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Zeichenmaschine. Die Schreibmaschine bietet neben dem Vorteil der
raschen Herstellung eines Schriftstückes noch denjenigen der Exaktheit und der gleichzeitigen
mehrmaligen Wiedergabe des Originals in mehreren Kopien.
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Die Erfindung bezweckt, diese Vorteile auch für die Herstellung von
technischen Zeichnungen, Skizzen u. dgl. nutzbar zu machen. An Stelle der Buchstaben
.der Schreibmaschine treten die Elemente von Strichen und Kurven.
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Für die Herstellung von wagerechten Strichen können die üblichen Hubvorrichtungen
für das Papier beibehalten werden. Eine zweite Hubvorrichtung, welche das Papier
nach jeder Tastung in senkrechter Richtung bewegt, muß für die Herstellung von senkrechten
Strichen hinzutreten. Bei Strichen, die in einem Winkel zur Wagerechten geneigt
sind, entsprechen jedem Neigungswinkel ein oder mehrere Hämmer bzw. Tasten, und
die zwei Hubvorrichtungen müssen so zusammenwirken, daß nach jeder Tastung das Papier
eine bestimmte Strecke in senkrechter und eine bestimmte Strecke in wagerechter
Richtung, gleichzeitig oder in bestimmter Reihenfolge, weiterbewegt wird. Dabei
kann z. B. der Hub in senkrechter Richtung für jede Tastung der gleiche bleiben,
während sich der Hub in wagerechter Richtung j e nach dem Neigungswinkel ändert
und umgekehrt.
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In Fig. r ist gezeigt, wie sich der wagerechte Hub für zwei verschiedene
Neigungswinkel ergibt, wenn der senkrechte Hub gleich bleibt.
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Soll wagerechter und senkrechter. Hub gleich bleiben, so müssen zwei
oder mehrere Hämmer und Tasten, je nach dem Neigungswinkel, vorhanden sein. Auf
diesen Fall bezieht sich Fig. q..
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Der wagerechte und senkrechte Hub kann durch eine weitere Vorrichtung
in der Dewegungsrichtung umgekehrt werden, so daß die Striche sowohl von rechts
nach links als auch umgekehrt und sowohl von links oben nach rechts unten als auch
umgekehrt gezogen werden können.
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Für einfachere Ausführungen der Maschine würden vorstehende Zusammenstellungen
genügen. Kreise oder Kurven müßten nachträglich von Hand eingezeichnet werden. Jedoch
lassen sich auch Vorrichtungen zum Ziehen von Kreisen mehrerer verschiedener Durchmesser
treffen. Jedem Element der Kreislinie entspricht eine Taste, und die Hubvorrichtungen
müssen in einer bestimmten Weise arbeiten. Während z. B. nach Fig.2 zum Hub in senkrechter
Richtung der gleiche wie für die Striche benutzt werden kann, müssen sich die Hübe
in wagerechter Richtung ändern.
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Betrachtet man zunächst den Halbkreis . von a über
b nach c, so würde man für den Fall, für den die Figur gezeichnet ist, zehn
verschiedene Tasten nacheinander zu tasten
haben. Der wagerechte
Hub muß sich, wie man erkennt, im Punkt b umkehren. Um von c über d nach
a zu gehen, muß sich der senkrechte Hub in c umkehren (angenommen, daß man den Kreis
in einer zusammenhängenden Linie und nicht in zwei Halbkreisen, jeder in a beginnend,
ziehen will). Die Umkehrung der beiden Hübe kann von Hand oder selbsttätig in Verbindung
mit der betreffenden Taste erfolgen.
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Bei der in Fig.3 gekennzeichneten Art der Herstellung eines Kreises
ist die Abstufung des wagerechten Hubs umgangen. Wagerechter und senkrechter Hub
bleiben gleich, jedoch sind die Zeichen (Kreiselemente) auf den einzelnen Hämmern
so geschnitten, daß der Anfang eines Elementes sich an das Ende des vorhergehenden
ansetzt. Die Hübe wechseln in einer Reihenfolge ab, die in Fig. 3 an Pfeilen zu
erkennen ist. Der Wechsel kann auch hier selbsttätig mit der betreffenden Taste
erfolgen.
