DE34038C - Neuerung an Knopfloch - Nähmaschinen - Google Patents

Neuerung an Knopfloch - Nähmaschinen

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DE34038C
DE34038C DENDAT34038D DE34038DA DE34038C DE 34038 C DE34038 C DE 34038C DE NDAT34038 D DENDAT34038 D DE NDAT34038D DE 34038D A DE34038D A DE 34038DA DE 34038 C DE34038 C DE 34038C
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT34038D
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English (en)
Original Assignee
J. GUTMANN in Berlin
Publication of DE34038C publication Critical patent/DE34038C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B3/00Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing
    • D05B3/06Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing for sewing buttonholes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE B2: Nähmaschinen.
JULIUS GUTMANN in BERLIN. Neuerung an K η ο ρ f I ο c h - N ä h m a s c h i η e n.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. März 1885 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Einrichtung zum Nähen von Knopflöchern, darin bestehend, dafs die Transportvorrichtung (der Stoffrücker) einer gewöhnlichen Nähmaschine durch einen einfachen Handgriff rückwärts transportirend gemacht und die Stellung der Nadelstange verändert wird. Der Zweck der Erfindung ist der, das Nähen der Knopflöcher zu ermöglichen, ohne den Gegenstand, welcher das Knopfloch enthält, wie bisher um die Nadel drehen zu müssen. Wollte man mittelst einer bekannten Einrichtung ein Knopfloch fertig nähen, so begann man bei a, Fig. 5, und der Stoffrücker bewegte den Stoff in der Richtung des Pfeiles x. War die Nadel bei b angelangt, so mufste der Stoff bezw. der Rock, die Weste, das Kleid oder dergleichen in der Richtung des Pfeiles \ um die Nadel in die Lage Fig. 6 gedreht werden, und nun nähte die Maschine vom Punkte e an bis d. Dieses Herumdrehen des Stoffes bezw. der aus dem Stoff gefertigten Gegenstände war in vielen Fällen überhaupt nicht möglich, weil der Gegenstand zu voluminös war, wie z. B. Winterüberzieher u. dergl., um unter dem Arm A der Nähmaschine, Fig. 4, hindurchgezogen werden zu können, oder aber die Nadel wurde abgebrochen. Zudem beanspruchte jedes Bewegen der zu benähenden Gegenstände verhältnifsmäfsig viel Zeit. Erfinder beseitigt diese Uebelstände, wie oben angedeutet, dadurch, dafs der Stoffrücker rückwärts transportirend gemacht wird, der Stoff oder der aus Stoff hergestellte Gegenstand also in der Lage Fig. 5 verbleiben kann, und die Nadel, anstatt von ihrer mittleren Stellung aus nur nach links, auch nach rechts hinüberzustechen gezwungen wird.
Fig. ι und 2 zeigen eine Einrichtung, um den Stoffrücker rückwärts transportirend zu machen, und zwar in Anwendung auf eine sogenannte Singer-Nähmaschine. Die von der senkrechten Welle α aus mittelst Excenters b bewegte Stange c, die in bekannter Weise in dem Schieber d geführt wird, ist nicht wie bisher direct mit dem Stoffrücker e in Verbindung gebracht. Der Stoffrücker (Transporteur) besitzt einen Stift e1, und dieser befindet sich in einem Schlitz/1 des Hebels f. Letzterer ist im Punkt f2 mit dem Hebel g, der bei g1 seinen Drehpunkt hat, verbunden. In der gezeichneten Stellung der Hebel f und g befindet sich der Ansatz/3 in der Aussparung fr2 des Hebels h h1. Der Arm h dieses Hebels h hl besitzt an seinem Ende einen Stift Tz3, der in den Schlitz c1 von c greift. Da nun die Stange c infolge ihrer Führung in d neben der hin- und hergehenden eine oscillirende, d. h. in der Richtung der Pfeileppl erfolgende Bewegung ertheilt erhält, die das Fortrücken des Stoffes bewirkt, so wird der Hebelarm hl eine hierzu entgegengesetzte Bewegung ausführen, welch letztere dem Hebel/ und unter Vermittelung des Stiftes e1 dem Stoffrücker mitgetheilt wird. Die so erreichte Bewegung des Stoffrückers hat das Rückwärtsnähen zur Folge. Um nun aber in gewöhnlicher Weise auch vorwärts nähen zu können, ist ein Hebel i angeordnet, der in i1 seinen Drehpunkt hat. Derselbe besitzt einen Schlitz Ϊ2, und in denselben greift ein Stift c2 der Stange c. In

Claims (2)

