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Stromschalter für Induktionsapparate, insbesondere für Elektrotherapie.
In der Elektrotherapie",tvird vielfach Induktionsstrotü verwendet. Urn denselben
erträglicher zu machen, hat man schon vor,--eschla-en, sinusförmigen Induktionsstroni
zu verwenden. Geg genstand vorliegender Erfindun- ist nun ein Stromschalter für
Induktionsstrom, welcher. wie Untersuchungen ergaben, einen verbesserten sinusförmigen
Induktionsstrom erzielen läßt, indem er eine bessere Abflachung der Stromkurven
ermöglicht. Dieser Strom behält die Eigenschaften des Sinusstromes und diejeni
' gen des faradischen Stromes bei. Ilan hat schon Stromschalter, bei welchen
zwei Primärspulen eines Induktionsapparates abwechselnd auf -eine Stromquelle geschaltet
werden, jedoch erfolgt dies --durch eine vorn Induktionsapparat --etrennte Unterbrechungsvorrichtung
und e ZJ der Strom läuft in beiden Primärspulen in gleicher Richtung.
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Beim Gegenstand der vorliegenden Erfindung dagegen werden die Hälften
einer Primärspule des Induktionsapparates durch denselben selbst abwechselnd auf
die Stromquelle so geschaltet, daß der Strom abwechselnd nacheinander die eine Hälfte
der Primärspule des Induktionsapparates in der einen und die andere Hälfte derselben
in der entgegengesetzten r#ichtung ;durchläuft, wodurch eine Abflachung der Stromkurven
erzielt -tvird.
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Auf der Zeichnung ist der Gegenstand (ler Erfindung in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt; es zeigt: Abb. i einen Län-sschnitt durch denselben, Abb.:2 eine Draufsicht
auf denselben, Abb. 3 eine Vorderansicht desselben tind Abb. 4 das Schaltungsschema,
in welchem der Deutlichkeit der Abbildung wegen die Elektromagnete weggelassen sind.
-Auf der isolierenden Grundplatte i ist ein uninignet:sches Gestell 2, z. B. aus
Messing, aufzeschraubt. An jedem zweier vertikaler Lappen 211 desselben ist ein
zweispuliger Elektromagnet 3, 4 aufgehängt. Die -eisernen Kerne
5 der oberen Spulen der Elektromagnete # unid 4 raggen ebenso wie die Kerne
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der unteren Spulen von 3 und 4 durch die Lappen -a hindurch,
wobei 'die Kerne 6 unmagnetische, vorstehende Stifte 7 besitzen. Zwischen
den Elektromagneten 3 und 4 ist ein Support 8 am Gestell 2 verstellbar'
festgeschraubt, #in dem gleichachsig un-d vertikal zwei Schrauben 9 und io
eingeschraubt sind, die die Spitzenlager für eine Achse ii eines achse Drehankers
i i feste 12 bilden. Anker Deran 12, welcher der Sch-win-' eine Schwun-masse bildet,
hat zwei nach oben gehende, vor den Kernenden 5 -und 6 der beiden
Elektromag gnete liegende POle 13 und 14.
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Rechtwinklig nach vorn ist am Anker 12 eine Blattfeder 15 einereruds
fest, die zwischen zwei Kontaktspitzenschrauben 16 und 17 frei endet. Eine
Feder 18, welche einerends an -einer seitlichen Verlängerung:2o des Ankers 12 und
anderends an einer Kontaktschraube ig fest ist, hat das Bestreben, den Anker 12
stets so zu drehen.. daß die Feder 15 am Stift 17 anliegt, wie Abb. 2 zeigt,
-,vo-bei aber der POI 13 noch vom Stift 7 absteht. Außerdem sind noch vier
Kontaktschrauben 21, 22, 23
und 24 angebracht. Die elektrische Verbindung
einzelner Teile dieses Unterbrechers ist folgende: Die Kontaktschraube ig ist mit
dem einen Ende eines Eleinentes E oder einer galvanischen Batterie eines
Akkumulators verbunden, so daß also Feder 18, Anker 12, Feder 1.5 leitend sind.
