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Anzeigevorrichtung üir mehrere Wassermesser. Es ist bekannt, in eine
Wasserleitung zwei Wassermesser von verschiedener Leistungsfähigkeit parallel zueinander
derartig einzuschalten, daß kleinere Wassermengen .nur durch -den Nebenmesser strömen,
während größere Wassermengen- entweder durch den Hauptmesser allein oder, sowohl
durch den Nebenmesser als auch durch den Hauptmesser fließen. Bisher zeigte jeder
der beiden Wassermesser nur für sich die durch ihn hindurchgeflossene Wassermenge
an, so daß die Gesamtdurchflußmenge durch Ablesen der Anzeige jedes Wassermessers
und darauffolgendes Zusammenzählen der einzelnen Werte ermittelt werden mußte. Eine
derartige Feststellung der gesamten Durchflußmenge ist jedoch nicht nur umständlich
und zeitraubend, sondern" gibt auch Anlaß zu Rechenfehlern.
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Um diese Übelstände zu beseitigen, sind nach der Erfindung die beiden
Wassermesser durch ein Getriebe derartig mit einer gemeinsamen Anzeigevorrichtung
verbunden, daß diese Anzeigevorrichtung die Summe der Durchflußwerte beider Wassermesser
angibt. Bei dieser Anordnung kann rasch und leicht durch Ablesen von einer einzigen
Anzeigevorrichtung, ohne dhß eine Zusammenzählung erforderlich ist, die gesamte,
in einem bestimmten Zeitabschnitt durch. die Leitung geflosserrg. Wassermenge festgestellt
werden. Bei: .Anwendung einer elektrischen Fernanzeige kann die Summe der Durchflußwerte
beider Wassermesser auf einmal nach der ferngelegenen Überwachungsstelle übertragen
werden, während bisher nur die Durchflußwerte jedes Wassermessers für sich übertragen
werden konnten. Außer der. von beiden Wassermessern beeinflußten Anzigevorrichtung
kann nach der Erfindung noch eine zweite zu Kontrollzwecken dienende Anzeigevorrichtung
vorgesehen sein, auf welche. nur einer der beiden Wassermesser einwirkt.
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Auf der Zeichnung ist die neue Anzeigevorrichtung in einer Ausführungsform
dargestellt.
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Fig. i ist eine Oberansicht einer mit der neuen Anzeigevorrichtung
versehenen- Wassermesseranordnung. ..
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Fig:2 ist ein Schnitt durch die Anzeigevorrichtung nach der Linie
A-B der Fig. i in größerem Maßstabe.
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Fig. 3 ist eine Einzelheit im Schnitt nach der Linie C -D
der Fig. 2.
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In die Wasserleitung i sind in bekannter Weise ein Hauptmesser 2 und
ein Nebenmesser 3 parallel zueinander derartig eingeschaltet, daß kleinere Wassermengen
durch den Nebenmesser 3 strömen, während größere Wassermengen durch den Hauptmesser
2 allein oder durch beide Wassermesser 2 und 3 fließen.
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Auf den Wassermessern ist ein das Getriebe der Anzeigevorrichtung
einschließendes Gehäuse q. angeordnet, in das die Wellen 5 und 6 der beiden Wassermesser
.2 und 3 hin-. einragen. Die Welle 5 des Hauptmessers 2 treibt durch ein Kegelradgetriebe
7 eine wagerechte Welle 8 an, auf der eine Schnecke g befestigt ist. In ähnlicher
Weise wird durch die Welle 6 des Nebenmessers 3 unter Vermittlung .eines Kegelradgetriebes
io eine wagerechte Welle i i angetrieben, auf
welcher eine Schnecke
12 angebracht ist. Die Schnecke g greift in ein Schneckenrad 13, das auf einer im
Gehäuse q. gelagerten senkrechten Welle 14 befestigt ist. Die Schnecke 12 greift
in ein' auf der Welle 14 drehbares Schneckenrad 15; das mit einem ebenfalls auf
dieser Welle drehbaren Bügel 16 fest verbunden ist. An dem Bügel 16 sind zwei konische
Zwischenzahnräder 17, 18 eines Planetengetriebes gelagert, die einerseits mit -einem
auf der Welle 1¢ befestigten, konischen Zahnrad ig und andererseits mit einem auf
der Welle 14 drehbaren konischen Zahnrad 2o in Eingriff stehen. Das konische Zahnrad
2o ist mit einem auf der Welle 14 drehbaren Zahnrad 21 fest verbunden. .Dieses Zahnrad
greift in ein Zahnrad 22, das auf einer ebenfalls im Gehäuse q. gelagerten senkrechten
Welle 23 befestigt ist. Jede der Wellen 14 und 23 trägt an ihrem an der oberen Seite
des Gehäuses q. herausragenden Ende einen Zeiger 24 bzw. 25, der sich über einem
Zifferblatt 26 bzw. 27 bewegt.
