DE751610C - Tarifapparat mit einem Spitzenverbrauchszaehlwerk und einem Maximumwerk - Google Patents

Tarifapparat mit einem Spitzenverbrauchszaehlwerk und einem Maximumwerk

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DE751610C
DE751610C DES122364D DES0122364D DE751610C DE 751610 C DE751610 C DE 751610C DE S122364 D DES122364 D DE S122364D DE S0122364 D DES0122364 D DE S0122364D DE 751610 C DE751610 C DE 751610C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
    • G01R11/56Special tariff meters
    • G01R11/60Subtraction meters; Meters measuring maximum or minimum load hours

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Abstract

Elektrischer Tarifapparat mit einem periodisch arbeitenden Maximum-Anzeigewerk und einem Spitzenverbrauchszählwerk, das mit dem Verbrauchszähler ständig über ein Getriebe gekuppelt ist, so daß augenblicklich jeder Überverbrauch darauf übertragen wiird.

Description

  • Tarifapparat mit einem Spitzenverbrauchszählwerk und einem Maximumwerk Die Erfindung betrifft einen Tarifapparat mit einem Slpitzenverbrauchszählverk und einem Maximumwerk, der gegebenenfalls auch noch mit einem Zählwerk für den Gesamtverbrauch versehen ist.
  • Bei den bekannten Maximumzählern wird ein Schleppzeiger oder eine Schreibvorrichtung durch einen vom Zähler angetriebenen und periodisch in die Ausgangslage zurückgebrachten Mitnehmer angetrieben bzw. verstellt. Der Schleppzeiger bzw. die Registriervorrichtung läßt am Ende des Verrechnungsabschnittes den entnommenen Höchstverbrauch erkennen. Dagegen sind aus diesen Angaben keine Schlüsse darüber möglich, wie lange und in welchem Umfang ein außergewöhnlich hoher Augenblicksverbrauch stattfand. Man suchte diesem Mangel der Maximumzähler dadurch abzuhelfen, daß man durch den Mitnehmer des Maximumzeigers eine Kupplung für ein Zählwerk steuern ließ, das nur dann eingeschaltet wird, wenn das Verbrauchsintegral innerhalb einer Registrierperiode d!es Maximumzeigers eine bestimmte Grenze übersteigt. Eigenartig für diese bekannten Tarifapparate ist, daß sowohl das Maximumwerk wie das die Grenzüberschreitung anzeigende Zählwerk, die sog.
  • Spitzenzähleinrichtung, periodisch arbeiten, und daß Grenzüberschreitungen, weil sie nicht sogleich registriert werden, innerhalb einer WIeßperiode durch entsprechende Herabsetzung der später entnommenen. Leistung ausgeglichen werden können. Ein solcher Tarifapparat gibt jedoch kein genügend klares Bild darüber, ob ein Verbraucher Leistung gleichmäßig entnimmt oder aber die Stromentnahme starken augenblicklichen Schwankungen unterworfen ist, weil die Spitzenzähleinrichtung die Grenzüberschreitungen nicht registriert, wenn. periodisch ein höherer Verbrauch mit einem geringeren Verbrauch abwechselt und diese Periode zeitlich gegen die Registrierperiode des Maximumzählers verschoben ist.
  • Die Erfindung vermeidet diese Schwierigleiten und gestattet in einer einfachen Kombination an sich bekannter Bauelemente von Tarifapparaten einen Tarifapparat zu schaffen, der ein genaues Bild darüber liefert, ob ein Verbraucher gleichmäßig Strom entnimmt und wie lange er während einer Ableseperiode unter Überschreitung einer festgelegten Leistungsgrenze Strom entnommen hat, ohne daß es notwendig ist, zu dieser Feststellung größere Rechenoperationen durchzuführen. Erfindungsgemäß arbeitet bei einem Tarifapparat mit einem Spitzenverbrauchszählwerk und einem DvIaximumwerl;, der gegebenenfalls auch mit einem Zählwerk für den Gesamtverbrauch versehen ist, das Anzeigewerli für das Maxi.mum des mittleren Verbrauchs innerhalb