DE670040C - Minenleger, insbesondere Unterseeboot - Google Patents

Minenleger, insbesondere Unterseeboot

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DE670040C
DE670040C DEC50376D DEC0050376D DE670040C DE 670040 C DE670040 C DE 670040C DE C50376 D DEC50376 D DE C50376D DE C0050376 D DEC0050376 D DE C0050376D DE 670040 C DE670040 C DE 670040C
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Germany
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mine
shaft
mines
mine shaft
carrier
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DEC50376D
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63GOFFENSIVE OR DEFENSIVE ARRANGEMENTS ON VESSELS; MINE-LAYING; MINE-SWEEPING; SUBMARINES; AIRCRAFT CARRIERS
    • B63G8/00Underwater vessels, e.g. submarines; Equipment specially adapted therefor
    • B63G8/28Arrangement of offensive or defensive equipment
    • B63G8/33Arrangement of offensive or defensive equipment of mine-laying means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Pressure Vessels And Lids Thereof (AREA)

Description

Es ist bei Minenunterseebooten bekannt, im Vorschiff mehrere schräg stehende Minenschächte in einer Reihe hintereinander derart anzuordnen, daß jeder Schacht durch den Druckkörper hindurchgeht, wobei das Wasser oben und unten freien Zutritt zum Minenischacht hat. In jedem Schacht, dessen lichte Weite dem größten Durchmesser einer Mine entspricht, werden die Minen zu dreien ©der mehr übereinander gelagert. Die Einrichtung zum Werfen der Minen ist so ausgeführt, daß zur Zeit stets nur. die jeweils unterste Mine geworfen werden kann, und zwar durch Zurückziehen von Haltedaumen, die in den Minenanker eingreifen.
Bekannt ist auch die Verwendung von senkrechten, oben und unten offenen Minenschächten, die vor und hinter der Kommando zentrale in der Mittellängsebene des Druckkörpers angeordnet sind. Die Minenschächte sind dabei miteinander durch kurze Zwischenstücke so verbunden, daß ein die Festigkeit des Druckkörpers erhöhendes Längsschott entsteht.
Die Erfindung besteht nun darin, daß bei einem Minenunterseeboot mit senkrechten Minenschächten diese Minenschächte wasserdicht verschließbar und vom Bootsinnern her durch eine druckfeste Schleusenkammer zugängig sind, wobei ein Aufenthaltsraum für die mit der Wartung der Minen beauftragten Leute angeordnet ist. Die Minen werden konzentrisch um diesen Aufenthaltsraum herum im Minenschacht untergebracht. Der in jedem Schacht angeordnete Minenträger ist um eine senkrechte Achse drehbar und wird sowohl an der Innenwand des Minenschachtes als auch an einem den Innenraum des Minenschachtes umschließenden Gerüst geführt.
Durch die Erfindung werden folgende Vorteile erreicht: Im Verhältnis zur Anzahl der aufnehmbaren Minen nimmt jeder Minenschacht einen kleinen Raum ein, weil er gleichzeitig die Aufgabe eines Querschottes mit übernehmen kann. Es ergibt sich eine bedeutende Raum-, Baustoff- und Gewichtsersparnis. Wegen der zylindrischen Form der Ausstoßöffnung ist die Herstellung des Minenschachtes verhältnismäßig leicht, und es kann schon mit geringen Wandstärken die notwendige Festigkeit erzielt werden. Das Verstauen der Minen und ihr Werfen kann je durch eine einzige wasserdicht verschließbare Öffnung erfolgen, deren Durchmesser ungefähr gleich dem Außendurchmesser einer Mine ist. Alle Minen können jederzeit, d.h. sowohl bei Unterwasserfahrt als auch bei Überwasserfahrt, sowohl bei gefluteter als auch bei ge-
