DE349880C - Verfahren zur Gewinnung von Halbzellulose - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Halbzellulose

Info

Publication number
DE349880C
DE349880C DE1919349880D DE349880DD DE349880C DE 349880 C DE349880 C DE 349880C DE 1919349880 D DE1919349880 D DE 1919349880D DE 349880D D DE349880D D DE 349880DD DE 349880 C DE349880 C DE 349880C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cellulose
digestion
production
mills
solutions
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1919349880D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DR ERICH OPFERMANN
Original Assignee
DR ERICH OPFERMANN
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DR ERICH OPFERMANN filed Critical DR ERICH OPFERMANN
Application granted granted Critical
Publication of DE349880C publication Critical patent/DE349880C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C3/00Pulping cellulose-containing materials
    • D21C3/22Other features of pulping processes
    • D21C3/224Use of means other than pressure and temperature

Landscapes

  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Halbzellulose. Es ist bekannt, Stroh und alle ähnlichen zellulosehaltigen Materialien in stehenden oder rotierenden Kochgefäßen mit oder ohne Druck mittels Lösungen bzw. Aufschlämmungen von Alkalien oder Erdalkalien durch Kochen oder Dämpfen in Halbzellulose überzuführen. Es ist ferner bekannt, derartige zellulosehaltige Stoffe durch längere Einwirkung von starken Lösungen solcher Agentien in der Kälte von den Inkrusten, Silikaten usw. nach Möglichkeit zu befreien. Man hat auch schon vorgeschlagen, derart aufgeschlossene Halbzellulose nach der chemischen Behandlung zu kollern, zu stampfen oder in Zerfasern verschiedener Systeme zu behandeln, wobei als Ausführungsform dieses Verfahrens auch angegeben wurde, die mechanische Behandlung vor der chemischen vorzunehmen. Endlich hat man auch Holzspäne gleichzeitig mit der Behandlung durch die aufzuschließende Lauge in der Wärme einem Zerkleinerungsprozeß in einer Spezialmaschine unterworfen. In allen diesen Fällen sind Lösungen von normaler Konzentration oder in starker Verdünnung verwendet worden.
  • Dem, gegenüber besteht das neue Verfahren zum Überführen von Stroh, Schilf, Flachs, Ginster, Esparto und ähnlichen zellulosehaltigen Stoffen mit Hilfe ätzender und kohlensäurehaltiger Alkalien oder von Oxyden und Hydroxyden alkalischer Erden und mit IElfe von Kollergängen, Stampfwerken oder Raffineurapparaten bei gewöhnlicher Temperatur darin, daß man die Lösungen bzw. Aufschlämmungen in möglichst konzentrierter, die wässrige Flüssigkeit tunlichst ausschaltender Form während des Zerkleinerungsvorganges auf die Zellulosemasse einwirken läßt.
  • Dadurch ergibt sich vor allem der Vorteil, daß je nach dem gewünschten Aufschließgrad die Überführung in Halbzellulose mit möglichst wenig Chemikalien unter weitgehendster Ausschaltung jeder die Wirkungsweise des Aufschlusses infolge der Verdünnung herabsetzenden unnötigen Flüssigkeitsmenge und unterstützt durch die mechanische Arbeit in kürzester Zeit vonstatten geht, ohne daß Wärme, Druck oder Luftleere notwendig sind und ohne daß teure Spezialmaschinen angewendet werden müssen. Außerdem kann die erste konzentrierte Auslaugflüssigkeit des aufgeschlossenen Produkts immer wieder mutverwendet oder aber mit Vorteil eingedampft und regeneriert werden. Ausführungsbeispiel 4.00 kg in den Kollergang eingetragenes, gehäckseltes Stroh werden mit qo kg festem Ätznatron, das in etwa 5o 1 Wasser aufgelöst wurde, versetzt und drei bis vier Stunden gekollert. Nach dieser Zeit erhält man eine braune Masse, die in Auslaugkästen von der alkalischen Lösungsflüssigkeit befreit, unmittelbar einen Halbstoff ergibt, der außer für Kraftfutter insbesondere für papiertechnische Zwecke geeignet ist. Der Aufschlußgrad beträgt in diesem Falle etwa 65 Prozent, berechnet auf absolut trockenes Material.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcH: Verfahren zur Gewinnung von Halbzellulose, insbesondere für papiertechnische Zwecke, durch gleichzeitigen mechanischen ` und chemischen Aufschluß von Stroh, Schilf, Flachs, Ginster und ähnlichen zellulosehal-Ligen Rohstoffen mit Hilfe ätzender und kohlensaüerer Alkalien oder von Oxyden und Hydroxyden alkalischer Erden, dadurch gekennzeichnet, daß hierzu Vorrichtungen wie Kollergänge, Stampfwerke oder Raffineure verwendet werden, welche den Aufschluß unter Verwendung von Lösungen oder Aufschlämmungen höchster Konzentration gestatten.
DE1919349880D 1919-09-02 1919-09-02 Verfahren zur Gewinnung von Halbzellulose Expired DE349880C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE349880T 1919-09-02