einer Ableseperiode in bekannter Weise periodisch. Das Spitzenverbrauchszählwerk dagegen i.st ständig mit dem Verbrauchszähler über ein Getriebe gekuppelt, das augenblicklich jeden Uberverbrauch auf das Spitzenzählvçerk überträgt. Fernerhin ist ein Zeitwerk vorgesehen, das nur während der Einschaltzeit d!es Spitzenzählwerks in Tätigkeit ist. Das Zeitzählwerk kann in einfacher Weise dadurch beim aber schreiten der festgelegten Leistungsgrenze eingeschaltet werden, daß man mit dem dritten Teil eines Differentialgetriebes, dessen erster Teil in dem einen Sinn vom Zähler und dessen zweiter Teil mit einer der festgesetzten Leistungsgrenze entsprechenden Geschwindigleeit im entgegengesetzten Sinn von einem Zeitwerl angetrieben wird, einen Schlepparm verbindet, der das Zeitzählwerk mit dem Zeitwerk kuppelt, während der dritte Differentialgetrieheteil im Drehsinn, des ersten Teils läuft, d. h. also die Geschwindigkeit des ersten Teils des Differentialgetriebes die des zweiten übertrifft. Das ist aber nur dann derFall, wenn die festgesetzteLeistungsgrenze überschritten wird. An sich sind bereits Zähleinrichtungen. bekanntgeworden, bei denen die Zeit registriert wird, während ein bestimmter Verbrauch überschritten ist, in dem ein Zeitzähler über ein solches Differentialgetriebe eingeschaltet wird.
  • Bei dem erfindungsgemäßenApparat steuert das Zeitwerk gleichzeitig auch die Kupplung des Maximumwerks. Die Erfindung gestattet also, mit einem Zähler und einem Zeitwerk den gesamten Apparat zu betreiben. Soll nur zu bestimmten Belastungszeiten die Überschreitung der festgesetzten Leistungsgrenze registriert werden, so steuert das Zeitwerk auch noch eine Zeitscheibe, die, wie bei den bekannten Schaltuhren, das Spitzenverbrauchszählwerk, das Maximumwerk und gegebenenfalls auch das Zeitzählwerk nur zu bestimmten Tageszeiten einschaltet. Unter Umständen kann der Tarifapparat in bekannter Weise mit mehreren Spitzenverbrauchszählwerken oder mehreren Maximumwerken versehen sein, die bei gestaffelten Leistungsgrenzen ansprechen oder zu verschiedenen Tageszeiten eingeschaltet werden.
  • Da in der Regel nur das Maximum interessiert, das bei Überschreitung der Leistungsgrenze erreicht wird, kann zwischen dem Maximumwerk undi seiner Anzeigevorrichtung ein Leergang od. dgl. eingeschaltet werden, von solcher Größe, daß der Maximumzeiger (Schleppzeilger) nur angetrieben wird, wenn die vorbestimmte Leistungsgrenze überschritten ist. Der Endausschlag des Maximumzeigers entspricht dann der maximalen Überschreitung der Leistungsgrenze.
  • Da wegen dieser Maßnahme der untere Bereich der Maximumskala fortfällt, kann die Skalenteilung des oberen Bereichs vergrößert und damit die Ablesegenauigkeit erhöht werden. Es ist zwar bekannt, bei einem periodisch arbeitenden Tarifgerät ein Zählwerk erst nach Überschreitung eines vorgegebenen Ausschlags des periodisch bewegten Teils. fortzuschalten. Hier werden aber nur diese überschießenden Ausschläge summiert. Das Maximum der Überschreitung der Leistungsgrenze kann dabei aber nicht abgelesen werden. Unter Umständen empfiehlt es sich, die Registrierperioden gegenüber der bisher für Niaximumwerke üblichen Periodendauer von 1/4 oder 1/2 Stunde erheblich zu verkürzen, also z. B. die Periodendauer auf etwa 5 Minuten oder weniger herabzusetzen, damit auch. Maxima von kürzerer Dauer mit Sicherheit erfaßt werden.
  • Die Erfindung soll an Hand der Zeichnung näher erläutert werden.
