerker aus der Lieferung der Blindleistung entstehen.
  • Bisher hat man sich darauf beschränkt, solche Zähler ausschließlich für die Benutzung in Drehstromanlagen zu schaffen, wo die zur Messeng erforderlichen Feldverschiebungen dadurch erreicht werden, daß die die Felder erregenden Spulen in ganz bestimmten Phasen des Drehstromsystems geschaltet werden.
  • Derartige Zähler haben den Nachteil, daß sie nicht mehr richtig zeigen, sobald eine der Linienleitungen unterbrochen wird. Außerdein ist die Herstellung der Verbindungen solcher Zähler unübersichtlich, d a die Spannungsspulen des Wirkverbrauchstriebsystems an andere Phasen anzuschließen sind als diejenigen des Blindverbrauchstriebsystems. Da außerdem zur Registrierung der Energie in ungleich belasteten Drehstromnetzen zwei Triebsysteme für den Wirkverbrauch und zwei für den Blindverbrauch vorzusehen sind, die sich sehr schwierig so aufbauen lassen, daß sie auf einen gemeinschaftlichen rotierenden Teil wirken, so ist man gezwungen, die ersteren und die letzteren Systeme je für sich auf einen rotierenden Teil wirken zu lassen und die Summe durch Summierung der Einzeläblesungen oder die Differenz der Zählerangaben durch Differentialgetriebe auf ein drittes gemeinschaftliches Zählwerk zu übertragen.
  • Diese Mängel der bisher bekannt gewordenen Zähleranordnungen werden durch die vorliegende Erfindung vermieden, die außerdem noch den Vorzug hat, die Messung der Wirk-und Blindleistung nicht nur in Drehstrom-, sondern auch in einphasigen Wechselstromanlagen zu ermöglichen.
  • Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß in einem Elektrizitätszähler durch Spannung und Verbrauchsstrom ein und desselben Wechselstromkreises durch drei stromdurchflossene Spulen drei zusammenwirkende Wechselfelder erzeugt werden, unter denen sich mindestens eins befindet, das proportional dem Verbrauchsstrom ist, und das gegenüber einem zweiten der Gebrauchsspannung proportionalem Feld durch erzeugte Sekundärfelder oder durch geeignete Streufelder in der primären Kraft- Linienbahn so weit nach vorwärts oder rückwärts verschoben ist, daß diese beiden wirksamen Felder um I8o° gegeneinander verschoben sind und so ein Drehmoment erzeugen, das der Blindleistung proportional ist, während das dritte Feld um go ° gegen eint s der beiden erstgenannten Felder verschoben wird, so daß durch das Zusammenwirken desselben ein Drehmoment entsteht, das proportional der Wirkleistung ist.
  • Ein derartiger Zähler kann beispielsweiße in einfacher Weise dadurch erhalten werden, daß man einem dreizinkigen Spannungskern Ic (Abb. Ia der Zeichnung) auf der anderen Seite der Ankerscheibe 2 einen vierzinkigen Stromtriebkern 3 gegenüberstellt. Die Zinken 4 und 5 des Hauptstromtriebkernes tragen die Hauptstromspulen für dun Wirkverbrauchszähler, die Zinken 6 und 7, den ersteren entgegenwirkend - also im Wickelungssinn um I8o° gewendet -, diejenigen für den Blindverbrauchszähler. Auf diesen Zinken mögen zwei Kurzschlußringe 8 und g angebracht seit, die die Ursache von Sekundärfeldern werden, welche das wirksame Hauptstromfeld #Js des Blindverbrauchstriebsystems gegen das primäre Hauptstromfeld #'Js um go° verschieben. Wird nun das wirksame Spannungsfeld #E um go° gegen die Spannung E verschoben -z. B. durch einen Kurzschlußring Io um den mittleren Zinken des Nebenschlußtriebkernes-, so ist das wirksame Hauptstromfeld #Js um I8o° gegen das wirksame Spannungsfeld #E verschoben; durch Zusammenwirken dieser beiden Felder entsteht also ein der Blindleistung proportionales Drehmoment, während das zweite wirksame Hauptstromfeld #Jc, wenn es bei induktionsfreier Belastung in Phase mit der Spannung E gehalten wird, durch Zusammenwirken mit dem wirksamen gemeinschaftlichen Spannungsfeld #E ein der Wirkleistung proportionales Drehmoment aufweist.
