DE33882C - Zugvorrichtung zum leichteren Anfahren für Fahrzeuge - Google Patents

Zugvorrichtung zum leichteren Anfahren für Fahrzeuge

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DE33882C
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Germany
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jaw
wheel circumference
arm
circumference
wheel
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Expired - Lifetime
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DENDAT33882D
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A. KRÜZNER und F. TENTSCHERT in Wien
Publication of DE33882C publication Critical patent/DE33882C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C15/00Maintaining or augmenting the starting or braking power by auxiliary devices and measures; Preventing wheel slippage; Controlling distribution of tractive effort between driving wheels

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. Mai 1885 ab.
Die den Gegenstand dieser Erfindung bildende Vorrichtung zum Erleichtern des Anfahrens von Fuhrwerken gehört zu jener Klasse von Vorrichtungen für diesen Zweck, bei welcher die anfängliche Kraftanstrengung der Zugthiere dazu verwendet wird, die Wagenräder früher in Rotation zu versetzen, als dies infolge der durch das gewöhnliche Anziehen hervorgerufenen Reibung zwischen Rad und Fahrbahn der Fall sein würde. Dazu ist bekanntlich erforderlich, dafs die Zugstange oder der Zughaken, welcher den Angriffspunkt für die Kraftäufserung der Zugthiere bildet, um ein gewisses Mafs longitudinal verschiebbar sei, und die beim Anziehen stattfindende geradlinige Longitudinalbewegung dieses verschiebbaren Theiles wird dann durch ein passend gewähltes kinematisches Elementenpaar oder eine kinematische Kette in eine Winkelbewegung der Räder umgesetzt.
Während nun viele bisher construirten solchen Anfahrvorrichtungen ausschliefslich auf Fuhrwerke anwendbar waren, welche mit rotirenden Achsen auf Schienen laufen, da der Angriffspunkt der die erste Winkelbewegung der Räder unmittelbar bewirkenden Kraft auf einen zwischen beiden Rädern fest mit der Achse verbundenen Theil verlegt wurde, befindet sich bei vorliegender Vorrichtung dieser Angriffspunkt am Radumfang selbst; es ist also die Herstellung mehrerer Theile vermieden und die Vorrichtung auf gewöhnliche Strafsenfuhrwerke anwendbar gemacht.
Ferner besteht bei vielen bekannten Anfahrvorrichtungen das kinematische Elementenpaar zwischen dem longitudinal beweglichen Theile und dem Angriffspunkte an der Wagenachse meist aus einem Schiebrade mit Schiebklinke sammt Federn, während bei vorliegender Vorrichtung durch das Verschieben der Zugstange ein um einen Bolzen drehbarer excentrischer Schaltbacken gehoben wird, welcher vermöge seiner Schwerpunktslage immer das Bestreben hat, sich gegen den Radumfang zu senken, so dafs er beim Heben zwischen diesen Umfang und seinen in fixer Entfernung von der Wagenachse gehaltenen Drehbolzen geklemmt wird; in seiner höchsten und tiefsten Stellung wird der Schaltbacken durch sein Anschlagen an entsprechend angeordnete Anschlagstücke um ein geringes Mafs in seinem Senkungsbestreben entgegengesetzten Sinne gedreht und dadurch vom Radumfange abgehoben.
Beiliegende Zeichnung stellt diese Anfahrvorrichtung in ihrer Anwendung auf einen Stafsenbahnwagen dar, und zwar ist Fig. 1 ein Lä'ngenschnitt des Wagenrahmens, Fig. 2 eine obere Ansicht desselben.
Mit der Lagergabel d für die Zugwaage ist eine verschiebbare, longitudinal gelagerte Stange verbunden, deren Vorwärtsgleiten durch das Anschlagen des Bundes d2 an die Führung f begrenzt wird. Zunächst innerhalb eines der beiden Räder ist auf jede Achse α ein nach hinten gerichteter Arm b lose aufgesteckt, welcher den Drehbolzen C1 des excentrischen Schaltbackens C in unabänderlicher Entfernung vom Radumfange trägt. Mit einem longitudinalen Fortsatz b3 des Armes b ist die verschiebbare Zugstange ^1 durch eine über Rollen e laufende Kette e, oder ein Drahtseil verbunden..
