DE697965C - Verfahren zur Strommessung in je einem von mehreren parallelen, an einen gemeinsamen Verbraucher gefuehrten Stromkreisen verschiedener Nennstromstaerke - Google Patents

Verfahren zur Strommessung in je einem von mehreren parallelen, an einen gemeinsamen Verbraucher gefuehrten Stromkreisen verschiedener Nennstromstaerke

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DE697965C
DE697965C DE1936S0122097 DES0122097D DE697965C DE 697965 C DE697965 C DE 697965C DE 1936S0122097 DE1936S0122097 DE 1936S0122097 DE S0122097 D DES0122097 D DE S0122097D DE 697965 C DE697965 C DE 697965C
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parallel
resistors
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Expired
Application number
DE1936S0122097
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English (en)
Inventor
Ernst Schulze
Dipl-Ing Walther Sindram
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Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R19/00Arrangements for measuring currents or voltages or for indicating presence or sign thereof

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Current Or Voltage (AREA)

Description

  • Verfahren zur Strommessung in je einem von mehreren parallelen, an einen gemeinsamen Verbraucher geführten Stromkreisen verschiedener Nennstromstärke Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Messung von Strömen in mehreren Kreisen mit Hilfe eines einzigen Meßgerätes. Da in vielen Fällen die einzelnen Meßkreise mit verschiedenen Nennströmen belastet sind, ist es erforderlich, um die Meßwerte einwandfrei ablesen zu können, daß das Meßgerät verschiedene Meßbereiche besitzt. Zur Änderung des Meßbereiches werden bei Gleichstrommessungen parallel zum Meßinstrument Widerstände (Nebenschlüsse) angeordnet; während bei Wechselstrommessungen Stromwandler verschiedener Übersetzungsverhältnisse vorgesehen werden, durch die erreicht wird, daß im Meßinstrument möglichst Ströme gleicher Größenordnung fließen. Zum Messen der Ströme in Stromkreisen verschiedener Nennstromstärke ist es daher erforderlich, eine entsprechende Umschaltung des Meßinstrumentes vorzunehmen.
  • Es sind Verfahren bekannt, bei denen eine Umschaltung des Instrumentes nicht nötig ist, so z. B. bei der bekannten Einrichtung zur Messung des Prüf- und Belastungsstromes von Streckenspeiseleitungen. Hierbei liegt das Meßinstrument im Nebenschluß zu einem im Hauptstromkreis vorgesehenen Meßwiderstand. Für die vorliegende Betrachtung möge der zu erfassende Meßbereich beispielsweise in der Größenordnung von IOOO bis 4000 Ampere liegen.
  • Zur Prüfung des Streckenabschnittes auf Kurzschlußfreiheit vor Einschaltung des Leistungsschalters wird über einen Hilfsschalter ein Prüfstrom geschickt, der durch einen Prüf widerstand -beispielsweise auf 400 Ampere, also 1lio des Betriebsstromes, begrenzt wird. Um auch in diesem Fall den Strom genau messen und den Meßfehler infolge ungenauer Ablesung auf ein Minimum begrenzen zu können, ist es erforderlich, daß der Ausschlag des Instrumentes verzehnfacht wird. Man erreicht dies durch Kurzschließen eines entsprechenden im Instrumentenkreis vorgesehenen Vorschaltwiderstandes. Der Nachteil dieser Anordnung ist der, daß der Spannungsabfall am Stromteilerwiderstand sehr groß gewählt werden muß.
  • Bei einem anderen Verfahren sind zwei Meßwiderstände vorgesehen, von denen der eine nur im Prüf-, der andere im Betriebs- und Prüfstromkreis liegt. Während der Prüfung sind beide Widerstände in Reihe geschaltet, und das Meßinstrument liegt parallel zd beiden Widerständen. Wird hingegen der Betriebsstrom gemessen, dann steht nur der von diesem Strom durchflossene Widerstand unter Spannung, und das Meßinstrument liegt parallel zu diesem, wobei der zweite Widerstand lediglich als Instrumentenzuleitung dient. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß nur zwei Stromkreise, nämlich der Betriebs- und der Prüfstromkreis, gemessen werden können, wobei überdies die Meßwiderstände an bestimmten Stellen im Stromkreis angeordnet sein müssen, was oft zu Montageschwierigkeiten führt, so daß dieses Verfahren unter Umständen nur schwer und mit erheblichen Kosten praktisch durchführbar ist. Dieser Nachteil tritt besonders dann in Erscheinung, wenn eine solche Meßanordnung nachträglich in eine bereits vorhandene Anlage eingebaut Werden soll.
  • Die Erfindung vermeidet die Nachteile der bekannten Einrichtungen.
