AT21468B - Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von langen spinnbaren und kurzen zur Papierfabrikation sich eignenden Fasern aus Maiskolbendeckblättern. - Google Patents

Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von langen spinnbaren und kurzen zur Papierfabrikation sich eignenden Fasern aus Maiskolbendeckblättern.

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  Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von langen spinnbaren und kurzen zur Papier- fabrikation sich eignenden Fasern aus Maiskolbendeckblättern. 



    Die Gewinnung von Textilfasern aus Maiskolbendeckblättern ist nach der österr. Patentschrift Nr. 292, ausgegeben am 10. Oktober 1899, so versucht worden, dass man die Blätter zuerst in einer schwachen Ätznatron- oder Ätzkalilauge, der 20/0 Ammonium crudum und 10/0 Kupfersulfat zugesetzt waren, kochte und dann nach dem Auswaschen mit einer wässerigen Schwefelsäurelösung etwa 15 bis 20 Minuten behandelte. Nach diesem Verfahren gibt es aber viel Abfall, vor allem aber sind die gewonnenen Fasern sehr brüchig und zum Verspinnen nicht geeignet, was wohl der Anwesenheit von Schwefelsäure zuzuschreiben sein dürfte, die die Faser zu stark angreift. Ausserdem verhinderte das Kupfcrsulfat, wie die Ausführung ergab, die feinere Spaltung der Fasern, wirkte also dem gewünschten Zwecke entgegen.

   Auch hat der Zusatz von Ammonium crudum und Kupfersulfat keine Wirkung, sondern verteuert nur das Verfahren. Aus der österr. Patentschrift Dir. 1558, ausgegeben am 25. Juni 1900, ist ferner ein Verfahren bekannt geworden,   
 EMI1.1 
 verdünnte Essigsäure verwendet, nachdem dieser Behandlung ein   Kochprozess   vorangegangen war. Essigsäure wirkt sehr günstig auf die Faser, wenn eine zweckentsprechende Behandlung vorangeht. 



   Indes erzielte keines dieser Verfahren eine verspinnbare Faser oder auch nur eine brauchbare Papiermasse. Anders bei vorliegender Erfindung, die sich zwar ebenfalls schwachalkalischer Laugen und der Essigsäure bedient, aber durch geeignete Zusammenstellung der einzelnen Vorgänge aus einem bestimmten Rohstoffe ein brauchbares Erzeugnis erzielen lässt. Nach vorliegendem Verfahren gewinnt man lange und kurze Fasern. Die langen Fasern zeichnen sich durch Weichheit und Geschmeidigkeit aus, so dass sie sich bei geringem Abfall leicht verspinnen lassen. Das aus solchem Gespinst hergestellte Gewebe zeichnet sich ebenfalls durch Weichheit und gefälliges Aussehen aus. Ausserdem lässt sich die lange Faser durch Kräuseln zu Füllmaterial weiter verarbeiten. Neben der langen, verspinnbaren Faser gewinnt man noch eine für die Papierfabrikation sich vorteilhaft eignende kurze Faser. 



   Bei der Ausführung werden die Maiskolbendeckblätter unter gewöhnlichem Luftdruck entweder mit einer Natron-oder Kalilauge von etwa 30 Be (entsprechend einem Gehalt von 1'2-20/0 Alkali) oder in einer Kalklauge (Kalkmilch) gekocht, die auf 4 1 Wasser 1   I. : g   ungelöschten Kalk enthält. Hierauf wird mit Wasser ausgewaschen und gleichzeitig die langen von den kurzen Fasern getrennt. Beide Faserarten werden nunmehr, jede für sich, und zwar zunächst mit verdünnter Essigsäure, weiterbehandelt. Als essigsaures Bad ist eine Lösung von 4   9   Essigsäure vom spez. Gewicht   l ors   auf je 1 Wasser vorteilhaft zu verwenden. In diesem Bade verbleiben die Fasern etwa eine Stunde, worauf sie herausgenommen, gewaschen und getrocknet werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von langen spinnbaren und kurzen zur Papierfabrikation sich eignenden Fasern aus Maiskolbendeckblättern unter Verwendung schwacher alkalischer Laugen und Essigsäure, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohstoff zuerst unter gewöhnlichem Luftdruck entweder in Natron-oder Kalilauge von einem Ge- EMI2.1 Wasser hergestellten Kalkmilch gekocht und dann gewaschen wird, wobei die langen Fasern während des Waschens von den kurzen getrennt werden, worauf jede Fasernart für sich mit verdünnter Essigsäure behandelt, nochmals gewaschen und getrocknet wird.
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