DE312495C - - Google Patents
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- DE312495C DE312495C DENDAT312495D DE312495DA DE312495C DE 312495 C DE312495 C DE 312495C DE NDAT312495 D DENDAT312495 D DE NDAT312495D DE 312495D A DE312495D A DE 312495DA DE 312495 C DE312495 C DE 312495C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
- C09B39/00—Other azo dyes prepared by diazotising and coupling
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Description
AUSGEGEBEN
AM 26. MAI 1919
Wie vom Erfinder festgestellt worden ist, enthalten die Sulfitablaugen zwei Gruppen
von Stoffen mit in gewisser Hinsicht wesentlich verschiedenen Eigenschaften, nämlich die
ligninsulfonsauren und lignonsulfonsauren Salze. Es wurde vom Erfinder bereits vorgeschlagen,
diese zwei Gruppen durch Aussalzen voneinander zu trennen. Das geschieht zweckmäßig mittels Kochsalz, in welchem
Falle die ligninsulfonsauren Salze ausfallen, während die lignonsulfonsauren Salze in der
Lösung zurückbleiben.
Die freien Sulfonsäuren werden dadurch
erhalten, daß eine Lösung des betreffenden Salzes mit einer starken Säure, z. B. konzentrierter
Salzsäure, behandelt wird.
Die Salze der Ligninsulfonsäure sind löslich in Wasser, Alkali und verdünnten Säuren,
aber unlöslich in gesättigter Kochsalzlösung und Alkohol. Die Säure ist leicht löslich
und löslich in verdünnter Säure, aber unlöslich in starker Säure und löslich in Alkohol
(Unterschied von dem Salz).
Die Lignonsulfonsauren oder deren Salze,
Die Lignonsulfonsauren oder deren Salze,
z. B. das Kalium-, Natrium- oder Kalziumsalz sind löslich in Wasser, Säure und gesättigten
Salzlösungen, aber wenig in Alkohol. Nach vorliegender Erfindung werden Azofarbstoffe
aus diesen lignin- oder lignonsulfonsauren Salzen oder aus der entsprechenden Säure dadurch hergestellt, daß diese Körper
mit diazotierten aromatischen Aminen oder Derivaten hiervon gekuppelt werden.
Die Kuppelungsprodukte sind Farbstoffe von hellroter bis dunkelbrauner Farbe. Gewöhn-Hch
fallen die Farbstoffe direkt aus, wenigstens in dem Falle der Verwendung von Ligninsulfonsäure oder deren Salzen, aber
falls dies nicht der Fail ißt, können sie durch Aussalzen mittels z. B. Kochsalz, Soda, Natriumsulfat
o. dgl. oder durch Fällung mittels Alkohols gewonnen werden.
Das Verfahren wird mit Ligninsulfonsäure oder deren Salzen zweckmäßig· in folgender
Weise ausgeführt.
Beispiel 1. Zu einer Lösung von 5 g 6oprozentigem
ligninsulfonsaurem Salze in 50 g Wasser fügt man unter Umrühren eine durch Diazotieren von 6 g Anilin in bekannter
AVeise erhaltene Lösung, wobei ein ziegelroter Farbstoff ausfällt.
Beispiel 2. Zu einer Lösung" von 5 g 6oprozentigem ligninsulfonsaurem Salze in 50 g
Wasser fügt man unter Umrühren eine durch Tetrazotieren von 3 g Benzidin in bekannter
Weise erhaltene Lösung, wobei ein dunkelbrauner Farbstoff ausfällt.
Beispiel 3. Zu einer Lösung von 5 g 6opro-.zentigem ligninsulfonsaurem Salze in 50 g
Wasser fügt man unter Umrühren eine durch Diazotieren von 10 g yS-Naphthylamindisulfosäure
2:6:8 erhaltene Lösung, wobei eine
stark rote Losung erhalten wird. Aus dieser Lösung erhält 'man durch Aussalzen mit
Kochsalz einen hellroten Farbstoff.
