DE842669C - Anordnung zur Beseitigung von Fehlerdifferenzen zwischen induktionsfreier und induktiver Belastung von Induktionszaehlern - Google Patents

Anordnung zur Beseitigung von Fehlerdifferenzen zwischen induktionsfreier und induktiver Belastung von Induktionszaehlern

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DE842669C
DE842669C DES148A DES0000148A DE842669C DE 842669 C DE842669 C DE 842669C DE S148 A DES148 A DE S148A DE S0000148 A DES0000148 A DE S0000148A DE 842669 C DE842669 C DE 842669C
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DE
Germany
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current
iron
induction
free
arrangement
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Expired
Application number
DES148A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dipl-Ing Dr-Ing Edler
Siegfried Dipl-Ing Dr-I Franck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
    • G01R11/36Induction meters, e.g. Ferraris meters

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Control Of Electrical Variables (AREA)

Description

  • Anordnung zur Beseitigung von Fehlerdifferenzen zwischen induktionsfreier und induktiver Belastung von Induktionszählern Man kann bei Induktionszählern die durch die sogenannte Stromdämpfung hervorgerufenen Minusfehler im Bereich größerer Zählerlasten durch einen sogenannten Stromvortrieb ausgleichen. Dieser Ausgleich wirkt aber nur bei einer bestimmten Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung richtig. Ist also beispielsweise der Zähler auf Fehlerfreilheit bei induktionsfreier Belastung ausgeglichen, dann ergeben sich bei induktiver Belastung Plusfehler, weil hier der Stromvortrieb proportional zu dem der Leistung entsprechenden Zählerdrehmoment größer ist als bei induktionsfreier Belastung. Für induktive Belastung ist also der Minusfehler des Zählers durch den Stromvortrieb überkompensiert, und dadurch ergeben sich die Fehlerdifferenzen zwischen induktionsfreier und induktiver Belastung.
  • Die Erfindung hat die Aufgabe, diese Fehlerdifferenz zu beseitigen. Erfindungsgemäß sind Mittel vorgesehen, die bei zungehmndem Zählerlastsrom eine zunehmende Verminderung des 90°-Winkels zwichen dem Spannungs- und Stromtrieblfuß, eine sogenannte Unterverschiebung, der inneren Abgeleichung des Zählers bewirken. Bei richtiger innerer Abglechung ist bei inducktionsfreier Belastung bekanntlidh der Spannung triebfluß des Spannungseisens um go elektrische Grade gegen den Stromtriebfluß des Stromeisens in der Phase verschoben. Eine sogenannte Unterverschiebung tritt ein, wenn dieser Winkel kleiner als goC sird. Mittel zur Erzielung einer Unterverschiebung sind an sich bekannt, docb ergeben diese praktisch unabhängig vom Laststrom stets die gleiche Unterverschiebung. Eine mit zunehmendem Lastrom zunehmende Unterverschiebung wird erfindungsgemäß durch nicht proportional mit dem Laststrom wirkende Mittel erzeugt, indem man z. B. die Sättigung eines Eisenpfades ausntuzt oder in den Abgleichstromkreis einen nicht linearen Widerstand einschaltet.
  • Nach einer bevorzugten Ausfü, hrungsform der Erfindung ist der Eisenfad des Stromeisens in einen schmäleren und einen breiteren, mit einer Kurzschlußwicklung belasteten Parallelpfad gegabel, bei solcher Querschnittsbemessung, daß das Eisen des schmäleren Parallelpfades bei zunehmendem Laststrom sich zu sättigen beginnt.
  • Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert.
  • In Fig. I ist I ein Stromeisen eines Induktionszählers mit Hauptstromwicklungen 2, 3. Durch 4 ist der Spannungsmagnet mit dem Spannungspol 5 und dem zwischen die Stromeisenschenkel 6, 7 greifenden Rückschlußteil 8 angedeutet. Der nicht dargestellte, in dem Spaltg laufende Anker bewege sich in der Pfeilrichtung.
  • Die Spule 3 hat weniger Windungen als die Spule 2, so daß ein Stromvortrieb in der Pfeilrichtung entsteht. Natürlich können auch andere Mittel zur Erzielung eines Stromvortriebes, z. B. unsymmetrische Anordnung des Stromeisens od. dgl., angewendet werden. Bei 10 ist der Eisenpfad des Stromeisens I in einen schmäleren, II, und einen breiteren Parallelpfad 12 unterteilt. Der Parallelpfad 12 ist durch eine Kurzschlußwindung I3 belastet. Der Stromvortrieb ist so abgeglichen, daß sich bei induktionsfreier Belastung möglichst kleine Fehler ergeben.
  • Die Anordnung wirkt folgen, dermaßen : Je größer der die Spulen 2 und 3 durchfließende Laststrom ist, um so stärker werclen auch die Parallelpfade 11; I2 magnetisiert. Der schmälere Pfad 1 1 beginnt sich beispielsweise im Nennstrombereich zu sättigen, so daß also bei zunehmendem Laststrom proportional mehr Kraftlinien durch den belasteten Pfad 12 übertreten, mit der Folge, daß der Stromtriebfluß dem Lasttrom methr und methr in der Phase nacheilt. Dadurch ergibt sich bekanntlich eine sogenannte Unterverschiebung der inneren Abgleichung.
  • Dies ist, was ebenfalls bekannt ist, bei induktionsfreier Belastung ohne nennenswerten Einfluß auf die Meßgenauigkeit. Dagegen führt sie bei induktiver Belastung zu negativen Meßfehlern, die sich um so stärker bemerkbar machen, je mehr der Laststrom der Netzspannung nacheilt. Die Anordnung würde also an sich, wenn der Stromvortrieb nicht vor'handen wäre, zu Minusfehlern bei induktiver Belastung führen. Da nun aber, wie eingangs erwähnt, der bei induktiver Belastung relativ zu große Stromvortrieb Plusfehler bewirkt, die nebenbei bemerkt annähernd quadratisch mit dem Laststrom ansteigen, kann die Anordnung so abgeglichen werden, daß sich die genannten Minus-und Plusfehler bei induktiver Belastung aufheben. Damit verschwinden die Fehlerdifferenzen zwishen inducktionsfreier und inuktiver Belastung.
  • In Fig.- 2 ist -im wesentlichen die gleiche Anordflung dargestellt. Hier wird jedoch der Stromvortrieb durch teilweise Abschattung der Pole des Stromeisens mittels Kurzschlußwindungen 14 herbeigeführt. an Fig. 3 wird die Wirkung der Kurzschlußwindungen I3, 14 dadurch zusammengefaßt, daß man die Gabelung 10 des Eisenpfades des Stromeisens an die Stromeisenpole verlegt, die dadurch einen schmäleren Zinken 1 1 und einen breiteren, durch eine Kurzschlußwindung 13 belastenten zinken 12 erhalten. Die Kurzxschlußwindung 13 erzeugt dabei nicht nur den Stromvortrieb, sondern wegen der Sättigung des Zinkens 11 auch die oben besichriebene Unterverschiebung mit zunehmendem Laststrom. Läßt man auf der rechten Seite der Fig. 3 die gestrichelt angedeutete Gabelung und die Kurzschlußwindung weg, so daß also nur noch der auf der Anlaufseite liegende Schenkel 6 des Stromeisens gegabelt ist, dann ergibt sich auch noch mit zunehmendem Laststrom ein mehr als proportionales Anwachsen des Zählerdrehmoments, weil bei zunehmendem Laststrom infolge Sättigung des Zinkens ii der Stromtriebfluß mehr auf den Zinken I2 S ; C5l verlagert und dadurch der Polschwerpunkt des Stromeisenpols den Spannungsmagnetpolen 5, 8 näherrückt. Dadurch wird nach bekannten Gesetzen der sogenannte Drehmomentsfaktor vergrößert, und dadurch wächst, wie oben angegeben, das Drehmoment mehr als proportional mit der Leistung an.
  • Man kann auf diese Weise bei richtigerAbgleichung die Fehlerkurve im Großlsdtberiech noch weiter verbessern. Es empfiehlt sich, wie in Fig. 3 dargestellt ist, den Zinken 1 1 etwas länger zu machen als den Zinken I2, um den magnetischen-Widerstand des schmäleren Parallelpfades entsprechend zu verkleinern und um dem Stromtriebfluß die Tendenz zu geben, bei kleineren Lastströmen den Zinken 11 zu bevorzugen.
  • Die Erfindung kann analog angewendet werden, wenn der Zähler keine Fehlerdifferenzen zwischen induktionsfreier und kapazitiver Belastung haben soll. In diesem Fall ist die Kurzschlußwindung 13 durch eine an einen Kondensator angeschlossene Wicklung zu ersetzen.
  • PATENTANPSÜCHE: 1. Anordnung zur Beseitigung von Fehlerdifferenzen zwischen induktionsfreier und induktiver Belastung von Induktionszählern, bei denen der durch Stromdämpfung verursachte Minusfehler durch einen sogenannten Stromvortrieb ausgeglichen wird, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel 910 bis 13 in Fig. 1) vorgesehen sind, die bei zunéhmendem Laststrom eine zunehmende Verminderung des 90°-Winkels zwischen dem - Spannungs- und Stromtriebfluß der inneren Abgleichung bewirken.

