DE319332C - Verfahren zur Wiederbelebung von Fetthaertungskatalysatoren - Google Patents

Verfahren zur Wiederbelebung von Fetthaertungskatalysatoren

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DE319332C
DE319332C DE1918319332D DE319332DD DE319332C DE 319332 C DE319332 C DE 319332C DE 1918319332 D DE1918319332 D DE 1918319332D DE 319332D D DE319332D D DE 319332DD DE 319332 C DE319332 C DE 319332C
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catalysts
fat
hardening
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DE1918319332D
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C & G Mueller Speisefettfabrik
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C & G Mueller Speisefettfabrik
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C3/00Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom
    • C11C3/12Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom by hydrogenation

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Description

  • Verfahren zur Wiederbelebung von Fetthärtungskatalysatoren. Zur Wiederbelebung der bei der Fetthärtung verwendeten, praktisch unwirksam gewordenen oder ermüdeten .Katalysatoren sind verschiedene Verfahren vorgeschlagen worden. Der denkbar einfachste Weg, die Wiederreduzierung der mit Äther, Benzin oder einem anderen Lösungsmittel ausgezogenen Katalysatormassen, führt zu keinem guten Katalysator. Dies beruht darauf; daß die von dem Katalysator aufgesaugten, von der behandelten Fettmasse herrührenden organischen Stoffe, unter* denen auch solche vorhanden sind, welche antikatalytisch wirken, nicht in genügendem Maße von den erwähnten Lösungsmitteln aufgenommen werden.
  • Es ist eine Reihe von Verfahren bekanntgeworden, welche diese Schwierigkeiten zu beseitigen suchen. So wird z. B. vorgeschlagen, die organische Substanz der erschöpften Katalysatoren vor der Wiederreduzierung unter Einhaltung besonderer Vorsichtsmaßregeln wegzubrennen, . oder sie durch Verseifung zu zerstören. Ein anderes Verfahren will diese schädlichen Stoffe aus dem ermüdeten Katalysator dadurch entfernen, daß die Katalysatoren mit Sodalösung gekocht, gründlich ausgewaschen und dann durch mehrere Stunden im Wasserstoffstrome auf hohe Temperaturen erhitzt werden, wobei sich die organischen Stoffe verflüchtigen sollen. Abgesehen davon, daß- die geschilderten Verfahren recht umständlich sind, führen sie nicht zu Katalysatoren, welche die ursprüngliche Wirksamkeit voll entfalten könnten. Es wurde nun gefunden, und das bildet den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, daß man die Entfernung der Hartfettreste und namentlich der sonstigen störenden Stoffe aus den erschöpften Katalysatoren sehr leicht in der Weise be werkstelligen kann, daß man die ermüdeten Katalysatoren vor dem Auswaschen mit Benzin, Äther o. dgl.. mit einem besonders gut raffinierten 01 unter kräftigem Durchrühren in geeigneten Vorrichtungen erwärmt. Der Erfindung liegen folgende Tatsachen zugrunde. Das Verderben der Katalysatoren, nachdem sie mehrere Male zur Ölhärtung verwendet sind, ist außer auf die rein physikalische Ermüdung. der Katalysatoren in erster Linie darauf zurückzuführen, daß die Katalysatoren aus den Ölen gewisse (in den "Ölen stets enthaltene) Fremdkörper, wie Schleimstoffe usw., ferner Hartfettreste aufsaugen, welche auf die Katalysatoren eine. lähmende und schließlich eine vernichtende Wirkung ausüben. Der Katalysator wirkt zum Teil auch als Raffinationsmittel und saugt also infolge seiner -porösen Beschaffenheit eine gewisse Menge der im Öle enthaltenen Fremdkörper, auf. Fördernd wirkt hierbei der Umstand, daß die Hydrogenisätion gewissermaßen auch eine Raffination ist; die Fremdstoffe des Öls treten mit fortschreitender Hydrogenisation aus dem Öle aus und gelangen in den Katalysator. Nach vollendeter Härtung flockt gewöhnlich der Katalysator aus dem Öle aus und reißt dabei die Verunreinigungen mit. So erklärt es .sich, daß die gehärteten Fette eine hellere Farbe aufweisen als die Ausgangsöle. Setzt man nun mit diesen bereits verwendeten Katalysatoren eine zweite Härtung an, so lösen sich zunächst die am Katalysator haftenden Verunreinigungen größtenteils im Öl auf. Die Folge davon ist eine.Anreicherung des Öles an Fremdstoffen, so daß jetzt der Härtungsgeschwindigkeit' ein größerer Widerstand entgegenwirkt. Mit fortschreitender Härtung wird der Katalysator auch eine größere Menge Fremdstoffe als bei der ersten Härtung aufsaugen, weileine absolut größere Menge Verunreinigungen im Öl enthalten war. So wird sich der Katalysator an diesen Fremdstoffen immer mehr anreichern, bis er schließlich praktisch unbrauchbar wird. Mit den üblichen Lösungsmitteln lassen sich diese Fremdstoffe nur in beschränktem Maße entfernen; denn einerseits haften diese Stoffe sehr fest . an der porösen Oberfläche des Katalysators, andererseits ist die Verschiedenheit der Oberflächenspannung zwischen den aufgesaugten Stoffen und dem Lösungsmittel (Benzin, Äther usw.) zu groß. Aus diesem Grinde -ist die vollständige Wiederherstellung der Katalysatoren dadurch, daß man sie nach Ausziehen mit Äther und ähnlichem nochmals der Reduktion unterwirft, nicht möglich.