Das Verfahren1 kann 'bei Benutzung' von,
Lignonsulfiqns.äufe^o.de«;/eieren Salzen zweckmäßig
in folgender Weise ausgeführt werden. Beispiel 4. Zu 20 ecm des auf 1I6 des ursprünglichen
Volumens eingedampften FiI-trats, das durch Filtrieren der mit Kochsalz
behandelten Sulfitablauge gewonnen ist, fügt man unter Umrühren eine durch Diazotieren
von etwa 6 g Anilin in gewöhnlicher Weise erhaltene Lösung, wobei eine dunkelbraune
Lösung erhalten wird. Aus dieser Lösung
!5 wird der Farbstoff entweder durch Zusatz
von einem gleich großen Volumen von starkem Alkohol oder durch Aussalzen mit Kochsalz
u. U. nach Neutralisieren oder durch bloßes Neutralisieren ausgefällt.
Beispiel 5. Zu 20 ecm des auf 1I5 des ursprünglichen
Volumens eingedampften FiI-trats, das durch Filtrieren der mit Kochsalz
behandelten Sulfitablauge gewonnen ist, fügt man unter Umrühren eine durch Diazotieren
2S von etwa 10 g 4-Nitro-2-toluidin erhaltene
Lösung, wobei eine rotbraune Lösung erhalten wird. Aus dieser Lösung wird der Farbstoff durch Zusatz von Soda oder Kochsalz ausgefällt.
Beispiel 6. Zu 20 ecm des auf V5 des ursprünglichen
Volumens eingedampften FiI-trats, das durch Filtrieren der mit Kochsalz
behandelten Sulfitablauge gewonnen ist, fügt man unter Umrühren eine durch Diazotieren
von etwa 12 g Aminoazobenzol erhaltene Lösung, wobei direkt ein dunkelbrauner Farbstoff
herausfällt.
Die bei der Behandlung der Ligninsulfonsäure oder deren Salzen mit Diazoverbindungen
gebildeten Körper, welche u. U. schon an sich Farbstoffe sein können, vereinigen sich
leicht mit anorganischen oder organischen Basen, z. B. Kalium-, Natrium-, Calcium-
oder Bariumhydrat, Ammoniak, Äthylamin, Methylamin, zu Farbstoffen von brauner,
rotbrauner oder roter Farbe.
Beispiel 7. Nachdem die Kuppelung zwischen der Ligninsulfonsäure oder deren Salzen
und der Diazoverbindung erfolgt ist,
z. B. nach Beispiel 1, 2 oder 3, fügt man zur Reaktionsmischung eine anorganische oder
organische Base bis zur schwach alkalischen Reaktion, wobei das entsprechende Salz der
Azoverbindung herausfällt oder mittels z. B. löslicher Karbonate ausg'esalzen werden kann.
Je nach der zugesetzten Base weisen die erhaltenen Salze der Azoverbindung eine verschiedene
Farbe auf; z. B. eine durch Kuppelung mit diazotierten! Anilin erhaltene Azoverbindung
gibt mit Kaliumhydrat eine braune, mit Natriumhydrat eine rotbraune und mit Ammoniak eine rote Farbe.
Statt zuerst die Kuppelung auszuführen und· nachher eine Base zuzusetzen, kann die
Kuppelung direkt bewirkt werden mittels einer Lösung von diazotierten Aminen, welche
Lösung mit der entsprechenden Base alkalisch gemacht worden ist, wobei das entsprechende
Salz der Azoverbindung' erhalten wird.
... ■ .
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen, dadurch gekennzeichnet,
daß Ligninsulionsäure oder Lignonsulfonsäure oder deren Salze mit diazotierten
Aminen oder deren Derivaten behandelt werden. :
2. Ausführungsiörm des Verfahrens nach Patentanspruch 1, dadurch gekenrizeichnet,
daß als Ausgangsstoff Sulfitabfallauge, die durch Aussalzen entweder von der Ligninsulfonsäure bzw. deren Salzen
oder von der Lignonsulfonsäure bzw. deren Salzen befreit worden ist, verwendet wird.
3. Ausführungsform des Verfahrens nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß bei der Verwendung von Ligninsulfonsäure oder deren Salzen
als Ausgangsstoff nach der Kuppelung zu der Reaktionsmischung", eine anorganische
oder organische Base zugesetzt wird, wobei ein Salz der entsprechenden Azoverbindung
erhalten wird, das gewöhnlich direkt ausfällt oder mittels z. B. löslicher Karbonate ausgesalzen werden kann.
4. Ausführungsform des Verfahrens nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Base vor der Kuppelungzu den bei der Kuppelung verwendeten Aminen zugesetzt wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE312495C true DE312495C (de) |
Family
ID=565421
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT312495D Active DE312495C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE312495C (de) |
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