DE333569C - Verfahren zum Entkarbonisieren von Fluessigkeiten fuer industrielle Zwecke, insbesondere Industriewaesser - Google Patents

Verfahren zum Entkarbonisieren von Fluessigkeiten fuer industrielle Zwecke, insbesondere Industriewaesser

Info

Publication number
DE333569C
DE333569C DE1919333569D DE333569DD DE333569C DE 333569 C DE333569 C DE 333569C DE 1919333569 D DE1919333569 D DE 1919333569D DE 333569D D DE333569D D DE 333569DD DE 333569 C DE333569 C DE 333569C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
decarbonising
industrial
liquids
purposes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1919333569D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE333569C publication Critical patent/DE333569C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/20Treatment of water, waste water, or sewage by degassing, i.e. liberation of dissolved gases

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Physical Water Treatments (AREA)
  • Commercial Cooking Devices (AREA)

Description

  • Verfahren zum Entkarbonisieren von Flüssigkeiten für industrielle Zwecke, insbesondere Industriewässer. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Entkarbonisieren von Flüssigkeiten für industrielle Zwecke, insbesondere von Industriewässern, wie z. B. zur Verbesserung von Kesselspeisewasser, Brauwasser usf. Die bekannten Verfahren, bei welchen die Flüssigkeit behufs Enrtkarbonisierung unter Druck hoch erhitzt und behufs Aufhebung des schädlichen Einflusses des Druckes einer zusätzlichen Bewegung unterworfen wird, leiden an dem Übelstand, -daß die aus der Flüssigkeit abgespaltenen Gase (Luft und Kohlensäure u. dgl.) in dem dampferfüllten Raum des Dampfkessels abgeschieden werden, wobei wegen der Undurchführbarkeit einer Absonderung der abgespaltenen Gase von der Flüssigkeit und von dem die Gase einhüllenden Dampf bei der Entlüftung bzw. Entgasung des dampferfüllten Raumes Dampfverluste unvermeidlich: sind. Gemäß der Erfindung werden die Nachteile dieser Verfahren dadurch beseitigt, daß die Entlüftung bzw. Entgasung der unter Druck irgendwo hocherhitzten Flüssigkeit (Wasser o. dgl.) in einem besonderen, möglichst kleinen Raum gesondert von der Flüssigkeitserhitzung nur abhängig von der Temperatur und dem dieser Temperatur entsprechenden Druck des Entgasungsraumes durchgeführt wird, in welchen die Flüssigkeit, nachdem sie unter Druck hoch erhitzt worden ist, eingeführt wird. Je kleiner der Entgasungsraum ist, desto geringer sind die Wärmeverluste bei der Abführung :der Gase. Der schädliche Einfluß der zur Hervorrufung von Temperaturen über ioo° C unvermeidlichen Drucksteigerung, welcher bei den bekannten Verfahren durch gleichzeitige lebhafte Bewegurig des Wassers unschädlich gern-acht wird, kann leicht z. B. durch Zerstäubung des Wassers o. dgi.. in dem Entgasungsrauni vermieden werden. .
  • Es sind Destillierverfahren u. dgl. bekannt, bei welchen Wasser außerhalb des Dampflcessels entlüftet wird. Bei diesen bekannten Verfahren wird das Wasser jedoch vor der Entlüftung nur bis zu 95' erhitzt.
  • Bei dem in der Zeichnung schematisch veranschaulichten Ausführungsbeispiel einer zur Entlüftung und Entgasung für Industriewässer geeigneten Vorrichtung tritt das in irgendeinem nicht gezeichneten Behälter oder Vorwärmer gleichmäßig auf höchstmöglichste Temperatur erhitzte Wasser in ein Gefäß i, in welchem es in einem durch ein geschlossenes Fallrohr a o. dgl, gebildeten, möglichst klein gehaltenen Raum d. mittels eines Zerstäubers 3 oder einer anderen Vorrichtung zerstäubt wird. Hierbei sondern sich :die Luft und die Gase aus jedem Flüssigkeittropfen in einem Dampfraum ab. Das entlüftete und entkarbonisierte Wasser tritt durch das Ablaufrohr 5 aus, gegebenenfalls nach Durchlaufen eines Filters, in welchem die mitgeführten festen Ausfällungen abgelagert werden und kann dann unmittelbar für industrielle Zwecke z. B. als Kesselspeisewasser o. dgl. verwendet werden. Dem Verfahren gemäß der Erfindung kann das zu entkarbonisierende Wasser leicht im Kreislauf unterworfen werden.
  • Die Entlüftung des Entlüftungsraumes wird bei dem Ausführungsbeispiel der Zeichnung selbsttätig, z. B. durch ein Entlüftungsrohr 6, bewirkt, dessen Mündung durch die Veränderung des Flüssigkeitsspiegels infolge der Über dem -Flüssigkeitsspiegel sich ansammelnden Gase geöffnet und geschlossen wird. Die Abscheidung der Gase erfolgt derart, daß der Raum 4., der sich mit den abgespaltenen Gasen anfüllt, sich immer mehr unter Flüssigkeitsverdrängung vergrößert, bis das Entlüftungsrohr 6 freigelegt und der Raum q. selbsttätig entlüftet wird. Das Entlüftungsrohr kann mit einem Schwimmerventil 7 bekannter Art ausgestattet sein, welches selbsttätig abschließt und selbsttätig öffnet. Am höchsten Punkte des Behälters r kann auch noch ein Entlüftungsventil 8 angebracht sein, um die Gase abzuleiten, die sich im Behälter ansammeln.
  • Selbstverständlich kann auch irgendeine andere selbsttätig wirkende Entlüftungseinrichtung an beiden Stellen vorgesehen werden.
  • Soll das entkarbonisierte Wasser im kalten Zustande verwendet werden, z. B. für Brauzwecke, in der Färberei o. dgl., so kann dem Wasser in Wärmeaustauschapparaten o.,dgl. die Wärme entzogen und zur Vorwärmung des Frischwassers ausgenutzt wenden, so daß beinahe ohne Wärmeverluste gearbeitet werden kann.

