DE320291C - Von dem Deck eines untergetauchten Unterseebootes abwerfbare, aus Schwimmer, Anker und Lot bestehende Seemine - Google Patents

Von dem Deck eines untergetauchten Unterseebootes abwerfbare, aus Schwimmer, Anker und Lot bestehende Seemine

Info

Publication number
DE320291C
DE320291C DE1912320291D DE320291DA DE320291C DE 320291 C DE320291 C DE 320291C DE 1912320291 D DE1912320291 D DE 1912320291D DE 320291D A DE320291D A DE 320291DA DE 320291 C DE320291 C DE 320291C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
anchor
mine
float
water
deck
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1912320291D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schneider Electric SE
Original Assignee
Schneider et Cie
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schneider et Cie filed Critical Schneider et Cie
Application granted granted Critical
Publication of DE320291C publication Critical patent/DE320291C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B22/00Marine mines, e.g. launched by surface vessels or submarines
    • F42B22/10Moored mines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Laying Of Electric Cables Or Lines Outside (AREA)
  • Measurement Of Velocity Or Position Using Acoustic Or Ultrasonic Waves (AREA)

Description

  • Von dem Deck eines untergetauchten Unterseebootes abwurfbare, aus Schwimmer, Anker und Lot bestehende Seemine. Die Erfindung betrifft eine von unter Wasser fahrenden Unterseebooten abwurfbare; aus Schwimmer, Anker und Lot bestehende Seemine, die nach dem Abwerfen als zusammenhängendes Ganzes infolge ihres Auftriebs bis an die Wasseroberfläche steigt und sich von da aus in bekannter Weise in 'einer bestimmten Wassertiefe verankert. Dies geschieht dadurch, daß das Auswerfen des Lotes zunächst verzögert wird, um der Mine Zeit zu geben, ungetrennt bis an die Wasseroberfläche zu gelangen. Sobald dies - geschehen ist, trennen sich die einzelnen Teile der Mine voneinander und der Auftrieb des Ankers wird durch Einlassen von Wasser aufgehoben, so daß er mit dem Lot voran sinken kann, während der Minenschwimmer unter Abwicklung des Ankertaus so lange an der Wasseroberfläche verbleibt, bis das Lot den Grund erreicht hat; hierauf wird dann die Mine durch das Ankergewicht bis auf die bestimmte Tiefe unter Wasser gezogen.
  • Die bisher bekannten, in dieser Weise wirkenden Minen bedienten sich zum Einlassen des Wassers in die Ballasträume zu dem gewünschten Zeitpunkt der Ventile, die durch irgendwelche zusätzlichen Kräfte verschlossen gehalten werden. Angesichts der Tatsache, daß die Öffnung der Ballasträume nur einmal und dann nie wieder erfolgt, ist die Anordnung von Ventilen zu ihrem Verschluß unzweckmäßig, da der Hauptvorzug der Ventile, sie mehrfach öffnen und schließen zu können, hier ungenutzt bleibt, während die Nachteile der Ventile, nämlich die Notwendigkeit der Anordnung zusätzlicher Kräfte, wie Federn oder Gewichte, und die Schwierigkeit bei längerem Unterwasserfahren ein vollkommenes Dichthalten der Abschlußorgane zu erzielen, schädigend auf die Gesamtanordnung wirken.
  • Um die Füllung der Ballasträume im gewünschten Augenblick zu sichern, mußte bei der einen der bekannten Anordnungen die Mine mit dem Anker nach oben auf dem Unterseeboot befestigt werden und sich während des Aufstiegs an die Wasseroberfläche umkehren; bei der anderen bekannten Anordnung mußte das fallende Lot nach seiner Auslösung nicht nur die Entriegelung der Trommel bewirken, von der das Ankertau bei Trennung von Minenschwimmer und Anker abgewickelt werden soll, sondern auch gleichzeitig das Absperrorgan der Ballasträume im geeigneten Augenblick öffnen. Es ist außerordentlich bedenklich, der kleinen Masse des Lots sämtliche, für die richtige Wirkung der Mine wesentlichen Arbeiten zu überlassen.
  • Durch die neue Anordnung gemäß der Erfindung werden alle oben gezeigten Nachteile beseitigt, so daß mit wesentlich einfacheren Mitteln eine erheblich größere Sicherheit der Wirkung erzielt wird. Zu diesem Zweck ist die Einrichtung so getroffen, daß das in bekannter Weise mit einer Vorrichtung zum Verzögern des Auswerfens versehene Lot nur die Auslösung der Klinke zu besorgen hat, die das Abrollen des zwischen Minenschwimmer und Minenanker angeordneten Ankertaus von seiner Trommel sperrt, während die Tätigkeit der Öffnung der $allasträume des Ankers durch die Bewegung des vom Minenschwimmer sich trennenden Ankers besorgt wird: Hierdurch wird der große Vorteil erreicht, daß die zur Verfügung stehende gegenseitige Bewegung der großen. Massen des Schwimmers und des Ankers für eine vollkommen sichere Öffnung der Ballasträume nutzbar gemacht wird, während die kleine Masse des Lots von der ihm bisher aufgebürdeten Arbeit zum großen Teil entlastet ist.
  • Die Vorrichtung zur Öffnung der Ballasträume des Ankers ist ebenfalls zum Vorteil der Wirkung abgeändert, indem von Ventilen und ähnlichen Abschlußorganen vollkommen abgesehen ist und an deren Stelle eine an sich neue, vollkommen sicher wirkende Vorrichtung gesetzt ist. Diese besteht in einem in eine Öffnung des Ballastraumes eingesetzten Spundzapfen, der durch einen Lotstreifen auf seinem Sitz vollkommen wasserdicht befestigt ist, in Verbindung mit einem Schlappseil, das den Zapfen mit dem Minenschwimmer verbindet.
