DE288472C - - Google Patents

Info

Publication number
DE288472C
DE288472C DENDAT288472D DE288472DA DE288472C DE 288472 C DE288472 C DE 288472C DE NDAT288472 D DENDAT288472 D DE NDAT288472D DE 288472D A DE288472D A DE 288472DA DE 288472 C DE288472 C DE 288472C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
meter
coil
phase
switched
wattmeter
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT288472D
Other languages
English (en)
Publication of DE288472C publication Critical patent/DE288472C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
    • G01R11/36Induction meters, e.g. Ferraris meters
    • G01R11/40Induction meters, e.g. Ferraris meters for polyphase operation

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Circuit Arrangement For Electric Light Sources In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Wattstundenzähler oder Wattmeter für mehrphasige, ungleich belastete Anlagen sind in der Regel nach der Zweiwattmetermethode geschaltet und enthalten demgemäß zwei Haupt stromspulen und zwei dünndrahtige Stromzweige. Der Zähler gemäß der Patentschrift 128739 enthält zwei Hauptstromspulen und nur einen dünndrähtigen Stromzweig, doch muß bei diesem Zähler das magnetische Feld, welches einer der beiden Hauptstromspulen entspricht, auf künstliche Weise, z. B. durch Anordnung einer sekundären, kurzgeschlossenen Spule, um 60 ° in der Phase verschoben werden. Da durch dieses Hilfsmittel das Feld
!5 der zweiten Hauptstromspule nicht beeinflußt werden darf, müssen die beiden Hauptstromspulen voneinander getrennt und daher auch zwei dünndrahtige Spulen angewendet werden. Der Zähler kann auch nur für eine bestimmte Periodenzahl richtig zeigen, weil die Phasenverschiebung des Feldes der einen Hauptstromspule von der Periodenzahl abhängig ist. Gegenstand der Erfindung ist ein Wattstundenzähler oder Wattmeter für mehrpha-
2S sige, ungleich belastete Anlagen, bei welchem die den einzelnen Lampenzweigen entsprechenden Ströme unverkettet durch besondere Hauptstromspulen geführt sind und ein einziges resultierendes magnetisches Feld erzeugen, welches auf einen einzigen dünndrahtigen Kreis wirkt, in welchem sich nur eine Spule zu befinden braucht. Dadurch, daß die Ströme, welche den einzelnen Lampenzweigen entsprechen, unverkettet durch besondere Hauptstromspulen geführt sind, ist erreichbar, daß die Anlage in beliebiger Art mit Lampen und mehrphasigen Motoren belastet werden kann und der Zähler, wenn er als elektrodynamisches Meßgerät ausgeführt ist, auch bei beliebiger Periodenzahl richtig mißt. Die bekannten Zähler gemäß der österreichischen Patentschrift 8705 und den deutschen Patentschriften 97568 und 126640 sowie gemäß der Fig. 3 der amerikanischen Patentschrift 531868 enthalten ebenfalls Hauptstromspulen, welche ein resultierendes magnetisches Feld erzeugen, und nur einen dünndrahtigen Kreis, doch sind diese Zähler nur zur Messung des Verbrauches von gleich belasteten mehrphasigen Anlagen geeignet, da nicht vorgesorgt ist, daß die den einzelnen Glühlampenzweigen entsprechenden Ströme durch besondere Hauptstromspulen geführt sind.
In den Fig. 1 bis 6 ist der Erfindungsgegenstand in mehreren Ausführungsformen schematisch dargestellt.
Fig. ι stellt die Schaltung eines Zählers oder Wattmeters für eine dreiphasige Anlage ohne Ausgleichsleitung dar.
Fig. 2 zeigt das zugehörige Polardiagramm der einzelnen Ströme und Spannungen.
Fig. 3 stellt eine geänderte Ausführungsform des Zählers gemäß der Fig. 1 dar.
Fig. 4 stellt die Schaltung eines Zählers
oder Wattmeters für eine Anlage mit verkettetem Zweiphasenstrom dar.
Fig. 5 zeigt das zugehörige Polardiagramm. Fig. 6 stellt die Schaltung eines Zählers oder Wattmeters für eine Anlage mit nicht verkettetem Zweiphasenstrom dar.