  • Nach dem neuen erfindungsgemäßen Verfahren zur Strommessung in je einem von mehreren parallelen an einen gemeinsamen Verbraucher geführten Stromkreisen verschiedener Nennstromstärke ist das einzige Meßinstrument einerseits an in diesen parallelen Kreisen liegende einpolig zusammengeschaltete verschieden große Meßwiderstände oder aber bei Wechselstrom an in gleicher Weise geschaltete Sekundärwicklungen von Stromwandlern verschieden großer Übersetzungsverhältnisse angeschlossen, während die anderen über Vorschaltwiderstände an Spannung gelegten Enden der Widerstände bzw.
  • Wandlerwicklungen jeweils über ein Ventil zum Instrument führen, das entweder den in einem ausgewählten Kreis fließenden Strom ohne Abschaltung der übrigen parallel liegenden Ventilwiderstandskreise anzeigt oder aber bei gleichzeitigem Stromfluß in mehreren solcher parallelen Meßkreise selbsttätig den Strom desjenigen Kreises mißt, der jeweils den höchsten Spannungsabfall hat bzw. den größten Belastungsstrom führt.
  • Die Erfindung soll an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
  • In Fig. I ist-mit I und 2 ein von einem Stromerzeuger 3 gespeistes Netz bezeichnet. 4 ist ein Stromverbraucher, der über den Schalter 5 gespeist wird. Je nach der Stellung dieses SchaI-ters auf den Kontakten 6, 7 oder 8 wird der Belastungsstrom verschieden sein. So fließt z. B. bei der Schaltstellung 6 der höchstmögliche Strom, während in der Schaltstellung 7 infolge des vorgeschalteten Begrenzungswiderstandes g nur ein Bruchteil des ursprünglichen Stromes und in Stellung 8 durch den größeren Begrenzungswiderstand IO nur ein Bruchteil des in Schaltstellung7 möglichen Stromes fließen kann. Das Meßinstrument II liegt einmal an dem gemeinsamen Punkt Iz des Verbraucherkreises, zum anderen ist es über elektrische Venteile 13, I4 und 15, z. B. Trockengleichrichter, mit den entsprechenden Punkten der im Nebenschluß zum Meßinstrument angeordneten Meßwiderstände I6, I7, I8 verbunden.
  • Das neue Verfahren ermöglicht folgende Messungen: Steht der Schalter 5 beispielsweise auf Stellung 8, so ist der Hauptstromkreis vom Leiter 1 über den Begrenzungswiderstand IO, die Schaltstellung8, den Meßwiderstand 16, über den Verbraucher 4 zum Leiter 2 geschlossen. Führt die Leitung I positives Potential, so wird der Strom in der durch die Ventile angedeuteten Pfeilrichtung fließen, die die einzig mögliche Richtung über das Ventil 15 andeutet.
  • Der Meßstromkreis ist in diesem Fall nur vom Spannungsabfall des Meßwiderstandes r6 ab hängig, obwohl außer diesem noch die Nebenschlüsse 17 und I8 mit den ihnen zugeordneten Ventilen I3, 14 parallel geschaltet sind. Dieser Zustand erklärt sich dadurch, daß der Meßwiderstand r6 als Spannungsquelle aufgefaßt werden kann, deren höheres Potential einen Strom über das Ventil I5, das Meßinstrument II zum gemeinsamen Punkt 12 niederen Potentials schickt. Da ein Strom aber nur voneinem Punkt höheren Potentials nach einem Punkt tieferen Potentials fließen kann, ist es ausgeschlossen, daß beispielsweise eine parallele Stromverteilung über das Ventil 15 zum Ventil 14 oder I3 stattfinden kann, weil diese Ventile infolge ihrer Anordnung den Stromdurchgang sperren, während eine Stromverteilung von dem gemeinsamen Punkt 12 der Anordnung aus unmöglich ist, da der von diesem Punkt abgehende Verbindungsleiter gegenüber dem über das Ventil 15 gespeisten Meßleiter geringeres Potential aufweist.
  • Die einzige Möglichkeit, das Meßergebnis in irgendeiner Art zu beeinflussen, besteht darin, daß die Ventile in der umgekehrten Stromrichtung einen kleinen Rückstrom durchlassen.
  • Dieser Einfluß auf das Meßergebnis kann aber durch entsprechende Eichung des Instrument es beseitigt und der hierdurch bedingte Fehler kann deshalb mit Leichtigkeit ausgeschaltet werden.
  • Ausgehend von der obigen Betrachtung über die Spannungsverteilung innerhalb der Meßanordnung ergibt sich, daß bei Aufhebung der Kupplung des Schalters 5 ohne Gefahr gleichzeitig zwei Meßstromkreise, beispielsweise durch die Herstellung der Schalterstellung 6 und 8, eingeschaltet werden können. In diesem Fall ist der Vorwiderstand IO durch die Schaltstellung 6 überbrückt und führt praktisch keinen Strom, so daß das Instrument II nur den in dem Meßwiderstand I8 fließenden Strom mißt. Ganz allgemein kann gesagt werden, daß durch das neue Meßverfahren bei gleichzeitigem Stromfluß in mehreren parallelen Meßkreisen selbsttätig der Strom des Kreises gemessen wird, der jeweils den höchsten Spannungsabfall bzw. den höchsten Belastungsstrom führt, Das Verfahren ist ohne weiteres auch zur Messung von Wechselströmen geeignet. In Fig. 2 ist eine Schaltanordnung zur Messung von Wechseiströmen dargestellt, die im wesentlichen der in Fig. I dargestellten Schaltanordnung entspricht. Hierbei sind abweichend von der in Fig. I dargestellten Einrichtung lediglich die Meßwiderstände r6, I7 und I8 durch Stromwandler 19, 20 und 21 ersetzt. Im übrigen ist der Aufbau dieser Anordnung übereinstimmend mit dem gemäß Fig. I.
