DE32288C - Elektrischer Thüröffner - Google Patents
Elektrischer ThüröffnerInfo
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- DE32288C DE32288C DENDAT32288D DE32288DA DE32288C DE 32288 C DE32288 C DE 32288C DE NDAT32288 D DENDAT32288 D DE NDAT32288D DE 32288D A DE32288D A DE 32288DA DE 32288 C DE32288 C DE 32288C
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B47/00—Operating or controlling locks or other fastening devices by electric or magnetic means
- E05B47/06—Controlling mechanically-operated bolts by electro-magnetically-operated detents
- E05B47/0607—Controlling mechanically-operated bolts by electro-magnetically-operated detents the detent moving pivotally or rotatively
Landscapes
- Lock And Its Accessories (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 68: Schlosserei.
Dr. PILLING in ERFURT (Thüringen) Elektrischer Thüröffher.
Patentirt im Deutschen Reiche vom i. Januar 1885 ab.
Der nachstehend beschriebene Thüröffher
gestattet das Oeffhen von Thüren aller Art, insbesondere von Hausthüren und ähnlichen
schweren Thürflügeln. Mittelst eines einfachen Apparates erfolgt vom Innern des zu öffnenden
Hauses durch einen elektrischen Mechanismus eine directe Einwirkung auf das gewöhnliche
Thürschlofs (Fallenschloss), wobei es gleichgiltig ist, ob dieses Schlofs eine hebende
oder schiefsende Falle besitzt. Es wird jedoch vorausgesetzt, dafs das Thürschlofs an der
Aufsenseite der Thür keinen Drücker (Klinke) hat, also nicht ohne Benutzung eines Schlüssels
geöffnet werden kann, und dafs ein Läutewerk, Glockenzug oder eine ähnliche, von dem obengenannten
elektrischen Apparat unabhängige Einrichtung vorhanden ist, um ein Zeichen
geben zu können, wenn Jemand eintreten will.
Das Thürschlofs kann mittelst des in Rede stehenden Apparates von einem beliebigen
Raum im Innern des Gebäudes geöffnet werden, indem durch einen bekannten Druckknopf
oder durch eine ähnliche Schaltung der elektrische Strom von der Batterie nach dem Auslöseapparat
geschlossen wird, und so genannten Apparat in Thätigkeit bringt, wobei zu bemerken
ist, dafs nach dem Oeffhen der Thür der Strom selbstthätig unterbrochen wird, und
beim Schliefsen derselben der Apparat selbstthätig in seine ursprüngliche Lage zurückkehrt,
also das Oeffnen der Thür verhindert, wenn nicht ein neuer Stromschlufs stattfindet.
Auf beiliegender Zeichnung stellt dar:
Fig. ι die Ansicht einer Thür von der Innenseite mit daran angebrachtem elektrischen
Thüröffner.
Fig. 2 ist eine Ansicht des elektrischen Apparates für sich;
Fig. 2 a ist ein Horizontalschnitt nach a-b
Fig. 2; ■ '
Fig. 3 ist ein theilweiser Schnitt und Seitenansicht der Einrückvorrichtung;
Fig. 4 ist ein theilweiser Schnitt und Seitenansicht des Unterbrechers der elektrischen Contactvorrichtung;
Fig. 5 ist eine schematische Darstellung der Bewegungen der einzelnen mechanischen Theile
des Apparates.
A ist die Thürklinke auf der inneren Seite der ThUr, Fig. 1, welche mit ihrer Falle B in
einer beliebigen Sperrvorrichtung Bl ruht.
Diese Klinke ist an ihrem Ende mittelst einer Kette C an dem einen Ende D des doppelarmigen
Hebels D E befestigt. Der andere Hebelarm E ist mittelst der Zugstange a mit
dem einem Hebelarm F des doppelarmigen Hebels ι verbunden. Letzterer hat seinen Stütz-
und Drehpunkt im Zapfen b, Fig. 2, der mittelst einer Mutter 61 auf der eisernen Platte W
festsitzt. Am anderen Arm F1 des Hebels 1 ist
zuerst die Zugstange in befestigt, welche an ihrem oberen Ende mit dem doppelarmigen
Hebel 4, Fig. 3, verbunden ist. Zunächst dieser Zugstange m ist am Hebelarm F' ein
Gewicht g befestigt, welches sich in seinem Drehzapfen scharnierförmig bewegt. Am Ende
des Hebelarms F1 befindet sich ein durch denselben reichender Bolzen h, welcher bei dem
normalen Stand des Apparates auf den Knaggen k ruht. Die Knaggen ruhen auf einem am
unteren Ende des doppelarmigen Hebels 2 angebrachten, durch dasselbe reichenden Stift p,
und drehen sich in ihren gemeinschaftlichen Zapfen o, welcher ebenfalls durch das untere
Ende des doppelarmigen Hebels 2 reicht, so dafs die beiden Knaggen k k den Hebelarm
umfassen. Dieser doppelarmige Hebel dreht sich in einem auf der Platte W befestigten
Bolzen oder Zapfen c. Der obere Arm des doppelarmigen Hebels 2 ist bei u durch den
einen Arm des doppelarmigen Hebels 3 festgelegt. M ist eine auf der Platte W befestigte
Feder, welche den doppelarmigen Hebel 2 in der auf der Zeichnung dargestellten Lage zu
erhalten sucht, Fig. 2.