  • Die Wirkungsweise besteht darin, daß bei fortschreitender Trennung zwischen Minenschwimmer und Anker infolge des Ablassens des Ankertaus die Schlappseile der Spundzapfen allmählich gespannt werden und in einem ganz bestimmten Zeitpunkt die Zapfen unter Zerstörung der Verlötung.aus den Löchern herausreißen und die Ballasträume äffen.
  • Eine Ausführungsform ist in der Zeichnung dargestellt; es zeigen Fig. i und z die Mine in ihrer Ruhestellung im teilweisen Schnitt von der Seite und von vorn, Fig. 3 und q. den Verschlußpfropfen in größerem Maßstabe, Fig. 5 in Übersichtsdarstellung den Vorgang des Abwerfens der Mine.
  • Die Mine besteht aus dem Schwimmer a, dem 'Anker b und dem Lot d: Der Anker b besitzt zwei Ballastbehälter y, y, die an ihrer Oberseite mit Wassereinlaßöffnungen 9, 9 versehen sind. Diese Wassereinlaßöffnungen werden (Fig. 3 und q.) durch einen eingelöteten Spundzapfen s verschlossen, an dem ein Auge s4 für ein bei z2 am Minenschwimmer befestigtes Schlappseil z' angebracht ist. Der Zapfen s besitzt eine kegelige Auflagerfläche, die auf einem entsprechend geformten Sitz eines in den Behälter geschraubten Pfropfens s' ruht. Der Zapfen wird auf seinem Sitz durch einen Lotstreifen s2 gehalten, der zu diesem Zweck in eine Kehle s3 am Umkreis des Kegels eingelegt ist. Der Pfropfens' ist in der Mitte durchbohrt; durch den Kanal s5 kann das Wasser in den Hilfsbehälter eindringen, sobald der Zapfen abgerissen wird. Der Pfropfens' ist in einen Sitz des Ballastbehälters eingeschraubt und wird durch eine Unterlagscheibe s6 abgedichtet.
  • Die beiden Ballastbehälter r, r des Ankers sind walzenförmige Kessel und sind an der unteren. Seite mit einem Gestell bi und auf der oberen Seite mit einem ringförmigen Rahmen b2 vernietet, der dem Schwimmer als Sitz dient. Das Gestell bl trägt zwischen den . Kesseln r die Trommel e mit dem den Schwimmer mit dem Anker verbindenden Tau c sowie die Sperrklinke g, die in eine Zahnung an der Trommel e eingreift: Ein Steg b$, der an beide Kessel v angenietet ist, trägt das Lot d (Fig. i und z) zur Regelung der Eintauchtiefe, das in bekannter Weise ausgebildet und mit einer gleichfalls bekannten Verzögerungsvorrichtung für das Auswerfen verseben ist. An seiner Unterfläche besitzt das Gestell bl eine Öse b4, die zur Verriegelung der Mine auf der Brücke des Unterseebootes mittels des Riegels k dient.
  • Die Mine kann abweichend von früheren Anordnungen auf Deck des Unterseebootes in aufrechter Lage, also mit dem Anker nach unten, befestigt werden, wie in Fig. i und Z dargestellt ist. Der Riegel k kann vom Innern des Schiffs aus bedient werden. Die Wasserräume des Ankers sind durch die eingelöteten Zapfen wasserdicht verschlossen. In diesem Zustand hat die gesamte Mine, da die Behälter y, r leer sind, einen Auftrieb.
  • Das Abwerfen der Mine von dem unter Wasser bewegten Unterseeboot geschieht durch Auslösung des Riegels k. Die Mine steigt hierauf in ihrer Gesamtheit aus der Lage I (Fig. 5) in die Lage Il- und gelangt schließlich an die Oberfläche in Stellung III. Das Lot d fällt nach einer durch die Verzögerungsvorrichtung bestimmten Zeit herab, die genügt, um die Mine an die Oberfläche oder in die Nähe der Oberfläche steigen zu lassen, während das Schiff inzwischen weiterfährt (Fig. 5, Stellung III). Am Ende dieser Zeit ist das Lot d frei. Es fällt und löst hierbei die Sperrklinke g der Ankertautrommel e aus. Der Anker, der trotz der Leere seiner Behälter y ein gewisses Gewicht besitzt, sinkt herab, indem er sein Tau c abwickelt, während der Schwimmer a ; an der Oberfläche bleibt. In einem -bestimmten Augenblick sind die Schlappseile zl, z1 gestrafft (Stellung IV und V) und die eingelöteten Zapfen werden herausgerissen. Der Anker sinkt weiter herab, seine Behälter füllen sich mit Wasser, j und die Verlegung der Mine wird in der gewöhnlichen Weise zu Ende geführt (Stellung VI und VII).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: -i. Von dem Deck eines untergetauchten Unterseebootes abwerfbare, aus Schwimmer, Anker und Lot bestehende Seemine, die nach dem Abwerfen als zusammenhängendes Ganzes infolge des Auftriebs bis an die Wasseroberfläche steigt, worauf die genannten Teile sich voneinander trennen, der Auftrieb der Mine durch Einlassen von Wasser aufgehoben und die Mine in bestimmter Schwimmtiefe verankert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß der Wasserballasträume des Ankers durch die Bewegung des Ankers gegen den Schwimmer geöffnet wird. a. Seemine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußpfropfen (g) des Wasserraums (v) des Ankers mit dem Minenschwimmer (a) durch ein schlaffes Seil (z1) verbunden ist, das sich bei der Trennung des Ankers von dem Schwimmer strafft und den Pfropfen (9) herausreißt.
DE1912320291D 1912-12-20 1912-12-20 Von dem Deck eines untergetauchten Unterseebootes abwerfbare, aus Schwimmer, Anker und Lot bestehende Seemine Expired DE320291C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB191229392T 1912-12-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE320291C true DE320291C (de) 1920-04-16

