DE333569C - Verfahren zum Entkarbonisieren von Fluessigkeiten fuer industrielle Zwecke, insbesondere Industriewaesser - Google Patents
Verfahren zum Entkarbonisieren von Fluessigkeiten fuer industrielle Zwecke, insbesondere IndustriewaesserInfo
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Description
- Verfahren zum Entkarbonisieren von Flüssigkeiten für industrielle Zwecke, insbesondere Industriewässer. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Entkarbonisieren von Flüssigkeiten für industrielle Zwecke, insbesondere von Industriewässern, wie z. B. zur Verbesserung von Kesselspeisewasser, Brauwasser usf. Die bekannten Verfahren, bei welchen die Flüssigkeit behufs Enrtkarbonisierung unter Druck hoch erhitzt und behufs Aufhebung des schädlichen Einflusses des Druckes einer zusätzlichen Bewegung unterworfen wird, leiden an dem Übelstand, -daß die aus der Flüssigkeit abgespaltenen Gase (Luft und Kohlensäure u. dgl.) in dem dampferfüllten Raum des Dampfkessels abgeschieden werden, wobei wegen der Undurchführbarkeit einer Absonderung der abgespaltenen Gase von der Flüssigkeit und von dem die Gase einhüllenden Dampf bei der Entlüftung bzw. Entgasung des dampferfüllten Raumes Dampfverluste unvermeidlich: sind. Gemäß der Erfindung werden die Nachteile dieser Verfahren dadurch beseitigt, daß die Entlüftung bzw. Entgasung der unter Druck irgendwo hocherhitzten Flüssigkeit (Wasser o. dgl.) in einem besonderen, möglichst kleinen Raum gesondert von der Flüssigkeitserhitzung nur abhängig von der Temperatur und dem dieser Temperatur entsprechenden Druck des Entgasungsraumes durchgeführt wird, in welchen die Flüssigkeit, nachdem sie unter Druck hoch erhitzt worden ist, eingeführt wird. Je kleiner der Entgasungsraum ist, desto geringer sind die Wärmeverluste bei der Abführung :der Gase. Der schädliche Einfluß der zur Hervorrufung von Temperaturen über ioo° C unvermeidlichen Drucksteigerung, welcher bei den bekannten Verfahren durch gleichzeitige lebhafte Bewegurig des Wassers unschädlich gern-acht wird, kann leicht z. B. durch Zerstäubung des Wassers o. dgi.. in dem Entgasungsrauni vermieden werden. .
- Es sind Destillierverfahren u. dgl. bekannt, bei welchen Wasser außerhalb des Dampflcessels entlüftet wird. Bei diesen bekannten Verfahren wird das Wasser jedoch vor der Entlüftung nur bis zu 95' erhitzt.
- Bei dem in der Zeichnung schematisch veranschaulichten Ausführungsbeispiel einer zur Entlüftung und Entgasung für Industriewässer geeigneten Vorrichtung tritt das in irgendeinem nicht gezeichneten Behälter oder Vorwärmer gleichmäßig auf höchstmöglichste Temperatur erhitzte Wasser in ein Gefäß i, in welchem es in einem durch ein geschlossenes Fallrohr a o. dgl, gebildeten, möglichst klein gehaltenen Raum d. mittels eines Zerstäubers 3 oder einer anderen Vorrichtung zerstäubt wird. Hierbei sondern sich :die Luft und die Gase aus jedem Flüssigkeittropfen in einem Dampfraum ab. Das entlüftete und entkarbonisierte Wasser tritt durch das Ablaufrohr 5 aus, gegebenenfalls nach Durchlaufen eines Filters, in welchem die mitgeführten festen Ausfällungen abgelagert werden und kann dann unmittelbar für industrielle Zwecke z. B. als Kesselspeisewasser o. dgl. verwendet werden. Dem Verfahren gemäß der Erfindung kann das zu entkarbonisierende Wasser leicht im Kreislauf unterworfen werden.
- Die Entlüftung des Entlüftungsraumes wird bei dem Ausführungsbeispiel der Zeichnung selbsttätig, z. B. durch ein Entlüftungsrohr 6, bewirkt, dessen Mündung durch die Veränderung des Flüssigkeitsspiegels infolge der Über dem -Flüssigkeitsspiegel sich ansammelnden Gase geöffnet und geschlossen wird. Die Abscheidung der Gase erfolgt derart, daß der Raum 4., der sich mit den abgespaltenen Gasen anfüllt, sich immer mehr unter Flüssigkeitsverdrängung vergrößert, bis das Entlüftungsrohr 6 freigelegt und der Raum q. selbsttätig entlüftet wird. Das Entlüftungsrohr kann mit einem Schwimmerventil 7 bekannter Art ausgestattet sein, welches selbsttätig abschließt und selbsttätig öffnet. Am höchsten Punkte des Behälters r kann auch noch ein Entlüftungsventil 8 angebracht sein, um die Gase abzuleiten, die sich im Behälter ansammeln.
- Selbstverständlich kann auch irgendeine andere selbsttätig wirkende Entlüftungseinrichtung an beiden Stellen vorgesehen werden.
- Soll das entkarbonisierte Wasser im kalten Zustande verwendet werden, z. B. für Brauzwecke, in der Färberei o. dgl., so kann dem Wasser in Wärmeaustauschapparaten o.,dgl. die Wärme entzogen und zur Vorwärmung des Frischwassers ausgenutzt wenden, so daß beinahe ohne Wärmeverluste gearbeitet werden kann.
Claims (1)
- PATL.NT- ANspRUcH: Verfahren zum Entkarbonisieren von Wasser für industrielle Zwecke, bei welchem das erhitzte Wasser in einem besonderen kleineren Raum der Entlüftung und Entgasung unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser zuvor über roo° erhitzt und sodann dem von dem Kochraum vollständig getrennten, möglichst kleinen Entgasungsraum unter feiner Verteilung bzw. Zerstäubung zugeführt wird. .
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| AT333569X | 1919-02-18 |
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| DE333569C true DE333569C (de) | 1921-03-02 |
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| DE1919333569D Expired DE333569C (de) | 1919-02-18 | 1919-02-28 | Verfahren zum Entkarbonisieren von Fluessigkeiten fuer industrielle Zwecke, insbesondere Industriewaesser |
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1919
- 1919-02-28 DE DE1919333569D patent/DE333569C/de not_active Expired
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