Der doppelarmige Hebel 3 dreht sich auf einem auf der Platte W befestigten Zapfen e.
Der Hebelarm e1 wird bei nicht geschlossenem elektrischen Strom durch den Stift r, welcher
auf der Platte W vernietet ist, in seiner Lage erhalten. An der oberen Seite des anderen
Hebelarmes e2 ist. eine Feder q angebracht, welche durch eine Stellschraube ql gehalten
bezw. regulirt wird. An der unteren Seite desselben Hebelarmes befindet sich ein Anker/,
welcher sich den Eisenkernen des Elektromagneten G gegenüber befindet, der auf einem
an der Platte W befestigten Winkeleisen G1 sitzt.
Die oben angedeutete, am Hebelarm F1 einerseits befestigte Zugstange in ist andererseits
am doppelarmigen Hebel 4 im Punkte W befestigt. Dieser Hebel 4 dreht sich in einem
auf der Stütze x1 sitzenden Zapfen x. Direct
oberhalb dieses Hebels ist an der Thürzarge ein Träger K1 befestigt, dessen freitragendes
Ende mit einem festsitzenden, nach unten reichenden Zapfen versehen ist.
An einer anderen Stelle der. Thürzarge K und der Thür L, in der Nähe der Thürbänder
des sich öffnenden Thürflügels, sind die die Verbindung der elektrischen Leitung herstellenden
Theile angebracht. Die von der galvanischen Batterie kommenden Leitungsdrähte +
und — endigen an der Thürzarge K, Fig. 1 und 4, je in den an letzterer befestigten Federn s
und s1. An dem sich öffnenden Thürflügel L
sind auf einer mittelst Schrauben befestigten Platte zwei Stell- bezw. Contactschrauben t
und t1 angebracht, welche sich sofort 'beim
Oeffnen der Thür von den Federn s und s1
ablösen.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende:
Wird von aufsen , durch einen mit dem beschriebenen Apparat nicht in Verbindung
stehenden Signalapparat, als z. B. Glockenzug, elektrische Klingel, Klopfer u. s. w., das Zeichen
gegeben, dafs irgend Jemand Einlafs begehrt, so bedarf es nur der Schliefsung des elektrischen
Stromes, welcher auf den in Rede stehenden Apparat wirkt, indem man durch einen Druck-■
knopf oder eine ähnliche Contacteinrichtung analog wie bei den elektrischen Klingeln den
Contact herstellt. Beim Druck auf eine derartige Vorrichtung wird also der elektrische
Strom geschlossen und der Elektromagnet zieht den Anker/an; der Hebelarm e1 schnellt hierbei
hoch und macht das Ende u des doppelarmigen Hebels 2 frei. Folgt man nun den einzelnen
Bewegungen der verschiedenen Theile des Apparates in der schematischen Darstellung,
Fig. 5, deren Buchstaben mit den in den Fig. 1 bis 4 angewendeten correspondiren, so findet
man folgendes: Durch das in g ] angebrachte
Gewicht g wird h bestrebt, nach h J zu gehen,
und drückt auch, weil nicht mehr durch u gehalten, nach unten; k wird unter der Einwirkung
von h mit nach unten, nach k1 gezogen, wobei sich jedoch gleichzeitige nachp1
und ο nach o1 begiebt; u geht hierbei, weil fest mit 0 verbunden, nach u1. Wenn k angekommen
ist, wird h abgleiten und seinen Weg weiter nach unten, nach /21, verfolgen.
Sobald h von k abgleitet, ist Feder M, welche durch das Zurücktreten von ο angespannt
worden, bestrebt, 01CM1 wieder in seine ursprüngliche
Lage ocM zurückzubringen.