In der Fig. ι sind die Zuleitungen des Dreiphasenstromes mit i, 2, 3, der Zähler mit Z bezeichnet. Von den Zuleitungen i, 2, 3 sind drei unabhängige Stromkreise I, II, III für den Anschluß von Glühlampen L abgezweigt; zu diesem Zweck sind am Zähler sechs Klemmen A angeordnet. In jedem der Stromkreise ist innerhalb des Zählers eine dickdrahtige Spule eingeschaltet. Die Spulen S1 und S3 in den Stromkreisen I und III sind in entgegengesetzter Richtung eingeschaltet im Vergleich mit der Spule S2 im Stromkreis II und haben mehr Windungen als die Spule S2; sie sollen unter der Annahme von gleich starken Strömen ein doppelt so starkes magnetisches Feld erzeugen wie die Spule S2. Alle drei Spulen S1, S2, S3 sind so angeordnet, daß sie ein gemeinsames resultierendes magnetisches Feld erzeugen. Praktisch genommen, erhalten die Spulen S1 und S3 doppelt so viel Windungen wie die Spule S2. Die Spulen können neben- oder übereinander gewickelt sein. Der Zähler erfordert nur einen dünndrahtigen, in Nebenschluß geschalteten Stromzweig; derselbe ist an die Leitungen des Stromkreises II zu schalten, in welchem sich die Spule S2 befindet. Man ersieht zunächst, daß die Energie, welche die Glühlampen in den Stromkreisen I, II, III verbrauchen, richtig registriert wird, auch wenn die Lampen ungleichmäßig verteilt sind. Die Spannung zwischen den Leitungen 1 und 2, d. i. die Spannung im Stromkreis I, möge mit e12 und die Stromstärke der Lampen mit i12 und in analoger Weise die Spannungen und Stromstärken der Lampen in den Stromkreisen II und III mit e23, ezl und ^23, ^31 bezeichnet werden. Alle diese Zeichen mögen für die Effektivwerte gelten. Die Energie, welche die Lampen im Stromkreis II verbrauchen, wird in richtiger Weise registriert, weil der Zähler bezüglich des Stromes ^23 und der Spannung e23 wie ein Zähler für einphasigen Strom geschaltet ist. Zwischen dem Strom i12 und der Spannung e23 besteht ein Phasenunterschied von —120°; da jedoch die Spule S1 verkehrt eingeschaltet ist im Vergleich mit Spule S2, ist die Wirkung auf den Zähler dieselbe, als ob der Phasenunterschied gleich wäre 60 °.
Zwischen dem Strom i31 und der Spannung e23 besteht ebenfalls ein Phasenunterschied von 120°, doch ist wegen der verkehrten Einschaltung der Spule S3 die Wirkung auf den Zähler so beschaffen, als ob der Phasenunterschied gleich wäre —60°. Infolge dieses Umstandes sollten die Energien, welche den Lampenströmen ivi und i31 entsprechen, nur zur Hälfte registriert werden. Da jedoch die magnetisierende Wirkung der Spulen S1 und S3 infolge ihrer größeren Windungszahlen doppelt so groß ist wie die der Spule S2, so erfolgt die Registrierung der verbrauchten Energie in richtiger Weise.
In den Drehstrommotoren sind die Wicklungen entweder gemäß der Sternschaltung oder Dreieckschaltung verkettet. Ein derartiger Motor M kann, gleichgültig, welche , Art der Schaltung angewendet ist, in der in der Fig. 1 ersichtlichen Art angeschaltet werden. Die erste Phase ist in der Mitte der Spule S1 angeschaltet, die zweite Phase vor der Spule S2, die dritte Phase hinter der Spule S3. Zum Anschluß der zum Motor M führenden Leitungen dienen die drei Klemmen B. Die Effektivwerte der Stromstärken in den drei Phasen seien mit ix, i%
die
Phasenspannungen in den Wicklungen des Motors mit ev e2, es, die Phasenverschiebung zwischen diesen Strömen und Spannungen mit φ bezeichnet. Es sei angenommen, daß die Ströme und Spannungen in den drei Phasen gleich groß sind. In dem Polardiagramm (Fig. 2) sind die Phasenspannungen und Ströme des Motors und die verketteten Spannungen dargestellt.