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In nachstehendem sind für die Hubvorrichtungen Ausführungsbeispiele
beschrieben. Es bedeutet: a) »RL-Schaltung« für die Vorrichtung für Rechts- und
Linksbewegung, b) »OU-Schaltung« für die Vorrichtung für Auf- und Abwärtsbewegung
des Papiers, c) »RL-Hub« für die Vorrichtung für die Abstufung des wagerechten,
d) » 0 U-Hub« für die Vorrichtung für die Abstufung des senkrechten Hubes. Allgemein:
RL - Bewegung des Papiers von rechts nach links, LR - desgl. von links nach rechts,
0 U - desgl. von oben nach unten, U0 = desgl. von unten nach oben.
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»Tempo i « bedeutet die Zeit des Niederdrückens der Taste, »Tempo
2« bedeutet die Zeit des Rückgangs der Taste.
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Die einzelnen Teile sind in den Zeichnungen mit großen Buchstaben
oder mit Ziffern ab 1o bezeichnet. Teile, die mehreren Figuren gemeinsam sind, tragen
die gleiche Bezeichnung. Der Beschreibung ist eine Maschine zugrunde gelegt, bei
der wagerechter und senkrechter Hub um s13, '/g und 31, veränderlich ist. Mit nur
einer Taste für jeden Neigungswinkel lassen sich außer senkrechter und wagerechter
noch zehn Striche verschiedener Richtungen ziehen (Fig.5). Außerdem sollen die in
Fig.6 bezeichneten Kreise darstellbar sein.
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a) RL-Schaltung (Fig.7)-.
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Ein Schlitten S wird von einem Faden F gezogen, der in bekannter Weise
auf einer Trommel mit Feder aufgespannt wird. Auf einem Ansatz 1o des Schlittens
ist ein Riegel i i in einer Führung nach vorn und hinten verschiebbar. Auf der einen
Seite greift er in eine Zahnstange 12 ein, die mit dem Papierwagen P (in der Figur
nur angedeutet) starr verbunden ist, auf der anderen Seite in eine Gallsche Kette
13, die ohne Ende um zwei Rollen geführt ist. Auf der dem Eingriff des Riegels entgegengesetzten
Strecke der- Kette ist der Papierwagen -P an ihr befestigt. Der Schlitten S geht
immer nach derselben Richtung, z. B. LR. Nimmt er den Papierwagen durch die Zahnstange
mit, so geht letzterer ebenfalls LR; nimmt er ihn durch die Kette mit, so geht er
RL.
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Die Bewegung des Riegels i i geschieht durch den Hebel 14 mit einer
Gabel, die einen Stift im Riegel mitnimmt. Der Hebel gleitet bei der Bewegung des
Schlittens entweder an der Stange 15 oder an der Stange 16 entlang, je nach seiner
Stellung. Die Stangen sind um die Teile 17 bzw. 18 schwenkbar und drücken den Hebel
in die eine oder andere Stellung, je nachdem von der Taste aus die Teile 17 und
18 bewegt werden. Soll z. B. von der gezeichneten LR-Stellung auf die RL-Stellung
übergegangen werden, so muß die Taste den Teil 17 mit der Stange 15 nach vorn schwenken.
Dies geschieht beim Tempo i; beim Tempo 2 geht der Teil infolge Federzuges o. dgl.
wieder in seine Ausgangsstellung zurück. Der Hebel 14 hat eine Feststellvorrichtung,
etwa in bekannter Weise durch Stift und Feder 19.
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Der Schlitten 3 trägt eine Zahnstange 2o, in die das Zahnrad Z eingreift.
Beide dienen zum RL-Hub (s. Abschnitt c).
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Ist der Faden F abgelaufen, so wird der Schlitten S von Hand wieder
nach der Seite herausgezogen, ähnlich wie bei den Schreibmaschinen der ganze Papierwagen
zur Seite gezogen wird. Mit dem dazu bestimmten Handgriff kann eine Vorrichtung
verbunden sein, die den Riegel i i beiderseits entkuppelt und in die Mittelstellung
bringt.
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In ,Fig. 8 ist eine andere RL-Schaltung angedeutet; es sind zwei gespannte
Fäden Fr
und Fl vorhanden, von denen der eine nach rechts, der andere nach
links zieht, und an dem kleinen Schlitten Sr bzw. Sl wirkt. Durch eine ähnliche
Schaltung, wie zuvor beschrieben, kann Sr oder SL mit dem Papierwagen P gekuppelt
werden, indem ein Riegel zum Eingreifen in die Zahnstangen 21 bzw. 22 gebracht wird.
Der entkuppelte Schlitten Sr oder Sl wird durch Eingreifen des Riegels in eine ortsfeste
Zahnstange in-seiner jeweiligen Stellung festgehalten. Die Zahnstange 23 ist mit
dem Papierwagen .P starr verbunden und dient wieder- zur Übertragung auf den RL-Hub,
der aber diesmal für zwei Bewegungsrichtungen eingerichtet sein muß, während beim
Ausführungsbeispiel nach Fig.7 nur eine Richtung zu. berücksichtigen war.
b)
OU-Schaltung (Fig..9).
