DE34214C - Apparat zum Stanzen von Drucklettern - Google Patents
Apparat zum Stanzen von DruckletternInfo
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- DE34214C DE34214C DENDAT34214D DE34214DA DE34214C DE 34214 C DE34214 C DE 34214C DE NDAT34214 D DENDAT34214 D DE NDAT34214D DE 34214D A DE34214D A DE 34214DA DE 34214 C DE34214 C DE 34214C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41J—TYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
- B41J3/00—Typewriters or selective printing or marking mechanisms characterised by the purpose for which they are constructed
- B41J3/38—Typewriters or selective printing or marking mechanisms characterised by the purpose for which they are constructed for embossing, e.g. for making matrices for stereotypes
Landscapes
- Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.\%
Im Folgenden soll die Herstellung der Typen aus Holz beschrieben werden. Man
braucht sich jedoch nicht auf dieses Material zu beschränken, da die Lettern in ganz gleicher
Weise aus irgend einem anderen passenden Material, welches mit einem härteren gestanzt
werden kann, hergestellt werden können.
Besonders eignen sich hierzu mit OeI, Fett, Walrath imprägnirtes Holz, gehärtetes Holz,
mit Kautschuk, Harz oder Lack überzogenes Holz. Blei, Metalllegirungen, Celluloid, Papier,
Papiermasse, Carton, .Papiermache, Holzstoff.
Der zum Stanzen verwendete Apparat ist in beiliegender Zeichnung in:
Fig. ι in Oberansicht und in Fig. 2 im Schnitt längs der Mittellinie dargestellt.
Fig. 3 zeigt eine Unteransicht des Sectors D und Fig. 4 ist eine Vorderansicht und theilweiser
Schnitt des Apparates.
Die Vorrichtung besteht aus den folgenden Theilen:
Einer Platte A von der Form eines Kreissectors,
welcher von Füfsen getragen wird und, den man horizontal auf einen Tisch legt.
An der Spitze der sectorförmigen Platte ist eine Hülse angeordnet, durch welche ein verticaler
Bolzen B hindurchgeht, der unter gelinder Reibung drehbar ist.
Auf diesem Drehbolzen ist über der Platte A ein Theil befestigt, welcher als »Sector« bezeichnet
werden soll. Derselbe besteht aus einem Kreisbogen D aus Stahl oder anderem
harten Material, welcher durch biegsame und elastische Arme E mit dem Drehbolzen B verbunden
ist. An der unteren Seite des Bogens D sind die Typen und verschiedenen Druckzeichen,
welche im Relief hergestellt werden sollen, vertieft angeordnet. Dieselben sind alle am inneren
Rande angebracht, während der äufsere Rand gegenüber einem jeden Zeichen mehr oder
weniger tief eingeschnitten ist, so dafs nur der für jedes Zeichen unumgänglich nothwendige
Platz bleibt, wie aus Fig. 3 ersichtlich.
Auf dem Drehbolzen B ist unter der Platte A
ein Hebel oder Zeiger C aufgekeilt. Das Ende' dieses Hebels ist derart aufgebogen, dafs es
an dem Rande der Platte anliegt, wie aus den Fig. ι und 2 ersichtlich.
An dem Rande der Platte sind die Zeichen des Sectors in solcher Reihenfolge und Distanz
reproducirt, dafs, wenn man den Hebel C mit der Hand auf ein Zeichen an der Platte
führt, das correspondirende Zeichen des Sectors sich über der Mittellinie der Platte A befindet.
Das Holz ist, wie weiter unten erläutert, in Klötzchen von passender Länge, Höhe und
Breite getheilt; die Klötzchen lagern auf einem Schlitten i% welcher in einer längs der Mittellinie
der Platte angebrachten Nuth gleiten kann.
Der Abstand des Sectors von der Platte ermöglicht den Durchgang des Holzes unter
dem Sector.
Es ist klar, dafs, wenn man den Zeiger C auf ein bestimmtes Zeichen führt und alsdann
den Sector auf das Holz niederdrückt, was infolge der Biegsamkeit der Arme E möglich
ist, bei einem genügenden Druck auf den Sector das von dem Zeiger C angezeigte
Zeichen auf dem Holz gestanzt wird.
Um die Zeichen auf dem Holz in gerader Linie und -bestimmter Ordnung herzustellen
und sie gleich hoch und in bestimmtem Abstande von einander zu stanzen, mufs die Maschine
folgende Bedingungen erfüllen:
1. Nachdem der Zeiger auf ein bestimmtes Zeichen geführt wurde, mufs die Stellung des
Sectors genau fixirt werden, damit das zu stanzende Zeichen in die Linie zu stehen
kömmt.
2. Es mufs auf den Sector ein zur Herstellung der Type genügender Druck ausgeübt
werden.
3. Die Tiefe, in welcher der Sector in das Holz eindringt, mufs genau eingehalten werden.
4. Das Holz mufs, nachdem ein Zeichen gestanzt und der Sector wieder gehoben ist,
genau um die Stärke der Type weiter rücken, so dafs das nächste Zeichen an die bestimmte
Stelle zu stehen kommt.
Diese Bedingungen werden durch folgende Anordnungen erfüllt.
An der Platte ist ein über der Mittellinie mit einer Oeffnung versehener Bügel G befestigt.
In dieser Oeffnung kann ein Stempel H mit Hülfe eines um den Bolzen K in
dem Bügel G drehbaren Hebels J abwärts bewegt werden.
Durch den Stempel hindurch geht längs seiner Achse ein kleiner Stift M, welcher
durch eine Feder nach abwärts gedrückt wird. Das untere Ende dieses Stiftes ist spitz. In
dem Sectorbogeh ist gegenüber einer jeden Type eine Oeffnung angebracht, in welche die
Spitze M eindringt, wenn man den Stempel senkt, wodurch die Stellung des Sectors,
welche mittelst des Zeigers ungefähr bestimmt wurde, genau fixirt wird.