  • Die Kurzschlußringe 8 und g können noch durch solche an anderer Stelle des Kraftlinienw eges vom Blindverbrauchsstromtriebkern angebrachte Ringe in ihrer Wirkung unterstützt werden, z. B. durch solche II und I2 auf den beiden äußeren Schenkeln des Nebenschlußtriebkernes. Dies kann allerdings nur dann geschehen, wenn dafür gesorgt ist, daß die Kraftlinien des Wirkvertrauchshauptstromfeldes diese Kurzschlußringe nicht durchsetzen, damit dieses Feld nicht ebenfalls um einen bestimmten Winkel gegen den Verbrauchsstrom verschoben wird. Die genaue Abgleichung der notwendigen Verschiebung kann durch Änderung des Ohmschen oder des induktiven Widerstandes der Kurzschlußringe erfolgen.
  • In Abb.2 ist das Vektordiagramm eines derartigen Zählers bei induktionsfreier Belastung dargestellt. Das wirksame Nebenschlußfeld #E folgt um genau go° der Klemmenspannung. Das in den äußersten Zinken 6 und 7 des unteren Triebkernes durch die Hauptstromwicklung gebildete Feld #'Js ist gegenüber dem Feld #Jc, das durch die auf den Zinken 4 und 5 angeordnete Hauptstromwicklung gebildet wird, um I8o° versetzt. Das Feld #Jc ist in Phase mit demn Verbrauchsstrom J angenommen. Der vom Feld #'Js in den Kurzschlußringen 8, g, II und I2 induzierte Strom erzeugt ein Feld #s, das um etwas weniger als I8o ° geben das induzierende Feld #'Js zeitlich verzögert ist. Die Resultierende #Js der beiden Felder #'Js und #s ist um I8o° gegen das wirksame Nebenschlußfeld und um go° gegen das induzierende Feld #'Js verschoben. Da es nicht unerhebliche Sshwierigkeiten macht, durch die Sekundärfelder #s eine zeitliche Verzög erung von go ° zu erreichen und gleichzeitig das resultierende Feld in ausreichender Stärke auszubilden, ist es zweckmäßig, das wirksame Nebenanschlußfeld #E nicht um go°, sondern nur um (go ° - a) gegen die Klemmspannung E rückwärts zu verschieben; es braucht dann das Feld #Js gegen das Feld #'Js ebenfalls nur um go ° - a zeitlich verzögert zu werden, um das Feld #Js um I8o ° gegen das Feld #E zu verschieben, Beim Vergleich der Vektorendiagramme (Abb. 2 und Abb. 3 der Zeichnung) ist auch zu erkennen, daß bei gleichbleibenden Feldgrößen #'Js und #s das resultierende Feld #Js durch die veränderte Anordnung größer geworden ist. Durch das Zusammenwirken der beiden Felder rDE und cbJ, wird ein der Blindleistung proportionales-Drehmoment her- ; vorgerufen. Damit dasjenige, welches durch das Zusammenwirken der Felder cDE und cDJ, entsteht, proportional der Wirkleistung wird, muß das wirksame Hauptstromfeld cD J, bei induktionsfreier Last um den Winkel ce gegen den Verbrauchsstrom J, verschoben werden. Dies kann z. B. durch ein magnetisches u förmiges Schirmblech (Abb. i a und ib) erreicht werden, das im Joch des Haupttriebkerns befestigt ist, und dessen freie Enden zwischen Triebscheibe und den Polen 4 und 5 des Hauptstromtriebkems derart liegen, daß sie die Pole nicht berühren, aber die Polflächen ganz oder teilweise überdecken. Bringt man auf den beiden Schenkeln des Schirmbleches verschiebbare Kurzschlußringe 13 und 14 an, so läßt sich durch Verstellung dieser Ringe die gewünschte Verschiebung der Felder um Winkel a bequem einstellen.
