DE338281C - Verfahren zur Herstellung von Alkylaethern des Vinylalkohols und seiner Homologen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alkylaethern des Vinylalkohols und seiner Homologen

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DE338281C
DE338281C DE1918338281D DE338281DD DE338281C DE 338281 C DE338281 C DE 338281C DE 1918338281 D DE1918338281 D DE 1918338281D DE 338281D D DE338281D D DE 338281DD DE 338281 C DE338281 C DE 338281C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C43/00Ethers; Compounds having groups, groups or groups
    • C07C43/02Ethers
    • C07C43/03Ethers having all ether-oxygen atoms bound to acyclic carbon atoms
    • C07C43/14Unsaturated ethers
    • C07C43/15Unsaturated ethers containing only non-aromatic carbon-to-carbon double bonds
    • C07C43/16Vinyl ethers

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Alkyläthern des Vinylalkohols und seiner Homologen. Es ist bekannt, daß sich konzentrierte Schwefelsäure mit Allylen bei o° zu Propenylschwefelsäure verbindet (vgl. Journal für praktische Chemie [2], Bd. 6o, S. 441 und 442). Außerdem ist es nach der schweizerischen Patentschrift 165o1, S. 4, Sp. i, nicht neu, Acetylen unter Druck in Schwefelsäure einzuleiten und das Reaktionsprodukt auf Alkohole zu verarbeiten.
  • Es war aber bisher nicht bekannt, daß sich bei der Einwirkung konzentrierter, auf o bis 15° gekühlter Schwefelsäure auf Acetylen, besonders in Gegenwart gewisser Katalysatoren, unter erhöhtem Druck Vinylschwefelsäure in guter Ausbeute bildet, und daß diese durch nachfolgende Behandlung der Reaktionsmasse mit Alkoholen oder bei deren Anwesenheit in der Schwefelsäure von vornherein glatt Vinyläther liefern kann.
  • Dieses Verfahren bildet den Gegenstand der Erfindung.
  • Die Arbeitsbedingungen sind, wie sich ohne weiteres ergibt, wesentlich andere und auch der Verlauf des Verfahrens ein anderer, als nach der französischen Patentschrift 456456 aus der gleichfalls die Einwirkung konzentrierter Schwefelsäure auf Acetylen bekannt ist. Diese findet aber bei Temperaturen von 1o bis 15° statt, bei denen, wie durch Versuche festgestellt wurde, Vinylschwefelsäure nur in geringen Mengen entsteht. Bei noch höheren Temperaturen, nämlich 6o bis loo°, wird nach den Beispielen 4 bis 7 der Patentschrift 271381 Acetylen in Gegenwart von Quecksilbersalzen und u. a. auch konzentrierter Schwefelsäure auf Alkohole zur Einwirkung gebracht. Aber auch bei diesem Verfahren bilden sich keine Vinylverbindungen, sondern Äthylidenäther der betreffenden Alkohole.
  • Beispiele: 1. 96 Gewichtsteile wasserfreie Schwefelsäure werden unter einem Druck von 2 bis 5 Atm. und bei einer Temperatur von o bis 15° mit 26 bis 28 Gewichtsteilen Acetylen allmählich gesättigt. Es bildet sich fast quantitativ Vinylschwefelsäure nach folgender Formel: Gute Kühlung ist für den Verlauf der Reaktion von der größten Wichtigkeit; die freiwerdende Wärmewürde sonst sofort eine Zersetzung der Vinylschwefelsäure veranlassen. Noch glatter verläuft die Reaktion, wenn der Schwefelsäure zu Anfang ein reaktionbeschleunigender Stoff, z. B. Quecksilbersulfat, in geringen Mengen, etwa 1 bis 2 Gewichtsteile, zugesetzt wird.
  • Läßt man nun auf diese Vinylschwefelsäure einen Alkohol, z. B. 5o Gewichtsteile Äthylalkohol, unter Erwärmen, am besten unter vermindertem Druck, einwirken, so destillieren etwa q.o bis 5o Gewichtsteile (55 bis 70 Prozent d. Th.) annähernd -reiner Vinyläther vom Sdp. 35° über. Es hat also folgende Umsetzung stattgefunden: Wenn man alle nötigen Vorsichtsmaßregeln beachtet, insbesondere für gute Kühlung sorgt, kann man dieselbe Schwefelsäure mehrmals gebrauchen.
  • Wendet man an Stelle von Äthylalkohol 65 Gewichtsteile Isopropyl- oder Normalpropylalkohol an, so erhält man Vinylisopropyl- oder normalen Vinylpropyläther in Ausbeuten von 7o bis 8o Prozent.
  • z. Man kühlt i Mol. konzentrierte, nahezu wasserfreie Schwefelsäure, in der man etwas Quecksilbersulfat aufgelöst hat, auf etwa -i5° und mischt sie vorsichtig mit einem Überschuß von ebenfalls auf -r5° gekühltem Äthylalkohol, ungefähr il/, bis z Mol. In diese Mischung drückt man unter a bis 5 Atm. Druck i Mol. Acetylengas allmählich ein, bis dieses vollkommen absorbiert ist. Sodann destilliert man sofort, am besten unter vermindertem Druck und unter guter Kühlung der übergehenden Dämpfe, den gebildeten V inyläthyläther ab.
  • Er ist nahezu rein und siedet bei 35° unter 76o mm Druck. Da die Schwefelsäure zersetzend auf den Vinyläther einwirkt, muß das Reaktionsgemisch möglichst schnell aufgearbeitet werden.
  • In gleicher Weise kann man auch die Äther anderer Alkohole darstellen. Das Acetylen kann in beiden Fällen durch seine Homologen ersetzt werden. Die erhaltenen Äther eignen sich vorzüglich zur Herstellung von Lacken, Kunstharzen und synthetischem Kautschuk.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Alkyläthern des Vinylalkohols und seiner Homologen, dadurch gekennzeichnet, daß Kohlenwasserstoffe der Acetylenreihe unterhalb o°, zweckmäßig in Gegenwart von Katalysatoren, wie Quecksilberverbindungen, unter erhöhtem Druck auf konzentrierte Schwefelsäure unter nachträglicher Behandlung des Reaktionsproduktes mit Alkoholen öder bei Anwesenheit von Alkoholen von vornherein zur Einwirkung gebracht werden,
DE1918338281D 1918-05-25 1918-05-25 Verfahren zur Herstellung von Alkylaethern des Vinylalkohols und seiner Homologen Expired DE338281C (de)

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