DE32389C - Elektrischer Wächterkontrolapparat - Google Patents
Elektrischer WächterkontrolapparatInfo
- Publication number
- DE32389C DE32389C DE188432389D DE32389DD DE32389C DE 32389 C DE32389 C DE 32389C DE 188432389 D DE188432389 D DE 188432389D DE 32389D D DE32389D D DE 32389DD DE 32389 C DE32389 C DE 32389C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- line
- commutators
- switched
- hours
- electric
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N mercury Chemical compound [Hg] QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 2
- 229910052753 mercury Inorganic materials 0.000 claims description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 3
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 230000003203 everyday effect Effects 0.000 description 1
- 230000005389 magnetism Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G07—CHECKING-DEVICES
- G07C—TIME OR ATTENDANCE REGISTERS; REGISTERING OR INDICATING THE WORKING OF MACHINES; GENERATING RANDOM NUMBERS; VOTING OR LOTTERY APPARATUS; ARRANGEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS FOR CHECKING NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
- G07C1/00—Registering, indicating or recording the time of events or elapsed time, e.g. time-recorders for work people
- G07C1/20—Checking timed patrols, e.g. of watchman
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
EDUARD ADT in ENSHEIM. Elektrischer Wächtercontrolapparat.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 16. December 1884 ab.
Bei kleinen Nachtwächterrunden, welche in kürzerer Zeit als einer halben Stunde ausgeführt
werden können, ist es weniger von Bedeutung, zu wissen, ob der Wächter zu einer genau
bestimmten Zeit an einem bestimmten Posten war, als zu controliren, ob er überhaupt innerhalb
einer bestimmten Zeit sämmtliche Posten besucht hat. Es genügt zu diesem Zwecke ein
Apparat, welcher ein lesbares Zeichen an einem dem Wächter unzugänglichen Ort giebt, sobald
er sämmtliche Posten revidirt hat.
Man erreicht diesen Zweck auf folgende Weise:
Fig. ι der beiliegenden Zeichnung stellt das System dar; A ist ein durch ein Uhrwerk getriebener
Cylinder, welcher eine Umdrehung innerhalb 12 oder 24 Stunden macht. B ist
die Batterie, e1 und e2 sind zwei Elektromagneten,
C1 bis C6 sind näher zu beschreibende Commutatoren, welche an den Stellen angebracht
sind, die von dem Wächter besucht werden müssen. Diese Commutatoren sind mit den Leitungen I und II verbunden. Circulirt
der Strom durch die Leitung I, so wird der Anker des Elektromagneten e1 angezogen
und dadurch die Spitze sl dieses Ankers gegen das auf dem Cylinder A befestigte Papier gedrückt.
Es entsteht hierdurch auf dem Papier ein Punkt, welcher beim Weiterdrehen des Cylinders zur Linie wird. Diese Linie wird
so lange gezogen, bis der Strom in Leitung I unterbrochen wird. Wird nun Leitung II geschlossen,
so schreibt auf dieselbe Weise der Elektromagnet dieser Linie.
Die Commutatoren C1 C2... C6, mittelst welcher
der Stromwechsel vorgenommen wird, sind derart construirt, dafs nie beide Linien
gleichzeitig geschlossen werden können, sondern nur abwechselnd die eine oder die andere.
Wenn der Wächter seinen Dienst antritt, findet er beispielsweise sämmtliche Commutatoren
C1 bis C6 in der obersten Stellung, wie sie für C1 C2 und C3 abgebildet ist. In
dieser Stellung ist der Elektromagnet e1 durchflossen und zeichnet eine Linie auf dem Papier;
sobald der Wächter nun den ersten Commutator C1 in die untere Stellung rückt, wie sie
für C C5 und C6 abgebildet ist, wird die Linie I
unterbrochen und e1 hört auf zu schreiben. Sobald nun bei beendigtem Rundgang sämmtliche
Commutatoren in die zweite Stellung gebracht sind, wird die Linie II geschlossen
sein; e2 beginnt zu schreiben, und zwar so lange, bis beim Beginn der zweiten Runde der
Wächter die Commutatoren der Reihe nach in die erste Stellung bringt. Sobald dies erfolgt
ist, wird wieder e1 schreiben, und so fort.
