DE38310C - Verfahren zur Darstellung blauer Farbstoffe durch Kombination von Diazosaffraninen mit Naphtolsulfosäuren - Google Patents

Verfahren zur Darstellung blauer Farbstoffe durch Kombination von Diazosaffraninen mit Naphtolsulfosäuren

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DE38310C
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DENDAT38310D
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LEIPZIGER ANILINFABRIK BEYER & KEGEL in Lindenau-Leipzig
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KAISERLICHES
PATENTAMT. \%
Die aus primären Aminen darstellbaren Saffranine lassen sich bekanntlich mit salpetriger Säure in Diazoverbindungen umwandeln.
Wir haben nun gefunden, dafs bei der Combination dieser diazotirten Saffranine mit Naphtolsulfosäuren Farbstoffe entstehen, welche sich durch eine dunkelblaue, indigoartige Nuance auszeichnen.
Als hierfür geeignete Saffranine haben wir bis jetzt versucht:
a) Saffranine, welche durch Oxydation eines Gemenges von 1 Molecül p-Phenylendiamin mit 2 Molecülen primärer Monamine entstehen, als sogenanntes Phenosaffranin (aus p-Phenylendiamin und Anilin), ferner das Saffranin aus ρ - Phenylendiamin, 1 Molecül Anilin und ι Molecül o-Toluidin (an Stelle des o-Toluidins kann m-Toluidin, p-Toluidin oder eines der sechs bekannten Xylidine oder Cumidine treten, anStelle von Anilin: o-Toluidin, p-Toluidin, m-Toluidin, eines der Xylidine oder Cumidine);
b) Saffranine, welche gebildet werden, wenn man das unter a) genannte ρ-Phenylendiamin durch p-Diamidotoluol oder p-Diamidoxylol ersetzt.
Um einen Farbstoff aus demjenigen Saffranin darzustellen, welcher durch Oxydation von Diamidotolüol und einem Gemenge von o-Toluidin und Anilin erhalten wird, verfährt man in folgender Weise:
3 5 kg des genannten Saffranins werden in Wasser aufgelöst und mit Salzsäure und 7 kg Natriumnitrit in die entsprechende Diazoverbindung umgewandelt. Wird die letztere in eine alkalische Lösung von 35 kg ß-naphtolmonosulfosaurem Natron (z. B. dem Natronsalz der sogenannten Schäffer'schen Säure) einlaufen gelassen, so bildet sich ein blauer Farbstoff, welcher gebeizte Baumwolle mit indigoartiger Nuance fä'rbt.
Man fällt letzteren mit Kochsalz aus und trennt ihn durch Filtration von der Lauge.
Der auf dem Filter bleibende Rückstand kann direct in Form der Paste Verwendung finden oder auch geprefst und getrocknet werden.
Mit den anderen Naphtolmonosulfosäuren und Naphtoldi- und -Trisulfosäuren wurden ganz analoge Resultate erhalten.
Aus Diazosaffranin, wie solches durch die Behandlung mit salpetriger Säure von einem Saffranin, welches durch Oxydation von 1 Molecül Orthotoluoldiamin, 1 Molecül Orthotoluidin und ι Molecül Anilin sich ergiebt, erhalten wurde, werden durch Combination mit Naphtolsulfosäuren folgende Farbstoffe bereitet:
1. mit ι Molecül a-Naphtolmonosulfosäure: bordeaux, in Wasser unlöslich;
2. mit ι Molecül ß-Naphtolmonosulfosäure (Schäffer): braun, in Wasser unlöslich;
3. mit ι Molecül Naphtoldisulfosäure (R-SaIz nach.unserem Patent): violett, in Wasser löslich;
4. mit ι Molecül Naphtoldisulfosäure (G-SaIz nach unserem Patent): violett, in Wasser löslich;
5. mit 2 Molecülen ct-Naphtolmonosulfosäureblau, in Wasser unlöslich;
6. mit 2 Molecülen ß-Naphtolmonosulfosäure (Schäffer): bordeaux, in Wasser unlöslich;
7. mit 2 Molecülen β-Naphtoldisulfosäure (R-SaIz nach unserem Patent): blau, in Wasser löslich;

Claims (2)

8. mit 2 Molecülen β - Naphtoldisulfosäure (G-SaIz nach unserem Patent): rothblau, in Wasser löslich. ; Die Substitution von Orthotoluidin und Anilin durch Anilin, Orthotoluidin, Paratoluidin, Xylidin und Cumidin zur Herstellung des Ausgangssaffranins ergiebt nur unwesentliche Nüartcenunterschiede, während dagegen die Combination mit Γ oder 2 Molecülen Phenolen gröfsere Unterschiede bedingt; da nach den Untersuchungen von Nietzki und ja auch entsprechend der angewendeten Menge Nitrit sich nur Monodiazosaffranin bilden kann, so ist der Grund für dieses eigene Verhalten vorläufig noch dunkel und harrt der Aufklärung. Diazotirtes P.henosaffranin giebt:
1. mit 2' Molecülen Schäffer'scher ß-Naphtolmonosulfosäure graues Rothblau;
2. mit 2 Molecülen ß-Naphtoldisulfosäure R graues Grünblau.
Wir bemerken noch, dafs sich diese Farbstoffe hauptsächlich für Baumwolle eignen und sehr echt sind.
Patent-Ansρruch:
Verfahren zur Darstellung von blauen Farbstoffen durch Vereinigung von a- oder ß-Naphtolmonosulfosäuren oder α- oder ß-Naphtoldisulfosäuren von R- und G-SaIz mit den Diazoverbindungen folgender Saffranine:
a) Saffranine, welche durch Oxydation eines Gemenges von 1 Molecül p-Phenylendiamin mit 2 Molecülen primärer Monamine entstehen, als sogenanntes Phenosaffranin (aus p-Phenylendiamin und Anilin), ferner das Saffranin aus p-Phenylendiamin, 1 Molecül Anilin und 1 Molecül o-Toluidin (an Stelle des o-Toluidins kann m-Toluidin, p-Toluidin oder eines der sechs bekannten Xylidine oder Cumidine treten, an Stelle von Anilin: o-Toluidin, p-Toluidin, m-Toluidin, eines der Xylidine oder Cumidine);
b) Saffranine, welche gebildet werden, wenn man das unter a) genannte p-Phenylendiamin durch p-Diamidotoluol oder p-Diamidoxylol ersetzt.
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