DE338302C - Apparat zur Ausfuehrung von Gasanalysen - Google Patents

Apparat zur Ausfuehrung von Gasanalysen

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DE338302C
DE338302C DE1915338302D DE338302DD DE338302C DE 338302 C DE338302 C DE 338302C DE 1915338302 D DE1915338302 D DE 1915338302D DE 338302D D DE338302D D DE 338302DD DE 338302 C DE338302 C DE 338302C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N7/00Analysing materials by measuring the pressure or volume of a gas or vapour
    • G01N7/02Analysing materials by measuring the pressure or volume of a gas or vapour by absorption, adsorption, or combustion of components and measurement of the change in pressure or volume of the remainder
    • G01N7/04Analysing materials by measuring the pressure or volume of a gas or vapour by absorption, adsorption, or combustion of components and measurement of the change in pressure or volume of the remainder by absorption or adsorption alone

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Description

  • Apparat zur Ausführung von Gasanalysen. Die Erfindung betrifft einen gasanalytischen Apparat, bei welchem zwischen dem Anfang und dem Ende eines .Gasleitungsrohres an diesem Rohre selbst Biegungen, Krümmungen, Windungen usw. derart vorgenommen oder in dasselbe eingebaut werden, daß dadurch in. diesem Rohre eine Einrichtung zum Abfangen einer zur Analyse kominenden Gasprobe entsteht.
  • Es sind schon gasanalytische Apparate bekannt, bei welchen :der Durchzugs- und Abfangsraum für das Gas auf und ab .geführt ist. Bei der neuen Erfindung wird nun durch mehrfache Umbiegung bei gleicher Rauminanspruchnahme des Apparates eine Vergrößerung des Durchzug- und Abfangraumes erzielt.
  • Eine solche Einrichtung, die natürlich auch mehrteilig ausgeführt sein. kann, ist in -der Zeichnung beispielsweise in ihrer Anordnung an einem Dampfkessel K zur Kontrolle des Kohlensäuregehaltes der auf dem Roste R entwickelten Feuergase schematisch dargestellt. Ein Teil dieser Gase wird mittels eines Rohres a4 entnommen und durchstreicht zunächst eip Rußfilter h, das mit Filtermaterial i angefüllt ist, welches auf einem Siebe o. dgl. il ruht, unterhalb dessen das für das neue Verfahren in. Betracht kommende Gasleitungsrohr a abzweigt, das z. B., wie gezeichnet, mit Seinem Ende in einen an sich: bekannten Strahlapparat einmündet, ,der aus einer Kammer v1 und einer in dieser eingesetzten Düse v= besteht und vorteilhaft mittels seines Rohres v3 zwischen dem Zugschieber z und dem Kesselschornstein in dessen Zugkanal Z eingesetzt ist, so daß der Schornsteinzug dauernd in der Pfeilrichtung einen Luftstrom durch die Düse v' einsaugt, der seinerseits ein Mitreißen des Gases aus ,der Kammer v1 und folglich ein ununterbrochenes Hindurchströmen von Gas durch die Leitung a bewirkt, d. h. außerhalb der Zeit einer Analyse, während welcher der Gasdurchgang hydraulisch oder sonstwie versperrt wird..
  • Der Strahlapparat w kann auch :durch eine nicht gezeichnete, an sich bekannte Gaspumpe ersetzt werden, wo @d'ann wiederum der Anschluß des Gasleitungsrohres a an eine solche Pumpe bzw. an deren Ventile als Ausgangs-bzw. Endpunkt für das hier ein Betracht komtuende neue Verfahren gilt, j e nachdem diese Pumpe vor oder hinter dem nach letzterem hergestellten Gasabfangraum A angeordnet ist.
  • Die Biegungen, Krümmungen, Windungen usw. des Gasleitungsrohres a verlaufen so, daß das vom Filter h kommende und zunächst abfallende Rohr a unten bei d so gekrümmt ist, daß es wieder aufsteigt, hiernach in eine obere Krümmung al übergeht, sodann wieder abfällt, um mittels der zweiten unteren Krümmung a' wieder aufzusteigen und schließlich zum Strahlapparat W zu führen, wobei selbstverständlich zur Herstellung dieser Krümmungen usw. beliebige, nicht gezeichnete Verbindungsstücke, Gasrohrfittings usw. benutzt werden können.
