Die Erfindung betrifft eine selbsttätig andrückende Abdichtan
ordnung zwischen einer Fensterscheibe eines vertikal verschieb
baren Fahrzeugfensters und einem Fensterrahmen, entsprechend den
Oberbegriffen der nebengeordneten Patentansprüche 1 und 2.
Bei dem Fahrzeugfenster kann es sich sowohl um ein in einer
Fahrzeugtür angebrachtes Schiebefenster als auch um ein in einer
festen Wand einer Fahrzeugkarosserie vorgesehenes Schiebefenster
handeln.
Selbsttätig andrückende Abdichtanordnungen haben gegenüber her
kömmlichen Abdichtanordnungen den Vorteil, daß die Abdichtflä
chen nur in Schließstellung der Fensterscheibe aneinanderliegen,
während bei den herkömmlichen Abdichtanordnungen diese so ange
bracht sind, daß sie über den vollen Schließ- und Öffnungsschie
beweg des Schiebefensters erhebliche Reibungsverluste beim
Schiebeantrieb des Fensters verursachen.
Bei einer bekannten selbsttätig andrückenden Abdichtvorrichtung
der eingangs angegebenen Gattung (DE 24 35 766 A1) legt sich die
zu diesem Zweck in ihrer Querrichtung bewegbare Fensterscheibe
mit einer am Scheibenrand angebrachten und als Profilleiste aus
gebildeten Scheibeneinfassung dem Abdichtprofil stets von innen
her an, d. h. das Abdichtprofil ist gegen die Außenfläche der
Fensterscheibe gerichtet. Aufgrund der vorhandenen Scheibenein
fassung kann bei dieser bekannten Abdichtvorrichtung keine voll
ständig karosseriebündige Lage der Fensterscheibe erreicht wer
den, weil mindestens die Dicke des äußeren Schenkels der Schei
beneinfassung mit der Scheibenaußenfläche eine Stufe bildet,
wenn auch die Außenfläche dieses Schenkels mit der Außenfläche
des Fensterrahmens bündig liegt. Diese unvermeidbare Stufenbil
dung wirkt den Bemühungen um eine glatte Karosserieaußenhaut zur
Erzielung einer möglichst wirbelfreien Umströmung des Fahrzeugs
durch den Fahrtwind entgegen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine selbsttätig an
drückende Abdichtanordnung der eingangs bezeichneten Gattung be
reitzustellen, bei welcher eine stufenbildende Einfassung der
Fensterscheibe nicht erforderlich ist, so daß die Außenfläche
der geschlossenen Fensterscheibe mit angrenzenden Karosserie
außenflächen vollständig bündig liegt, wobei die Fensterscheibe
nicht in Querrichtung, sondern lediglich in ihrer Hubrichtung
bewegbar ist.
Die gestellte Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale
der nebengeordneten Patentansprüche 1 und 2 gelöst.
Bei den beiden Ausführungsformen der Erfindung wird nicht die
Fensterscheibe zur Herbeiführung der Abdichtung in Querrichtung
bewegt, sondern die Relativbewegung zwischen der Fensterscheibe
und dem Abdichtprofil wird nach der Ausführungsform gemäß An
spruch 1 durch teilweise Querbewegung des Abdichtprofils infolge
seiner Verformung und nach der Ausführungsform gemäß Anspruch 2
durch vollständige Querbewegung des gesamten Abdichtprofils er
reicht. Hierbei sind bei beiden nebengeordneten Ausführungsfor
men die Abdichtprofile gegen die Innenfläche der Fensterscheibe
gerichtet und über die Außenfläche des Fensterrahmens vorstehend
befestigt. Auf diese Weise sind die Voraussetzungen für eine ka
rosseriebündige Lage der Fensterscheibenaußenfläche geschaffen.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend an
hand der Ausführungsbeispiele in zum Teil schematisierter
Form darstellenden Zeichnungen näher erläutert. Darin zeigt:
Fig. 1 die zum Teil aufgebrochene Innenansicht
einer Kraftfahrzeugvordertür mit einspurigem
Kabel/Rohr-Fensterheber,
Fig. 2 einen Schnitt entlang der abgeknickten
Schnittverlaufslinie II-II in Fig. 1, durch
eine Ausführungsform mit keilartiger Abdich
tung,
Fig. 3-5 Schnitte entlang der Linie III-III in Fig. 2,
jedoch in unterschiedlichen Stellungen der
Abdichtteile, entsprechend unterschiedlichen
Schiebestellungen der Fensterscheibe,
Fig. 6 eine Ansicht der Scheibenführung und einer Fahrzeugtür in Richtung
des Pfeiles VI in Fig. 2,
Fig. 7 einen dem Schnittverlauf der Fig. 2 entspre
chenden Schnitt, jedoch bei Anordnung eines
beweglichen Abdichtrahmens, dargestellt in
der Fensterschließstellung,
Fig. 8 einen der Fig. 7 entsprechenden Schnitt, je
doch bei Lage der Teile in einer Fenster
öffnungsstellung,
Fig. 9 einen Schnitt entlang der Linie IX-IX in
Fig. 7 und
Fig. 10 einen Schnitt entlang der Linie X-X
in Fig. 1.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen am Beispiel einer
Vordertür eines Kraftfahrzeuges dargestellt. Der grund
sätzliche Aufbau der Tür und ihres Schiebefensters wird
nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig. 1, 2 und 6
beschrieben.