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Ein senkrecht geführter Stößel 24 trägt an seinem oberen Ende eine
Schwinge 25, die gegabelt ist und mit je einem Arm in ein Zahnrad 26 bzw. 27 eingreift.
Der Stößel macht kurze Bewegungen nach aufwärts und nimmt entweder das eine oder
das andere Zahnrad mit, je nachdem die Schwinge umgelegt ist. Die Räder 26 und 27
stehen in Eingriff mit dem Zahnrad 28, das an der Achse der Papierwalze N befestigt
ist. Rückt 26 ein Stück nach oben, so geht das Papier U0, bewegt sich 27,
so -geht das Papier 0 LT.
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Die Umlegung der Schwinge 25 geschieht durch Teile 29a und 29b, die
beim Tempo i durch die Taste in der einen oder anderen Richtung bewegt werden.
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Auf der gleichen Achse wie 26 und 27 können Handknöpfe angebracht
sein, mit denen man die Papierwalze von Hand in der einen oder anderen Richtung
drehen kann.
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Die sonstigen Teile der Fig.9 sind weiter unten beschrieben.
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c) RL-Hub (Fig. io, 11, 12, 13, 13a). Die hier beschriebene Fortschaltevorrichtung
beruht auf dem bekannten, in Fig. io dargestellten Prinzip. Ein Zahnrad steht unter
einer in der Pfeilrichtung wirkenden Federkraft. Bei Tempo i wird zuerst der Sperrhaken
Q in das Zahnrad gesenkt, sodann der Sperrhaken R gehoben. Da die Teilung der Sperrhaken
etwas größer ist als die Teilung der Zähne, rückt das Rad um ein kleines `Stück
weiter und legt sich gegen Q. Bei Tempo 2 wird Q gehoben und R gesenkt; das Rad
geht weiter, bis es an R anliegt. R und O werden von der Taste gesteuert und greifen
in Wirklichkeit seitwärts in die Räder ein.
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Soll der Hub auf verschiedene Beträge einstellbar sein, z. B. auf
den doppelten Hub, so muß der Sperrhaken R beim Senken einen Zahn überspringen.
In der technischen Ausführung ist es bequemer, für R und Q getrennte Zahnräder vorzusehen.
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Nach Fig. i i sitzen auf einer gemeinsamen Achse: das Zahnrad Z (das
gleiche wie in Fig. 7), das Zahnrad Y für den Sperrhaken Q und weitere Räder für
den Sperrhaken R, nämlich X mit einer Zahnteilung entsprechend '-/3 Hub, W mit doppelter
Teilung für '/3 Hub, Tl mit der dreifachen Teilung für den ganzen Hub.
X und Y sind in der Wirklichkeit ein und dasselbe Rad und hier nur
der Deutlichkeit halber getrennt gezeichnet. In das Zahnrad Y greift der Sperrhaken
Q, in die übrigen Räder der Sperrhaken R3 bzw. R' bzw. Ri ein.
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,F,ig. 12 zeigt die Arbeitsweise der von der Taste gesteuerten Sperrhaken
Q und R. Es ist angenommen, daß bei der letzten Tastung der '/3 Hub eingestellt
war. Dann wird die Achse (und damit der Papierschlitten) durch den Sperrhaken R'
im Zahnrad W in der Ruhelage gehalten; alle übrigen Sperrhaken sind ausgerückt.
Im Tempo i der nächsten Tastung sind zwei Abschnitte zu unterscheiden. Im Abschnitt
Ia greift Q in das Rad Y, R2 wird ausgerückt,. und das System rückt um einen kleinen
Betrag weiter. Im. Abschnitt Ib muß der Sperrhaken R so gestellt werden, daß er
im Tempo 2 in sein Rad eingreift. Es möge dies R3 sein (ganzer Hub). Er liegt einstweilen
federnd am Rad V an. Bei Tempo 2 wird Q ausgerückt, die Achse dreht sich weiter,
bis R3 Gelegenheit hat, in V einzugreifen.
