DE326369C - Verfahren fuer Dreifarbenphotographie - Google Patents
Verfahren fuer DreifarbenphotographieInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C7/00—Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
- G03C7/20—Subtractive colour processes using differently sensitised films, each coated on its own base, e.g. bipacks, tripacks
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Description
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren für Dreifarbenphotographie, bei
welchem drei Teilnegative gleichzeitig mittels eines in den Strahlengang eingeschalteten,
halbdurchsichtigen Spiegels belichtet werden. Bei diesem Verfahren werden eine nur blauempfindliche und eine nur grünempfindliche
Platte gemeinsam belichtet, während die rotempfindliche Platte zwar auch gleichzeitig,
ίο aber an anderer Stelle belichtet wird. Eine
besondere Vorrichtung ist ferner vorgesehen, um ein genaues Passen der drei Platten
einerseits und der mittels dieser hergestellten Positivbilder anderseits zueinander
is zu gewährleisten.
■ Aufnahmekameras zur gleichzeitigen Belichtung von drei Teilnegativen mit einem
halbdurchsichtigen Spiegel sind bekannt, doch wird bei dem damit ausgeübten Verfahren
zumeist die rotempfindliche Platte hinter einem -Rotfilter belichtet, während die blau-
und grünempfindlichen Platten (erstere ohne gelbgrün Empfindlichkeit, letztere ohne rot
Empfindlichkeit) zusammengelegt und ohne Filter belichtet werden. Dieses Verfahren
hat den Nachteil, daß die Farben rein blau und rot, besonders bei längerer Belichtung
mangelhaft wiedergegeben werden. Die blauen Lichtstrahlen wirken dabei ungehindert
auf die grüne Platte ein, so daß ein reines Blau einen Stitch ins Grüne bekommt, |
spektroskopisch richtige Farben voraus- j gesetzt. Da die grüaempfindlichen Platten J
auch immer etwas Empfindlichkeit für rot besitzen, so wird auch das Rot auf dieser
Platte etwas gedeckt, so daß rot in der Gesamtzusammenstellung etwas zu hell erscheint.
Diesen Übelständen-hat man dadurch abzuhelfen gesucht, daß man zwischen die
blau- und die grünempfindliche Platte eine Grünfolie einlegte. Dies hat auch den Vorteil,
daß die grüne Farbe besser wiedergegeben wird. Nun hat sich aber der Nachteil
gezeigt, daß dabei die Schärfe des Bildes auf der grünen Platte leidet, auch wenn die Folie
noch so dünn ist, da bei diesem Verfahren nicht die Schicht der grün empfindlichen
Platte unmittelbar auf die Schicht der blauempfindlichen Platte aufliegt, diese Schichten
vielmehr um die Stärke der zwischengelegten Folie auseinandergehalten werden. Dadurch
wird die Schärfe des Bildes auf einer der beiden Platten beeinträchtigt, da der Apparat
natürlich nur auf die Schicht einer dieser Platten, z. B. der blauempfindlichen Platte,
wirklich scharf eingestellt werden kann. Es ist außerdem sehr schwer, solch dünne Folien,
wie sie zu diesem Verfahren notwendig sind, in Massen herzustellen und wird dadurch das
ganze Verfahren zur Herstellung dieser Negative erheblich verteuert.
Bei dem vorliegenden Verfahren wird ziir
Abwendung dieser Nachteile ein besonderes Grünfilter verwendet, welches. genügend1 blau
durchläßt, um die nur blauempfindliche Platte richtig zu belichten, welches aber ebenfalls
genügend gelb durchläßt, um dasselbe auf der grünen Platte richtig zu decken, dagegen
so viel rot absorbiert, daß dasselbe auch bei einer panchromatischen Platte nicht zur Geltung
kommt. Dieses besondere Grünfilter ist bei dem vorliegenden Verfahren in der Weise
angeordnet, daß es in den Gang der von dem
halbdiurchsichtigen Spiegel' kommenden Strahlen vor der blau- und grünempfindliehen
Platte eingeschaltet wird, so daß die eben genannten Platten- gemeinsam durch dieses
Filter belichtet werden. Diese beiden Platten werden ferner an einer Kante durch ein gegen
Wasser, Chemikalien u. dgl. indifferentes und unveränderliches Material fest verbunden,
ίο aber in der Weise, daß die beiden Platten in eine Ebene auseinandergeklappt werden
können. Dadurch wird bei dem noch nachstehend weiterbeschriebenen Verfahren ein besonders genaues selbsttätiges Passen des
gelben und roten Teilbildes, welches bisher die meisten Schwierigkeiten bot, erzielt.