Die in der Nähe ihrer oberen Schließstellung befindlich
dargestellte Fensterscheibe 1 ist mit ihren beiden Seiten
kanten 2 und 3 an den beiden seitlichen Fensterrahmentei
len 4 und 5 verschiebbar geführt. Den oberen Abschluß des
Fensterrahmens bilden die Fensterrahmenteile 6 und 7, die
miteinander und mit den seitlichen Fensterrahmenteilen 4
und 5 zu einem einteiligen Fensterrahmen fest verbunden
sind. Die seitlichen Fensterrahmenteile 4 und 5 erstrecken
sich in den Fensterschacht 8 (Fig. 6) hinein und sind je
weils an der benachbarten Seitenwand des Türinnenblechs 9
durch Schrauben oder auch durch Anschweißen starr befestigt.
Nach außen wird der Fensterschacht 8 durch das Türaußen
blech 10 begrenzt.
Der in Fig. 1 dargestellte einspurige Fensterheber besteht
aus dem im Fensterschacht 8 verlegten Führungsrohr 11,
dem darin v-erschiebbar zug- und drucksteif geführten fle
xiblen Gewindekabel 12 und der am Türinnenblech befestig
ten Antriebsvorrichtung 13 mit Bedienungskurbel 14. Inner
halb der Antriebsvorrichtung 13 ist ein mit Bedienungs
kurbel 14 drehfest verbundenes Antriebsritzel (nicht dar
gestellt) vorgesehen, welches in die Gewindewicklung des
Gewindekabels 12 eingreift und dieses bei Drehungen der
Bedienungskurbel 14 zahnstangenähnlich in dem Führungsrohr
11 verschiebt. Das Führungsrohr 11 setzt sich zusammen aus
einem sogenannten aktiven Rohrstück 15 und einem passiven
Rohrstück 16, von denen das erstere das im Arbeitseinsatz
befindliche Kabelstück führt, während das letztere das
freie über die Antriebsvorrichtung 13 hinausstehende Kabel
stück aufnimmt. Fensterheber des beschriebenen Systems sind
an sich seit langem bekannt und bedürfen daher hier keiner
näheren Erläuterung.
Das aktive Rohrstück 15 des Führungsrohrs 11 ist über ein
daran befestigtes bogenförmiges Anschlußstück 17 am unteren
Ende des Fensterrahmenteils 4 befestigt, wobei der im Fen
sterrahmenteil 4 angeordnete Führungskanal 18 (Fig. 2) durch
messergleich mit dem Führungsrohr 11 fluchtet. Das Gewinde
kabel 12 erstreckt sich in den Führungskanal 18 hinein und
ist mit einem an der Fensterscheibe 1 befestigten unteren
Tragglied 19 fest verbunden. In dem Beispiel gemäß der
Fig. 1 sind insgesamt vier Tragglieder 19 bis 22 an der
Fensterscheibe 1 befestigt.
In der nachfolgenden Beschreibung sind trotz unterschied
licher Ausführungsformen einander entsprechende Teile mit
denselben Bezugszahlen bezeichnet.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, sind in den hinterschnittenen
Führungskanälen 18, 18′ Gleitelemente 23 bzw. 23′ ver
schiebbar geführt, die in diesem Beispiel einstückig mit
dreifach rechtwinklig abgewinkelten Traggliedern 20 bzw.
22 ausgebildet sind. Die aus Fig. 2 nicht ersichtlichen
unteren Tragglieder 19 und 21 sind entsprechend ausgebil
det, wobei das Gleitelement des Tragglieds 19 fest mit dem
Ende des Gewindekabels 12 verbunden ist.