Hierdurch entsteht das in Fig. 2 dargestellte Bild auf dem Papier des Cylinders A\ die
Striche geben die Zeit der Pausen an, die Unterbrechungen des Striches stellen die Zeit
des Rundganges dar.
Fig. 3 giebt das Diagramm eines umgekehrt wirkenden Apparates, welcher mit Ruhestrom
arbeitet. Sobald der Rundgang begonnen hat, schreiben beide Anker, weil sie nicht durch
Magnetismus vom Papier abgezogen sind. Ist eine Linie geschlossen, so schreibt der dazu
gehörige. Magnet nicht mehr. Versieht der Wächter seinen Dienst richtig, so werden sowohl
beim Arbeits- als beim Ruhestrombetrieb die Zeichen in abwechselnder Höhe erscheinen;
wird nur eine Station, d. h. ein Commutator, bei einem Rundgang unberührt gelassen, so
wird der ganze Gang nicht markirt, und beim dritten Gang wird in derselben Höhe am
Papier die Linie wieder geschrieben, so dafs also nur eine einfach punktirte Linie statt
zweier parallelen punktirten Linien entsteht. Die Nachlässigkeit des Wächters ist dadurch
sichtbar.
Fig. 4 zeigt die Controluhr im Aufrifs, Fig. 5 im Grundrifs. A ist der Schreibcylinder, unter
welchem sich ein Uhrwerk befindet, das ihn in 12 Stunden einmal umdreht; dieses Uhrwerk
wird mit Schlüssel ρ aufgezogen. Auf dem Cylinder A befindet sich ein Mantel,
welcher in der Achsenrichtung in sieben verschiedene Höhenlagen gestellt werden kann;
auf diesem Mantel ist das Papier befestigt. Dieses ist in verticaler Richtung in zwölf, in
horizontaler in sieben gleiche Theile getheilt. Die verticalen geben die Stunden, die horizontalen
die Wochentage an. Das Papier wird mit dem Mantel jeden Tag um einen Theilstrich
in die Höhe geschoben und dient demnach für eine ganze Woche, weil es siebenmal breiter ist, als für die Aufnahme der Zeichen
einer Nacht nothwendig wäre.
Uhren, welche Tag und Nacht dienen sollen, werden so gebaut, dafs sie erst in 24 Stunden
eine Umdrehung machen. Verwendet man solche Uhren für den Nachtdienst allein, so
würden sie den ganzen Tag über unnöthig beschrieben werden, wodurch auch die Batterie
zwecklos verbraucht würde.
Um nun Uhren mit nur 12 stündiger oder
Uhren mit 24 stündiger Umdrehungszeit verwenden zu können, ohne zwecklose Batterieabnutzung
, bringe ich einen selbsttätigen Stromunterbrecher an. Dieser kann so eingerichtet
sein, dafs er während beliebig vieler Stunden die Batterie ausschaltet und für beliebige
andere einschaltet.
Der Strom wird zu diesem Zwecke nicht direct zu den Magneten geleitet, sondern geht
durch das mit Quecksilber gefüllte Näpfchen a und den Hebel b c. Dieser Hebel bc ruht mit
einem Stift q auf dem Rand r der Trommel A. Der Rand r ist auf demjenigen Theil des
Umfanges, welcher in den Dienstpausen abläuft, höher gearbeitet, so dafs der Hebel b c
in die Lage b1 c kommt, sobald der hohe Theil des Randes unter den Stift g greift.
Hierdurch wird der Strom so lange unterbrochen , bis die tiefere Stelle des Randes
wieder an den Stift kommt. Hat der Cylinder eine 24stündige Umdrehungszeit und beträgt
die Dienstpause auch 12 Stunden, so ist der
Rand r auf der Hälfte seines Umfanges erhöht und auf der anderen Hälfte vertieft. Dauert
die Ruhepause nur 8 Stunden, so ist nur ein Drittel des Radumfanges erhöht.
Derselbe Zweck kann auch durch Schleifcontacte erreicht werden, doch wird dadurch
der Gang der Uhr schwieriger.
Die Elektromagneten e1 und e2 sind mit
Ankern Y1 und f2 armirt; diese Anker tragen
in passenden Hebeln die Stifte, welche das Papier markiren, sobald es von diesen berührt
wird. Klemme u wird mit der Batterie, Klemme vx mit Leitung I und Klemme v2
mit Leitung II verbunden.
