DE321455C - Sich selbsttaetig auf eine bestimmte Wassertiefe verankernde Seemine mit Anker und Lot - Google Patents

Sich selbsttaetig auf eine bestimmte Wassertiefe verankernde Seemine mit Anker und Lot

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DE321455C
DE321455C DE1911321455D DE321455DD DE321455C DE 321455 C DE321455 C DE 321455C DE 1911321455 D DE1911321455 D DE 1911321455D DE 321455D D DE321455D D DE 321455DD DE 321455 C DE321455 C DE 321455C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B22/00Marine mines, e.g. launched by surface vessels or submarines
    • F42B22/10Moored mines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Other Liquid Machine Or Engine Such As Wave Power Use (AREA)

Description

  • Sich selbsttätig auf eine bestimmte Wassertiefe verankernde Seemine mit Anker und Lot. Die Erfindung betrifft eine Seemine mit Anke: und Lot, die sich selbsttätig auf eine bestimmte Wassertiefe verankert. Bei den bekannten Minen dieser Art fällt das Lot unmittelbar nach dem Auswerfen der Mine, so daß auch der Anker gleich darauf sinkt und die Mine gegen das Ende seiner Bewegung mitnimmt: Infolgedessen wird die Mine stets an oder doch dicht bei der Auswerfstelle verankert.
  • Durch die Erfindung wird nun bezweckt, die Verankerung der Mine an einem unter Umständen weit von der Auswerfstelle entfernten Orte zu ermöglichen, so daß dieser Ort von dem Legeschiffe selbst nicht aufgesucht zu werden braucht. Dies wird dadurch erreicht, daß der Luftraum des Ankers durch ein federbelastetes Ventil abgeschlossen ist, an dem das Seil des durch eine Haltevorrichtung mit dem Anker verbundenen Lotes angreift. Von dieser Haltevorrichtung wird das Lot erst nach einer bestimmten Zeit freigegeben, worauf es beim Fallen das Ventil für den Eintritt von Wasser in den Luftraum des Ankers öffnet.
  • Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Mine nach der Erfindung dargestellt. Fig. i zeigt einen senkrechten Schnitt durch den Anker der Mine. Fig. 2 bis 6 veranschaulichen in schematischer Darstellung die verschiedenen Stellungen der Mine und ihrer Zubehörteile vom Auswerfen der Mine an biszu ihrer Verankerung.
  • In dem Anker (Fig. i) der Mine :st ein Lot a gelagert, das durch ein Seil b von einer bestimmten Länge mit dem einen Ende eines um den Zapfen d im Ankergehäuse drehbaren Doppelhebels c verbunden ist. Das andere Ende dieses Hebels greift in einen in einer Führung f gelagerten Schieber e ein. Am unteren Ende des Schiebers e ist ein als Riegel dienender Ansatz g vorgesehen, der bei der in Fig. i dargestellten Anfangslage in eine Verzahnung h auf der oberen Stirnfläche der Trommel i eingreift.
  • Am Zapfen j des Hebels c, an dem das Seil b angreift, ist ferner mit ihrem unteren Ende die Stange k eines Ventils m angelenkt, das unter dem Einfluß einer Feder n steht, die das Ventil ständig gegen den die Öffnung o umgebenden Sitz zu drücken sucht. Die Öffnung o ist am unteren Teile einer am Anker vorgesehenen Luftkammer p angeordnet.
  • Der Fassungsraum der Kammer p ist so groß, daß der Anker bei völlig mit Luft Gefüllter Kammer zusammen mit dem Lot einen geringen Auftrieb hat, während bei ganz mit Wasser gefüllter Kammer das Gesamtgewicht des Ankers beispielsweise so groß ist, daß es die Auftriebskraft der Mine dreimal übertrifft.
  • Die Ventilstange k ist mit der Stange r eines Anschlags s fest verbunden, der oberhalb des Hebels eines Hahnes t liegt, durch den das in das Außenwasser führende Entlüftungsrohr u mit dem Innern der Kammer in Verbindung gesetzt werden kann.
  • Das Lot a wird in seiner Anfangslage durch einen mittels Scharniere befestigten Deckel v gehalten, der durch einen Riegel x verschlossen gehalten wird. Der Drehbolzen y dieses Riegels besteht aus einem in Seewasser löslichen Stoff dessen Auflösungszeit je nach den im Einzelfalle vorliegenden Verhältnissen durch seine Zusammensetzung geändert werden kann.
