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Anordnung zur Speisung eines Stromkreises veränderlichen Widerstandes mittels zweier kompensierter Ein-oder Mehrphasenkommutatormaschinen.
Um einen Ein-oder Mehrphasenstromkreis veränderlichen, ohmsehen oder induktiven Wider standes Z mit einem Strom J zu speisen, der unabhängig von den Veränderungen des Widerstandes einem zweiten, durch äussere Ursachen gegebenen Strom i annähernd proportional ist, also ungefähre, t (k = konstant) ist, kann man den Stromkreis an die Ankerklemmen einer gemischt erregten kompensierten Kommutatormasehine anschliessen, die zwei Eiregerwieklungen hat. (Vgl. Seiz, Archiv für Elektro- teehnik 1928, Bd. XX, Seite 229/230. ) Der Strom i kann dabei konstante oder auch wechselnde Frequenz haben, stets aber sind die Frequenzen beider Ströme gleich.
Die eine Erregerwicklung der Kommutatormaschine ist von ihrem Ankerstrom J durchflossen und so geschaltet, dass die vom Feld des Stromes J durch Rotation im Anker induzierte Spannung gegen den Strom J um einen Winkel phasenverschoben ist, der zwischen 90 und 270 liegt und vorzugsweise 1800 beträgt. Die gleiche Schaltvorschrift soll auch im folgenden für jede Reihensehluss-Erregerwicklung bestehen. Die Windungszahl der Reihenschluss- wicklung ist so gross zu wählen, dass beim grössten betriebsmässig verlangten Strom Jm = k. im ihre
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betriebsmässig auftretenden Wert Zm des veränderlichen Widerstandes im Anker eine Spannung gleich dem Spannungsabfall des Stromes Jm im gesamten Ankerkreis zu induzieren.
Die Drehzahl der Kommutatormaschine kann konstant oder veränderlich sein, nur darf sie nicht so tief sinken, dass die Durchflutung AWm die Grössenordnung von AWhm erreicht. Die Windungszahl der zweiten Erregerwicklung der Maschine, die vom Strom i, dem"primären Erregerstrom"durchflossen ist, ist so zu bemessen, dass beim Strom im = Jmlk ihre Durchflutung a m gleich der geometrischen Summe aus den Durchflutungen AWhm und AWm ist. Wir bezeichenen im folgenden stets die Durchflutung der Reihenschlusswicklung als Reihenschlussdurchflutung, die Durchflutung des primären Erregerstromes als primäre Durchflutung und die zur Induzierung der resultierenden, wirklich bestehenden Ankerspannung erforderliche Durch-
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Ist der veränderliche Widerstand kleiner als Cm, so ist bei gleichem Strom die resultierende Durchflutung AWm kleiner als AWm und ebenfalls vernachlässigbar, es gilt also allgemein J#k.i.
Das für beide Erregerwicklungen der Kommutatormasehine erforderliche Kupfergewicht entspricht der arithmetischen Summe AWhm + awm ; bei einer Maschine üblicher Bauart würde es dagegen nur der resaltierenden Durchflutung AWm entsprechen, also nur einen Bruchteil des bei der betrachteten Erregetmaschine erforderlichen Kupfergewichtes betragen. Gewicht und Raumbedarf der Erreggerwicklungen der Maschine sind also ausserordentlich gross gegenüber denen einer Maschine normaler Bauart und gleicher Leistung, wodurch manchmal die Maschine wesentlich vergrössert und verteuert wird.
Da ferner die primäre Durchflutung des Stromes i ebenfalls ein Mehrfaches der resultierenden Durchflutung ist, ist auch die der primären Erregerwicklung zuzuführende Erregerleistung ein Mehrfaches des für Maschinen nonmaler Bauart üblichen Wertes. Damit auch bei wechselnder Frequenz, also wechselndem Widerstand der primären Erregerwicklung, der primäre Erregerstrom von dex Vorgängen in der Maschine unabhängig und beispielsweise der speisenden Spannung porportional wird, kann man bekanntlieh vor die Erregerwicklung einen grossen konstanten Widerstand schalten.
Grösse und Verlust dieses Widerstand wachsen nun mit der Eriegerleistung der Kommutatormasehine.