Der Schaltbacken C besitzt im Ganzen die Form eines mit Bezug auf Drehbolzen C1 excentrischen Kreissectors, dessen dem Radumfange zugewendeter Bogen unten bei C2 den kleinsten und oben bei C3 den gröfsten Halbmesser besitzt; dabei ist der Klemmbacken so profüirt, dafs er sich an den Radumfang der ganzen Radkranzdicke nach anlegt.
Ist der Wagen in Ruhe, so erhält das Gewicht des Schaltbackens C und das Eigengewicht des Armes b bs diesen Arm gesenkt, wobei ihm eine am Wagenrahmen befestigte, nach unten gerichtete und einwärts gekrümmte Schiene c4 als Stütze dient. Auf dieser Stütze ruht unmittelbar das untere Ende c2 des excentrischen Schaltbackenrandes C2 C3, so dafs beim Niedersinken des Armes b b3 dieses Ende C2 immer zuerst arretirt und infolge des weiteren Sinkens des Armes der Schaltbacken um einen gewissen Winkel nach rückwärts gedreht, also vom Radumfange abgehoben wird.
Beim Anziehen der Zugthiere wird Arm b bs gehoben und der seiner Unterstützung beraubte Klemmbacken C sinkt nach vorn, so dafs sein excentrischer Rand c2 C3 mit dem Radumfange in Contact tritt. Beim weiteren Heben des Armes b b3 veranlafst die zwischen Schaltbackenrand und Radumfang auftretende Reibung eine weitere Abwärtsdrehung des Schaltbackens, so dafs er sich ganz festklemmt und den Radumfang mitnimmt.
Kurz bevor Bund d2 der Zugstange dx an Führung f anschlägt, wird der Ansatz c5 des Schaltbackens C durch einen an einem Querriegel des Wagenrahmens befestigten Anschlag e2 arretirt, so dafs während der Schlufsbewegung von Zugstange d^ und Arm b b3 der Klemmbacken wieder nach oben gedreht, also vom Radumfange abgehoben wird.
Die Anbringung des Armes b als Träger des Schaltbackens C ist zwar eine insofern vorth eilhafte Construction, als in diesem Falle der Arm mit der Verlängerung b3 versehen werden kann, wodurch für die Zugkraft ein langer Hebelarm hergestellt wird. Hierin liegt aber keineswegs das Wesen der Erfindung, sondern vielmehr in der Anwendung des zunächst des Radumfanges in einer bestimmten Bahn beweglichen excentrischen Schaltbackens, welcher das Bestreben hat, unter der Einwirkung der Schwerkraft um seinen Drehbolzen gegen den Radumfang zu sinken und in beiden Endstellungen durch Anschlagstücke um einen kleinen Winkel in entgegengesetztem Sinne gedreht, also vom Radumfange abgehoben wird; so könnte z. B. der Drehbolzen C1 des Schaltbackens C an einem in einer Führung beweglichen Gleitbacken sitzen, welcher von der beweglichen Zugstange aus direct oder mittelst einer Hebelübersetzung bewegt wird.
In der Zeichnung ist Arm b mit einem offenen Ringe b{ nach Art eines Pleuelstangenkopfes dargestellt, so dafs er befestigt und abgenommen werden kann, ohne dafs man dazu die Räder von der Achse trennen mUfste.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Vorrichtung zum Erleichtern des Anfahrens von Fuhrwerken, bestehend aus einem excentrischen Schaltbacken C, dessen Drehbolzen C1 einen zunächst des Radumfanges in einer bestimmten Bahn beweglichen und mit der verschiebbaren Zugstange verbundenen Träger besitzt, und der vermöge seiner Schwerpunktslage das Bestreben hat, gegen den Radumfang zu sinken, wobei an beiden Enden der Bahn des Drehbolzenträgers Anschläge e.2 C4 angebracht sind, welche den Schaltbacken C in einem seinem natürlichen Bestreben entgegengesetzten Sinne drehen, also vom Radumfange abheben.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT33882D Zugvorrichtung zum leichteren Anfahren für Fahrzeuge Expired - Lifetime DE33882C (de)

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