DE32492C - Vorrichtung zur Herstellung eines auf einer Seite mit einer Art Pelz versehenen Gewebes - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung eines auf einer Seite mit einer Art Pelz versehenen Gewebes

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DE32492C
DE32492C DENDAT32492D DE32492DA DE32492C DE 32492 C DE32492 C DE 32492C DE NDAT32492 D DENDAT32492 D DE NDAT32492D DE 32492D A DE32492D A DE 32492DA DE 32492 C DE32492 C DE 32492C
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DE
Germany
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cloth
wooden
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT32492D
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English (en)
Original Assignee
F. OBERDORFER in Heidenheim (Württemberg)
Publication of DE32492C publication Critical patent/DE32492C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C11/00Teasing, napping or otherwise roughening or raising pile of textile fabrics

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es können zur Herstellung des auf einer Seite mit einem dichten Flaum oder Pelz versehenen Gewebes, welcher das Gewebe selbst vollständig verdeckt, nicht nur glatte Baumwollgewebe in allen Farben, sondern auch geköperte oder dessinirt gewebte baumwollene, halbwollene, wollene, seidene oder halbseidene Stoffe verwendet werden.
Die zu diesem Zweck construirte Maschine besteht im allgemeinen aus gufs- und schmiedeisernen Seiten - und anderen Theilen, aus gufseisernen, blechernen und hölzernen Walzen und kann in fünf Haupttheile eingetheilt werden :
A die Schaltvorrichtung,
B der Rauhapparat,
C die Nässevorrichtung,
D die Trocken- und Glättevorrichtung,
E die Aufnahmefriction.
Die eigentliche Anordnung ist folgende:
Die zu rauhende Waare befindet sich auf der Tuchwalze a, läuft, nachdem sie die HoIzwälzchen b und c berührt, um die Hohlwalze e, welche mit geschärftem, das Gleiten der Waare verhinderndem Stahlblech überzogen und mit dem Schaltwerk A verbunden ist. Letzteres ist durch das Excenter _/ auf der Hauptwelle g mittelst der Hebel Vi1 hn hm in Bewegung gesetzt und wird dadurch das regelmäfsige Vorrücken der Waare bewirkt.
Diese gelangt über das Holzwälzchen i unter den Rauhapparat B. Derselbe besteht zunächst aus einer horizontalen, auf der unteren, dem Tuche T zugekehrten Seite scharf geschliffenen Stahlschiene k und aus der hölzernen Unterlage /. Die Stahlschiene k steht zum Tuche T in einem Winkel von 60 bis 65° und ist zwischen zwei gehobelten schmiedeisernen Schienen m und m sammt der zur Verstärkung von k dienenden Stahlschiene η mittelst der aus schmiedbarem Gusse hergestellten Schraubzwingen 0 eingeschraubt. Diese schmiedeisernen Schienen wi und m stehen wiederum durch je einen schmiedeisernen Winkel d, an welchem eine Schraube U1 zum Höher- und Niederstellen der Stahlschiene k angebracht ist, mit den zwei Excentern ρ in fester Verbindung, und wird durch die Drehung der letzteren in der Pfeilrichtung und durch die zwei Führungshebel q, welche ihre Drehpunkte in qT und qn haben, eine elliptische Bewegung des Schneidepunktes r in umgekehrter Richtung bewerkstelligt. Die Schneide r der Stahlschiene k berührt bei Punkt V1 das Tuch T, drückt dasselbe, der punktirten elliptischen Richtung folgend, auf die Unterlage / und bewirkt, damit das Verschieben des Eintrages des Gewebes, sowie das gleichzeitige Aufschürfen der Kette desselben, wodurch der Pelz auf der Oberfläche des Gewebes entsteht.
An beiden Seiten der hölzernen Unterlage Z, sowie an den correspondirenden Stellen der schmiedeisernen Schiene m befinden sich kleine Hebel s, welche durch die an der hölzernen Unterlage I befestigten Stahldrahtfedern f bei Punkt u in steter Berührung gehalten werden, so dafs die Unterlage / dadurch gezwungen wird, der Bewegung der Stahlschiene k bezw. des Schneidepunktes r, nachdem dieser bei Punkt ru die Unterlage berührte, zu folgen und dadurch den Schneidepunkt r bei der Arbeit des Verschiebens des Eintrages von der unteren Seite
des Gewebes wesentlich zu unterstützen. Die Unterlage / selbst besteht aus dem Holztheil 1, auf welchem eine mit einer Hohlkehle versehene Gummilage ' χ aufgeleimt ist. Diese Gummilage hat den Zweck, etwaige unegale Stellen der Schneide r auszugleichen, und ist dieselbe aufserdem noch mit einem dünnen Kautschuktuch y der Schonung wegen überzogen. Diese Theile der Unterlage I werden durch drei mit Gewinden, Flügelmuttern und gewundenen Stahldrahtfedern versehene starke Drahtstangen Z getragen, und ruhen diese wieder auf dem drehbaren, aus zwei Winkeleisen zusammengesetzten Querstücke α α. Mittelst der Flügelmuttern wird der Druck der Unterlage / gegen das Tuch T bezw. den Schneidepunkt r regulirt und kann dadurch nach Belieben ein dünner oder dicker Pelz hervorgerufen werden.
Das nun gerauhte Tuch läuft über das Holzwälzchen w und unter dem Holzwälzchen c c hinweg über die aus Blech hergestellte, mit einigen Lagen Baumwolltuch umwickelte und in einem mit Wasser gefüllten Behälter sich drehende Walze C, durch welche es auf seiner unteren Seite etwas angefeuchtet wird, und nimmt seinen Weg unter dem Holzwälzchen dd hinweg auf die gufseiserne, durch das Rohr r mit Dampf geheizte, drehbare Trockenwalze D.
Der Waare entströmen nun infolge der erhitzten Trockenwalze feuchte Dämpfe, wodurch es möglich wird, mittelst eines auf dieser bezw. der Waare, durch die Excenter g g und die Hebel i i, nach den punktirten Kreislinien ff in rotirende Bewegung versetzt werdenden Kupferwälzchens k k den ursprünglich emporstehenden Pelz auf das Gewebe herniederzudrücken und gleichmäfsig glatt zu walzen.
Die Waare ist nun fertig und gelangt um das Holzwälzchen 11 auf die mit geschärftem Stahlblech überzogene Holzwalze m m, die mit der Frictionsvorrichtung E versehen ist und welche das Tuch in der vom Schaltwerk A abgegebenen Menge aufnimmt. Das Tuch tritt nun um das Holzwälzchen ο ο auf das von der Frictionswalze m m durch den Riemen ρ ρ getriebene, mit Filz überzogene Ablegewälzchen q q, welches übrigens nur auf der Seitenansicht der Grundzeichnung ersichtlich ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Herstellung eines auf einer Seite mit einer Art Pelz versehenen Gewebes mittelst einer Vorrichtung, bei welcher die Erzeugung des Pelzes durch die in elliptische Bewegung gesetzte Schneide r der Stahlschiene k in Combination mit der mit einem Gummiaufsatz χy versehenen Unterlage Z bewirkt wird.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT32492D Vorrichtung zur Herstellung eines auf einer Seite mit einer Art Pelz versehenen Gewebes Expired - Lifetime DE32492C (de)

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