Die hinterschnittenen Führungskanäle 18, 18′ sind in die
äußere Seitenwand 25 bzw. 25′ der aus übereinstimmenden
Blechprofilen gebildeten Fensterrahmenteile 4 bzw. 5
eingeformt, besitzen einen im wesentlichen kreisförmigen
Querschnitt und öffnen sich nach außen über einen sich
über die Länge der Fensterrahmenteile 4, 5 erstreckenden
Schlitz 26 bzw. 26′ für den Durchtritt der Tragglieder 19,
20 bzw. 21, 22.
In Fig. 2 ist die dem Fensterrahmenteil 4 benach
barte B-Säule 27 der Kraftfahrzeugkarosserie strichpunk
tiert eingezeichnet. Wie aus dieser Figur ersichtlich
ist, liegt die Außenfläche 28 der B-Säule 27 bündig mit der
Außenfläche der Fensterscheibe 1, so daß keine vorspringen
den den Luftströmungswiderstand erhöhenden Kanten gebildet
werden. Auch an den Fensterrahmenteilen 4 bis 7 werden kei
ne vorspringenden Kanten gebildet, weil der Fensterrahmen
insgesamt innen liegt und außen von der Fensterscheibe 1
abgedeckt wird. Zwischen dem Fensterrahmen und der B-
Säule 27 befindet sich eine an der B-Säule befestigte
Dichtung 29.
Bei dem Ausführungsbeispiel entsprechend Fig. 2
sind die Führungskanäle 18, 18′, wie mit Bezug auf
Fig. 2 schon erläutert wurde, in die äußere Seitenwand 25
bzw. 25′ der aus Blech geformten Fensterrahmenteile 4 bzw.
5 eingeformt. Beim Ausführungsbeispiel entsprechend den
Fig. 7 und 8 befinden sich dagegen die hinterschnittenen
Führungskanäle 18, 18′ jeweils in der inneren Seitenwand 30
bzw. 30′ der Fensterrahmenteile 4 bzw. 5. Hierbei sind die
Tragglieder, von denen aus der Zeichnung nur die beiden obe
ren Tragglieder 20 und 22 ersichtlich sind, lediglich zwei
fach rechtwinklig abgekantet.
Bei dem aus Fig. 2 ersichtlichen Ausführungs
beispiel besitzen die Tragglieder, wie am Beispiel der
Tragglieder 20 und 22 gezeigt wird, zueinander gekehrte
Vorsprünge 41 und 42, mit welchen die Tragglieder an zuein
ander parallelen Wandbereichen der äußeren Seitenwände 25,
25′ und der inneren Seitenwände 30, 30′ zusätzlich zur
Führung der Gleitelemente in den Führungskanälen geführt
sind.
Wie die Zeichnungen verdeutlichen, besitzen die Tragglieder
19 bis 22 jeweils eine der Fensterscheibe 1 zugekehrte und
damit planparallele Fläche, mit welcher sie an den oberen
und unteren Enden jeder Seitenkante 2, 3 durch Kleben be
festigt sind. Die Tragglieder 19, 20 und 21, 22 an jeder
Scheibenseitenkante können
einzeln ausgeführt und einzeln befestigt sein.
Die Tragglieder können jedoch auch paarweise durch eine
etwa über die Fensterhöhe durchgehende Profilleiste 43
starr miteinander verbunden sein, beispielsweise zusammen
mit dieser einteilig geformt sein, wie dies aus dem Aus
führungsbeispiel gemäß Fig. 2 hervorgeht. In diesem Fall
ist die Profilleiste 43 mit ihrer der Fensterscheibe 1
zugekehrten und damit planparallelen Fläche mit der Innen
fläche der Fensterscheibe verklebt.
Die erfindungsgemäße Abdichtung zwischen der Fensterschei
be 1 und dem Profilrahmen 4 bis 7 kann auf verschiedene
Weise ausgeführt werden. Grundsätzlich ist bei allen Aus
führungsbeispielen vorgesehen, daß die Abdichtung inner
halb des Fensterrahmens angeordnet ist, d. h. den zuein
ander gekehrten Seitenwänden der seitlichen Fensterrahmen
teile 4, 5 folgt und sich entsprechend auch an den oberen
Fensterrahmenteilen 6 und 7 fortsetzt. Alle Abdichtungen
sind so ausgebildet, daß sie erst kurz vor Erreichen der
Fensterschließstellung an die Scheibe angedrückt werden.
Eine erste Ausführungsform einer selbsttätig andrückenden
Abdichtung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig.