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einer nach gleichen Richtlinien gebauten Hilfsmaschine zu leiten, deren Ankeik-eis die primäre Erregelwicklung der Hauptmasehine speist. Da die Erregerleistung der Hilfsmaschine viel kleiner als ihre Ankerleistung ist, die gleich der ElTegerleistung der Hauptmaschine ist, werden dadurch die Verluste im vo :- geschalteten konstanten Widerstand sehr verkleinert. Die ausserordentlich hohe Belastung der Hauptmaschine mit Erregerkupfer aber bleibt bestehen.
Erfindungsgemäss soll nun dieser Nachteil dadurch vermieden weiden, dass die Ankeikeise der beiden Kommutatormaschinen den veränderlichen Belastungswiderstand in Reihe speisen und dass die
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Erregerwicklung der zweiten Maschine in Nebenschluss an den Belastungswiderstand angeschlossen ist.
Die Schaltung zeigt Fig. 1, die sich auf ein Mehrphasensystem bezieht, in der aber der Einfachheit halber nur eine Phase gezeichnet ist. 1 ist der veränderliche Widerstand, dessen Veränderlichkeit bei konstanter Selbstinduktion beispielsweise durch einen Wechsel der Frequenz bedingt sein kann. 2 und 3 sind die beiden Kommutatormaschinen, deren Ankerkreise den Widerstand 1 in Reihe speisen. 4 ist die das Ankerfeld aufhebende Kompensationswicklung und 5 die Reihenschluss-Erregerwicklung der Maschine 2 ; 6 ist die vom primären Erregerstrom durehflossene Erregerwicklung der gleichen Maschine. 7 ist die Kompensationswicklung und 8 die Erregerwicklung der Maschine 3, die an einen Punkt des Belastungswiderstandes 1, nämlich an die mit der Maschine 2 verbundene Klemme angeschlossen ist.
Die punktiert gezeichnete Verbindung wird später erläutert. 9 ist die Antriebsmaschine der beiden Kommutatormaschinen, die von einem beliebigen Netz 10 gespeist wird. Die Drehzahl darf wieder in beliebigen Grenzen. schwanken, so lange nur die im folgenden angegebenen Bedingungen eingehalten werden.
Da die Maschine 2 über die Wicklung 6 durch den plimären Erregerstrom erregt wird, fliesst in ihrem Ankerkreis ein Strom, der sich teils über den Ankerk is 1-7 der Maschine 3 und teils über deren Erregerkreis 8 schliesst. Die Summe der Spannungen in dem geschlossenen Stromkreis 8-1-7 muss Null sein. Der im Erregerkreis 8 fliessende Strom ist also durch die Bedingung festgelegt, dass die von ihm im Anker der Maschine induzierte Spannung gleich dem gesamten Spannungsabfall im Kreis 7-1-8 ist.
Die Maschine 3 ist nun so zu bemessen, dass bei jedem betiiebsmässig auftretenden Spannungsabfall im Widerstand 1 der Erregerstrom der Wicklung 8, dessen Ankerspannung die Summe der Spannungen
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der Selbsterregung muss ferner auch Wicklung 8 solchen Wickelsinn besitzen, dass ein in dem genannten Kreis fliessender Strom im Anker der Maschine 3 eine Spannung induziert, die zwischen 90 und 270 und vorzugsweise 1800 gegen den Strom phasenverschoben ist. Wird nun ferner die Maschine 3 so entworfen, dass bei jedem betriebsmässig auftretenden Zustand ihre Erregerspannung, also die Klemmen-
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der Maschine 3 annähernd gleich dem Spannungsabfall im Widerstand 1.
Die Klemmenspannung dei Maschine 2 ist bei Schaltung nach Fig. 1. gleich der Erregerspannung der Wicklung 8, also viel kleiner als der Spannungsabfall im Widerstand 1. Würde dieser Widerstand nur von der Maschine 2 gespeist. so wäre dagegen ihre Klemmenspannung gleich dem Spannungsabfall im Widerstand. Durch die vorgeschlagene Schaltung wird also die im Anker der Maschine 2 zu induzierende Spannung und damit ihre resultierende Durchflutung und ihre Erregerleistung ausserordentlich verkleinert. Die Windungszahl der Reihenschluss-Erregerwicklung 5 ist wieder so zu bemessen, dass ihre Durchflutung stets ein Mehrfaches der resultierenden Durchflutung ist. Die Durchflutung der Wicklung 5 ist dabei angenähert entgegengesetzt gleich der Durchflutung der Wicklung 6.