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE349880C true DE349880C (de) 1922-03-09

Family

ID=6259045

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1919349880D Expired DE349880C (de) 1919-09-02 1919-09-02 Verfahren zur Gewinnung von Halbzellulose

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE349880C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE349880C (de) Verfahren zur Gewinnung von Halbzellulose
DE567095C (de) Verfahren zur Herstellung besonders dichter Papiere aus Stroh, Esparto, Schilf und aehnlichen Rohstoffen
DE647913C (de) Verfahren zur Gewinnung von Pentosen aus stark pentosanehaltigen Pflanzenteilen
DE400524C (de) Verfahren zur Herstellung von Zellstoff aus Stroh und aehnlichem Rohstoff
DE665959C (de) Verfahren zur Herstellung von Zellstoff aus Buchenholz
DE558705C (de) Verfahren zur Gewinnung konzentrierter Ablaugen bei der Herstellung von Zellstoff
DE564553C (de) Verfahren zur Herstellung von Zellstoff
AT21468B (de) Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von langen spinnbaren und kurzen zur Papierfabrikation sich eignenden Fasern aus Maiskolbendeckblättern.
DE476583C (de) Verfahren zur Gewinnung von Zellstoff aus gleichzeitig chemisch und mechanisch behandeltem Faserstoff
DE539938C (de) Verfahren zur Herstellung eines hochveredelten, pentosanfreien Holzzellstoffs
DE401124C (de) Verfahren zur Gewinnung von Textilfasern und Zellstoff aus geeigneten Rohpflanzen, wie Brennesseln, Jute, Schilf, Typha u. dgl.
DE391713C (de) Verfahren zum Aufschliessen von Stroh, Schilf u. dgl.
DE747166C (de) Verfahren zur Herstellung eines Duengemittels aus Kartoffelkraut u. dgl.
AT150312B (de) Verfahren zum Aufschließen von Pflanzenfaserstoffen.
DE395192C (de) Verfahren zum Aufschliessen von Holz in Form von Spaenen mit Salpetersaeure
DE335155C (de) Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels aus Stroh (z.B. von Getreide oder Huelsenfruechten) durch Aufschliessung desselben in zerkleinertem Zustande
AT123873B (de) Verfahren zur Herstellung eines hochveredelten, pentosanfreien Holzzellstoffs.
DE970908C (de) Verfahren zur Herstellung von Karton aus einjaehrigen Pflanzen, insbesondere Stroh
DE586383C (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstleder
DE748512C (de) Verfahren zur Herstellung von Zellstoff mit hohem Reinheitsgrad
DE969452C (de) Verfahren zur Gewinnung von Kunstfaserzellstoffen
DE354822C (de) Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels aus Stroh
AT85018B (de) Verfahren zur Gewinnung von Spinnfasern.
DE567237C (de) Verfahren zur Verwertung der Hemicellulosen bei der Zellstoffabrikation
DE414045C (de) Verfahren zur Herstellung dichter, fester Papiere