  • Wird aber der erschöpfte Katalysator nach der vorliegenden Erfindung mit einem hochraffinierten Ölunter. Erwärmen durchgerührt, ohne daß das Öl gleichzeitig der Reduktion unterworfen wird, so dringen die Verunreinigungen des Katalysators mit Leichtigkeit in das Öl ein (da der Unterschied der Oberflächenspannung des Öls und dieser, ebenfalls von Ölen herrührenden Verunreinigungen viel geringer als zwischen diesen und etwa Äther, ihre Löslichkeit in Öl aber viel größer ist als in Äther). Wenn nicht gleichzeitig eine Härtung vorgenommen wird, so haben diese jetzt im Öle gelösten Verunreinigungen keine Gelegenheit, wieder in den Katalysator zu gelangen. Nach Trennung des Katalysators vom Öl ist der größte Teil der störenden Fremdstoffe beseitigt. Zweckmäßig wird dieser Vorgang noch einmal mit frischem raffinierten Öl wiederholt. Die dem Katalysator noch anhaftenden Olanteile werden nunmehr mühelos, schon durch kalte Lösungsmittel entfernt. Wird dann die Katalysatormasse aufs neue reduziert, so gelangt man zu Katalysatoren, welche die ursprüngliche Aktivität in vollem Maße besitzen.
  • Handelt es sich um Metalloxyd- oder -suböxydkatalysatoren, so sind sie nach der Behandlung mit dem raffinierten 01 und Auswaschen mit Äther usw. zum Gebrauch fertig; eine Nachbehandlung mit Wasserstoff ist in diesem Falle natürlich überflüssig.
  • Es kommt sogar mitunter vor, daß die nach dem neuen Verfahren wiedergewonnenen Katalysatoren eine noch höhere Aktivität besitzen, als die ursprünglichen. Die Katalysatoren werden nämlich bei den Härtungen; infolge der vielstündigen Durchwirbelung, sei es mit Hilfe des Gasstromes oder in den Rührapparaten, außerordentlich fein zerstäubt und erlangen schließlich eine sehr feinpulvrige Beschaffenheit, d,-*e sie bei ihrer Darstellung noch nicht in dem Maße besaßen. Da nun bei dem geschilderten Verfahren' die. giftig wirkenden Ve_unreinigungen beseitigt werden, so erhält rüan schließlich bei der Wiederreduzierung Katalysatoren, die sonst den ursprünglichen gleich sind, aber das Metall noch feiner zerteilt enthalten können. Bekanntlich ist aber die Wirksamkeit von Katalysatoren auch vom Grade ihrer Zerteilung abhängig. Beispiei. Olivenöl wurde in Gegenwart von 2 Prozent des durch. Erhitzen von Nickelborat im Wasserstoffstrom auf etwa 450' erhaltenen Katalysators 3 Stunden 3o Minuten finit Wasserstoff reduziert. Es wurde ein Hartfett erhalten vom Erstarrungspunkt 49,o° (Jodzahl = 30,7). Nach mehrmaliger Benutzung desselben Katalysators wurde schließlich Olivenöl in derselben Zeit auf den Erstarrungspunkt 25,2° gebracht; der Katalysator war also praktisch unwirksam. Nun wurde der Katalysator in der oben geschilderten Weise s/4 Stunden mit gut raffiniertem Olivenöl in der Wärme kräftig durchgerührt, vom Öl abgetrennt und mit Äther einige Zeit ausgekocht. Darauf wurde -der Katalysator aufs neue mit Wasserstoff a/4StUnden bei 43o bis 440' erhitzt' usw. Nach 312stündiger Härtung desselben Öles in Gegenwart von 2 Prozent des wiedergewonnenen Katalysators wurde ein Fett vom Erstarrungspunkt 52,2' (Jodzahl = io,6) erreicht.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE-i. Verfahren zur Wiederbelebung der zur Fetthärtung verwendeten, in ihrer katalytischen Wirksamkeit geschwächten oder erschöpften Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, daß man sie nach lnechanischer Abtrennung vom Hartfett mit einem gut raffinierten Öl einige Zeit in der Wärme durchrührt, und sie.dann vom Öl mechanisch und durch darauffolgendes Auswaschen mit einem Fettlösungsmittel befreit. 2: Verfahren nach -Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die ausgewaschenen Katalysatoren in bekannter Weise mit Wasse-:stoff behandelt.
DE1918319332D 1918-12-15 1918-12-15 Verfahren zur Wiederbelebung von Fetthaertungskatalysatoren Expired DE319332C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2374082A1 (fr) * 1976-12-17 1978-07-13 Varta Batterie Procede pour separer des residus gras de catalyseurs en substances soli

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2374082A1 (fr) * 1976-12-17 1978-07-13 Varta Batterie Procede pour separer des residus gras de catalyseurs en substances soli

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