Es ist also auch der Strom der Wicklung 5 und damit auch der des Widerstandes 1 angenäheit proportional dem primären Erregerstrom der Wicklung 6. Die erforderliche Durchflutung der Wicklungen 5 und 6 ist infolge der Verkleinerung der resultierenden Durchflutung der Maschine viel kleiner als bei einer Erregermasehine der bisher bekannten Schaltung. Die Maschine 2 ist also auch viel weniger mit Erregerkupfer belastet. Das gleiche gilt für die Maschine 3,
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scheidet sich die Durchflutung der Wicklung 5 von der der Wicklung 6 um die resultierende Durehflutung der Maschine 2. Beide Störungseinflüsse können durch zusätzliche Massnahmen annähernd beseitigt werden.
Wenn nämlich die Maschinengruppe mit konstanter Drehzahl läuft und wenn die : Maschine. 3 unterhalb der Sättigungsgrenze arbeitet, ist der Strom der Wicklung 8 der im Anker der Maschine 3 induzierten Spannung, also angenähert auch der an ihren Ankerklemmen bestehenden Spannung proportional.
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wenn nach Fig. 2 eine weitere Erregerwicklung 11 der Maschine 2 mit einem der Ankerspannung der Maschine 3 proportionalen Strom gespeist wird. Die Proportionalität zwischen Spannung und Strom kann durch Zwischenschaltung eines konstanten Widerstandes 12 entsprechender Grösse erreicht werden.
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flutung der Wicklung 6 durch die gleiche äussere Ursache festgelegt und also in beiden Ausführungen gleich.
Dasselbe gilt für die resultierende Durchflutung der Maschine, weiche durch die zu induzierende Ankerspannung festgelegt ist. Deren geringe Änderungen infolge der geringen Änderung des Ankerstromes, welche der Sehaltungsunterschied zwischen den Fig. 1 und 2 bedingt, können wir vernachlässigen.
Die Durchflutung der Wicklung 5 unterscheidet sieh also in Fig. 2 von der nach Fig. 1 um den Durchflutungsbetrag der Wicklung 11. Es unterscheidet sieh also bei Fig. 2 der Strom der Wicklung 5 vom gleichen Strom der Fig. 1 um einen der Ankerpannung der Maschine 3 proportionalen Betrag und dieser Betrag ist bei entsprechender Bemessung gleich dem Strom der Wicklung. S. Um den gleichen Betrag ändert sich auch der Strom des Widerstandes 1 in F'g. 2 gegenüber dem in Fig. 1. Da nun bei Schaltung nach Fig. 1 der Strom des Widerstandes 1 sieh um diesen Betrag von dem verlangten Wert entfernte, wird der Fehler, den in Fig. 1 der Strom der Wicklung 8 verursacht, durch die Enegerwicklung H der Fig. 2 ausgeglichen.
Der durch die resultierende Durchflutung der Maschine 2 bedingte Fehler kann dadurch vermieden weiden, dass eine Erregerwicklung 13 der Maschine über einen grossen konstanten Widerstand 14 mit einem der Ankerspannung der Maschine proportionalen Strom erregt wird. Wird durch entsprechende Bemessung des Widerstandes 14 und der Windungszahl der Wicklung 13 deren Durchflutung für einen Betliebspunkt gleich der resultierenden Durchflutung der Maschine 2 eingestellt, so gilt dies, so lange Maschine 2 mit konstanter Drehzahl und unterhalb der Sättigungsgrenze arbeitet, für alle Werte des primären Erlegerstromes und des veränderlichen Widerstandes 1.
Wenn aber die Durchflutung der Wicklung 13 gleich der resultierenden Durchflutung der Maschine 2 ist, ist die geometrische Summe der Durehflutungen der Wicklungen 5,6 und 11 gleich Null und der störende Einfluss der resultierenden Durchfiutung der Maschine ist beseitigt. Oft genügt es, nur einen der genannten Störungseinfliisse auszuscheiden. Die Ströme der Wicklungen 11 und 13 können vernachlässigbar klein
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kleinent werden, dass eine weitere Erregerwicklung der Maschine 3 mit einem der Ankerspannung der Maschine proportionalen Strom gespeist wird.