Claims (1)

  1. PATL.NT- ANspRUcH: Verfahren zum Entkarbonisieren von Wasser für industrielle Zwecke, bei welchem das erhitzte Wasser in einem besonderen kleineren Raum der Entlüftung und Entgasung unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser zuvor über roo° erhitzt und sodann dem von dem Kochraum vollständig getrennten, möglichst kleinen Entgasungsraum unter feiner Verteilung bzw. Zerstäubung zugeführt wird. .
DE1919333569D 1919-02-18 1919-02-28 Verfahren zum Entkarbonisieren von Fluessigkeiten fuer industrielle Zwecke, insbesondere Industriewaesser Expired DE333569C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT333569X 1919-02-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE333569C true DE333569C (de) 1921-03-02

Family

ID=3671869

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1919333569D Expired DE333569C (de) 1919-02-18 1919-02-28 Verfahren zum Entkarbonisieren von Fluessigkeiten fuer industrielle Zwecke, insbesondere Industriewaesser

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE333569C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1642531A1 (de) Wasserdestillationsanlage
DE411313C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Entlueften von Massen, insbesondere fuer die Herstellung von Kunstseide
DE333569C (de) Verfahren zum Entkarbonisieren von Fluessigkeiten fuer industrielle Zwecke, insbesondere Industriewaesser
AT84129B (de) Verfahren zum Entkarbonisieren von Flüssigkeiten für industrielle Zwecke.
DE614877C (de) Verfahren zur indirekten Erhitzung von Sulfitlauge
DE2059736C3 (de) Verfahren zum Verhindern oder Herabsetzen der Bildung von Verkrustungen im Destillationsgefäß von Salzwasser-Destillationsvorrichtungen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE608836C (de) Verfahren zum Ausschmelzen von Zink aus Zinkstaub und aehnlichen, metallisches Zink enthaltenden Produkten
DE405853C (de) Einrichtung zum Entfernen von Luft und Gasen aus Fluessigkeiten, insbesondere Wasser
DE1111149B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Vermeiden der Schaum- und Krusten-bildung in Vakuum-Eindampfanlagen fuer ungesaettigte Salzloesungen, wie Spinnbad- oder Titansalzloesungen, deren Loeslichkeit nur in verhaeltnismaessig geringem Masse temperaturabhaengig ist
DE844363C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Extraktion und zur Durchfuehrung von Extraktionsanalysen
DE508695C (de) Verfahren und Einrichtung zum Heben von Mineraloelen
DE416500C (de) Vorrichtung zum Ausscheiden von Luft aus Fluessigkeiten durch Erhitzen
DE598442C (de) Verfahren zum Kuehlen von Fluessigkeiten, insbesondere Salzloesungen
DE582467C (de) Verfahren zur Reinigung von Rohkautschuk oder Kautschukmilch
DE290680C (de)
DE639775C (de) Verfahren zum Extrahieren von pflanzlichen Stoffen
DE582299C (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Zellstoff
DE496214C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Auskristallisieren von in Wasser geloesten Salzen
DE247304C (de)
DE168901C (de)
DE618106C (de) Verdampfer
DE434115C (de) Vorrichtung zur Gewinnung reinen Kesselspeisewassers
AT166921B (de) Kombinierter Extraktions- und Vakuumeindampfungsapparat sowie zugehöriges Extraktionsverfahren
DE270723C (de)
DE259405C (de)