  • Behufs ihrer weiteren Ausgestaltung zu einem vollständigen gasanalytischen Apparat ist die Gasaibfangeinridhtung A unten mit einem Sperrflüssigkeitsbehälter dl und oben mit einem Absorptionsraum d' verbunden. Ferner zweigt von den beiden unteren Krümmungen dl und a' eine gemeinsame zweischenklige Verbindung b ab, die in ein Rohr cl verläuft, das in die Sperrflüssigkeit f1 des Behälters dl eintaucht, von. dem ein Rohr e abzweigt, an welchem ein Schlauch o. dgl. g1 mit einem Mundstück g' oder eine sonstige Luftdruckeinrichtung angeordnet sein kann. Ferner zweigt vom Scheitel der Krümmung d' eine Gasleitung 1, z. B. ein Schlauch, nach dem Behälter d2 ab, der die Absorptionsflüssigkeit f', z. B. Kalilauge, enthält, in die ein Rohr c2 eintaucht, das oben eine Erweiterung m hat und in ein Rohr o ausläuft, an dem sich eine Meßskala S' befindet. Wenn die Gasabfangeinrichtung A aus einem Glasrohr d besteht, oder sonstwie durchsichtig hergestellt ist, kann sie auch mit einer Meßskala S1 versehen sein. Schließlich kann auch in den Räumen in und o ein Schwimmer p angeordnet sein, dessen. Gestänge p1 das Gehänge q einer Schreibfeder t trägt, welche die Meßergebnisse der einzelnen Gasanalysen auf einen Papierstreifen aufzeichnet, der von einem Uhrwerk zi in langsamer Umdrehung gehalten wird.
  • Im Ruhezustande, d,. h. außerhalb der Zeit einer Gasanalyse, steht dieAbsorptionsflüss;igkeit f' im Raum m und in der Leitung 1 gleich hoch, d. h. in einem Niveau n6, die Sperrflüssigkeit f 1 hingegen im Verbindungsstücke b und im Rohre e in einem Niveau u1. Die Gaswege dl und d sind also offen. Die Grenzen des zur Analyse kommenden Gasvolumens V1 sind durch eine oberhalb der Krümmung a3 befindliche, in eine Horizontalebene n3 fallende Marke M und; durch eine in den Nullstrich der Skala Sl fallende Ebene x' festgelegt.
  • Bläst man. nun mittels des Mundstückes g' durch den Sehlauch g1 Luft in das Rohr e, so bewirkt diese ein Aufsteigen ider Sperrflüssigkeit f1 im Rohre cl, so daß dadurch zunächst das Gasvolumen T' abgefangen wird, sobald die Sperrflüssigkeit f 1 die Ebene n2 erreicht. Die weiter aus ihrem Behälter dl verdrängte Flüssigkeit f1 steigt in der Gasabfangeinrichtung A auf, und zwar in deren zwei Innenschenkelnhöher als in den beidenAußenschenkeln. In dem Augenblicke, in welchem .die Flüssigkeit f1 in den Außenschenkeln die Marke M erreicht, ist in jedem der zwei Innenschenkel eine in eine Ebene x4 fallende Flüssigkeitsdrucksäule Hl aufgestiegen. Diese hat die in beiden Außenschenkeln zusammen abgefangene Gasprobe Ih durch die Leitung l in das Absorptionsgefäß d' verdrängt. Das verdrängte Gasvolumen Tal ist infolge der Absorption eines Volumenteiles zu einem kleineren. Volumen V2 geworden, das seinerseits ein ihm gleiches Volumen aus dem Absorptionsraum d' durch das Rohr c= in die Meßräume m und o verdrängt, wobei die Absorptionsflüssigkeit f 2 im Raume d' bis zu einer von der Menge absorbierten Gases abhängigen Ebene n6 sinkt, in den Räumen in und o 2ber :bis zu einer vom gleichen Umstande abhängigen Ebenen'' ansteigt, so daß also zwischen beiden Ebenen ne und n' eine Absorptionsflüssigkeitssäule HZ aufgestiegen ist, die jeder der zwei Druckflüssigkeitssäulen 111 in den Innenschenkeln cl das Gleichgewicht hält und, um so niedriger ausfällt, je mehr Gas absorbiert wurde. Der Schwimmer p, welcher der aufsteigenden Absorptionsflüssigkeitssäule H' folgt, vermittelt die Aufzeichnung der absorbierten Gasmenge in Volumprozenten; die auch an der Skala S' abgelesen werden. können. Ferner kann das gleiche Meßergebnis zur Kontrolle über .die Richtigkeit einer stattgehabten Aufzeichnung an der Skala S1 der für diesen. Zweck notwendig durchsichtigen Gasabfangeinrichtung A in dem Augenblick abgelesen werden, in dem die in letzterer zurücktretende Sperr-bzw. Druckflüssigkeit f l- in allen vier Schenkeln a in Niveaugleiche kommt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Apparat zur Ausführung von Gasanalysen, bei welchem eine- bestimmte Gasmenge durch eine Sperrflüssigkeit - in einem Rohre mit auf und ab steigenden Biegungen abgefangen und zu .dem Absorptionsraum gedrängt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Gasquelle zum Gasaustritt führende Röhre (d) mehrere Male (bei dl, a3 und d) gebogen und mit der Sperrflüssigkeit derart verbunden ist, daß diese bei den. beiden unteren Biegungen eintritt und gleichzeitig die in zwei Röhrenschenkeln enthaltene Gasmenge - absperrt und zum Absorptionsraum drückt.
DE1915338302D 1915-11-17 1915-11-17 Apparat zur Ausfuehrung von Gasanalysen Expired DE338302C (de)

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