DE335155C - Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels aus Stroh (z.B. von Getreide oder Huelsenfruechten) durch Aufschliessung desselben in zerkleinertem Zustande - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels aus Stroh (z.B. von Getreide oder Huelsenfruechten) durch Aufschliessung desselben in zerkleinertem Zustande

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DE335155C
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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K10/00Animal feeding-stuffs
    • A23K10/30Animal feeding-stuffs from material of plant origin, e.g. roots, seeds or hay; from material of fungal origin, e.g. mushrooms
    • A23K10/32Animal feeding-stuffs from material of plant origin, e.g. roots, seeds or hay; from material of fungal origin, e.g. mushrooms from hydrolysates of wood or straw

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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels aus Stroh (z. B. von Getreide oder Hülsenfrüchten) durch Aufschließung desselben in zerkleinertem Zustande. Zusatz zum Patent 305641. Gegenstand des Hauptpatentes 3o56q.i ist ein Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels aus Stroh (z. B. von Getreide oder Hülsenfrüchten) durch Aufschließung desselben in zerkleinertem Zustande mit Alkalilauge in der Weise, daß man die letztere, anstatt bei höherer Temperatur oder unter Dampfdruck, bei gewöhnlicher Temperatur, also ohne äußere Wärmezufuhr, je nach der Konzentration der Lauge mehr oder weniger lange auf das Stroh einwirken läßt.
  • Um die Lauge möglichst auszunutzen, wird gemäß Anspruch 3 des Hauptpatentes die erste Lauge durch andere schon gebrauchte oder frische Lauge verdrängt. Diese Verdrängung der Lauge läßt sich jedoch nicht restlos durchführen und bedingt außerdem eine bestimmte Bauart der Gefäße sowie eine größere Apparatur, so daß sie für kleinere landwirtschaftliche Betriebe weniger geeignet ist.
  • Dieses Verfahren soll nun nach vorliegender Erfindung in der Weise abgeändert werden, daß die Lauge der Reihe nach zu verschiedenen Aufschließungsvorgängen, und zwar so lange verwendet wird, bis sie eine saure Reaktion angenommen hat. Dabei wird der zweite, dritte usw. Aufschließungsvorgang durch die Ablauge nur teilweise durchgeführt und durch frische Lauge oder durch eine weitere stärkere Ablauge beendigt bzw. fortgesetzt.
  • Das neue Verfahren wird in der Weise ausgeführt, daß zunächst eine gewisse Menge Stroh mit frischer Lauge bis zur genügenden Aufschließung, die man an der Zerdrückbarkeit der Knoten erkennt, behandelt wird. Die erhaltene Ablauge, welche den aus der erstbehandelten Menge herausgelösten Strohstoff (Lignin, Xylan usw.) enthält, dient nun zum Aufschluß einer weiteren Strohmenge. Letztere kann jedoch, da die Lauge nicht mehr die genügende Konzentration hat, auf diese Weise nicht vollständig aufgeschlossen werden; wenigstens empfiehlt sich dies nicht, um nicht die Zeit, die zum völligen Aufschließen erforderlich wäre, zu weit auszudehnen. Man führt also den Auf -schluß der zweiten Strohmenge nur bis zu einer bestimmten Zeit durch, läßt dann die Lauge ab und benutzt sie zu einem dritten, gegebenenfalls noch zu einem weiteren Aufschluß, wobei der dritte und jeder weitere Aufschluß immer wieder bis zu einem geringeren Stadium durchgeführt wird, als der vorhergehende Aufschluß. Die zweite Menge des Strohes, welche durch die erste Ablauge behandelt würde, wird nun mit frischer Lauge nachbehandelt bis zur vollständigen Aufschließung. Es ergibt sich dadurch wieder eine Ablauge, welehe zur weiteren Aufschließung der vorher mit der zweiten Ablauge behandelten Strohmenge verwendet wird. Während man die zweite Strohmenge durch die neue Lauge vollständig aufschließt, wird man bei der dritten Strohmenge, die bereits durch zwei Ablaugen behandelt ist, gegebenenfalls noch eine dritte Behandlung mit frischer Lauge vornehmen müssen, bis die vollständige Aufschließung-beendet ist. Die Ablauge der dritten Strohmenge wird zur vierten usw., die Ablauge einer jedem vorjlergƒhenden@Strohmenge immer zur weiteren Aufschließung der folgenden Strohmenge verwendet, wobei, sobald die Ablauge zur vollständigen Aufschließung nicht mehr ausreicht, immer eine Nachbehandlung mit frischer Lauge stattfindet. Es findet also, wenn man sich die verschiedenen Strohmengen in einer Anzahl im Kreise herumgelegter Gefäße untergebracht denkt, ein allmähliches Wandern der Lauge aus dem ersten Gefäß in das zweite, in das dritte usw. statt, und zwar wird jede Lauge zweckmäßig so lange verwendet, bis das ganze Ätznatron oder Ätzkali verbraucht ist und die Ablauge sauer reagiert. Gleichzeitig werden im Kreise herumgehend diejenigen Gefäße, bei denen die Ablauge der vorhergehenden Gefäße die Aufschließung nicht bis zu Ende durchgeführt hat, immer mit frischer Lauge versehen. Es ist ersichtlich, daß bei der Durchführung dieses Verfahrens die Lauge vollständig ausgenutzt wird. Außerdem findet auch eine Beschleunigung der Aufschließung dadurch statt, daß gerade zu Beginn die schwächste Lauge und gegen Ende der Aufschließung die stärkste Lauge zur Anwendung gelangt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPR.UCH: Ausführungsform des durch Patent 3o5641 geschützten Verfahrens zur Herstellung eines Futtermittels aus Stroh (z. B. von Getreide oder -Hülsenfrüchten) durch Aufschließung desselben in zerkleinertem Zustande, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Aufschließen verwendete Lauge der Reihe nach zu verschiedenen Aufschließungsvorgängen, zweckmäßig bis zur sauren Reaktion, verwendet wird, wobei der zweite, dritte usw. Aufschließungsvorgang durch die Ablauge nur teilweise durchgeführt und durch frische Lauge oder durch eine weitere stärkere Ablauge beendigt bzw. fortgesetzt wird.
DE1918335155D 1917-04-25 1918-03-26 Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels aus Stroh (z.B. von Getreide oder Huelsenfruechten) durch Aufschliessung desselben in zerkleinertem Zustande Expired DE335155C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2332712A1 (fr) * 1975-11-27 1977-06-24 Wehtje Fredrik Procede de traitement de la paille et autres matieres vegetales et produits d'alimentation animale ainsi obtenus

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