  • Mit I ist der Zähler, mit 2 das Zeitwerk, beispielsweise ein Synchronkleinmotor bezeichnet, 4 stellt das Gesamtverbrauchszählwerk, 5 das Spitzenverbrauchszähkverk, 6 ein Zeitzählwerk, das auch weggelassen werden kann, und 7 das Maximumanzeigewerk dar.
  • Der Zähler I treibt außer dem Zählwerk 4 noch den ersten ?eil 8i eines Differentialgetriebes 8 an, dessen zweiter Teil 82 in entgegengesetzter Richtung von dem Zeitwerlc 2 angetrieben wird. Der dritte Teil 83 des Getriebes ist über die nur einseitig wirkende Kupplung g mit dem Spitzenverbrauchszählwerk 5 verbunden. Ferner ist der Teil 83 über eine Rutschkupplung 10 mit einem Kupplungsarm II verbunden, der sich zwischen den.
  • Anschlägen I2, I3 bewegen kann und bei der eingezeichneten Drehrichtung ein mit dem Zählwerk 6 verbundenes Ritzel Iq mit einem vom Zeitwerk 2 angetriebenen Zahnrad 15 kuppelt. Der Zähler I treibt ferner über eine ausrückbare Kupplung 16 einen Mitnehmer 17 und über diesen einen Maximumschleppzeiger I8 an. Eine Feder 19 sucht mittels eines Zahnradsektors 20 den Mitnehmer I7 bis zum Anschlag 21 zurückzudrehen. Dieser Anschlag ist gegen den Anfangspunkt o der Maximumzeigerskala 22 um den Winkel a versetzt. Dieser Winkelweg ist so groß gewählt, daß ihn der Mitnehmer I7 gerade dann innerhalb einer Registrierperiode zurücklegt, wenn die entnommene Leistung bei der tarifmäßig vereinbarten Grenze liegt. Der Magnet 23 für die Kupplung 16 wird von dem Zeitwerk 2 mittels eines Nockens 24 und des Schalters 25 derart gesteuert, daß beispielsweise alle 5 Minuten der Mitnehmer I7 von dem Zähler I entkuppelt und durch die Feder 19 bis zum Anschlag 21 zurückgedreht wird.
  • Das Zeitwerk 2 kann auch noch eine 24-Stunden-Scheibe antreiben, die in der bei Schaltuhren bekannten Weise nur für bestimmte Tageszeiten das Spitzenverbrauchszählwerk und das Maximumanzeigewerk einschaltet, indem es beispielsweise eine zwischen dem Teil 83 und dem. Zählwerk 5 ein.geschaltete Kupplung steuert und den Stromkreis für den Kupplungsmagneten wirksam bzw. unwirksam macht.
  • Der Apparat arbeitet auf folgende Weise: Solange sich der entnommene Verbrauch unterhalb einer vorgegebenen Leistungsgrenze hält, überwiegt die Geschwindigkeit des Differentialgetrieb,eteils 82 die des Teils, 8I.
  • Der Teil 83 wird in einer dem eingezeichneten Pfeil entgegengesetzten Richtung gedreht, in der die Kupplungg nicht wirksam ist. Das Spftzenverbranchszählwerk 5 steht also still.
  • Bei dieser Drehrichtung wird der Arm II bis zum Anschlag 12 mitgenommen. In dieser Stellung sind die Räder I4, I5 außer Eingriff, es steht also auch das Zeitzählwerk 6 still.
  • Innerhalb einer Registrierperiode ist die Kupplung I6 eingerückt, der Mitnehmer I7 wird also vom Zähler I angetrieben, nach 5 Minuten unterbricht das Zeitwerk mittels. des Schalters. 25 den Stro,mkreis des Kupplungsmagneten 23, d;ie Kupplun.g I6 wird ausgerückt und der Mitnehmer von der Feder Ig bis zum Anschlag 21 zurückgebracht. Da der Verbrauch unterhalb der festgesetzten Leistungsgrenze entnommen. wurde, hat der Mitnehmer I7 nicht den Punkt o der Skala 22 erreicht und deshalb auch nicht den Zeiger 18 verstellt. Es wird lediglich auf dem Zählwerk 4 der gewöhnliche Verbrauch registriert.
  • Wird dagegen oberhalb der tarifmäßig festgelegten Leistungsgrenze Strom entnommen, dann überwiegt die Geschwindigkeit des Teils 8I die des Teils 82, und der Teil 83 dreht sich in der Pfeilrichtung" die Kupplung 9 ist in dieser Drehrichtung wirksam und nimmt das Spitzenverbrauchszählwerk 5 mit. Gleichzeitig wird der Schlepparm II bis zum Anschlag 13 mitgenommen. In dieser Stellung sind die Zahnräder I4, 15 gekuppelt, es wird also auch das Zeitzählweck 6 angetrieben. Der Mitnehmer I7 legt jetzt innerhalb einer Registrierperiode einen größeren Winkelweg als a zurück und nimmt deshalb den Maximumschleppzeiger I8 ein Stück weit mit.
