DE3172C - Zusammengesetzte Jaquardkarten für immerwährenden Gebrauch - Google Patents

Zusammengesetzte Jaquardkarten für immerwährenden Gebrauch

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DE3172C
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DE
Germany
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cards
card
jacquard cards
composite jacquard
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Application number
DENDAT3172D
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English (en)
Original Assignee
J. P. GAILLOT, Webereidirektor, in Reims (Frankreich)
Publication of DE3172C publication Critical patent/DE3172C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C15/00Pattern cards or chains

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Credit Cards Or The Like (AREA)

Description

1878.
Klasse 86.
JEAN PIERRE GAILLOT in REIMS (Frankreich). Zusammengesetzte Jacquardkarten für immerwährenden Gebrauch.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. April 1878 ab.
Nach dem gewöhnlichen Verfahren in der Weberei mittelst Aufschnürung, zur Erzeugung von Mustern, braucht man ebenso viele Pappkarten, als man Schnürungen hat, und jedesmal, wenn man ein neues Muster weben will, mufs man dafür neue Karten anfertigen. Ist das Gewebe fertig, so sind diese Karten verloren, so grofs auch ihre Anzahl sein mag, was einen grofsen Verlust an Zeit und Geld zur Folge hat.
Bei vorliegender Neuerung braucht man keine Pappkarten mehr. Eine Karte dient zum fortwährenden Gebrauch. Es genügt, daran kleine Platinen anzubringen, welche man nach Belieben verschieben, und mittelst welcher man alle gewünschten Muster und Veränderungen hervorbringen, selbst Fehler auf der Maschine corrigiren kann, ohne etwas auseinander nehmen zu müssen.
Diese Karten und Platinen haben aufserdem den Vortheil, dafs sie immer bis zur völligen Abnutzung für neue Muster dienen können.
Da man sie zudem am besten von Metall macht, so können sie aufserordentlich lange halten.
Beiliegende Zeichnung stellt den Apparat dar und ist:
Fig. ι eine Ansicht von oben; Fig. 2 eine Ansicht von unten; Fig. 3 eine Karte mit diesen Platinen versehen, um ein glattes Muster zu weben; Fig. 4 eine Karte, hergerichtet zum Weben eines gekreuzten Musters; Fig. 5 Endansicht von Fig. 2; Fig. 6 eine Ansicht der Platinen. Fig. 7 eine Ansicht der Platinen von der Seite; Fig. 8 ein Querschnitt nach der Linie MN der Fig. 3.
Der Apparat besteht:
ι. aus einer Platte A B von Eisen-, Stahl- oder anderem Metallblech von 4 bis 5 mm Dicke, welche der Erfinder Karte nennt, wie die gleichen Stücke in der gewöhnlichen Schnürung, und deren Länge und Breite sich nach der Art der Schnürung ändert;
2. aus kleinen Platinen C von Blech, Zink oder anderem Metall, von etwa 1 mm Dicke, welche auf den Karten A B befestigt werden. Letztere besitzen an jedem ihrer Enden, wie gewöhnlich, ein rundes Loch £>, welches sie auf dem Prisma halten und führen soll.
Die Mitte der Karte enthält ihrer ganzen Länge nach eine Reihe von Löchern a, deren Zahl sich nach der Nadelzahl der Aufschnürung richtet.
Auf jedem Rande befindet sich eine Reihe kleiner viereckiger Löcher e, deren Mittelpunkte mit denen der runden in einer Linie liegen.
Die Löcher i dienen zum Durchstecken der Ringe, welche die Karten unter sich vereinigen.
In die untere Fläche der Karte A B sind zwei Längenfurchen FF1 von 3 bis 4 mm Tiefe bei ungefähr 5 mm Breite eingearbeitet. Diese Furchen sind dazu bestimmt, die Nadeln HH1 aufzunehmen, Fig. 3.
Die Länge der kleinen Platinen C ist gleich der Breite der Karten A B und sind erstere an ihrer unteren Fläche mit kleinen vorstehenden Augen oder Oesen in m, Fig. 7, versehen, welche in die viereckigen Löcher e e passen. Wenn sie auf der Karte AB angeordnet sind, wie Fig. 3 und 4 zeigen, und die Oesen durch die Löcher e durchgesteckt sind, so greifen sie in die Furchen F, Fig. 8, ein.
Wenn alsdann durch die beiden Reihen Oesen je eine eiserne Nadel von passender Dicke eingesteckt wird, so werden dadurch die Platinen C mit der Karte A B vereinigt.
Nach dem gesagten begreift man leicht, dafs, wenn man die Stellung der Platinen C auf den Karten ändert, man mit derselben Karte die verschiedensten Muster weben kann. So ist z. B. Fig. 4 aus denselben Elementen zusammengesetzt wie Fig. 3, nur dafs dieselben anders geordnet sind.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Karten aus Metall mit beweglichen und versetzbaren Platinen C, beliebig veränderlich bezüglich ihrer Anordnung auf den Karten, damit man mit denselben auf den Webstühlen verschiedenartige Muster weben kann, im wesentlichen wie beschrieben und in der Zeichnung dargestellt.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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