  • Abb. 4 und 5 zeigen die Vektorendiagramme, wenn der Strom J gegen die Gebrauchsspannung zurückbleibt oder voreilt. Bei nacheilendem Strom ist das Drehmoment eines derartigen Zählers D = C1 #L ₧ Et' Jc sin (oo° - #) + C2 #E #Js sin (I So' - y), wobei Cl und C2 Konstanten darstellen und # den Winkel der Verschiebung zwischen Spannung und Strom im Verbrauchsstromkreise. Wird gemacht, so ergibt sich das Drehmoment zu Die in der Zeit tz - t1 registrierte Energie ist somit gegeben zu wobei K eine Konstante ist.
  • Bei voreilendem Strom ist das Drehmoment des Zählers D = C1 d DE ₧ #Jc sin (9o ° + #) + C2 # E #Js sin (I8o°+ #) = C1 # E b Jc cos c# + C2 # E #Js - sin c# . Wird wieder gemacht, so ergibt das Drehmoment zu Die in der Zeit t2 - t1 registrierte Energie ist somit gegeben zu d. 1h. die Blindleistung wird bei voreilendem Strom von der Wirkleistung in Abzug gebracht, hei nacheilendem Strom zu dieser hinzugezählt.
  • Die Einstellung eines derartigen Zählers erfolgt, indem man zunächst diejenigen Spulen für sich unter Strom setzt, welche das Drehmoment D=C1₧E₧J₧cos @ geben, sodann diejenigen Spulen, welche das Drehmoment bedingen. Um die Kosten, welche den Elektrizitäts werken aus dem wattlosen Strom erwachsen in das richtige Verhältnis zur Wattleistung zu bringen, muß gemacht werden. Dies kann erreicht werden durch entsprechende Wahl der Amperewin dungszahlen der beiden vom Verbrauchsstron durchflossenen Spulen, sei es z. B. durch ver schiedene Windungszahlen dieser Spulen oder durch Parallelschaltung eines induktionsfreier Widerstandes I5 (Abb. I a) zu den Haupt stromspulen des Blindleistungstriebsystems. Die genaue Abgleichung kann durch stufenweise Änderung des induktionsfreien Widerstanden oder durch Abgleichung des magnetischen Widerstandes des Kraftlinicnweges vom Blindverbrauchstriebsystem ausgeführt werden.
  • Macht man beispielsweise das Hauptstromfeld des Blindverbrauchtriebsystems so stark, daß dessen Drehmoment gleich 2o Prozent vom Drehmoment des Wirkleistungstriebsystems ist, so stellt der Linienzug 2a (Abb. 6) das Drehmoment des Blindleistungszählers bei nacheilendem Strom dar, der Linienzug 2b das Drehmoment bei voreilendem Strom. Die Linienzüge Ia und Ib stellen die korrespondierenden Drehmomente des Wirkleistungszählers dar. Das resultierende Drehmoment ' für nacheilenden Strom wird durch den Linienzug 3a, für voreilenden Strom durch den Linienzug 3 b dargestellt.
  • Man erkennt, daß bei nacheilendtm Strom der Stromverbraucher mehr zu bezahlen hat, als der reinen Wattleistung entspricht, bei voreilendem Strom hingegen weniger.
  • Statt ein Spannungsfeld mit zwei Hauptstromfeldern kann man auch - mit -dem gleichen Ergebnis - zwei Spannungsfelder mit einem Hauptstromfeld zusammen wirken lassen.