Bei Schaltung nach Fig. 1 ist, wie erwähnt, die Ankerspannung der Maschine 3 annähernd gleich dem Spannungsabfall im Widerstand 1, die Ankerspannung der Maschine 2 ist gleich der Erregerspannung der Maschine 3, also ausserordentlich klein. Es kann nun vorteilhaft sein, die Spannungsbelastung der Maschine J zu verkleinern und die der Maschine 2 zu vergrössern, beispielsweise weil sonst die Spannung der Maschine 3 unzulässig gross würde. Eine beliebige Aufteilung des Spannungsabfalles im Widerstand 1 auf beide Maschinen kann dadurch erreicht werden, dass die Erregerwicklung 8 nicht an die mit den Ankerklemmen der Maschine 2 verbundenen Klemmen des Widerstandes, sondern an irgend einen Punkt des Widerstandes angeschlossen ist.
Da die Erregerspannung der Wicklung 8 stets verschwindend klein ist, ist auch die Spannung zwischen den Anschlusspunkten der Erregerwicklung verschwindend klein.
Wird also die Enegerwicklung 8, wie in Fig. 1 punktiert angedeutet, in der Mitte des Widerstandes 1 angeschlossen, so wird die Ankerspannung der Maschine 3 gleich dem halben Spannungsabfall des Widerstandes 1, die andere Hälfte des Spannungsabfalles wird durch die Maschine 2 gedeckt.
Ebenso wie die bisher bekannte Einzelkommutatormaschine, eignet sich auch die neu vorge-
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Erregerwicklung von Kommutatorhinte maschinen, die an die Schleifringe von Asynchrormaschinen angeschlossen sind. Der primäre Erregei. trom der Eiregeimaschinengruppe ist dadurch festgelegt, dass ihre primäre Erregerwicklung von der Schleif ringspannung des Hauptmotors oder auch eines asynchronen Hilfsmotors oder von der Kommutatorspannung eines Frequenzwandle : s über ohmsche oder induktive Widerstände gespeist wird. Die primäre Erregerwicklung kann auch in Reihen-oder Parallelschaltung von zwei oder mehr der genannten Spannungsquellen gespeist oder auch schliesslich in einzelne Wicklungen unterteilt sein, die von einzelnen der genannten Spannungen gespeist weiden.
Die Klemmenspannung jeder Erregerwicklung der Kommutatorhinte : masohine verläuft (vgl.
DRP. 241.188), in Abhängigkeit von der Schlüpfuung aufgetragen, nach eir er Kurve, welche von der der Schleifringspannung des Hauptmotors zwar verschieden ist, aber doch so gelegt werden kann, dass der Maximalwert der Abweichung beider Spannungen im ganzen Regelbereich viel kleiner als die maximale Erregerspannung der Hintermaschine ist. Erfindungsgemäss soll deshalb die Spannung, welche die Erregeimaschinengruppe zur Speisung der Erregerwicklung liefern muss, dadurch verkleinert weiden,
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Sshieiffingsparmung des Hauptmotors geschaltet wird, so dass diese einen Teil der Erregerspannung. der Hintermaschine deckt.
Die Schaltung zeigt Fig. 3, in der der primäre Erregerstrom der Erregermaschinengruppe von der Kommutatorseite eines Frequenzwandlers über einen konstanten Widerstand zugeführt wird ; der primäre Erregerkreis kann aber auch in einer der andern oben angegebenen Schaltungen erregt weiden. 1 ist das primäre Netz, 2 die Asynchronmaschine, 3 deren Kommutatorhinteimaschine mit der
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Kompensationswicklung der Erregermaschine 8 und 13 ihre Erregerwicklung.
Die Wicklung H ist über einen konstanten grossen Widerstand 16 an die Kommutatorseite eines Frequenzwandlers 17 angeschlossen, der primär über einen Transformator 18 von der Netzspannung gespeist wii d. Der Strom dieses Kreises ist also konstant, auch wenn sich der Widerstand der Wicklung 11 bei einem Wechsel der Schlupffrequenz des Hauptmotors ändert. Der Strom kann aber, z. B. durch Übersetzungsänderung des Transformators 18,
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der Strom der Wicklung 6 annähernd proportional, auch wenn deren induktiver Widerstand bei wechselnder Schlüpfung des Hauptmotors stark schwankt.