Die Schraube 17 ist mit der Kontaktschraube 22 und die Schraube 16 ni;t
der
Kontaktschraube 2,3 verbunden. Die Kontaktschraube 24 ist mit dem einen Ende
der Primärspule P des Induktionsapparates und die Kontaktschraube 21 mit dem anderen
Ende der Primärspule P verbunden, während das andere Ende des Elementes
E -mit einer , der PrimärspuleP vermittleren Anzapfung bunden ist.
Der Elektromagnet4 ist zwischen die Klemmeil:24 und:22 eingeschaltet ,und der Elektromagnet
3 zwischen ;die Klernmen 23 und 21.
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Der Strom läuft also vom Element E durch die Fe-der ig, den
-Anker 1-2, die Feder 1-5, den Kontakt 17 zum Kontakt 22, erregt den Elektromagneten
4 zwischen :22 Und 24 und geht durch die linke Hälfte,der Primärspule P zum Elernßnt
zurück. Durch die Erregung des Elementes 4 ist -aber der Pol 14 bis zum Anschlag
gegen den Stift 7 angezogen worden, wodurch die Feder 18 gespannt und die
Federi5 von der Spitze 17 zur Anlage an -die Spitze 16 gebracht wurde. Durch diese
Urnstellung läuft nun der Strom vom Element E
durch die Feder ig, den Anker
12, idie Feder 15, den Kontakt 16 zum Kontakt2i, und durch die linke Hälfte
der PrimärspuleP und zum Element zurück. Hierdurch wird -der Magnetismus dez Elektromagneten
erregt, infolgedessen der Anker i-- unter Mitwirkung der Feder 18 in die in Abb.
2 gezeichnete Lage zurückgeht und unter Biegung der Feder 15 noch weiter, bis der
Pol 13 den dortigen Stift 7 berührt.
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Der Anker ist also doppelwirkentd, in der Mitte in Spitzen drehende
gelagert und nicht, wie bisher meist, mit dem einen Ende einer Feder ortsfest angebracht.
:###Tohl ist hier auch wie 1>,-i bisherigen Unterbrechern eine Feder 18 angeordnet,
die auf den -Anker wirkt; aber sie hat gegenüber den bisherigen derartigen Federn
bei Umschaltern -u. dgl. -den Zweck, -das Anspringen des Umschaltets zu 1:>eivirken,
nicht aberdas Abziehen des Ankers vom Magnet.
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In der Schwungmasse -des. Ankers wird durch die magnetische Einwirkung
ein be-' stimmtes Drehmoment erzeugt, welches durch die - Schwungmasse eine
bestimmte Trägheit erhält. Man kann nun annehmen, tdaß die Abflachung der Stromkurve
dadurch entsteht, daß die Durchbiegung -der Feder 15 mit Hilfe -des in der
Schwungmasse enthaltenen Trä,-"-heitsmornentes die den Stromschluß bestimmte Zeit
auch noch nach der Urnschaltun- andauern läßt, wodurch die Spitzen der Kurven reduziert
werden. Anderseits ist die Ansicht berechtigt, daß die Abflachung von ZD der Magnetisierung
in der Primärspule, die ajuwechslungsweise erfolgt, fierzul-eiten ist. Es sind
je, #emäß Schema nach Abb Z, - 4, zwei Priniärspulenhälften
A Lind B vorhanden. Liegt die Feder i t' _5 an der Kontaktschraube
17 an, so fließt infolge der Selbstinduktion ein anw:achsender Strom durch
die Spulenhälfte A und die eine Spule 4 des Umsthalters, bis zu einem Maxiinahverte.
Durch diesen Strom entsteht aber ein, ebenfalls ztinehmender magnetischer Fluß z.
B. in der Richtung zur SpulenhälfteB. Durch die maximale Stromstärke wird. -der
Kontakt bei 16 ,geschlossen, und der elektrische Strom muß 3
nun fiber die
Spulenhälfte B, ebenfalls von Null anfangend. Diesmal entsteht aber der magnetische
Fluß in der entgegengesetzten Richtung, so daß er den der Spule A, der nodh
nicht auf Null gesunken ist, aufhebt (Ab-
flachung der Kurve) und dann erst
steigt, worauf sich das Spiel wiederholt.
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Durch Verstellen des Supports 8 kann der Abstand des Ankers
von den Elektrornugneten verändert und die Periodenzahl im sinusähnlichen Induktionsstrorn-e
geändert wer-den.