Der Niedergang des Sectors wird durch den Bügel JV, gegen welchen er stöfst, begrenzt
und dadurch die Tiefe der Stanzung bestimmt.
Das Weiterrücken des Holzes wird folgendermafsen bewirkt:
Der Schlitten F wird von einer Feder O
vom Rande gegen die Spitze des Sectors gedrückt. Der Arbeiter, welcher den Schlitten
bis an den Rand der Platte A gezogen hat, legt das Holzklötzchen auf und läfst hierauf
den Schlitten sich gegen den Sector zu bewegen, bis das Klötzchen gegen eine ein wenig
niedriger als das Holz angeordnete Arretirung P stöfst. Diese Arretirung kann in normaler
Richtung zum Sector auf dem Bügel JV gleiten; sie wird durch eine Feder Q von
gröfserer Spannung als die der Feder O gegen den Sector gedrückt. Wenn man letzteren
senkt, stöfst er infolge des Druckes der Fläche α auf die Fläche b, sobald er in das
Holz eindringt, oder etwas vorher die Arretirung zurück.
Der Eindruck des Sectors in das Holz bewirkt, dafs die eingestanzte Type, sobald der
Sector sich hebt, unter der Arretirung hinweggeht, während der durch das Stanzen hinter
der Type gebildete Absatz gegen die Arretirung stöfst und das Holz in der zum Stanzen
des nächsten Zeichens erforderlichen Stellung hält.
Zwei gebogene Theile C und C1, welche
zu beiden Seiten des Bügels JV angeordnet sind und deren Stellung durch die Schrauben
d regulirt werden kann, geben dem Holz eine bestimmte Richtung.
Das Justiren wird vorgenommen, während die Klötzchen zwischen den einzelnen Worten
aus einander geschnitten und die nöthigen leeren Klötzchen (Spatien) eingeschoben werden.
Das Zerschneiden wird in der Weise vorgenommen, dafs man die Klötzchen flach auf eine geneigte Ebene legt, so dafs der Arbeiter
die gestanzten Typen lesen und die Punkte bezeichnen-kann, wo die Schnitte mit
dem transversalen, zum Holz angeordneten und um ein Ende drehbaren Messer geführt
werden sollen. Dieses Messer kann auf der Platte der Stanzmaschine drehbar befestigt sein.
Die gestanzten Typen werden in Rahmen . vereinigt, um die Formen zu bilden, welche
für den Druck wie die gebräuchlichen Druckformen behandelt werden.
Die einzelnen Bes.tandtheile der neuen Maschine können selbstverständlich vielfach variirt
werden, ohne dafs dadurch das Wesen der Erfindung verändert würde.
Statt des Sectors kann ein voller Kreis oder ein gerader Stab angeordnet sein, welcher
derart geführt wird, dafs er sich in transversaler Richtung zum Holz bewegt.
Dem Zeiger kann die Bewegung durch Zahnräder ertheilt werden; die Tiefe, bis auf
welche die Stanze in das Holz eindringt, kann durch Schrauben, mittelst deren der Bügel JV
höher oder tiefer eingestellt werden kann, nach Belieben regulirt werden, der Niedergang
des Hebels kann durch einen mit ihm verbundenen Fufstritt oder durch Elektromagnete,
durch welche der Arbeiter in den passenden Momenten durch Herstellen eines Contactes
einen elektrischen Strom gehen läfst, bewirkt werden; statt der Löcher im Sector können
Einkerbungen oder Zähne angeordnet sein.
Der Stempel H besteht alsdann aus einem einzigen Stück, dessen unteres Ende derart
mit Einschnitten versehen ist, dafs es in die Einkerbung des Sectors eingreift.
Selbstverständlich kann man mit der neuen Maschine Typen herstellen, welche in Höhe
und Stärke mit den gewöhnlich gebräuchlichen übereinstimmen, so dafs man sie mit
letzteren combinirt verwenden kann.·
Die den Apparat charakterisirenden Eigenschaften bestehen darin:
1. dafs derselbe die Buchstaben in Relief schneidet; »
2. dafs in dessen Sector die Buchstaben
eingravirt sind und der infolge dessen nicht mit' Stichel arbeitet, sondern als Matrize functionirt
(die Buchstaben also ausschneidet);
3. dafs derselbe die Buchstaben in dünnen Holzstreifen einschneidet, also die Anwendung
von dünnen Holzplättchen gestattet, wodurch der Vortheil erreicht wird, dafs ganze Sä'tze in
das Holz gravirt und sogleich zum Druck fertig stereotypirt werden, und endlich
4. dafs er das Transportiren des Holzes gestattet, d. h. die beliebige Vor- und Rückwärtsbewegung
jenes Holzstreifens, in den die Buchstaben eingeschnitten werden.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Ein Apparat zum Stanzen von Drucklettern , bestehend aus einem oberhalb der Platte A angeordneten Sector D, in welchen die Buchstaben vertieft eingravirt sind und welcher Sector D mittelst elastischer Arme E mit dem Hebel C durch Drehbolzen B derart verbunden ist, dafs sich Sector D und Hebel C gleichzeitig bewegen.
- 2. An dem unter !.beschriebenen Apparate die Anordnung des durch Feder O stets nach rückwärts gezogenen Schlittens F.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE34214C true DE34214C (de) |
Family
ID=310142
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT34214D Expired - Lifetime DE34214C (de) | Apparat zum Stanzen von Drucklettern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE34214C (de) |
-
0
- DE DENDAT34214D patent/DE34214C/de not_active Expired - Lifetime
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