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In Fig.13 ist die wirkliche Ausführung angedeutet. Z, Y, V,
W, X stellen wieder d-'e Zahnräder dar. Die Sperrhaken Q und R sind um feste
Punkte drehbar und mit Stielen versehen, an welchen die Steuerteile wirken. Der
Kopf der Sperrhaken R ist gegen einen Federdruck aufzuklinken. Die Figur stellt
den Augenblick bei Beendigung des Tempos i dar. Der Steuerteil 30 nach rechts
gerückt und hat den Sperrhaken Q durch den Mitnehmer 31 eingerückt, die Sperrhaken
R durch die Mitnehmer 32 sämtlich ausgerückt. Unmittelbar darauf hat aber von den
Steuerteilen 33, 34, 35 der Teil 33 durch den Mitnehmer 36 den Haken R3 wieder an
seinen alten Platz gebracht. Da aber das Zahnrad h unterdessen um ein Stück weitergerückt
ist, so kann der Hakenknopf nicht eingreifen, sondern klinkt auf und legt sich an
das Rad an.
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Bei Tempo 2 greift er in das Rad .ein und bringt den Hub zum Stillstand.
Die Steuerteile 30 und 33 gehen in die Ausgangslage zurück und damit auch
die Mitnehmer. Die Köpfe der Mitnehmer 32 sind wieder aufzuklinken, weil sie bei
Rückgang an den Stielen der Sperrhaken vorbeistreichen müssen.
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Fig. 13a stellt die Bewegung dieser Teile während des Tempos i und
2 nochmals schematisch dar.
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Wie die Papierwalze für den RL-Hub eingerichtet ist, zeigt Fig. 14.
Das Zahnrad 28 (s. Fig. 9) vermittelt die OU-Schaltung und ist auf der Achse eines
Mitnehmers 37 befestigt Der Mitnehmer hat Nasen 38, auf denen die Walze N in Nuten
achsial gleitet und bei der Drehung mitgenommen wird. Walze und Mitnehmer sind durch
die Flächen 39 zentriert. Die Gleitung kann durch Kugellager erleichtert werden.
Die Walze dreht sich mit einem Zapfen in dem PapierwagenP, der Mitnehmer in dem
ortsfesten Teil 40, der
Hub der Walze wird zweckmäßig durch irgendeine
Vorrichtung festgehalten, etwa eine federnd gelagerte Kugel 41, die auf einer entsprechend
gezahnten Fläche 42 bleibt.
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d) Der 0 U-Hub (Fig. 9).
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Da die senkrechte Fortschaltung des Papiers in das Tempo 2 fällt,
muß wieder eine Federkraft zur Verfügung stehen, wenn man nicht das Tempo .i zur
Spannung einer Feder benutzen will, was jedoch zu großen Kraftaufwand benötigen
würde. Die Trommel 43, die die Feder enthält, trägt ein Zahnrad mit einer Fortschaltevorrichtung,
die etwa nach Fig. io arbeitet. Auf der Achse der Trommel sitzt die dreifach gestufte
Nockenscheibe 44 mit j e einer Stufe für ganzen, '/3 und Hub. Die Nocken wirken
vermittels eines Zwischengliedes 45 auf den Stößel 24. Bei Tempo 2 macht die Nockenscheibe
im gezeichneten Fall ein halbe Umdrehung und stößt den Stößel 24 nach oben. Das
Zwischenglied 45 ist am Stößel schwenkbar und wird über diejenige Nocke geschwenkt,
die dem einzustellenden Hub entspricht. Dies geschieht durch einen der mit den Tasten
in Verbindung stehenden drei Kniehebel 46, die an der Walze 47 des Zwischengliedes
angreifen.
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Die Übertragung des Tastendrucks auf die Schaltungs- und Hubvorrichtungen
geschieht durch Hebel, Exzenter, Nockenscheiben usw. Das rechtzeitige Einsetzen
jeder Bewegung wird durch entsprechende Abgleichung der Hebel usw. erreicht. Fig.
15 zeigt im Prinzip die Taste, deren Schrift in Fig 6 durch Schraffur gekenzeichnet
ist. Sie hat für die folgende Tastung vorzubereiten: Ganzen Hub nach rechts und
% Hub nach oben. Allen Tasten gemeinsam ist die Verbindung mit dem Teil 3o der Fig.
13 (Ausrücken der Sperrhaken des RL-Hubes) und die Ver-. bindung mit der Fortschaltevorrichtung
für senkrechten Hub (43 in Fig. 9). Besondere Tasten oder Hebel, ohne Verbindung
mit einem Hammer, können für die Einstellung der RL- und OU-Schaltung und der verschiedenen
Hübe vorgesehen sein. Fig.16 zeigt ein Beispiel einer Anordnung der Tasten. 48 ist
ein Hebel, der nach rechts oder links (RL-Schaltung), 49 ein solcher, der nach oben
oder unten (0U-Schaltung) gestellt werden kann. 5o sind die Tasten zum Einstellen
des Hubes. Die Tasten 51 sind die Tasten für die Striche der verschiedenen Neigungswinkel,
die von rechts unten nach links oben und umgekehrt gezogen werden können. Mit 52
sind die Tasten für die Kreise nach Fig. 6 bezeichnet.