Der Strom I1 durchfließt die Hälfte der Spule S1; die Phasenverschiebung zwischen dem Strom I1 und der Spannung e23 ist gleich — (90 — φ),' doch ist' wegen der verkehrten Einschaltung der Spule S1 mit dem Wert (90 + ψ) zu rechnen. Der Strom i2 durchfließt gar nicht die Spule S2. Der Strom is durchfließt die ganze Spule S3; die Phasenverschiebung zwischen i.A und % ist gleich (150 + φ), doch ist wegen der verkehrten Einschaltung der Spule S3 mit dem Wert — (30 — φ) zu rechnen. Unter Berücksichtigung der wirksamen Windungen der Spulen folgt, daß der Zähler folgende Größe registriert:
e23 Ii1 cos (90 + qi) + 2 ig cos (30 — φ)]
= 2 e23 it cos 30 cos φ = 3 ex I1 cos φ.
Dieser Wert entspricht der tatsächlichen verbrauchten Leistung. Dasselbe gilt für den uo Fall, wenn der Motor Dreieckschaltung hat. Soll der Zähler die vom Motor verbrauchte Energie mit einem billigeren Tarif registrieren wie den Lampenstrom, so braucht man nur die zu dem Motor führenden Abzweigungen bei den Spulen S1 und S3 so anzuschließen, daß ein entsprechend kleinerer Teil der Windungen von den Strömen durchflossen wird.
Wenn der Zähler nur zur Messung der Energie, welche Drehstrommotoren verbrauchen, allein dient, so entfallen die für den Anschluß der Glühlampen erforderlichen Ab-
zweigungen; ferner entfällt, wie aus der Fig. ι ersichtlich ist, die Spule S2, die Spule S1 braucht nur halb so viel Windungen zu haben wie die Spule S3.
Schaltet man an die Klemmen A der drei Stromkreise I, II, III (Fig. i) gleiche induktive Belastungen, z. B. die nicht verketteten Wicklungen D eines dreiphasigen Motors, so erfolgt die Registrierung ebenfalls in richtiger
ίο Art. Die Stromstärken in den drei Wicklungen des Motors mögen mit V-
23·
und die Phasenverschiebung, welche zwischen diesen Strömen und den zugehörigen Spannungen e12, e23, e3l besteht, wieder mit φ bezeichnet werden. Die Effektiv wer te der Ströme und Spannungen mögen als gleich groß angenommen werden. Die dem Strom i\3 entsprechende Energie (i'23 e23 cos q>) wird in gleicher Weise wie bei einem Zähler für einphasigen Strom registriert. Zwischen der Spannung e23 und dem Strom i'12 in der Spule S1 besteht wegen der verkehrten Einschaltung der Spule S1 ein Phasenunterschied von (60 + φ), zwischen i'31 und eä3 in analoger Weise ein Phasenunterschied von — (60 — φ). Die Leistung, welche vom Zähler registriert wird, ist mit Berücksichtigung der Windungszahlen der Spulen:
^23 [2 *'l2 COS (60 + φ) + i'23 COS φ
+2 i'31 cos (60 — φ)] = 3 e23 i'i3 cos φ.
Dieser Wert stimmt mit dem tatsächlichen Verbrauch überein. Man ersieht auch, daß die den Strömen i'n und i'31 entsprechenden Energien einzeln nicht richtig registriert werden, doch wird ihre Summe richtig registriert. Es ist einleuchtend, daß an die Stromkreise gleichzeitig Lampen L, Motoren M und induktive Widerstände D angeschaltet werden können, weil sich die Wirkungen der einzelnen Ströme superponieren.
Ein einzelner induktiver Widerstand D' oder ein Bogenlampenkreis kann, wie in der Figur dargestellt ist, an die Phase II angeschaltet werden, weil sich bezüglich dieser Phase der Zähler wie ein Zähler für einphasigen Strom verhält. Man könnte auch zwei gleiche induktive Widerstände an die Phasen I und III schalten, dürfte aber nicht einen einzelnen induktiven Widerstand an eine dieser Phasen schalten, weil sonst der Zähler zu viel oder zu wenig registriert.
Im Falle ein un verketteter Dreiphasenstrom gegeben ist, bleibt die Einrichtung des Zählers die gleiche. Er ist bezüglich der drei Stromphasen genau so zu schalten, wie bezüglich der drei Stromkreise I, II, III in der Fig. 1. Der Zähler kann in bezug auf die Anordnung der Spulen Abänderungen erleiden. Man kann z. B. die in der Fig. 3 dargestellte An-Ordnung wählen. In diesem Falle ist die Spule S1 in der Fig. 1 durch zwei Spulen S\, S'{ von halber Windungszahl ersetzt, welche in den beiden Stromleitungen des Stromkreises I eingeschaltet sind; die Spule S2 ist in die zweite Leitung des Stromkreises II verlegt, die Spule S3 ist unverändert belassen worden.