Durch Regelung des primären Errpgerstromes der Maschine 7 können also der Strom der Wicklung 6 und damit die Sehlüpfung und die Phasenkompensation des Hauptmotors 2 beliebig geregelt werden. Mit der Schlüpfung ändert sich die Klemmenspannung der Wicklung 6. Wenn diese Spannung bei grosser Schlüpfung sehr gross wird, muss auch, so lange der noch zu erläuternde Transformator 14 fehlt, die Erregermaschinengruppe sehr reichlich bemessen werden, damit die früher erläuterten, für ihre Wirkungsweise unerlässlichen Bedingungen eingehalten werden können.
Eine wesentliche Verkleinerung des Aggregates ist aber möglich, wenn in ihren Ankerkreis
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ist, so dass bei dieser Sehlüpfung die Ankerspannung der Maschine 8, die zur Aufrechterhaltung des Stromes der Wicklung 6 erforderlich ist, annähernd zu Null wird. Beträgt die Schlüpfung, bei der dies der Fall ist, etwa fünf Sechstel der maximalen Schlüpfung des Hauptmotors, so ist bekanntlich im ganzen Regelbereich zwischen maximaler Schlüpfung und Schlüpfung 0 die Differenz zwischen der Erregerspannung der Wicklung 6 und der Sekundärspannung des Transformators 14 viel kleiner als die grösste in diesem Bereich auftretende Erregerspannung der Wicklung 6.
Es ist also auch in diesem Bereich die maximale Spannung der Erregermaschine 8, die zur Aufrechterhaltung des durch den primären Erregerstrom der Maschine 7 vorgeschriebenen Stromes der Wicklung 6 notwendig ist, viel kleiner, als wenn der Transformator 14 nicht vorhanden wäre. Wird mit wechselnder Sohlüpfung die Übersetzung des Transfor- mators 14 geändert, so kann die erforderliche Ankerspannung der Maschine 8 nach weiter verkleinert werden. Wenn aber die Schlüpfung ihr Vorzeichen wechselt, ist bei unveränderter Schaltung die Differenz aus E'reg'erspannung der Wicklung 6 und Sekundärspannuug des Transformators 14 grösser als die Spannung der Wicklung 6.
Bei wechselndem Vorzeichen der Sehlüpfung ist also die Einschaltung des Transformators 14 zwecklos, wenn nicht bei jedem Durchgang durch die synchrone Drehzahl der Wickelsinn seiner primären oder seiner sekundären Wicklung umgekehrt wird, so dass seine Sekundärspannung
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ist zu diesem Zweck die Sekundärwicklung des Transformators 14 für das doppelte der erfordeiliehen Spannung bemessen und es ist das eine Ende des äusseren Stromkreises an die Mitte der Wicklung, das andere Ende je nach Stellung der Schalter 15a und 15b an das eine oder das andere Ende der Wicklung angeschlossen. Die entsprechende Schaltung ist für die Umschaltung der Primärwicklung möglich.
Durch den Schalter 15c kann der Transformator überbrückt werden, was in der Nähe der synchronen Drehzahl vorteilhaft sein kann. Die Schalter 15a und 15b werden dabei zweckmässig geöffnet. Statt den Tiansformator sekunkär zu überbrücken, kann auch seine Primärwicklung im Bereich des Synchronismus von den Schleifringen abgeschaltet und kurzgeschlossen werden. 19 ist die Antiiebsmaschine der Erreger- maschinengruppe.
Die Wendepole der Kommutatorhintermaschine werden bekanntlich oft von einem Strom erregt. welcher der resultierenden elTegenden Durchflutung der Hauptpole der Hinteimaschine propoitiona. I
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der Hintermaschine, wie in Fig. 3, aus den Durchflutungen der Wicklungen 5 und 6 zusammen, muss auch der Strom der Wendepole entsp : echende Komponenten führen : Dem strom der Wicklung 6 ist in Fig. 3 der Primärstrom des Transformators 14 porportional und dieser Strom hat, infolge der Umschaltung im Sekundärkreis des Transformators, verglichen mit dem Strom der Wicklung 6, bei negative: Schlüpfung entgegengesetzte Richtung als bei positiver Schlüpfung. Wird de. * Transformator.