Family

ID=32576089

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1912320291D Expired DE320291C (de) 1912-12-20 1912-12-20 Von dem Deck eines untergetauchten Unterseebootes abwerfbare, aus Schwimmer, Anker und Lot bestehende Seemine

Country Status (4)

Country Link
DE (1) DE320291C (de)
FR (1) FR462951A (de)
GB (1) GB191229392A (de)
NL (1) NL1402C (de)

Also Published As

Publication number Publication date
GB191229392A (en) 1913-12-18
NL1402C (nl) 1916-07-01
FR462951A (fr) 1914-02-11

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2631270A1 (de) Probenahmegeraet zur entnahme von bodenproben aus dem grund tiefer gewaesser
DE2131200C3 (de) Verankerung für Festmachebo|en
DE320291C (de) Von dem Deck eines untergetauchten Unterseebootes abwerfbare, aus Schwimmer, Anker und Lot bestehende Seemine
DE321322C (de) Einrichtung zum Trockenhalten der Schmelzsicherungen fuer die Zuendung von Seeminen
AT60345B (de) Seemine.
DE217874C (de)
DE635612C (de) Wurfmine
DE516828C (de) Seemine
DE1919227B2 (de) Lebensrettungsfloß fur Schiffe
DE322672C (de) Vorrichtung zum selbsttaetigen Verankern von Seeminen
DE321455C (de) Sich selbsttaetig auf eine bestimmte Wassertiefe verankernde Seemine mit Anker und Lot
DE3115987A1 (de) "saugbaggerschute"
DE204589C (de)
DE628176C (de) Unterwassermine mit Tiefenlot
DE312398C (de)
AT65230B (de) Von unter Wasser fahrenden Unterseebooten auslegbare Seemine.
DE335091C (de) Vorrichtung an Unterseebooten zur Zerstoerung von Seeminen
DE4229706B4 (de) Seeschiff für den Transport von einschwimmbaren Schwimmbehältern
DE267431C (de)
DE457466C (de) Schwimmender Schleusentrog mit einer oder mehreren Belastungskammern
DE963227C (de) Einschwimmbarer Notverschluss
DE19906696C2 (de) Verfahren zum Umladen von Ladung zwischen zwei Güterschiffen
DE670040C (de) Minenleger, insbesondere Unterseeboot
DE810936C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Heben gesunkener Gegenstaende, insbesondere Schiffe
DE226404C (de)