Zwecks Messung der Energie, welche der Drehstrommotor M verbraucht, könnte man anstatt der beschriebenen Art des Anschlusses der Leitungen die Abzweigung für den Strom i2 so machen, daß zwei Drittel der Windungen der Spule S2 vom Strom durchflossen werden, der Strom i3 sollte ebenfalls durch zwei Drittel der Windungen der Spule S3 fließen, dagegen der Strom J1 nur durch ein Zwölftel der Windungen der Spule S1 fließen. Auch in diesem Falle wird die vom Motor verbrauchte Energie richtig registriert.
Im dünndrahtigen Kreis könnte man z. B. anstatt einer dünndrahtigen Spule zwei wählen, welche unter Vorschaltung von Widerständen an die Spannungen — el2 und — e31 geschaltet wären; dadurch würde aber die Einrichtung des Zählers komplizierter werden. Das Wesentliche ist, daß im magnetischen Feld der Spulen S1, S2, S3 nur ein bewegliches Zählersystem vorhanden ist.
In der Fig. 4 ist angenommen, daß verketteter Zweiphasenstrom gegeben ist; die verkettete Leitung ist mit o, die beiden · anderen Leitungen sind mit 1 und 2 bezeichnet. Der Zähler Z enthält zwei dickdrahtige Spulen S1 und S2 von gleicher Windungszahl, welche in die Leitungen 1 und 2 ,geschaltet sind. Der dünndrahtige ■ Kreis ist an die Leitungen 1 und 2 geschaltet. Die beiden Phasen sind mit I und II, die drei Anschlußklemmen mit A bezeichnet.' Im Polardiagramm (Fig. 5) sind die Fadenspannungen «10 und e20 sowie die verkettete Spannung e12 dargestellt.
Schaltet man an die beiden Phasen Lampen an, so wird die verbrauchte Energie, wie sich leicht nachweisen läßt, vom Zähler richtig registriert. Die Stromstärken, welche den Lampen in den beiden Phasen entsprechen, mögen mit i10 und i20 bezeichnet werden. Diese Ströme stimmen in der Phase mit den Spannungen e10 und ew überein. Der Strom ii0 schließt mit der Spannung «12 den Phasenwinkel 45 ° ein; der Strom i20 schließt den Phasenwinkel 135 ° ein. Die Spulen S1 und S2 sind in die Leitungen 1 und 2 genau so wie bei einem Zähler für einphasigen Strom eingeschaltet. Der Zähler registriert demnach folgenden Energiewert:
w cos 45 — i20 cos 135]
= "i2 cos 45 (i10 + I20
= e
l0
{i10 + i20)
Da die Phasenspannungen als gleich groß angenommen werden können, erfolgt die Registrierung der Energie in richtiger Art. Wegen
der Phasenverschiebung von 45 wäre die Energie im Verhältnis 1 : ]/2 zu gering registriert worden; dies wird aber dadurch kompensiert, daß der dünndrahtige Kreis an die verkettete Spannung angeschlossen ist, welche ]/'2 mal größer ist als die Phasen spannung.
Schaltet man an die beiden Phasen einen zweiplmsigen Motor mit gleich belasteten Stromzweigen an, so wird die verbrauchte Energie ebenfalls richtig registriert. Die als gleich groß angenommenen Stromstärken in den beiden Zweigen seien mit i'lo und i'W) die Phasenverschiebung zwischen diesen Strömen und den Phasenspannungen mit-q> bezeichnet (Fig. 5).
1S Man ersieht, daß der Zähler mit Rücksicht auf die Art der Schaltung der Spulen S1 und S2. folgenden Energiewert registriert:
evl [i'j0 cos (45 — φ) — i'2o cos (135 — φ)]
ßi2 *'io" 2 cos 45 cos Φ == z fiio *'io cos Sollte die vom Motor M verbrauchte Energie zu billigerem Tarif registriert werden, so braucht man nur die zum Motor führenden Außenleitungen an entsprechenden Stellen der Spulen S1 und S2 anzuschließen, so daß die Zweigströme des Motors nicht alle Windungen dieser beiden Spulen durchfließen.
Einphasige Verbrauchsapparate dürfen nur an die verkettete Spannung eyi angeschlossen werden. Um zu erreichen, daß die verbrauchte Energie richtig registriert wird, darf der Strom nur durch eine der beiden Spulen S1 oder S2 fließen, und müßte man daher die eine Zuleitung, z. B. die rechte, schon vor der Spule S2 anschließen. Eventuell könnte, man die beiden Zuleitungen in der Mitte der beiden Spulen S1 und S2 anschließen.