2 bis 6 und 10 beschrieben. Wie aus Fig. 2 hervorgeht,
ist an jeder der beiden Profilleisten 43 jeweils eine Ab
dichtleiste 49 vorgesehen, deren Abdichtfläche 50 dem
Abdichtprofil 46 zugekehrt ist. Das Abdichtprofil 46 ist
zwischen zwei aus dem Blech des Fensterrahmenteils abge
kanteten Flanschen 51 und 52 eingespannt, von denen der
Flansch 51 parallel zur Fensterscheibe 1 verläuft, während
der Flansch 52 quer zur Fensterscheibe gerichtet ist.
Entsprechend ist an den oberen Fensterrahmenteilen 6, 7,
wie am Beispiel der Fig. 10 dargestellt ist, ein an die
seitlichen Abdichtprofile anschließendes Abdichtprofil 46
befestigt.
Die Abdichtfläche 50 ist abgeschrägt, so daß die Abdicht
leiste 49 sich nach oben gerichtet keilartig verjüngt,
wie insbesondere die Fig. 3 bis 5 verdeutlichen. Das
Abdichtprofil 46 besitzt einen der Fensterscheibe 1 und
der Abdichtfläche 50 zugekehrten Abdichtwulst, der ent
sprechend der Abdichtleiste 49 jedoch umgekehrt gerichtet
keilartig verjüngt ist, wie ebenfalls aus den Fig. 3 bis
5 hervorgeht. Wenn die Fensterscheibe 1 völlig in den
Fensterschacht versenkt ist, wie das bei der in Fig. 3
gezeigten Lage der Teile der Fall ist, berühren sich die
Abdichtleiste 49 und der Abdichtwulst des Abdichtprofils
46 nicht. Auch über einen weiten Bereich des Schiebe
weges der Fensterscheibe 1 liegt zwischen den beiden
Teilen keine Berührung vor, wie Fig. 4 für die halbge
schlossene Fensterscheibe veranschaulicht. So lange sich
die Abdichtfläche 50 und der Abdichtwulst 53 nicht berüh
ren wird der Abdichtwulst 53 nicht deformiert und liegt
daher auch der Fensterscheibe 1 nicht an, wodurch sich
diese ohne Reibung an der Abdichtung bewegen läßt. Auch
bei der in Fig. 2 gezeigten Lage der Teile liegt der Ab
dichtwulst 53 noch nicht an der Innenfläche der Fenster
scheibe 1, weil das Schiebefenster noch nicht völlig ge
schlossen ist. Erst in der letzten Phase der Schließbe
wegung läuft die Abdichtfläche 50 auf den Abdichtwulst
53 auf, wodurch bei fortgesetzter Schließbewegung der
Abdichtwulst 53 so deformiert wird, daß er sich an die
Fensterscheibe 1 abdichtend anpreßt. Hierbei stützt er
sich an dem Flansch 52 ab. Die Schließlage ist in Fig. 5
dargestellt. Umgekehrt nimmt bei der Öffnungsverschiebung
die Anpreßdeformation des Abdichtwulstes 53 rasch ab, so
daß schon nach kurzer Öffnungsverschiebung die Reibung
zwischen Fensterscheibe 1 und Abdichtung 46 aufgehoben ist.
Eine zweite Ausführungsform einer selbsttätig andrückenden
Abdichtung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die
Fig. 7 bis 9 beschrieben. Hierbei ist innerhalb des Fen
sterrahmens 4 bis 7 ein beweglicher Abdichtrahmen 54 an
geordnet, der im wesentlichen einen zur Fensterscheibe 1
geöffneten U-förmigen Querschnitt aufweist. Der Rahmen
kann geschlossen ausgebildet sein, d. h. die Fensteröffnung
nicht nur an den Seiten, sondern auch oben und unten um
schließen, wobei sein unteres (nicht dargestelltes) Teil
zweckmäßig unterhalb der Oberkante 55 (Fig. 1) der Tür
bleche 9, 10 liegt. Auf seinen inneren Profilflansch 56
ist ein Halteprofil 45 aufgesteckt, an welchem das als
Lippendichtung ausgebildete Abdichtprofil 46 befestigt
ist. An die Abdichtung 46 schließt sich
an den Seitenteilen und oberen Teilen des Fensterrahmens
eine flexible Hohlkammerdichtung 57 an, die an einem
weiteren Klemm- oder Halteprofil 58 befestigt ist, welches
auf eine horizontal zur Fensterscheibe 1 ausgerichtete
von den Fensterrahmen vorspringende aus dem Fensterrahmen
blech geformte aufgedoppelte Leiste 59 klemmend aufgesteckt
ist. Der Abdichtrahmen 54 wird auf diese Weise etwa senk
recht zur Fensterscheibe 1 bewegbar am Fensterrahmen ge
halten.
