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Regelungs- und Schaltvorrichtung für zur Lichterzeugung dienende Dynamomaschinen
mit Sammlerbatterie. Die Erfindung bezieht sich auf eine Regelungsvorrichtung für
Lichtdynamos mit veränderlicher Geschwindigkeit, welche aus einem Schnellregler,
welcher den Erregerstrom der Dynamo periodisch ausschaltet, wenn die Spannung einen
bestimmten Wert übersteigt, und aus einem Schalter besteht, der den Ladestrom einer
Batterie ausschaltet, wenn die Spannung des Ladestromes niedriger als jene der Batterie
wird.
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Das Wesen der Erfindung liegt in der besonderen Ausbildung und Anordnung
des Schnellreglers und des Schalters. Es ist bereits bekannt, den Schalter aus einem
Kern aus weichem Eisen zu bilden, welcher an einer Feder befestigt ist und unter
der magnetischen Wirkung der Polschuhe einer Dynamomaschine steht. Diese bekannte
Ausbildung und Anordnung des Schalters weist jedoch verschiedene Nachteile auf.
Die Wirkungsweise eines derartigen Schalters ist nicht so empfindlich-und sicher,
da es schwierig ist, die Spannung der den weichen Eisenkern tragenden Feder genau
zu regeln Bei dieser bekannten Einrichtung genügt eine mehr oder weniger starke
Abbiegung der Feder oder ein mehr oder weniger starkes Anziehen der zum Festhalten
der Feder dienenden Schrauben, um eine ganz andere Wirkung hervorzubringen.. Ein
weiterer Nachteil der bekannten Einrichtung besteht darin, daß der an der Feder
befestigte weiche Eisenkern im Innern des Gehäuses der Dynamomaschine angebracht
und deshalb unzugänglich ist.
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Alle diese Nachteile sind bei der Regelungsvorrichtung gemäß der Erfindung
ver-. mieden. Zu diesem Zweck sind sowohl der Schnellregler als auch der selbsttätige
Batterieschalter mit fest an ihnen angeordneten Stangen aus weichem Eisen versehen,
die in entsprechende Aussparungen der Magnetkerne der Induktionsspulen der Dynamomaschine
mit der Wirkung hineinragen,. daß die Eisenkerne oder -stangen unmittelbar durch
die Induktionswicklungen der Dynamomaschine beeinflußt werden. Diese Einrichtung
hat den Vorteil, daß ihre Wirkung äußerst empfindlich und sicher ist, und daß die
einer ständigen Überwachung bedürftigen Teile des Schnellreglers und des Schalters,
wie die Kontakte, außerhalb der Dynamomaschine zu liegen kommen und deshalb leicht
zugänglich sind. Es wird auch die Anbringung des Schalters und des Schnellreglers
bei dieser Anordnung der Weicheisenkerne innerhalb der Magnetkerne erleichtert.
Endlich hat die Regelungseinrichtung gemäß der Erfindung noch den Vorteil, daß bei
dieser Anordnung des
Schnellreglers und des Schalters die Apparate
die übliche Form behalten können.
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Beispielsweise Ausführungsformen der Regelungsvorrichtung gemäß der
Erfindung sind auf der Zeichnung veranschaulicht.
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Fig. i zeigt in einem Schnitt einen Schnellregler.
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Fig. 2 zeigt in einem Schnitt einen Batterieschalter, der nach demselben
Konstruktionsprinzip gebaut ist.
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Fig.21 zeigt eine Einzelheit dieses Schalters.
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Fig. 3 zeigt eine etwas abgeänderte. Ausführungsform, und zwar in
Anwendung für den selbsttätigen Batterieschalter.
