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Luftkühlender Staubfänger mit dauernd wirkendem Wasserumlauf.
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Die Erfindung betrifft eine neue Anordnung in der Frischwasserzuführung
und des Schlammwasserablaufs bei luftkühlenden Staubfängern und hat zum Zweck, einen
äußerst sparsamen Frischwasserverbrauch zu erzielen, so daß ihre Benutzung auch
in den Fällen möglich ist, wo nur sehr geringe Kühlwassermengen zur Verfügung stehen.
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Beim Betriebe von Kompressoren, elektrischen Maschinen, Entstaubungs-
und Lüftungsanlagen erscheint eine gründliche Reinigung und Abkühlung der Betriebsluft,
besonders ilif Sommer, notwendig. Die hierzu nötigen, gleichzeitig als Luftkühler
dienenden Staubfänger können ihren Zweck aber nur dann erreichen, wenn genügend
Kühlwassermengen zur Verfügung stehen. Ist letzteres nicht der Fall, so ist man
zu Wasserumlaufvorrichtungen gezwungen, die eine bessere Ausnutzung der zur Verfügung
stehenden knappen Kühlwassermengen oder einen geringeren Frischwasserverbrauch gewährleisten.
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Das dauernd -nötige Frisdiwasser kann nun den luftreinigenden und
kühlenden Elementen des Staubfängers unmittelbar neben dem Umlaufwasser zugeführt
werden. Hierzu macht sich eine besondere Verteilungsrohrleitung oder eine demselben
Zweck dienende Einrichtung erforderlich, die die Uebersicht und Bedienung der Gesamteinrichtung
erschwert. Das Frischwasser in die Druckleitung der Umlaufpumpe einzuführen, so
daß dasselbe mit dem Umlaufwasser der Verteilungsvorrichtung zufließt, macht infolge
des verschiedenartigen Drucks in den beiden Rohrleitungen Schwierigkeiten. Aus diesem
Grunde wird -man in den allermeisten Fällen das Frischwasser in den Umlaufwasserbehälter
leiten, woraus dann die Umlaufpumpe das Wasser zieht. Da nun das dem Umlaufwasserbehälter
zugesetzte frische Kühlwasser eine niedrigere Temperatur hat als das bereits ein-oder
mehrmals durch den Kühler gegangene Umlaufwasser, so sinkt ersteres zu Boden, vermischt
sich mit dem dort vorhandenen Schlammwasser und gibt infolgedessen nur einen Teil
seiner Kühleinheiten später, wenn es durch die Umlaufpumpe-zum Kühler gelangt, an
diesen ab, während der andere Teil unausgenutzt mit dem Schlammwasser in die Abwasserleitung
abfließt. Auch wenn das frische Kühlwasser in der Nähe des Saugers der Umlaufpumpe
im Kühlwasserbehälter zugesetzt wird, geht ein großer Teil der Kühleinheiten verloren,
was zur Folge hat, daß mehr frisches Kühlwasser, als wie unbedingt nötig ist, dem
Wasserumlauf zugesetzt werden muß.
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Um nun dauernd mit möglichst wenig frischem Kühlwasser einen ungestörten
Betrieb aufrechterhalten zu können und auch in den Fällen, wo nur äußerst geringe
Frischwassermengen vorhanden sind ; den Staubfänger gleichzeitig als Kühler benutzen
zu können, ist folgende, in der Zeichnung in einem Ausführungsheispiel dargestellte
Neuerung getroffen: Der gleichzeitig als Luftkühler wirkende Staubfänger a ist über
dem als Klärbehälter ausgebildeten Umlaufwasserbehälter b angeordnet und bekommt
das in der Pfeilrichtung fließende Kühlwasser durch die Umlaufpumpe
i
und die Druckrohrleitung h. Die Umlaufpumpe i zieht das Umlaufwasser nicht unmittelbar
aus dem Umlaufbehälter, b> sondern aus einem dafür gesondert vorgesehenen Saugebehälter
g, dem das frische Kühlwasser aus dem Rohrs in der jeweils benötigten Menge zugesetzt
wird, der aber mit dem Umlaufwasser- und Klärbehälter b so in Verbindung steht,
daß ihm das Umlaufwasser stets frei zufließen kann. Das dem Saugbehälter g zugeführte
frische Kühlwasser vermischt sich infolgedessen nur mit einem kleinen Teile des
Umlaufwassers und gelangt sofort durch die Umlaufpumpe i in den Kühler a, wo es
seine unverminderte Kühlwirkung ausüben kann.
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Diese Einrichtung des gesondert angeordneten Saugbehälters g hat noch
den weiteren Vorteil, daß der Umlaufpumpe stets möglichst reines Wasser zufließt,
wodurch vor allem der Sauger lt dauernd frei von Schmutz und Schlamm bleibt, und
demzufoige die Leistung der Pumpe und daher auch diejenige des Luftkühlers eine
stets gleichbleibende ist.
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Damit nun auch das Überschußwasser aus dem Klärbehälter b dauernd
vollständig ausgenutzt in die Abwasserleitung ist abfließt, ist das unten in bekannter
Weise ventilartig ausgebildete Überlaufrohr d mit einem unten und -oben offenen
Mantel e versehen, der unten bis in die Schlaminwassersehicht reicht und oben -so
weit über den normalen Wasserspiegel des Behälters b geführt ist, daß auch bei vollständig
verschlämmtem unterem Mantelrand das üherlaufwasser noch über den oberen Mantelrand
in das Überlaufrohr d ablaufen kann. - Ist der untere Mantelrand verschlämme was
am überlaufen des Abwassers über den oberen Mantelrand sofort erkannt wird, so wird
das Überlaufrohr mit Mantel e am Handgriff m angehoben, so daß der am Boden des
Klärbehälters b angesammelte dicke Schlamm durch das offene Ventilf in die Abwasserleitung
it abfließen kann. Während des normalen Betriebes fließt bei ständigem Frischwassserzulauf
im Saugbehäfter g die gleich große Menge Schlammwasser durch den äußeren Mantel
von unten her in die Abflußleitung s ab.
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PATENT-ANSPRÜCHE: I. Luftkühiender Staubfänger -mit dauernd wirkendem
Wasserumlauf, dadurch dekennzeichnet, daß zwecks möglichst geringem Frischavasserverbrauch
außer dem Klär- und Umlaufwasserbehälter (b) ein besonderer Saugbehälter (g) vorgesehen
ist, in welchem dem aus dem Umlaufbellälter (b) stets frei zufließenden Umlaufwasser
das als Kühlwasser dienende e Frischwasser zugesetzt wird.