DE313007C - - Google Patents

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DE313007C
DE313007C DENDAT313007D DE313007DA DE313007C DE 313007 C DE313007 C DE 313007C DE NDAT313007 D DENDAT313007 D DE NDAT313007D DE 313007D A DE313007D A DE 313007DA DE 313007 C DE313007 C DE 313007C
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21C—PRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C11/00—Regeneration of pulp liquors or effluent waste waters
    • D21C11/02—Regeneration of pulp liquors or effluent waste waters of acid, neutral or alkaline sulfite lye
    • Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02P—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P40/00—Technologies relating to the processing of minerals
    • Y02P40/40—Production or processing of lime, e.g. limestone regeneration of lime in pulp and sugar mills

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  • Paper (AREA)
  • Heat Treatment Of Water, Waste Water Or Sewage (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 21. JUNI 1919
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
.- M 313007 KLASSE 55 b GRUPPE
Dr. ERIK LUDVIG RINMAN in S
Verfahren zur Behandlung von Sulfitablaug
Zusatz zum Patent 285752. ^
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. Mai 1916 ab. Längste Dauer: 6. August 1929.
fHOLM.
it Alkalien.
Durch das Patent 285752 ist ein Verfahren zur Behandlung von Sulfitablauge geschützt, welches darin besteht, daß die Ablauge mit* Alkalien, im besonderen Kalkhydrat, während so langer Zeit gekocht wird, daß die Bestandteile der Lauge in eine Fällung aus Lignin und Kalziumsulfit und eine Lösung von organischen Kalksalzen übergeführt werden, von denen die letzteren einer trockenen Destillation mit starken Basen, im besonderen Kalkhydrat, unterworfen werden. Die Erfindung betrifft eine Verbesserung dieses Verfahrens zu dem Zwecke, es wirtschaftlicher zu machen; indem das erforderliehe Eindunsten der Lauge bedeutend vermindert wird. Die Erfindung besteht in der Hauptsache darin, daß entweder die Ablauge selbst, wie sie vom Kochen erhalten und bevor sie mit Kalkhydrat gekocht wird, oder auch die wässerige Lösung von organischen Kalksalzen in neue Sulfitsäure regeneriert wird, womit neue Mengen Holz gekocht werden. Hierdurch erhält die Lauge oder die Lösung eine wesentlich erhöhte Konzentration an organischen Stoffen, worauf sie mit Vorteil nach . dem Hauptpatent weiterbehandelt werden kann.
Das Verfahren kann in verschiedener Weise ausgeführt werden. Die Sulfitablauge kann,' ohne von irgendwelchen Bestandteilen befreit zu werden, zum wiederholten Kochen von Holz verwendet werden, .bis sie die erwünschte Konzentration an organischen Stoffen erhält. Eine Konzentration" bis zu einem spez. Gewicht von 1,14 soll dabei nicht zweckmäßig überschritten werden. Zwischen jeder Verwendung der Lauge muß sie gekühlt werden, so daß sie schweflige Säure in erwünschtem · Grade absorbieren kann. Dies erfolgt dadurch, daß man die Lauge durch Kühlvorrichtungen hindurchströmen läßt. Zur schließlichen Kühlung der Lauge ist es aber vorteilhafter, Kühler zu verwenden, welche die Lauge zerstäuben und gleichzeitig in ihr eine lebhafte Verdampfung herbeiführen. Hierzu eignet sich besonders ein Schleuderzerstäube,r, der nicht nur die Lauge in einfacher und billiger Weise zerstäubt, sondern auch eine starke Verdampfung dadurch hervorruft, daß mit ihm ein Strom von Gas oder Luft durch die zerstäubte Lauge getrieben wird. In diesem Falle, wo die Lauge, ohne '< zuerst von irgendwelchen Bestandteilen be- · freit zu werden, zum wiederholten Kochen verwendet wird, ist es am zweckdienlichsten,
schweflige Säure,, ζ. Β., solche, welche zur Sulfitsäureherstellung- verwendet wird, durch die. Lauge'<zu- treiben^ ..wobei 'das Gas teilweise von der Lauge absorbiert wird. .Bei dieser Arbeitsweise läuft man aber die Ge-, fahr, daß organische Substanz, im besonderen Zucker, beim wiederholten Sulfitkochen verloren geht. ,