  1. dem Ansatz ί3 von i ist eine Aussparung z4, gleich der mit Ii2 bezeichneten, angebracht. Es ist klar, dafs der Hebel i den Bewegungen der Stange in der Richtung der Pfeile ρ ρ1 folgt und den Stoffrücker in der gewöhnlichen Weise bewegt, sobald der Hebel g und mit ihm der Hebel y so viel nach rechts geschoben wird, dafs der Ansatz f* von f aus der Aussparung /i2 und in die Aussparung z4 tritt. Mithin ist zur Veränderung der Richtung des Transports nur das Einschieben des Ansatzes f'A in ft2 oder des Ansatzes _/4 in z4 nöthig. Das Auf- und Abwärtsbewegen des Stoffrückers erfolgt in der bekannten Weise durch die schiefe Fläche k.
    Die Veränderung der Stellung der Nadel derart, dafs letztere bei der Rückwärtsbewegung des Stoffes von ihrer mittleren Stellung aus nach rechts sticht, wird in der Hauptsache durch einen besonderen Anschlag t bei der in Fig. 3 und 4 gezeichneten Einrichtung erreicht. Die Nadel ist in einem Gleitstück G, Fig. 4, befestigt, und dieses Gleitstück erhält natürlich mitsammt der Nadel eine hin- und hergehende Bewegung. Die Einrichtung für letzteren Zweck ist bekannt, sie ist in Fig. 3 und 4 trotzdem gezeichnet. Der Hebel HH1 besitzt an seinem oberen Ende ein Gleitstück S, welches in eine Curvennuth greift, die auf der Welle im Kopf der Nähmaschine, Fig. 4, angebracht ist. Das untere Ende des Hebels HH1 besitzt einen Stift H"2. Ein federnder Stahlblechstreifen ist um den Schraubenkopf K gelegt, und mit seinen Enden liegt derselbe gegen den Stift H'2 an. Die beiden Enden dieses federnden Streifens nehmen zwischen sich ferner den Stift O1 des Gleitstückes O auf und zwingen auf diese Weise das letztere, den Bewegungen des Hebelarmes H1 zu folgen, so lange kein besonderer Widerstand der Bewegung entgegentritt. Die Nadel wird, sobald sie aus der Stichplatte bezw. dem Schiffe tritt, durch die eben beschriebene Einrichtung von rechts nach links und umgekehrt von links nach rechts sich zu bewegen gezwungen, indem das mit dem Gleitstück O verbundene Führungsstück O2 einen Stift des Gleitstückes G in seiner Führungsnuth O3 aufnimmt. Wenn der im Punkt a drehbare Körper t in der Lage Fig. 3 sich befindet, so kann das Gleitstück O den ganzen Weg, den das Ende des Hebelarmes H1 zurücklegt, mitmachen. Dieser Weg ist gerade so grofs, wie nöthig, um das Knopfloch verriegeln zu können. Dreht man den Körper t in der Richtung des Pfeiles Q. so weit, dafs der Anschlagstift O4 gegen die Fläche T'2 zu liegen kommt, so wird die Nadel von ihrer mittleren Stellung aus nach links nähen, wie dieses bei jenen Apparaten stets der Fall ist.
    Mit Bezug auf Fig. 5 wurde in vorstehendem erklärt, wie die beiden Seiten des Knopfloches bei den bezeichneten Nadelstellungen benäht werden. Bringt man den Körper t durch Drehung in die Lage, in welcher der Anschlag T3 die Bewegung des Gleitstückes O von der mittleren Stellung der Nadel aus nach links hinüber verhindert (s. Fig. 4), so vollzieht die Nadel nur Bewegungen von ihrer mittleren Stellung aus nach rechts, welche Bewegungen nöthig sind, um, ohne den Stoff oder den aus Stoff gefertigten Gegenstand um die Nadel drehen zu müssen, das Knopfloch fertig benähen zu können. Es sei bemerkt, dafs an Stelle der in Fig. 1 und 2 gezeichneten Vorrichtung zum Rückwä'rtsnähen auch jede andere bekannte zweckentsprechende Vorrichtung treten kann, ebenso wie die in Fig. 3 und 4 beschriebene, in der Hauptsache bekannte Einrichtung zur Bewegung der Nadel durch jede andere bekannte zweckentsprechende zu ersetzen ist, ohne die hierin beschriebene Erfindung zu beeinträchtigen.
    Patenτ-Ansprüche:
    ι . Das Verfahren zur Herstellung von Knopflöchern in der Weise, dafs, nachdem das Knopfloch mittelst einer seitlich bewegten Nadel nach der einen Seite hin benäht worden ist, der Stoffrücker nach rückwärts transportirend wirkt und somit den Stoff rückwärts bewegt, sowie gleichzeitig die Nadel in ihrer Stellung verändert wird, derart, dafs sie die andere Seite des Knopfloches benäht.
  2. 2. Die das Verfahren unter 1. zur Ausführung bringende Einrichtung, bei welcher durch Umstellung eines mit Nasen versehenen Hebels (f) nach rechts oder links durch entsprechendes Eingreifen in den Doppelhebel (h H1J und den Hebel (c) die Vorwärts- und Rückwärtsbewegung der Nadel von der Mitte aus nach rechts und links mittelst eines Anschlages (T3J und einer Doppelfeder (F) sowie eines Stiftes (H2J erfolgt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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