M nicht sekundär, sondern primär umgeschaltet, so gilt das gleiche für den vor dem Schalter fliessenden Primärstrom des Transformators. Der Plimärstrom des Transformators. M kann deshalb zur Erregung der Wendepole der Hintermaschine dienen. Eine Umschaltung der Wendepolwicklung bei Durchgang durch den Synchronismus ist nicht erforderlich. Schliesslich kann der Primärstrom des Transformators 14 um eine der Du''chflutung der Erregerwicklung 5 der Hintermaschine proportionsale Komponente vergrössert werden, so dass er der gesamten erregenden Durchflutung der Kommutatorhintermaschine 3 proportional
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durchflossenen Wicklung ausgestattet wird.
Da, von der magnetisierenden Durchflutung abgesehen, die @ Durchflutung der Primärwicklung des Transformators entgegengesetzt gleich der geometrischen
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lungen 6 und 5 der Hintermasehine verhalten. Erfolgt die Umschaltung des Transformators 14 auf der Sekundärseite, so muss, wenn das Vorzeichen der Schlupfung wechselt, auch die Stromrichtung der Tertiär-Wicklung umgekehrt werden. Da der Strom des Hauptmotors meist sehr hoch ist, wird die Änderung
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lung geleitet, sondern vorher durch einen weiteren Transformator auf kleineren Sttom transformieit wird.
Statt den Ankerstrom einer dritten Wicklung des Transformators 14 zuzuführen, kann er schliesslich in @ dessen Sekundärwicklung über den Strom der Wicklung 6 der Hintermaschine überlagert werden. Damit
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gelassen und nur der äussere Teil ihres Ankeikreises gezeichnet ist. Die Bezeichnungen sind die gleichen wie in Fig. 3.22 ist der Transformator, der den Ankerstrom des Hauptmotors auf kleineren Wert trans- formiert. Seine Sekundärwicklung ist offen geschaltet und mit einem Ende an den Mittelpunkt der Sekundärwicklung des Transformators.
M, mit dem andern Ende an die gemeinsame Klemme der
Schalter 15a und 15b angeschlossen. Die Grösse des Stromes in der Wicklung 6 ist durch die Erreger- maschinen festgelegt. Der Sekundärstrom des Transformators 22 schliesst sich also, je nach der Stellung der Schalter, über den Schalter 15 a und 15b. Es überlagert sieh also in der einen Hälfte der Sekundär-
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Bemessung des Transformators 22 zum Strom der Wicklung 6 verhält wie die Durchflutung der Wicklung 5 zu der der Wicklung 6.
Der Primärstrom des Transformators 14 ist also der resultierenden Durchflutung der Hintermasehine proportional ; wenn das Vorzeichen der Sehlüpfung wechselt, kehrt der Strom infolge der Betätigung der Schalter 15a und 15b seine Richtung gegenüber der resultierenden Durchflutung der
Maschine 3 um, er kann also ohne zusätzliche Umschaltungen über die Wicklung 20 die Wendepole der @ Hintermaschine erregen. Durch Öffnen des Schalters 21 kann in der Nähe des Synchronismus die Wende-
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Sehlüpfung erfolgen, so darf das Drehmoment des Motors erst bei dieser Schlüpfung den zur Betätigung des Schalters erforderlichen Weit erreichen.
Da in Fig. 3 der primäre Erregerstrom der Wicklung 11 dem
Strom der Wicklung 6 proportional ist, kann auch dieser primäre En egerstrom mittelbar oder unmittelbar zur Erregung der Wendepole herangezogen weiden.
Zur Erreichung günstiger Kommutierung können die Wendepole der Hintermaschine auch mit einem Strom erregt werden, welcher der Erregerspannung der Hintermasrhine proportional ist. Die Erregerwicklung der Wendepole kann zu diesem Zweck unter Zwischenschaltung von konstantem Widerstand an die Klemmen der Erregerwicklung 6 (Fig. 3) der Hintermaschine angeschlossen werden, so dass sie im Nebenschluss zum Erregerkreis der Hintermaschine liegt. Da oft der Strom der Wendewicklung nicht vernachlässigbar klein ist, ist dabei darauf zu achten, dass durch den Anschluss dieser Wicklung sich der Erregerstrom derWicklung 6 nicht von dem durch die Erregermaschinengruppe vorgeschriebenen Wert entfernt.