  • i Ein solcher Zähler kann z. B. in einfacher Weise dadurch geschaffen werden, daß man einen dreizinkigen Spannungskern i (Abb- 7) einem dreizinkigen Triebkern 2 gegenüberstellt, der auf den beiden äußeren Zinken 3 und '4. vom Verbrauchsstrom durchflossene Spulen und auf dem mittleren Zinken 5 eine zweite Spannungsspule trägt, von der zunächst angenommen sein möge, daß sie von der gleichen Spannung erregt werde wie die Spule des Spannungskernes i. Wird nun das Hauptstromfeld durch vom Verbrauchsstrom erzeugte Sekundärfelder so weit rückwärts verschoben, daß cs bei induktionsfreier Last um i8o' gegen das eine der beiden Nebenschlußfelder verschoben ist, worauf das zweite wirksame Nebenschlußfeld um go ° gegen das resultierende Hauptstromfeld rückwärts verschoben wird, so hat man wiederum einen Zähler, der die in der Zeit t2 -t1 verbrauchte Energie mißt, Abb. 8 zeigt das zugehörige Vektordiagramm. Hierin ist E die Klemmspannung, welche an zwei Spannungsspulen gelegt ist, die, wenn sie auf der gleichen Seite der Ankerscheibe lägen, entgegengesetzten Wicklungssinn haben müßten. Man kann sich daher imn Vektorendiagramm vorstellen, daß die eine Spule von der Spannung E, die zweite von der um r8o° versetzten Spannung - E erregt wird. Die von der Spannung - E erregte Spule besitze nur geringe Selbstinduktion, so daß das zugehörige Feld @ E1 nur unm einen kleinen Winkel u gegen die erzeugende Spannung zeitlich verzögert ist. x 'J stellt den Vektor des vom Verbrauchsstrom j erregten Feldes dar, der bei induktionsfreier Last in Phase mit dem Strome j ist. Werden nun von dem Felde des Verbrauchsstromes Sekundärströme hervorgerufen, deren Feld = @s ist, so kann mau das resultierende Feld @ j um I8o ° gegen das Feld @ El verschieben, so daß durch das Zusammenwirken dieser beiden Felder ein der Blindleistung proportionales Drehmoment entsteht. Verschiebt man nun das von der Spannung E erregte Feld @E2 um einen Winkel go° + u gegen die erregende Spannung, so entsteht durch das Zusammenwirken der beiden Felder d j und @ E2 noch ein der Wirkleistung proportionales Drehmoment. Soll der Eigenverbrauch der von der Spannung E erregten Spule nicht zu groß werden, so muß dieser Nebenschlußspule eine nicht zu vernachlässigende Selbstinduktion gegeben werden. Hierdurch erfährt aber der Winkel, un den das Feld @ El gegen - E verschoben ist, eine bedeutende Vergrößerung, so das es nicht unbedeutende Schwierigkeiten macht, das Feld @ E2 der zweiten Spule um go°+ a gegen die erzeugende Spannung E zu verschieben. Außerdem wird durch die aufzuwendenden Mittel der Feldverschiebung der Eigenverbrauch der Spule 2 nicht unwesentlich erhöht.
  • Dieser Nachteil läßt sich vermeiden, wenn man die auf dem mittleren Zinken 5 des Triebkernes 2 liegende Spule nicht an die Gebrauchsspannung legt, sondern an die sekundäre Wicklung eines Transformators, dessen Primärspule an der Netzspannung liegt. Man kann auch das Eisen des das Feld @ El bildenden Nebenschlußtriebkernes I als Transformatorkern benutzen, wobei die das Feld @ El induzierende Spule die Primärwicklung des Transformators bildet, wie dies in Abb. 7 zur Darstellung gebracht ist. Das zugehörige Vektorendiagramm zeigt die Abb. o. Hierin ist wieder E der Vektor der Gebrauchspannung, @ E2 der Vektor des Transformatorenspannungsfeldes, vder um nicht ganz I8o° gegen die Primärspannung rückwärts verschoben ist. Ist die Abweichung von I8o° z. B. gleich u, so wird nunmehr das dem Verbrauchsstrom proportionale Feld @ j um den Winkel v gegen die Klemmspannung E vorwärts und hierauf das zweite wirksame Nebenschlußfeld um go° - u gegen E nach rückwärts verschoben.
  • Durch Zusammenwirken der Leiden Felder @ j und @5 E2 erhält man ein der Blindleistung proportionales Drehmoment, und durch Zusammenwirken der Felder @ j und @ El ein solches, das der Wirkleistung proportional ist.