Die Fig. 6 bezieht sich auf den Fall, daß unverketteter Zweiphasenstrom gegeben ist.
In den beiden Stromphasen sind übereinstimmend wie in der Fig. 4 die beiden Hauptstromspulen S1 und S2 einzuschalten. Um bezüglich der dünndrahtigen Spule auch die gleichen Verhältnisse zu schaffen wie in der Fig. 4, hat man den Anfang dieser Spule mit je einer Stromleitung der beiden Phasen unter Zwischenschaltung, eines Widerstandes / zu verbinden und ebenso das Ende der Spule unter Zwischenschaltung gleicher Widerstände / mit den beiden anderen Stromleitungen zu verbinden. Wenn der Widerstand der dünndrahtigen Spule mit w und der beim Zähler gemäß Fig. 4 vorgeschalteteWiderstand mit r bezeichnet wird,
so hat man / =
— zu wählen. Unter
diesen Verhältnissen verhält sich der Strom
der dünndrahtigen Spule genau so, als ob die , Spule unter Vorschaltung des Widerstandes r an die verkettete Spannung angeschlossen wäre wie beim Zähler gemäß der Fig. 4. Im Falle von Ferrariszählern können die Widerstände r durch Drosselspulen gebildet sein. Man kann die verkettete Spannung auch mittels zweier Spannungstransformatoren erzeugen, welche an die beiden Phasen angeschaltet sind und einen gemeinsamen sekundären Kreis haben.
Die in der Fig. 6 dargestellte Einrichtung für den dünndrahtigen Stromzweig des Zählers könnte man auch bei einem Zähler für dreiphasige Anlagen anwenden.' Man könnte den Zähler gemäß der Fig. 1 so abändern, daß man den dünndrahtigen Stromzweig nicht an die Leitungen des Stromkreises II anschaltet, sondern Anfang und Ende der dünndraht.igen Spule unter Vorschaltung von je zwei Widerständen mit den Leitungen der Stromkreise I und III verbindet, wodurch für die dünndrahtige Spule dieselben Verhältnisse geschaffen werden können, als ob sie so wie in der Fig. 1 unter Vorschaltung eines Widerstandes an die Leitungen des Stromkreises II geschaltet wäre.
Die beschriebenen Zähler oder Wattmeter für mehrphasige Anlagen bieten den Vorteil, daß sie nur ein System von Hauptstromspulen und ein bewegliches System zu enthalten brauchen, wodurch die Konstruktion vereinfacht ist. Diesem großen Vorteil steht nur der geringe Nachteil gegenüber, daß im Falle von dreiphasigen Anlagen die Klemmenbretter für die Glühlampenstromkreise sechs Lamellen anstatt dreier Lamellen erhalten müssen.

Claims (6)

P a tent-Ansprüche:
1. Wattstundenzähler oder Wattmeter für mehrphasige, ungleich belastete Anlagen, dadurch gekennzeichnet, daß die Ströme, welche den einzelnen Glühlampenzweigen entsprechen, unverkettet durch besondere Hauptstromspulen hindurchgehen und ein einziges resultierendes magnetisches Feld erzeugen, welches auf einen einzigen, in Nebenschluß geschalteten Stromzweig wirkt.
2. Ausführungsform des Zählers oder Wattmeters nach Anspruch 1 für dreiphasige Anlagen ohne Ausgleichsleitung, dadurch gekennzeichnet, daß von den drei Zuleitungen drei voneinander unabhängige Stromkreise verschiedener Phase abgezweigt sind; wobei in jeden Stromkreis eine dickdrahtige Spule des Zählers oder Wattmeters eingeschaltet ist, von welchen Spulen zwei im Vergleich mit der dritten Spule ein doppelt so starkes magnetisches Feld bei gleicher Stromstärke erzeugen, und wobei der im Nebenschluß geschaltete Stromzweig des Zählers oder Wattmeters an jene Phase des dreiphasigen Systems angeschlossen ist, in welches die Hauptstromspule mit der geringen Windungszahl eingeschaltet ist.
