DE34026C - Verfahren und Maschine zur Reinigung von Wollabfällen auf trockenem und kaltem Wege - Google Patents
Verfahren und Maschine zur Reinigung von Wollabfällen auf trockenem und kaltem WegeInfo
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- DE34026C DE34026C DENDAT34026D DE34026DA DE34026C DE 34026 C DE34026 C DE 34026C DE NDAT34026 D DENDAT34026 D DE NDAT34026D DE 34026D A DE34026D A DE 34026DA DE 34026 C DE34026 C DE 34026C
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01B—MECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
- D01B3/00—Mechanical removal of impurities from animal fibres
- D01B3/04—Machines or apparatus for washing or scouring loose wool fibres
- D01B3/10—Details of machines or apparatus
Landscapes
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- Textile Engineering (AREA)
- Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 76: Spinnerei.
Pätentirt im Deutschen Reiche vom 7. Juli 1885 ab.
Das Verfahren bezweckt, mittelst des unten näher beschriebenen Apparates die Reinigung
von Wollabfällen (Ausputz) ohne Anwendung von Wasser behufs Vermeidung des kostspieligen
und zeitraubenden Trockenprocesses und ohne Anwendung von Wärme behufs Erzielung einer besseren Qualiltät vornehmen
zu können.
Während die Wolle, wie sie vom Schaf kommt und in den Handel gebracht wird,
mehr oder weniger, animalisches Fett, Schweifs, Urin etc. enthält, so finden sich diese Substanzen
bei 'dem sogenannten Ausputz, da derselbe bereits einmal verarbeitet gewesen
ist, überhaupt, nicht mehr vor. Eine Reinigung dieser Wollsorte hat sich deshalb nur
auf die Entfernung derjenigen Stoffe zu erstrecken, welche sowohl durch die Behandlung,
um sie in spinnfähigen Zustand zu versetzen, als auch auf den Maschinen selbst hineingekommen
sind. .Zu diesem Zwecke werden die Wollabfälle durch den Trichter α in den
Cylinder A, den sogenannten Einstäuber, gebracht, während durch das Zuführungsrohr b
absorbirende Erden, beispielsweise Infusorienerden, zugeführt werden. Vor der Einmündung
dieses Rohres sind zwei Quetschwalzen c angebracht, um die etwa infolge Anziehung
von Feuchtigkeit zusammengeballten Erden wieder zu zerkleinern. Die horizontale Welle d
mit den schraubenförmig gestellten und pflugscharähnlichen Rührflügeln e dient zur innigen
Vermengung und Abreibung der Wollabfälle mit den Erden und ferner zur Beförderung
dieser Stoffe in den Behälter B, den sogenannten Ausstäuber. In diesem werden die
überschüssigen, an den Wollabfällen nicht festhaftenden Erden von diesen entfernt. Er
besteht im wesentlichen aus zwei Reihen sich gegenüberstehender Roste, welche etagenweise
und schräg liegend angebracht sind. Infolge der Schwerkraft und dadurch, dafs sie sämmtlich
an die Welle d mittelst Excenter w gehängt und auf- und niederbewegt werden
können, müssen die Wollabfälle sie passiren, wobei die überschüssigen Erden durch die Behälter
/ in die Kanäle g und von da in das Sammelbassin h fallen.
Die nach innen ausstaubenden Erden werden aufserdem durch den Ventilator i entfernt.
Von dem untersten Rost gelangen die Wollabfälle auf das Brett k. Um dieses anbringen
zu können, ist es nothwendig, den unteren Theil des Kanals g in der Weise, wie es
Fig. 5 zeigt, auszuschneiden. Das Brett ist auf der einen Seite mittelst Scharniers befestigt,
auf der anderen Seite liegt es auf dem Ausschnitt in dem Kanal g auf, so dafs es die
Rüttelbewegung des Rostes im Ausstäuber B mitmacht, wodurch die Fortbewegung der
Wollabfälle unterstützt wird. Von hier werden die Wollabfälle durch die Flügelwalze I
auf den schräg liegenden Rost t der Schlagmaschine C gebracht. Auf letzterer wird
unter Zuhülfenahme von Druck bezw. Reibung der eigentliche Reinigungsprocefs bewirkt;
sie dient dazu, um durch kräftiges Schlagen eine Abreibung der Wollfasern mit den noch daran befindlichen Erden zu erzielen.
Gleichzeitig werden durch sie die noch in den Wollabfällen befindlichen Erden und sonstigen
Verunreinigungen so weit entfernt, dafs die
Wollabfälle dem Wolf und sonstigen zur Vorbereitung des Spinnens dienenden Maschinen
ohne Vornahme irgend welcher weiteren Manipulationen übergeben werden können.
In die beiden Wellen m und η sind, der schrägen Lage des Rostes t entsprechend,
(schraubenlinig) Stäbe eingesetzt, die ein Ausschlagen der den Rost passirenden Wollabfälle
bewirken. Die Fortbewegung der Wollabfälle auf dem Rost geschieht einestheils durch die
schräge Lage des letzteren, anderentheils durch das Excenter ο, welches durch die Gelenkstange
ρ mit dem Winkel q den Rost vermittelst der Schubstange r in rüttelnde Bewegung
versetzt. Die zu entfernenden Erden, sowie Verunreinigungen fallen durch den Rost t
auf einen zweiten Rost u, welcher durch Daumen ν gleichfalls in Bewegung gesetzt wird und
welcher bezweckt, die durch den weiteren Rost t mit fortgegangenen Wollfasern aufzufangen.
Aufgewirbelte Erden und Schmutztheilchen werden auch aus der Schlagmaschine durch
den Ventilator i entfernt. Die Entfernung der gereinigten Wolle aus der Schlagmaschine er1
folgt durch den Abführungskanal s. Fig. 2 stelli die Vorderansicht der Schlagmaschine,
Fig. 3 die Anordnung der Roste in dem Ausstäuber B und Fig. 4 die Quetschwalzen im
Zuführungsrohr b dar.
Claims (2)
- Patent-AnSprüche:ι. Das Verfahren, Wollabfälle dadurch auf trockenem und kaltem Wege zu reinigen, dafs sie mit erdigen (fettaufsaugenden) Substanzen gemischt und alsdann von denselben wieder befreit werden.
- 2. Eine zur Ausführung, dieses Verfahrens dienende Maschine, welche aufser einem Mischapparat und einem Klopfapparat eine zwischen denselben angeordnete Einrichtung (Ausstäuber) enthält, in welcher zwei Systeme geneigter Plansiebe schwingende Bewegung in verticalem Sinne ausführen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE34026C true DE34026C (de) |
Family
ID=309966
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT34026D Expired - Lifetime DE34026C (de) | Verfahren und Maschine zur Reinigung von Wollabfällen auf trockenem und kaltem Wege |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE34026C (de) |
-
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- DE DENDAT34026D patent/DE34026C/de not_active Expired - Lifetime
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