ι Man kann aber auch in der Weise verfahren, daß man nach jedem Sulfitkochen die Lauge in Gärung versetzt, um aus ihr Alkohol zu gewinnen, und dann die gegärte, und von Alkohol befreite Lauge zur Bereitung von neuer Sufitsäure verwendet. Die Lauge wird dabei am besten in der oben beschriebenen Weise mittels Kühler und Schleuderzerstäuber gekühlt. In diesem Falle soll man aber am besten durch die zerstäubte Lauge einen Strom von Luft treiben. In solchen Fällen, wo die Sulfitablauge zwecks Alkoholgewinnung gegärt wird, ist es am besten, derart zu arbeiten, daß die Lauge, nachdem sie zweimal gegärt hat, einer Kochung mit Kalkhydrat unterworfen wird, um Ligninsubstanz und Kalziumsulfit zu erhalten. Die von Lignin befreite Lauge wird dann zur Bereitung von. neuer Sulfitsäure verwendet. In diesem Falle wird.die Lauge vom Kochen mit Kalkhydrat unmittelbar mit darin vorhandener Fällung von Kalziumsulfit zuerst mittels Kühler und darauf mittels des Schleuderzerstäubers unter Luftzufuhr gekühlt, worauf die gekühlte Lösung mit darin vorhandener 'Fällung zur Herstellung von neuer Sulfitsäure mit schwefliger Säure behandelt wird. Die erhaltene Sulfitsäure wird mittels Filterpresse von überschüssigem Kalk getrennt, worauf die Sulfitsäure zum Kochen von neuen Mengen Holz verwendet wird.
Auf diese Weise kann die Lauge wiederholt verwendet werden, bis sie beim Kochen mit Kalkhydrat einen Gehalt an Kalksalzen entsprechend einem spez. Gewicht von 1,07 bis 1,12 erhält. Wenn die Lauge" eine solche
45, Konzentration erhalten hat, wird sie einer vollständigen Behandlung nach dem Hauptpatente unterworfen.
Möglichst geringe Filtrierung wird erforderlich, wenn man — unabhängig davon, ob die Lauge gegärt wird oder nicht — derart arbeitet, daß die Lauge stets mit Kalkhydrat ^ gekocht wird, sobald sie die doppelte Kon-' zentration von Ligninsubstanz enthält. Ferner verwendet man die mit Kalkhydrat gekochte Lauge solange zur Bereitung von neuer Sulfitsäure, bis sie die genügend hohe Konzentration zur trockenen Destillation erhalten hat. Sobald die Lauge die hierzu nötige Konzentration hat, trennt man einen so großen Teil davon ab, wie unmittelbar abdekantiert werden kann, während derj Rest zusammen mit mehr verdünnter Lauge zur Herstellung von neuer Sulfitsäure verwendet wird. Hierdurch fallen alle Filtriervorrichtungen zum Filtrieren der alkalischen' Lauge weg, und man braucht nur Behälter anzuwenden, woriri die Fällung sich absetzen kann. . Ferner entfällt bei diesem Verfahren jede saure Verdampfung von Lauge, wodurch die Anlagekosten für die nötigen Vorrichtungen wesentlich vermindert; werden. Bei der Verdampfung der Lauge wird außerdem mehr als die Hälfte der Dampfmenge erspart, welche nach dem Hauptpatente erforderlich ist. Es ist selbstverständlich, daß man beim Trennen der Sulfitablauge von den Zellulosefasern versuchen soll, die Ablauge so weit als möglich zu verdrängen oder auszuwaschen.

Claims (4)

80 Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Behandlung von Sulfitablauge mit Alkalien, entweder in unveränderter Form oder, nachdem dieselbe von einem oder mehreren Bestandteilen befreit worden ist, nach Patent 285752, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablauge vor dem Kochen mit Alkalien, im besonderen Kalkhydrat, unter Druck in neue Sulfitsäure regeneriert wird, womit neue Mengen Holz gekocht werden.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wässerige Lösung von organischen Kalksalzen, bevor sie der trockenen Destillation unterworfen wird1,! in neue Sulfitsäure regeneriert wird, womit neue Mengen Holz
- gekocht werden.
3. Verfahren nach Patentanspruch 1, 1P0 dadurch gekennzeichnet, daß die Ablauge zwecks Kühlung zur Herstellung von neuer Sulfitsäure zerstäubt, und daß durch die zerstäubte Lauge ein Strom von' schwefliger Säure getrieben wird.
4. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wässserige Lösung von organischen Kalksalzen zwecks ' Kühlung zur Herstellung von neuer Sulfitsäure zerstäubt, und daß durch die zerstäubte Lösung ein Luftstrom getrieben wird.
DENDAT313007D Expired DE313007C (de)

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