Claims (1)

  1. 2. Anordnung nach Anspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, daß der Eisenpfad des Stromeisens (1 in Fig. I l>is 3) in einen schmäleren (II) und einen breiteren, mit einer Kurzschlußwindung (13) belasteten Parallelpfad (12) gegabelt ist, bei solcher Querschnittsbemessung, daß das l. isell des schmäleren Parallelpfades (11) sich >ci zunehmendem Laststrom zu sättigen beginnt.
    3. Anordnung nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gabelung (io in Fig. 3) des Eisenpfades des Stromeisens an einem oder beiden Polen des Stromeisens unter Bildung von Polzinken (11, I2) liegt und der oder die belasteten Paralelpfade (I2) auf der Polablaufseite angeordnet sind.
    4. Anordnung nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß nur der auf derAuflaufseite liegende Pol des Schenkels (6) des Stromeisens (I) eine solche Gabelung (io) hat und daß vorzugsweise der nicht belastete Polzinken (11) länger als der belastete (I2) ist.
DES148A 1949-10-19 1949-10-19 Anordnung zur Beseitigung von Fehlerdifferenzen zwischen induktionsfreier und induktiver Belastung von Induktionszaehlern Expired DE842669C (de)

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DE842669C true DE842669C (de) 1952-06-30

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DES148A Expired DE842669C (de) 1949-10-19 1949-10-19 Anordnung zur Beseitigung von Fehlerdifferenzen zwischen induktionsfreier und induktiver Belastung von Induktionszaehlern

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DE (1) DE842669C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1135088B (de) * 1960-09-09 1962-08-23 Licentia Gmbh Anordnung zur mindestens annaehernden Beseitigung des Strombremsungsfehlers bei Induktionszaehlern

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1135088B (de) * 1960-09-09 1962-08-23 Licentia Gmbh Anordnung zur mindestens annaehernden Beseitigung des Strombremsungsfehlers bei Induktionszaehlern

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