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Die Zeichenmaschine läßt sich mit Vorteil mit_einer Schreibmaschine
vereinigen, indem die Tastatur der letzteren hinzutritt Die Zeichnungen lassen sich
dann nicht nur gleichzeitig mit Aufschriften und Bezeichnungen versehen, sondern
die Maschine kann, wenn sie zum Zeichnen nicht verwendet wird, als Schreibmaschine
aushelfen.
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In ähnlicher Weise wie für Kreise lassen sich selbstverständlich auch
Tasten und Hubvorrichtungen für Ellipsen und andere Figuren vorsehen. Bei Maschinen
für Sonderzwecke können auch Tasten für irgendwelche beliebige, sich öfter wiederholende
Zeichen und Darstellungen eingebaut werden.- Desgleichen können Tasten für voll
ausgezogene und für punktierte Striche, ferner für verschiedene Stärken der Striche
und Kurven vorhanden sein.
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Die Bedienung der Zeichenmaschine ist, wie erwähnt, ähnlich derjenigen
der Schreibmaschine. Die Fig. 16 bis i9 erläutern dies an einem einfachen Beispiel.
In .Fig 17 ist nochmals ein Teil der Tastatur gezeichnet wie in Fig 16. Die Tasten
51 für die Striche zwölf verschiedener Neigungswinkel sind jedoch mit den römischen
Ziffern I bis XII versehen, außerdem ist eine sogenannte Leertaste LT angedeutet,
die dem »Zwischenschalter« der Schreibmaschine entspricht und das Papier lediglich
fortschaltet, ohne einen Hammer zu betätigen. In Fig 18 ist gezeigt, wie in Rücksicht
auf die angenommene Dreiteilung der beiden Hübe die Strichelemente auf den Hammerköpfen
angeordnet sein können. Es soll nun der Linienzug der Fig. i9 mit der Maschine gezeichnet
werden, und zwar soll bei dem unteren Ende angefangen und in der Richtung der Pfeile
fortgefahren werden.
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Zunächst wird der Hebel 49 auf 0 U gestellt, sodann die Taste
VII (im vorliegenden Beispiel dreimal) gedrückt. Beim Übergang zur schrägen Richtung
erkennt man durch Vergleich der Hämmer I und IV (Fig. i8), daß das Papier vorher
verschoben werden muß, damit sich die schräge Linie richtig ansetzt. Dies geschieht
durch Drücken der Taste für 1/3 wagerechten Hub, Einstellen des Hebels 46 auf RL
und Drücken der Leertaste LT. Sodann wird Taste IV mehrmals (im vorliegenden
Falle dreimal)- angeschlagen usw. An den folgenden Brechpunkten des Linienzuges
ist jedesmal in Fig. i9 angeschrieben, welche Tasten für den leeren Hub zuvor anzuschlagen
sind, bevor mit den eigentlichen Zeichentasten weitergefahren werden kann. Wer die
Maschine zu bedienen gelernt hat, wird ebenso wie der geübte Schreibmaschinist bald
die notwendigen Schaltbewegungen ins Gefühl - bekommen, ohne viel suchen zu müssen.
Die Tasten VII, IV, I und diejenigen für den Kreis in dem
Beispiel
der Fig. i9 schalten das Papier in senkrechter und in wagerechter Richtung selbsttätig
um den richtigen Betrag fort, nämlich VII um % in senkrechter, IV um 3@3 in senkrechter
und wagerechter und I um 3@3 in wagerechter Richtung. Die jeweilige Richtung, ob
0 U oder U0 bzw. RL oder LE, wird mit den Hebeln 46 und ¢9 . (Fig. 17) eingestellt,
was an den Brechpunkten des Linienzuges der Fig. i9 angemerkt ist. Die Taste VII
betätigt den wagerechten Hub nicht, ebenso bleibt die Taste I so eingerichtet, daß
sie ohne Einwirkung auf den senkrechten Hub bleibt. Die Tasten für den Kreis dagegen
können selbsttätig nicht nur den Betrag des Hubes, sondern auch seine Richtung einstellen,
wie bei Fig.15 beschrieben wurde.