  • Bei Wechselstrommessung ist es zweckmäßig, an Stelle der in einfacher Anordnung vorgesehenen Ventilzellen I3, I4, I5 gegebenenfalls die bekannte Graetzschaltung anzuwenden.
  • Eine solche Maßnahme dürfte dann von Bedeutung sein, wenn bei Messungen in Mehrphasenwechselstromnetzen infolge einer etwa auftretenden Phasenverschiebung eine Fälschung des Meßergebnisses möglich wäre.
  • Das neue Verfahren ist auf den verschiedensten Gebieten der elektrischen Meßtechnik anwendbar, so z. B. bei Streckenprüfanlagen. Hier kann mit einem einzigen Instrument sowohl der Prüf- als auch der Belastungsstrom gemessen werden, Darüber hinaus kann der Erfindungsgedanke stets dort Anwendung finden, wenn mehrere parallele Kreise an eine gemeinsame Belastung angeschlossen sind. Als Beispiel sei angenommen, von einer Sammelschiene wird über zwei parallel geschaltete Leistungsschalter ein Verbraucher gespeist. Da die von jedem Schalter geführte Last bekanntlich in erheblichem Umfange von dem Kontaktdruck des Schalters abhängt, ist nicht ohne weiteres zu erkennen, ob die beiden Schalter gleichmäßig belastet sind. Bei Anwendung des neuen Verfahrens -läßt sich sofort der Schalter ermitteln, der den höchsten Strom führt, bzw. zeigt das Instrument den Halbwert, so kann daraus geschlossen werden, daß beide Schalter gleich belastet sind. Auch zur Überwachung der Anodenbelastung von Gleichrichtern ist der Erfindungsgedanke anwendbar, wenn je zwei Anoden pro Phase eines Gleichrichters über eine Spalt drossel gespeist werden. In diesem Falle ist es von Wichtigkeit, zu wissen, ob die beiden Anoden pro Phase gezündet haben, was in der gleichen, Weise wie in vorerwähntem Beispiel bezüglich der Schalterüberprüfung ebenfalls durch eine Strommessung ermittelt werden könnte.
  • Das neue Verfahren könnte auch beispielsweise dazu benutzt werden, um die Belastung mehrerer von einer Sammelschiene abgehender Kabel zu bestimmen. Es könnte auch hier sofort der Speiseleiter ermittelt werden, der beispielsweise den höchsten Strom führt oder, sofern die Gesamtlast bekannt ist, durch eine einzige Messung festgestellt werden, ob alle Speiseleiter gleichmäßig belastet sind.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Strommessung in te einem von mehreren parallelen an einen gemeinsamen Verbraucher geführten Stromkreisen verschiedener Nennstromstärke mit Hilfe eines einzigen Meßinstruments, dadurch gekennzeichnet, daß das Instrument einerseits an in diesen parallelen Kreisen liegende einpolig zusammengeschaltete, verschieden große Meßwiderstände oder aber bei Wechselstrom an in gleicher Weise- geschaltete Sekundärwicklungen von Stromwandlern verschieden großer Übersetzungsverhältnisse angeschlossen ist, während die anderen über Vorschaltwiderstände an Spannung gelegten Enden der Widerstände bzw. Wandlerwicklungen jeweils über ein Ventil zum Instrument führen, das entweder den in einem ausgewählten Kreis fließenden Strom ohne Abschaltung der übrigen parallel liegenden Ventilwiderstandskreise anzeigt oder aber bei gleichzeitigem Stromfluß in mehreren solcher parallelen Meßkreise selbsttätig den Strom desjenigen Kreises mißt, der jeweils den höchsten Spannungsabfall hat bzw. den größten Belastungsstrom führt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß als elektrische Ventile Trockengleichrichter in einfacher oderGraetzscher Anordnung verwendet werden.
DE1936S0122097 1936-03-25 1936-03-25 Verfahren zur Strommessung in je einem von mehreren parallelen, an einen gemeinsamen Verbraucher gefuehrten Stromkreisen verschiedener Nennstromstaerke Expired DE697965C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0236710A1 (de) * 1986-01-30 1987-09-16 Windmöller & Hölscher Verfahren zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit von parallel geschalteten Lastwiderständen

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