Ein bei dem vorliegenden Verfahren zu verwendender Apparat ist in der anliegenden
Zeichnung dargestellt und! bedeutet 1 den Kasten der Kamera, 2 den halbdurchlässigen
Spiegel, durch welchen die Aufnahme erfolgt, 3 die rot-, 4 die grün-, 5 die blauempfindliche
Platte. Die beiden letzteren sind mittels des Teiles 6 oder einer ähnlichen Vorrichtung
zusammenklappbar verbunden, und ein besonderes Grünfilter 7 ist in dem Strahlengang
der von dem Spiegel 2 reflektierten Strahlen angeordnet.
Tn der weiteren Ausführung des Verfah- -30 rens werden nun nach erfolgter Belichtung
und Fertigstellung das Blaunegativ und das Grünnegativ in eine Ebene auseinandergeklappt
und das besonders belichtete Rotnegativ auf das Grünnegativ Schicht auf Schicht aufgelegt und aufgepaßt, was keine
Schwierigkeiten bietet. Dann wird das Rotund Grünnegativ, ebenfalls aufklappbar fest
miteinander verbunden, so daß die drei Negative ein fest zusammenhängendes Ganzes
ergeben und in eine Ebene auseinandergeklappt werden können, ohne daß dabei die
relative Lage der einzelnen Bildpunkte in den drei Negativen zueinander sich verändern
kann.
Eine dünne durchsichtige, gegen Flüssigkeiten indifferente Folie wird nun mit einer
Gelatineschicht derart überzogen, daß drei nebeneinanderliegende,' gleich große Farbfelder,
jedes von der Größe des verwendeten Negativformats, entstehen. Die Farbfelder der Folie werden entsprechend den spektroskopischen Gesetzen gelb, rot und blau ausgewählt.
Dieser aus den drei Farbfeldern bestehenden Gelatineschicht ist eine entsprechende
Menge lichtempfindlicher Silbergelatine-Emulsion wie bei dem bekannten Bromsilber - Pigment - Verfahren zugesetzt.
Diese Folie wird mit der Rückseite auf die Schichtseite der drei miteinander verbundenen
Negative gelegt, und zwar so, daß das gelbe Farbfeld auf das Blaunegativ, das rote
Farbfeld auf das Grünnegativ, das blaue Farbfeld auf das Rotnegativ zu liegen kommt.
Je nach der Art der Emulsion wird nun auskopiert, was sich bei dem gelben und roten
Farbfeld leicht verfolgen läßt oder kurz belichtet und dann entwickelt, daraufhin bei
beiden Arten fixiert und gewässert. Das Silberbild wird dann in einem Härte- und
j Bleichbad behandelt, in welchem die Gelatine j entsprechend der Stärke des Silberniederschlages
gehärtet und in heißem Wasser unlöslich gemacht wird. Dann wird die Folie
in warmes Wasser gelegt und! das Bild wie bei dem Pigmentverfahren ausgewaschen.
Da die Folie von der Rückseite belichtet ist, fällt eine Übertragung des Bildes weg. Die
gut ausgewaschene Folie wird getrocknet.
Man kann auch die Silberemulsion weglassen und reine Farbgelatine verwenden,
welche dann mit Chromaten lichtempfindlich gemacht, und wie bekannt, weiterbehandelt
wird. ■
Die obengenannte Folie ist nun vor dem j Auflegen auf die Negative zweimal ganz
scharf geknifft worden,"und zwar so, daß sich gelb und rot mit der Rückseite, rot und blau
mit der Schichtseite berühren, denn das Grünnegativ steht verkehrt. Die Folie wird
wieder geradegezogen, wie angegeben, auf die Negative gelegt und weiter behandelt.