  • Bei de: Zusammensetzung der Mine und vor ihrem Auslegen befinden sich die einzelnen Teile in der aus Fig. 2 ersichtlichen gegenseitigen Lage. Das Lot a wird hierbei im Anker durch den Deckel v gehalten und die-er durch den Riegel x, des:;en löslicrer Drehbolzen in seiner Größe und Zusammewetzung so gewählt ist, daß er sich, vom Zeitpunkte des Auslegens der Mine an gerechnet, nach Ablauf einer bestimmten. Zeit auflöst. Soll die Mine beispielsweise an einem unzugänglichen Ort verankert werden, der zwölf Meilen von der Legestelle entfernt liegt und gegen den hin das Wasser mit einer Geschwindigkeit von drei Meilen in der Stunde strömt, so wird die Zusammensetzung des Drehbolzens y so gewählt, daß er sich völlig aufgelöst hat, wenn. sich die Mine vier Stunden im Wasser befindet.
  • Beim Legen der Mine A nimmt die:.e und ihr Anker B die in Fig. 2 veranschaulichte Stellung ein und wird durch die Strömung gegen den Ozt hingetrieben, an dem sie untergetaucht und verankert werden soll. Ist die Mine an diesem Ort angekommen, so hat sich der Bolzen y vollständig aufgelöst. Der Riegel x schwingt dann aus oder trennt sich völlig von dem Anker, so daß sich der Deckel v öffnet und das Lot a (Fig. " 3) fallen läßt. Durch das Seil b wird hierbei der Doppelhebel c gedreht, so daß der Riegel g aus der oberen Verzahnung der Trommel i herausgezogen wird. Durch das Lot a wird ferner zugleich die Ventilstange k nach unten gezogen, wodurch das Ventil in unter Zusammendrückung seiner Feder ya geöffnet wird, während der Anschlag s auf den Hebel des Hahnes t trifft, so daß die Kammer p mit dem Außenwasser in Verbindung tritt. Das Wasser strömt durch die Öffnung o in die Kammer p ein, während die Luft durch das Rohr is entweicht. Der Anker B sinkt infolgedessen, wobei sich das Seil 7 von der entriegelten Trommel i abrollt (Fig. 4).
  • Berührt das Lot a den Meeresgrund (Fig. 5), so wird das Ventil m durch die Feder ya wieder auf seinen Sitz gezogen und dadurch die Öffnung o verschlossen; der Hahn t bleibt jedoch offen, so daß sich die Kammer P völlig mit Wasser füllen kann, falls dies nicht beim S:nlten bereits erfolgt sein sollte. Zugleich wird der Doppelhebel c zurückgedreht, so daß der Riegel g mit der Verzahnung lt wieder in Eingriff kommt. Hierdurch ist die Trommel i an einer Drehung gehindert und demgemäß eine weitere Abrollung des Seiles 7 ausgeschlossen. Der weitersinkende Anker nimmt nunmehr die Mine A mit (Fig. 6), bis er auf den Meerboden gelangt.
  • Natürlich braucht der Anker B keine eigene Auftriebskraft zu besitzen, es genügt vielmehr, wenn die Auftriebskraft der Mine A groß genug ist, um sich mit dem Anker B und dem Lot a schwimmend zu erhalten.
  • An Stelle der Verriegelung des Haltedeckels v für das Lot a durch den löslichen Block y kann man auch eine durch ein Uhrwerk o. dgl. angetriebene Auslösevorrichtung verwenden, um zu erzielen, daß das Lot nach einer bestimmten Zeit freigegeben wird. Die Verriegelungsvorrichtung für die Trommel i kann natürlich in verschiedener Weise ausgebildet sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Sich selbsttätig auf eine bestimmte Wassertiefe verankernde Seemine mit Anker und Lot, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftraum (p) des Ankers durch ein federbelastetes Ventil (m) abgeschlossen ist, an dem das Seil (b) des Lots (a) angreift, wobei das Lot (a) durch eine Haltevorrichtung (Salzstück, Uhrwerk) mit dem Anker verbunden ist, die erst nach einer bestimmten Zeit das Lot freigibt, das wiederum beim Fallen das Ventil (na) öffnet, so daß Wasser in den Luftraum des Ankers eintreten kann.
DE1911321455D 1911-09-06 1911-09-06 Sich selbsttaetig auf eine bestimmte Wassertiefe verankernde Seemine mit Anker und Lot Expired DE321455C (de)

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