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Solange -der Hauptmesser 2 stillsteht, wird die Bewegung des Nebenmessers
3 über das Kegelradgetriebe 1o (Fig. 3) und über das Schneckengetriebe x2, 15 (Fig.
2) auf den Bügel 16 übertragen. Der Bügel 16 setzt die Zwischenräder 17, 18 des
Planetengetriebes in Umlauf, so daß diese Zwischenräder sich auf dem stillstehenden
konischen Zahnrad ig abwälzen und das konische Zahnrad 2o sowie das mit ihm verbundene
Zahnrad 21 in Drehung setzen. Das Zahnrad 21 treibt unter Vermittlunj des Zahnrades
22 die Welle 23 und den. auf ihr angebrachten Zeiger 25 an. Auf diese Weise werden
die Durchflußwerte des Nebenmessers 3 auf den. Zeiger 25 übertragen.
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Falls der Nebenmesser 3 stillsteht, wird die Bewegung des Hauptmessers
2 über 'das Kegelradgetriebe 7 und über das Schneckengetriebe 9, 13 auf -die Welle
ük übertragen. Das auf der Welle 14 befestigte konische Zahnrad ig überträgt seine
Drehung unter Vermittlung der Zwischenräder 17, 18, die an dem jetzt stillstehenden
Bügel z6 gelagert sind, auf das konische Zahnrad 2o und ,auf das mit diesem verbundene
Zahnrad 21. Von dem Zahnrad 21 wird wieder unter Vermittlung des Zahnrades
22 und der Welle 23 der Zeiger 25 in Drehung gesetzt. Auf den Zeiger 25 werden hiernach
-auch die Durchflußwerte des Hauptmessers 2 übertragen.
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Sind- beide Wassermesser 2 und g in Tätigkeit, so wird wieder die
Bewegung des dem .Nebenmesser 3 zugeordneten Schneckengetriebes 12, i5 unter Vermittlung
des Bügels 16 und der Zwischenräder 17, 18 auf das konische Zahnrad 2o 'übertragen.
Außerdem wird aber dem konischen Zahnrad 2o eine Zu-Satzbewegung dadurch erteilt,
daß die Bewegung des dem Hauptmesser :2 zugeordneten Schneckengetriebes 9, 13 unter
Vermittlung des konischen Zahnrades ig und der Zwischenräder 17, 18 auf das konische
Zahnrad 2o übertragen wird. Von dem konischen Zahnrad 2o wird - daher unter Vermittlung
der Zahnräder :2i, 22 und der Welle 23 die Summe der Durchflußwerte beider Wassermesser
2 und 3- auf den Zeiger 25 Überträgen.
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Der Zeiger 25 gibt hiernach den Gesamtbetrag der durch beide Wassermesser
2 und 3 geflossenen Wassermengen an. Außerdem wird durch den auf der Welle 14 befestigten
Zeiger 2q. gesondert die durch den Hauptmesser 2 geflossene Wassermenge angezeigt.
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Die Anzeigevorrichtung kann auch so ausgebildet sein, @daß durch den
einen Zeiger die Summe der Durchflußwerte beider Wassermesser und durch den anderen
Zeiger die durch den Nebenmesser geflossene Wassermenge angezeigt wird. Auch können
drei Zeiger vorgesehen sein, von denen der eine die Summe der Durchflußwerte beider
Wassermesser angibt, während die beiden anderen Zeiger gesondert die Durchflußwerte
des Haupt- und des Nebenmessers anzeigen.
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Die Wellen 14 und 23 können auch .auf Zählwerke oder beliebige andere
Registriervorrichtungen einwirken, ohne daß das Wesen der Erfindung hierdurch berührt
wird. Die Drehung jeder der Wellen i,4 -und 23 kann auch in an sich bekannter Weise
elektrisch auf größere Entfernungen auf eine an einer Überwachungsstelle angeordnete
Anzeige-oder Registriervorrichtung übertragen werden.