  • Erachtet man es für erforderlich, die Blindleistung bei induktiver Belastung anders zu bewerten als diejenige bei kapazitiver Belastung, so wird inan zwei Zähler beschriebener Art anwenden, von denen der eine für die Zeit der induktiven Last mißt, bei kapazitiver Last hingegen gesperrt wird, während der zweite für die Zeit der induktiven Last zu sperren ist. Soll die Blindleistung bei voreilendem Strom weniger bewertet werden als die bei induktiver Last, so wird man, wenn die Drehmomente der Wirkverbrauchstriebsysteme beider Zähler gleich groß sind, das Drehmoment des Blindverbrauchstriebsysteins beim Zähler für die Zeitperiode ka ; pazitiver Last kleiner machen als das des Zählers für die induktive Last.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Elektrizitätszähler zum Messen einer aus Wirk- und Blindleistung zusammengesetzten Belastung zwecks Verrechnung des elektrischen Stromes in Abhängigkeit vom Leistungsfaktor, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Elektrizitätßzähler durch Spannung und Verbrauchsstrom ein und desselben Wechselstromkreises drei aufeinanderwirkende Wechelfelder erzeugt werden, unter denen sich mindestens eines befindet, das proportional dem Verbrauchsstrom ist, und das gegenüber einem zweiten der Gebrauchsspannung proportionalem Feld durch geeignete Sekundärfelder; durch Streufelder in der primären Kraftlinienbahn oder andere geeignete Mittel so weit nach vorwärts oder rückwärts verschoben ist, daß diese beiden wirksamen Felder um i8o° gegeneinander versetzt sind und ein Drehmoment erzeugen, das der Blindleistung proportional ist, während das dritte Feld um go° gegen eines der beiden ersteren Felder verschoben wird, so daß3 durch das Zusammenwirken derselben ein Drehmoment entsteht, dlas proportional der Wirkleistung ist.
  2. 2. Meßanordnung für Elektrizitäitszähler nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zur Messung der Energie zwei Elelktrizitätszähler verwendet werden, wobei der eine bei induktiver, der andere bei kapazitiver Belastung gesperrt ist, so daß die Blindleistung bei indluktiver Belastung durch entsprechende Abstufung der der Blindleistung proportionalen Drehmomente anders bewertet werden 1kann als die Blindleistung bei kapazitiver Belastung.
  3. 3. Elektrizitäi tszäihler nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zwei vom Verbrauchsstrom erregte Felder zusammenwirken mit einem der Gebrauchsspannung proportionalem Feld, wobei das eine Hauptstromfeld ibei induktionsfreier Last in Phase mit der Gebrauchsspannung oder um einen Winkel a gegen diese zeitlich verfrüht ist, dlas zweite Hauptstromfeld durch sekundäre Felder unm einen Winkel von I80 ° - go ° bzw. von I8o° + (go° - a) gegen die Gebrauchsspannung, das Spannungsfeld um einen Winkel von go ° bzw. go ° - u gegen die induzierende Spannung rückwärts verschoben wird (Abb. 2 bzw. 3).
  4. 4. Elektrizitätszähler nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß ein vom Verbrauchsstrom erzeugtes Feld mit zwei von der Gebrauchsspannung erregten Feldern zusammen wirkt, und daß das Hauptstromfeld durch vom Verbrauchsstrom erzeugte Sekundärfclder um I8o° geben das eine dler beiden Nrebenschlußfelder und hierauf das zweite wirksame Nebenschlußfeld um go° gegen das resultierende Hauptstromfeld rückwärts verschoben ist (Abb. 8).
  5. 5. Elektrizitätszähler nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß ein vom Verbrauchsstrom erzeugtes Feld mit zwei von der Gebrauchsspannung erregten Feldenn zusammen wirkt, wobei das eine Nebenschlußfeld voll einer Spule herrührt, welcher transformierte Netzspannung zugeführt ist, und das vom Verbrauchsstrom erzeugte Feld zeitlich um einen Winkel a gegen die Verbrauchsspannung vorwärts verschoben wird, so daß es gegen das transformierte Spannungsfeld um I8o° verschoben ist, während das zweite Nebenschlußfeld um einen Winkel von go ° - a gegen die erregende Netzspannung zeitlich verzögert wird (Abb. g). G. Elektrizitätszähler nach Anspruch I, 3, .1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daL das Drehmoment des Blinäleistungstriebsystems abgeglichen wird durch einen der zugehörigen Hauptstromspulen parallel geschalteten U iderstand oder durch Änderung des magnetischen Widerstandes de: zii,-;elit5rigen Xraftlinienweges.
DE1920344730D 1920-02-17 1920-02-17 Elektrizitaetszaehler zum Messen einer aus Wirk- und Blindleistung zusammengesetzten Belastung Expired DE344730C (de)

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