Nach dem Trocknen der Folie braucht man dieselbe lediglich an den Kniffstellen zusammenzufalten,
um ein sofortiges Passen zu erzielen, da die Negative bereits untereinander
genau passen. Für Papierbilder wird die gefaltete Folie mit einem entsprechenden
Klebemittel zusammengeklebt und1 auf Papier, Karton usw. festgeklebt, blaue Schichtseite
nach oben. Für Diapositive wird die gekniffte Folie zwischen Gläsern montiert.
Derartige Papierbilder bzw. Diapositive nach diesem Verfahren können natürlich auch
von jedem anderen nach dem Prinzip der Dreifarbenphotographie erzielten Satz von
drei Teilnegativen erhalten werden.
Anderen Verfahren gegenüber bietet diese. neue Methode eine große Vereinfachung und
dadurch manche stark ins Gewicht fallende Vorteile.. no
Dies gilt besonders gegenüber dem be- : kannten Verfahren mit Einzelfolien. Die
drei Einzelfolien dehnen sich im warmen Wasser ungleichmäßig aus und ziehen sich
beim Trocknen wieder ungleich zusammen, so daß ein genaues Passen der einzelnen
Teilbilder unmöglich ist. Bei diesem Verfahren wird die Gelbfolie auf Papier geklebt,
getrocknet und sodann die Zelluloidschicht abgezogen. Ebenso wird mit den andteren
beiden Teilbildern verfahren, die auf das Gelb geklebt werden. Es ist ohne weiteres
klar, daß ein solches Verfahren erstens sehr umständlich1 und zeitraubend ist, zweitens
durch das ungenügende Passen der einzelnen Teilbilder unscharfe und mangelhafte Bilder
ergibt. Besonders das Passen der einzelnen Folien auf Papier bietet Anlaß zu den größten
Schwierigkeiten, da das Papier beim Aufbringen der einzelnen Folien sich jedesmal
und meistens in verschiedener Weise ausdehnt. Während die Herstellung einer einzigen
Kopie nach dem genannten Verfahren bis zu drei Tagen dauert, ist eine Kopie nach
dem vorliegenden Verfahren in wenigen Minuten herzustellen, da j a die Folie im Bilde
bleibt und! nicht dreimal aufgeklebt und abgezogen und aufs neue aufgepaßt und aufgeklebt
zu werden braucht. Während nach dem bekannten Verfahren nur der Fachmann einigermaßen gut passende und brauchbare
ao Bilder zu liefern vermag, kann das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung auch ohne
weiteres durch den Laien ausgeübt werden, worin gerade ein erheblicher Vorzug und die
große Bedeutung der Erfindung zu sehen ist.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Verfahren zur Gewinnung derTeilnegative für Dreifarbenphotographie ' mittels eines halbdurchsichtigen Spiegels, dadurch gekennzeichnet, daß die blau- und grünempfindlichen Platten an einer Kante mittels eines durch Flüssigkeiten nicht veränderlichen· Materials klappbai miteinander verbunden sind, und diese Platten, Schichtseite gegen Schichtseite zusammengeklappt, gemeinsam durch ein Grünfilter belichtet werden, welches die zur Belichtung notwendigen blauen Strahlen und etwas gelbe Strahlen durchläßt, die schädlichen roten Strahlen dagegen absorbiert, daß ferner nach erfolgter Aufnahme die beiden genannten Platten in eine Ebene geklappt, mit der rotempfindliehen Platte verbunden und in dieser Lage nebeneinander auf einer dünnen, durch Flüssigkeiten nicht veränderlichen, lichtempfindlichen Folie mit den Farbfeldern gelb, rot, blau nebeneinander zum Zwecke des Kopierens oder Belichtens aufgelegt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung der Positive eine die Farben gelb, rot, blau in drei Feldern nebeneinander tragende Folie an den Berührungskanten der Farbfelder so geknifft wird, daß nach Entwicklung der lichtempfindlichen Schicht durch Zusammenfalten der Folie in der Reihenfolge Schichtseite blau gegen Schichtseite, rot, Rückseite rot gegen Rückseite gelb das farbige Bild entstehtHierzu ι Blatt Zeichnungen.
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| DE1919326369D Expired DE326369C (de) | 1919-07-25 | 1919-07-25 | Verfahren fuer Dreifarbenphotographie |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| FR (1) | FR509333A (de) |
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1919
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-
1920
- 1920-02-02 FR FR509333A patent/FR509333A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| FR509333A (fr) | 1920-11-06 |
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