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Die Regelungsvorrichtung nach Fig. i weist einen Schnellregler (Treinbletir)
auf, der durch eine elastische Platte i aus magnetischem Metall gebildet wird, welche
in der Mitte eine kleine Platinauflage .2 trägt, die sich gegen eine ebenfalls mit
Platinauflage versehene einstellbare Schraube 3 legen kann. Diese Plätte ist mittels
eines eingeschraubten Ringes 8 in ein zylindrisches Gehäuse 7 eingespannt, das eine
Spule 5 mit Magnet 4 besitzt. Diese Spule 5 kann, außer daß der Regler durch die
Linien des Poles beeinflußt wird, noch durch den Ladestrom für die Akkumulatoren
oder eine Abzweigung desselben erregt den Schalter beeinflussen. Die Platinkontakte
2 und 3 sind in den Erregerstrom der Dynamomaschine eingeschaltet, so daß dieser
Strom unterbrochen wird, sobald der Kontakt 2 unter dem Einfluß der Pollinien und
gegebenenfalls noch unter Einfluß der von der Spule 5 erzeugten Linien vom -Kontakt
3 ehtfernt wird. Zufolge des nunmehrigen Sinkens der Erregung der Dynamo schließt
sich der Kontakt 2, 3 wieder, und dann bei -Erhöhung tritt wieder das Öffnen,
also das von Schnellreglern her bekannte periodische Unterbrechen und Öffnen ein.
Der Regler wird mittels des an dem nach unten verlängerten Eisenkern erkennbaren
Steckkontaktes außerhalb des Jochringes in Aushöhlungen der Polkerne befestigt,
so daß diese Verlängerungen in die Pole hineinragen und unter den Einfluß der Pollinien
treten. Die Scheibe- i kann als volle Scheibe ausgebildet sein öder auch in Art
eines Rades Speichen, die durch Aussparungen voneinander getrennt sind, aufweisen.
Fig: 2 zeigt einen Batterieschalter gleichen Konstruktionsprinzips, Er besteht aus
einer Stromleitungsscheibe 9, die an ihrem Umfang mit Kontakten io versehen ist,
die mit einem durch zwei Isolierstücke 13 und 14 in zwei Hälften i i und 12 geteilten
Kontaktring (Fig.21) zusammenarbeiten.
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Die zur Stromzuleitung für den von der Dynamomaschine zur Batterie
fließenden Strom dienende Scheibe 9 wird in der Mitte durch einen Bolzen 91 getragen,
der unter Wirkung einer Feder die Kontaktstücke io von den beiden Hälften i i und
12 des Schleifringes wegzuziehen sucht. Die ganze Vorrichtung ist in einem Gehäuse
eingeschlossen, das eine Spule mit Magnetkern 15 aufweist, dessen Verlängerung wieder
wie in Fig. i als Steckkontakt ausgebildet ist. Die Spule dient in bekannter Weise
als Haltespule und ist nach Schluß des Sehalters vom Batteriestrom durchflossen.
Bei genügender Stärke der Kraftlinien des Poles wird die Scheibe g angezogen, so
daß die Kontaktstücke i o auf den beiden halbkreisförmigen Kontaktringen ri und
12 zur Anlage kommen und so der Batteriestrom geschlossen wird. Die Scheibe 9 kann
auch hier als volle Scheibe ausgebildet oder auch ähnlich wie die Scheibe i heim
Schnellregler der Fig. i in der Art eines Rades mit Armen versehen sein. Die beiden
Halbkreisförmigen Ringstücke i i und 12 sind in den Ladestromkreis der Akkumulatorenbatterie
eingeschaltet, während die Haltespule in diesen Ladestrom oder auch in die Abzweigung
des letzteren eingeschaltet ist.
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Der Schalter und der Regler der Fig. i (vgl. hierzu den rechten Pol
der Fig. 3) können auch ' gemäß der Erfindung in der in der Fig. 3 veranschaulichten
Weise in den Polen der Dynamomaschine angeordnet sein. Ergänzende Erregerspulen
sind bei dieser Anordnung weggelassen,. und der Schalter und Regler werden nur von
den Kraftlinien der Dynamo. heeinflüßt. Die - Kerne 2o und 21 aus weichem- welche
an den Scheiben 1 und 9 befestigt sind, erstrecken sich in Aussparungen 16 und 17
der Magnetkerne 18 und i g der Feldpole.
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Die Dynamomaschine bildet in diesem Falle mit dieser Regelungsvorrichtung
ein zusammenhängendes Ganzes und besitzt die gleichen Vorteile wie der Schnellregler
und der Schalter in gesonderter - Anordnung. Die Überwachung dieser beiden Apparate
gestaltet sich bei dieser Anordnung sehr leicht, da sich die Hauptteile des Schnellreglers
und des Schalters außerhalb der Dynamomaschine befinden.