Am äußeren Profilflansch 60 der beiden seitlichen Rahmen
teile des Abdichtrahmens 54 ist oben jeweils ein Führungs
blech 61 befestigt, welches so ausgespart ist, daß eine
nach unten und zur Fensterscheibe 1 gerichtete Schrägfläche
62 entsteht. Die Schrägfläche 62 wirkt mit einem im ge
zeichneten Beispiel als Stift 63 ausgebildeten Andruck
glied zusammen, welches am Tragglied 20 bzw. 22 befestigt
ist. Am unteren Ende der beiden Seitenteile des beweglichen
Abdichtrahmens 54 können entsprechende Führungsbleche 61
angeordnet sein, deren Schrägflächen 62 mit entsprechend
an den Traggliedern 19 und 21 befestigten Stiften 63 zu
sammenwirken. Falls jedoch der Abdichtrahmen 54 keine
untere die beiden seitlichen Rahmenleisten miteinander ver
bindende Rahmenleiste aufweist, kann die Anordnung auch so
getroffen werden, wie es in der unteren Hälfte der Fig. 9
dargestellt ist. Hierbei ist der Profilflansch 60 so aus
geschnitten, daß eine nach unten geöffnete Aussparung ent
steht, welche die Schrägfläche 62 bildet. In diesem Fall
ist der das Andruckglied bildende Stift 63 an einer Ver
längerung 64 des Traggliedes 19 bzw. 21 befestigt. Solange
sich die Schrägflächen 62 mit den Stiften 63 nicht im Ein
griff befinden, was nahezu über den vollen Fensterschiebe
weg der Fall ist, befindet sich der Abdichtrahmen 54 in
seiner in Fig. 8 dargestellten zurückgezogenen Stellung,
in welcher das Abdichtprofil 46 von der Fensterscheibe 1
abgehoben ist. In der letzten Phase der Schließbewegung
treffen die der Bewegung der Fensterscheibe folgenden Stifte
63 auf die Schrägflächen 62, wodurch der Abdichtrahmen 54
in Richtung auf die Fensterscheibe 1 verlagert wird, bis
er schließlich in der Schließstellung der Fensterscheibe 1
die in Fig. 7 dargestellte Lage einnimmt, in welcher das
Abdichtprofil 46 der Fensterscheibe abdichtend anliegt.
Beim Öffnen der Fensterscheibe verschieben sich die Stifte
63 auf den zugeordneten Schrägflächen 62, wodurch sich
der Abdichtrahmen 54 veranlaßt durch die Rückstellkraft
der elastischen Hohlkammerdichtung 57 in der von der Fen
sterscheibe 1 wegweisenden Gegenrichtung verlagert, bis
das Abdichtprofil 46 wieder die in Fig. 8 veranschaulichte
abgehobene Lage einnimmt. Eine zwangsläufige Rückstellung
des Abdichtrahmens 54 zu Beginn der Öffnungsverschiebung
der Fensterscheibe 1 kann erzielt werden, wenn den Schräg
flächen 62 gegenüberliegend entsprechende Schrägflächen 65
in den Führungsblechen 61 bzw. in den Profilflanschen 60
angebracht werden. Eine derartige Schrägfläche 65 ist im
oberen Teil der Fig. 9 strichpunktiert angedeutet. Bei der
Abwärtsbewegung des Stiftes 63 legt sich dieser an die
Schrägfläche 65 an und verschiebt den Abdichtrahmen 54
nach links, bezogen auf Fig. 9 betrachtet.
Fig. 10 veranschaulicht, daß auch das obere
Fensterrahmenteil einen den bei
den zugehörigen seitlichen Fensterrahmenteilen entspre
chenden Querschnitt aufweist. Aus Fig. 10 ist
außerdem ersichtlich, daß im Bereich der oberen Fenster
rahmenteile der dort nicht benötigte Führungskanal 18
durch eine in
den Führungskanal 18 eingerastete Abdeckleiste 77 ge
schlossen ist.
Obwohl in den Zeichnungen die Fensterscheiben 1 platten
förmig eben dargestellt sind, wie insbesondere aus
Fig. 6 hervorgeht, wodurch auch die Fensterrahmen
teile 4 und 5 entsprechend gradlinig ausgebildet sind,
können die Fensterscheiben 1, die Fensterrahmenteile 4
und 5 und natürlich auch die Führungskanäle 26 entspre
chend der tatsächlichen Karosserieprofilierung bogen
förmig ausgeführt sein.