lenzter Kammer besichtigt und beobachtet werden. Der Minenwurf kann sowohl bei gelenzter als auch bei halb gefluteter Kammer vor sich gehen, und in beiden Fällen ist eine ständige Überwachung der Minen möglich, ohne daß die im Minenschacht befindliche 'Mannschaft Taucherausrüstung zu tragen braucht. Der Minenwurf kann aber auch bei ganz gefluteter Kammer erfolgen und von der ίο mit entsprechender Taucherausrüstung versehenen Bedienungsmannschaft, die sich im Minenschacht aufhält, beobachtet werden.. Die Anordnung gemäß der Erfindung eignet sich für jeden Schiffstyp. Die Anzahl der Minenschachte, ihre Abmessungen, die Zahl der Stockwerke in der Minenträgertrommel und die Anzahl der in jedem Schacht unterzubringenden Minen läßt sich den jeweiligein Erfordernissen und der Ausrüstung des Schiffes ohne weiteres anpassen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Fig. ι ist ein Mittellängsschnitt durch einen Teil des Druckkörpers eines Unterseebootes mit drei Minenschächten,
Fig. 2 der Grundriß der in Fig. 1 dargestellten Anordnung.
Fig. 3 veranschaulicht in größerem. Maßstab einen Mittellängsschnitt durch einen Minenschacht gemäß der Erfindung.
Fig. 4 ist eine Draufsicht auf den Minenschacht gemäß Fig. 3 im Horizontalschnitt. Fig. 5 zeigt im Aufriß' und Schnitt den unteren Teil eines Minenschachtes gemäß der Erfindung.
Jeder Minenschacht besteht aus einem wasserdichten Zylinder 1, der mit dem Druckkörper^ fest verbunden ist und gleiche Druckfestigkeit besitzt wie der Druckkörper 2. Im Innern jedes Minenschachtes 1 ist ein drei Stockwerk hohes Gerüst i" angeordnet, das den Schacht in einen mittleren Aufenthaltsraum i* und einen diesen konzentrisch umgebenden Minenraum ic unterteilt. In dem Minenraum ic ist eine Gitter trommel 3 angeordnet, die mit Hilfe von kegelförmigen Rollen 4 um die Mittellängsachse des Minenschachtes drehbar gelagert ist und sich mit Hilfe von seitlichen Stützrollen 5 einerseits an der Innenwand des Minenschachtes 1 und anderseits an der Außenwand des Innengerüstes i" abstützt. Am Boden der' Gittertrommel 3 ist ein Zahnkranz 6 angebracht, der mit Hilfe des Zahnrades 7 von außen her gedreht werden kann. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist jeder Minenschacht so ausgebildet, daß im ganzen 15 Minen untergebracht werden können, und zwar in fünf Säulen, von denen jede Säule drei übereinanderliegende Minen umfaßt.
Das Verstauen der Minen in der als dreistöckiger Minenträger ausgebildeten Gittertrommel jedes Schachtes geht in folgender Weise vor sich. Man öffnet die in der Decke des Minenschachtes ι befindliche wasserdichte Öffnung 8 und dreht von Hand oder mittels Motors den Minenträger 3 derart, daß eines der Magazine 9 des Minenträgers 3 genau unterhalb der Öffnung 8 steht. Dann wird die erste Mine derart von oben eingeführt, daß ihr Stuhl sich auf die 'untersten Haltedaumen 23 der Gittertrommel 3 aufsetzt. Dann wird die zweite Mine 'eingeführt, deren Minenstuhl vom mittleren Haltedaumen 23 getragen wird, während die oberste Mine von dem obersten Haltedaumen 23 in wurfbereiter Stellung gehalten wird. Wenn das erste Minenmagazin 9 gefüllt ist, wird die Gittertrommel so weit gedreht, bis dias zweite Magazin unter der Öffnung 8 steht. Wenn alle Magazine gefüllt sind, wird die Öffnung 8 verschlossen. Nunmehr können die Minen jederzeit, also auch bei untergetauchtem Boot, besichtigt werden. Jeder Minenschacht 1 ist nänüich mit einer druckfesten Schleusenkammer 12 versehen, durch die man vom Innern des Druckkörpers 2 her in den Minenschacht gelangen kann. Durch die Schottür 11 gelangt man vom Druckkörper in die Schleusenkammer 12. Nach Schließen der Schottür 11 kann man