  • Am Schluß der Registrierperiode wird die Kupplung I6 wieder ausgerückt, und der Mitnehmer kehrt zum Anschlag 21 zurück.
  • Ist in der darauffolgenden Registrierperiode die entnommene Leistung noch größer, dann wird der Zeiger 18 ein weiteres Stück mitgenommen usf. und bleibt schließlich in der Stellung größten Ausschlages stehen. Aus dem Ausschlag des Zeigers 18 läßt sich der Grad der Lei stungsgrenzenüberschreitung ermitteln, unter Umständen läßt sich dieser unmittelbar von der Skala 22 ablesen, falls sie entsprechend; geeicht ist.
  • Durch Quotientenbildung der Angaben der Zählwerke 5 und 6 erhält man den durchschnittlichen, Grad der Grenzüberschreitung und außerdem durch den Maximumzeiger den höchsten Grad der Überschreitung. Man kann auf Grund dieser Angaben Belastungsdiagramme konstruieren, die den tatsächlichen Verhältnissen seh.r nahe kommen. Auf diese Weise ist eine praktisch gerechte Verrechnung der elektrischen Arbeit möglich, die bisher nur unter Verwendung wesentlich verwickelterer Tarifapparate durchführbar war.
  • Man kann nach einem bestimmten Vorschlag in den Weg des Mitnehmers I7, am besten in dem außerhalb des Winkels a liegenden Teil des Weges, Antriebsteile für Zählwerke derart anordnen, daß je nach der Größe des; Mitnehmerausschlages eine größere oder kleinere Anzahl von Zählwerken. fortgeschaltet wird. Die Anordnung der einzelnen Antriebsteile entspricht d.ann jeweils bestimmten Leistungsgrenzen, und jeder Antriebsteil wird nur dann betätigt, wenn innerhalb einer Registrierperiode die betreffende Leistungsgrenze überschritten wurde.
  • Die Zählwerke geben dann an, wie oft innerhalb eines Verrechnungsabschuittes die entnommene Leistung über die einzelnen Grenzen hinausging.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Tarifapparat mit einem Spitzenverbrauchszählwerk und einem Maximumwerk, der gegebenenfalls auch mit einz Zählwerk für den Gesamtverbrauch versehen ist, dadurch. gekennzeichnet, daß das Anzeigewerk für das Maximum des mittleren Verbrauchs innerhalb einer Ableseperiode in bekannter Weise periodisch arbeitet, das Spitzenverbrauchszählwerk dagegen mit demVerbrauchszähler ständig über ein Getriebe gekuppelt ist, das augenblicklich jeden Überverbrauch auf das Spitzenzählwerk überträgt, und daß fernerhin ein Zeitwerk vorgesehen ist, das nur während der Einschaltzeit des Spitzenzählwerks in Tätigkeit ist.
    Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschriften Nr. 218 800, 274483, 287672, 490 087, 587896; französische Patentschrift Nr. 778 399.
DES122364D 1936-04-17 1936-04-17 Tarifapparat mit einem Spitzenverbrauchszaehlwerk und einem Maximumwerk Expired DE751610C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1018149B (de) * 1953-08-10 1957-10-24 Licentia Gmbh Maximumzaehler, insbesondere fuer Haushalte, mit einem das Triebsystem mechanisch nicht belastenden Summierwerk fuer die Verbrauchsmaxima und einem Zaehlwerk fuer den Gesamtverbrauch
US2877669A (en) * 1953-04-30 1959-03-17 Bailey Meter Co Integrating mechanism

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DE587896C (de) * 1930-06-16 1933-11-10 Cfcmug Elektrischer Tarifzaehler
FR778399A (fr) * 1934-04-24 1935-03-15 Appareil de mesure intégrateur des valeurs maxima des nombres de tours d'un axe à rotation non uniforme en des intervalles de temps successifs égaux

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