Fig. 6 und 7 sind Abbildungen zweier Constructionen für die Commutatoren C. Die
erste Construction besteht aus einem Schieber mit Schleifcontact m. Die Leitung I schliefst
bei der Klemme' I, die Leitung II bei der Klemme II an. In der gezeichneten Stellung
ist Leitung I eingeschaltet; wird der Schieber herabgezogen, so wird Leitung I geöffnet und
Leitung II geschlossen.
Bei der Construction Fig. 7 wird derselbe Zweck durch Verschieben des Hebels h in die
Stellungen I und II erreicht.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche,·ι. Ein elektrischer Wächtercontrolapparat, bei welchem mittelst zweier parallelen Leitungen mit Commutatoren und zwei Elektromagneten nach jedesmaligem Umschalten sämmtlicher Commutatoren C1 C'2 . . . für die jeweils eingeschaltete Leitung auf einem gleichmäfsig gedrehten Papiercylinder je in einer bestimmten Höhe desselben ein Zeichen gegeben wird.
- 2. In Verbindung mit dem unter 1. beanspruchten Controlapparat eine Vorrichtung, welche die Leitungen während eines bestimmten Zeitraumes dadurch selbstthätig unterbricht, dafs ein in den Stromkreis eingeschalteter Hebel mittelst einer staffeiförmigen Stirnseite eines durch ein Uhrwerk gedrehten Ringes bewegt und infolge dessen mit einer ebenfalls in den Stromkreis eingeschalteten Quecksilbermasse in .oder aüTser Berührung gebracht wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE32389T | 1884-12-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE32389C true DE32389C (de) | 1885-08-15 |
Family
ID=34484211
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188432389D Expired DE32389C (de) | 1884-12-16 | 1884-12-16 | Elektrischer Wächterkontrolapparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE32389C (de) |
-
1884
- 1884-12-16 DE DE188432389D patent/DE32389C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE413989C (de) | Elektrische Anlage zur Ferneinstellung von Anzeigevorrichtungen, insbesondere von Vorrichtungen zum Anzeigen von Wechselkursen | |
| DE32389C (de) | Elektrischer Wächterkontrolapparat | |
| DE2223030C3 (de) | Magnetische Kodiervorrichtung | |
| DE287274C (de) | ||
| DE636105C (de) | Anzeige- oder Registriervorrichtung, insbesondere fuer Waagen | |
| DE540170C (de) | Leistungsmesser, insbesondere fuer Schreibmaschinen, Buchdruckmaschinen und Textilmaschinen | |
| DE2015635A1 (de) | Fernzählsystem zur Übertragung einer Information von einer Station z.U. einer anderen Station | |
| DE173154C (de) | ||
| DE73911C (de) | Vorrichtung zum Registriren von Wärmegraden | |
| DE202018106805U1 (de) | Ziffernblatt, Clock Face mit einer Kombination aus einer analogen und einer digitalen Uhr | |
| DE78080C (de) | Elektischer Temperaturanzeiger | |
| DE113403C (de) | ||
| DE306185C (de) | ||
| DE265801C (de) | ||
| DE761626C (de) | Einrichtung zum Anzeigen von Betriebszustaenden mittels einer Schauzeichenanordnung | |
| DE845215C (de) | Vorrichtung zum Vergleichen von Spannungen | |
| DE397075C (de) | Schaltungsanordnung, insbesondere fuer Sicherheitsanlagen, zur Ermittlung eines Ortes, z. B. einer Einbruchsstelle, oder zur Feststellung einer Stoerungsstelle | |
| AT89738B (de) | Anzeigevorrichtung. | |
| DE211944C (de) | ||
| DE885405C (de) | Mechanische UEbersetzer-Einrichtung fuer Telegraphenapparate u. dgl. | |
| AT106801B (de) | Vorrichtung zum Vorführen von Wanderschrift. | |
| AT71982B (de) | Vorrichtung zum selbsttätigen Schließen und Unterbrechen eines Nutzstromes. | |
| DE945903C (de) | Mechanische Zielscheibe mit einer elektrischen Anzeigevorrichtung und einer Markiervorrichtung auf Zielkarten | |
| DE235471C (de) | ||
| DE179812C (de) |