Eine zweite durch das Niedergehen des Punktes h bedingte Bewegung ist die, dafs ml
nach m2 geht; gleichzeitig bewegt sich also durch die Stange m auch w nach n>1 bezw. das
andere Ende des Hebels 4 w2 nach jp3 und
legt sich vor den Zapfen, Fig. 3.
Die dritte durch das Niedergehen von h bedingte Bewegung ist das Hochgehen des
Punktes F nach F1. Beim Hochgehen von F
wird aber auch die Zugstange und mit ihr Hebel E D, Fig. 1 , hochgehoben, D geht
nieder und reifst A mit nach unten. Geht aber A, das Ende der Thürklinke, nach unten,
so mufs sich auf der anderen Seite die Falle B heben und aus ihrer Sperrvorrichtung B treten.
Sobald dies geschieht, also fast gleichzeitig mit dem Druck auf die Contacteinrichtung, wird
sich der Thürflügel öffnen und kann man zur gröfseren Sicherheit noch eine Druckfeder anbringen,
welche auf bekannte Weise, sobald der Verschlufs ausgelöst ist, die Thür zurückdrückt,
wie das z. B. schon bei Luftdruckthüröffnern benutzt wird.
In diesem Augenblick befindet sich der doppelarmige Hebel 4 in der auf der Zeichnung,
Fig. 3, punktirt dargestellten Lage. Wird nun der Thürflügel L weiter geöffnet, so gleitet
der nach w* gegangene Hebelarm w* an dem
Zapfen und wird hierdurch in seine ursprüngliche Lage zurückgebracht, nimmt aber gleichzeitig
die Zugstange m, welche am Hebelarm n> befestigt ist, mit hoch. Geht aber m hoch,
Fig. 2, so folgt auch der Hebelarm F1, das Gewicht g, und der Zapfen h. Letzterer drückt
k (s. Fig. 5) so weit nach oben, nach /c2, bis
dafs die frei in 0 drehenden Knaggen k k an h abgleiten und durch ihr eigenes Gewicht nach
unten fallen, wonach sich der Zapfen h wieder in seine ursprüngliche Lage begiebt, d. h. wieder
bereit zum Oeffnen der Thür ist.
Beim Schliefsen der Thür fällt die Falle B frei in ihre Sperrvorrichtung zurück, weil die
Klinke A mit dem Hebelarm D nicht fest, sondern durch eine Kette verbunden, daher in
ihrer freien auf- und niedergehenden Bewegung nicht gehindert ist.
Claims (1)
- Patent-AnSprüche:i. Ein elektrischer Thüröffner, bei welchem von Hand aus mittelst einer Contactvorrichtung ein Elektromagnet G erregt wird, dessen Anker dann den Hebelarm e1 hoch hebt und dadurch den doppelarmigen Sperrhebel 2 mit den an ihm angebrachten Knaggen k k in der Weise frei macht, dafs ein doppelarmiger Hebel 1 unter Einwirkung des Gewichts g bezw. des Zapfens an .K"1 folgende zwei von einander verschiedene Operationen vollzieht:
a) das Oeffnen der Thür durch Hochheben des Hebelarmes .F1 und dadurch bedingtes Hochgehen des mit ihm durch eine Zugstange verbundenen Hebelarmes E, Niedergehen des Hebelarmes-D, Niedergehen der Klinke .4, Hochgehen der Falle B und deren Austreten aus der Sperrvorrichtung Z?1; b) das Niedergehen der ,mit dem Hebel 1 verbundenen Zugstange m und dadurch bedingtes Niedergehen des Hebelarmes n>, des doppelarmigen Hebels 4, wodurch sich der Hebelarm w'1 vor einen Zapfen an K1 legt.
In Combination mit einem elektrischen Thüröffner ein Jvlechanismus behufs automatischen Zurückführens der unter 1. beschriebenen Theile in ihre ursprüngliche Lage, bestehend im wesentlichen aus einem an der Thürzarge K angebrachten Träger K\ an dessen freiem Ende sich ein Zapfen befindet, an welchem beim Aufgehen der Thür der Hebelarm »>s sich reibt und infolge dessen sich wieder in seine ursprüngliche Lage nach jp^ zurückbegiebt, und durch die mit ihm verbundenen Mechanismen das Hochheben des niedergegangenen Gewichtsg" und das Zurücktreten der übrigen damit verbundenen Theile in ihre ursprüngliche Lage bewirkt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE32288C true DE32288C (de) |
Family
ID=308317
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT32288D Expired - Lifetime DE32288C (de) | Elektrischer Thüröffner |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE32288C (de) |
-
0
- DE DENDAT32288D patent/DE32288C/de not_active Expired - Lifetime
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