Diese Gefahr wird vermieden, wenn die Wendewicklung an diejenige Klemme der Erregerwicklung'6 angeschlossen wird, welche mit dem Anker der Erregermaschine 8 (Fig. 3) verbunden ist, wenn die Erregerwicklung der Wendepole also an die Verbindungsleitungen der Wicklungen 6 und 12 angeschlossen wird. Der Strom der Wicklung 6 soll ja proportional dem plimären Erregerstrom der Wicklung 11 sein, der selbst dem Strom der Wicklung 10 wenigstens angenähert proportional ist.
Da durch die Abzweigung eines Stromes beliebiger Grösse zwischen der Wicklung 6 und der Wicklung 12 das Verhältnis der Ströme der Wicklungen 6 und 10 nicht beeinflusst wird, kann also an der genannten Stelle ein Strom beliebiger Grösse zur Speisung der Wendepole abgezweigt werden, ohne dass sich dadurch der Strom der Wicklung 6 ändert. Da die Klemmenspannung der Wicklung 13 sehr klein ist, ist in Fig. 3 bei geschlossenem Schalter 15e die Spannung an der Verbindungsleitung 6-12 annähernd gleich der Spannung de@ Wicklung 6. In einem an die Verbindungsleitung 6-12 angeschlossenen Stromkreis konstanten Widerstandes fliesst also ein der Spannung der Erregerwicklung 6 proportionaler Strom.
Wird dagegen der Schalter 15c bei geschlossenem Schalter 15a oder 15b geöffnet, so unterscheiden sich die Spannung der Wicklung 6 und die Spannung an der Ver- bindungsleitung 6-12 um die Sekundärspannung des Transformators 14, so dass auch der an die Verbindungsleitung 6-12 angeschlossene Wendepolerregerkreis konstanten Widerstandes nicht einen der Erregerspannung der Hintermaschine proportionalen Strom führt, der Strom ist vielmehr der Differenz aus der Erregerspannung der Wicklung 6 und der Sekundärspannung des Transformators 14 proportional.
Der Einfluss der Sekundärspannung des Transformators 14 auf den Strom des Wendepolerregerkreises
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ist die Spannung an den Klemmen des Wendepolerregerkreises angenähert gleich der Spannung der Erregerwicklung 6, unabhängig von der Grösse der Sekundärspannung des Transformators 14.
In einzelnen Fällen kann es vorteilhaft sein, den Ankerstrom des Hauptmotors über eine weitere
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wenn durch eine weitere Erregerwicklung eine dem Ankerstrom des Hauptmotols proportionale Dureh- flutungskomponente in der Maschine erregt wird, die Durchflutung der Reihenschlusswicklung 10 um den gleichen Betrag ändern ; der Strom der Wicklung 6 der Hinteimaschine wird also vom Ankerstrom des Hauptmotors abhängig, wodurch auch ohne besondere Reihenschlusserregerwicklung der Hintermaschine deren Durchflutung vom Ankerstrom des Hauptmotors abhängig wird.
Ein besonderer Vorteil der Schaltungen nach Fig. 3 und 4 besteht noch darin, dass dabei die primäre ElTegerleistung der Maschine 7 oft ausserordentlich klein ist, so dass der primäre Erregerstrom durch unmittelbare Einschaltung von Sehnellreglern gesteuert werden kann, auch wenn diese nm für geringere Steuerleistung bemessen sind. Beispielsweise kann dadurch die Leistung des Hauptmotors von der Schlupfung unabhängig und konstant gehalten werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Anordnung zur Speisung eines Stromkreises veränderlichen Widerstandes mittels zweier kompensierter Ein- und Mehrphasenkommutatormaschinen mit einem Strom, welcher einem durch äussere
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ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerkreise der beiden Kommntatormaschinen (2 und 3) den Belastungswiderstand (1) in Reihe speisen und dass die erste Maschine (2) durch ihren Ankerstrom und den primären Etregerstrom erregt wird, während die Erregerwicklung (8) der zweiten Maschine (3) im Nebenschluss an den Belastungswiderstand (1) angeschlossen ist (Fig. 1).