durch die Schottür 13 die Plattform 14 innerhalb des Minenschachtes 1 erreichen. Von hier aus führt eine Leiter 15 zu der mittleren und der oberen Plattform 16. Bei gefluteter Minenkammer ist naturgemäß ein Aufenthalt im Minenschacht - nur mit Taucherhelm oder leichtem Taucheranzug mit entsprechendem Atmungsgerät möglich. Außerdem muß vorher in der Schleusenkammer 12 entweder mit Hilfe von Preßluft oder mit Hilfe einer ioo t Wasserfüllung aus den Ausgleichtanks der Druckausgleich hergestellt werden, der erforderlich ist, um bei geflutetem Minenschacht die Schottür 13 öffnen zu können.
Das Minenwerfen kann sowohl bei völlig gefluteter oder auch bei halb gelenzter oder gelenzter Minenkammer erfolgen. Ist der Minenschacht vollständig geflutet, so wird zunächst die Ausstoßöffnungi7 und das Luftablaßventil 18 vom Innern des Bootes aus geöffnet, wodurch der Minenraum unter Wasser gesetzt wird. Dann wird durch Drehen des Händrades 26 mit Hilfe des Gestänges 27 die Sperre 24 der untersten Haltedaumen 23 gelöst, so daß die von diesen getragene unterste Mine des gerade über der Ausstoßöffnung 17 liegenden Magazins frei wird und durch ihr eigenes Gewicht aus der Kammer nach unten herausfällt.
Bei halb geflutetem Minenschacht wird nur die Ausstoßöffhung 17 geöffnet, während das Luftablaßventil 18 geschlossen bleibt. Erfolgt
ζ. B. der Wurf in 20 m Wassertiefe, so wird die im Minenschacht befindliche Luft auf 2 atü zusammengedrückt und !dementsprechend ihr Volumen auf die Hälfte verringert. Der Minenschacht füllt sich also nur bis zur Hälfte mit Wasser. In diesem Falle kann die Bedienungsmannschaft, die in der oben beschriebenen Weise in den Minenschacht gelangt ist, von der mittleren oder oberen Platt form 16 aus das. Minen werf en jederzeit beobachten und darüber durch Femsprechver-■ bindung an die Mannschaft berichten, die sich außerhalb des Minenschachtes im Druckkörper befindet.
Erfolgt der Wurf der Minen bei gelenztem' Minenschacht, so muß in ihn entsprechend Preßluft eingeblasen werden, bis sich der Außendruck des Wassers mit dem Druck der Luft im Innern des Minenschachtes im Gleichgewicht befindet.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Minenleger, insbesondere Unterseeboot, dadurch gekennzeichnet, daß die Minen in senkrechten, wasserdicht verschließbaren und vom Bootsinneni her durch eine druckfeste Schle'usenkammer zugängigen zylindrischen Minenschächten konzentrisch um einen Aufenthaltsraum, für die mit dem Warten der Minen beauftragten Leute gelagert sind.
2. Minenleger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der um 'eine senkrechte Achse drehbare Minenträger (3) mehrstöckig ausgebildet ist.
3. Minenleger nach den Ansprüchen 1 3^ und" 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Minen träger (3) sowohl ,an der Innenwand des Minenschachtes (1) als auch an einem den Innenraum 'umschließenden Gerüst im Innern des Schachtes geführt ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEC50376D 1934-04-05 1935-04-02 Minenleger, insbesondere Unterseeboot Expired DE670040C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
IT670040X 1934-04-05

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE670040C true DE670040C (de) 1939-01-10

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ID=11298808

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DEC50376D Expired DE670040C (de) 1934-04-05 1935-04-02 Minenleger, insbesondere Unterseeboot

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DE (1) DE670040C (de)

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