: 3. Ausführungsform des Zählers oder
Wattmeters nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Anfang als auch das Ende der in Nebenschluß geschalteten Spule des Zählers oder Wattmeters unter Vorschaltung von Widerständen mit den Leitungen jener Stromkreise verbunden. sind, in welchen die dickdrahtigen Spulen mit den stärkeren magnetischen Feldern eingeschaltet sind, wodurch für die dünndrahtige Spule dieselben Verhältnisse geschaffen werden, als ob sie unter Vorschaltung eines Widerstandes an die Leitungen jenes Stromkreises angeschaltet wäre, in welchem sich die dickdrahtige Spule mit dem schwächeren magnetischen Feld befindet.
4. Ausführungsform des Zählers oder Wattmeters nach Anspruchs für die gleichzeitige Messung der von Motoren uud Lampen verbrauchten Energie, dadurch gekennzeichnet,, daß in die zu den Motoren, führenden drei Leitungen von den zwei Hauptstromspulen, welche je ein stärkeres magnetisches Feld liefern, die eine ganz, die andere zur Hälfte eingeschaltet ist, während die dritte, das schwächere Feld liefernde Hauptstromspule gar nicht in den Motorkreis eingeschaltet ist.
5. Ausführungsform des Zählers oder Wattmeters nach Anspruch 1 für ungleich belastete Anlagen mit verkettetem Zweiphasenstrom, dadurch gekennzeichnet, daß in die beiden nicht verketteten Leitungen gleiche Hauptstromspulen eingeschaltet sind, durch welche das resultierende magnetische Feld erzeugt wird, und daß der dünndrahtige Stromzweig des Zählers oder Wattmeters an die verkettete Spannung angeschlossen ist.
6. Ausführungsform des Zählers oder Wattmeters nach Anspruch 1 für ungleich belastete Anlagen mit nicht verkettetem Zweiphasenstrom, dadurch gekennzeichnet, daß in die beiden Phasen gleiche Hauptstromspulen eingeschaltet sind, welche das resultierende magnetische Feld erzeugen, und daß sowohl der Anfang als auch das Ende des dünndrahtigen Stromzweiges des Zählers oder Wattmeters unter Einschaltung von Widerständen mit je einer Hauptleitung der beiden Stromphasen verbunden sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT288472D Active DE288472C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE288472C true DE288472C (de)

Family

ID=543593

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT288472D Active DE288472C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE288472C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2265964A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur strommessung in phasenleitungen
DE3524001C2 (de)
DE288472C (de)
DE289141C (de)
DE281623C (de)
DE663256C (de) Anordnung zur Regelung und Konstanthaltung von Zaehlereichstationen oder anderen Messeinrichtungen zugefuehrten elektrischen Groessen
DE401848C (de) Transformator mit Einrichtung zur Kompensation seines Spannungsabfalles in einem unterspannungsseitig angeschlossenen Spannungsstromkreis
DE655645C (de) Drehstromzaehler fuer Scheinverbrauch oder UEberschussblindverbrauch oder Drehstromwirkverbrauchzaehler fuer niedrige Frequenzen mit zwei oder drei Messwerken
DE135720C (de)
DE174744C (de)
DE842225C (de) Elektrisches Vielfachmessinstrument
DE830817C (de) Einrichtung zur Spannungsversorgung einer Scheinwiderstandsmesseinrichtung fuer elektrische Maschinen mit Wechselstrom von Netzfrequenz
DE3028027A1 (de) Anordnung zur windungsschluss- und isolationspruefung von induktionsspulen
DE499068C (de) Umschaltbarer Stromwandler
DE501966C (de) Schaltanordnung fuer Wattmesser, Zaehler oder Relais
DE429872C (de) Elektrisches Messinstrument, insbesondere Zaehler
DE757904C (de) Elektromagnetische, mit Wechselstrom betriebene Gebe- oder Empfangsanordnung zur Fernuebertragung von Stellungen oder Messung von Drehzahlen
DE697965C (de) Verfahren zur Strommessung in je einem von mehreren parallelen, an einen gemeinsamen Verbraucher gefuehrten Stromkreisen verschiedener Nennstromstaerke
AT8557B (de) Schaltungseinrichtung für Drehstrommessgeräthe.
DE191787C (de)
DE113992C (de)
DE128873C (de)
DE322500C (de)
DE838026C (de) Einrichtung zur Untersuchung von Spulen auf Körper- und Windungsschluß
DE676335C (de) Einrichtung zum Einstellen einer beliebig grossen Phasenverschiebung zwischen Strom- und Spannungstriebfluss bei Mehrphasenmessgeraeten