DE308652C - - Google Patents
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F22—STEAM GENERATION
- F22B—METHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
- F22B37/00—Component parts or details of steam boilers
- F22B37/78—Adaptations or mounting of level indicators
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft einen Wasserstandsanzeiger mit Fernübertragung für Dampfkessel ·
nach Patent 281177, bei welchem ein in Höhe des normalenvKesselwasserstandes angebrachter,
mit dem Wasser- und Dampfraum des Kessels in Verbindung stehender; auf und ab beweglicher
Behälter mit einer Membran, einem Kolben oder ■ einem Tauchgefäß so verbunden ist, daß die
durch das Fallen und Steigen des .Kesselwasser-Standes bedingten Bewegungen des Behälters
auf die Membran o. dgl. und weiter mittels angeschlossener Flüssigkeit auf eine Anzeigevorrichtung
übertragen werden, die in beliebiger Höhenlage am Kessel oder seiner Umgebung angebracht ist. . Die Beweglichkeit des schwingenden
Behälters ist dadurch erreicht, daß er mit dem Kessel durch nachgiebige Rohre verbunden
ist. ,Solche Rohre können nur aus besonderem Stoff hergestellt sein, und auch dann
dürfen Durchmesser und Wandstärke nur gering sein, weil die Nachgiebigkeit groß sein muß, soll
bei den geringen bewegenden Kräften eine hinreichend genaue Anzeige erfolgen. Verbindungsrohre mit kleinem Durchmesser haben den Nach-
teil, daß sich bei starker Verdampfung oder starker Speisung der Wasserstand im beweglichen
Behälter nur mit Verzögerung einstellt, der Anzeiger zeigt dann nicht den im Kessel tatsächlich
vorhandenen Wasserstand an. Dieser Übelstand kann noch durch Ablagerungen von
im Kesselwasser fast immer vorhandenen festen Bestandteilen vergrößert werden, es können sogar
Betriebsstörungen infolge Verstopfung des Querschnittes eintreten. Die Erfindung vermeidet
diese Mängel dadurch, daß die von der Nachgiebigkeit der Verbindungsrohre abhängige
Bewegung eines schwingenden Behälters ausgeschaltet und enge Rohrquerschnitte vermieden
sind. Gemäß der Erfindung ist an Stelle des vorbezeichneten schwingenden Behälters ein. in bekannter
Weise in einem mit dem Wasser- und Dampf raum des Kessels fest verbundenen Gehäuse
angeordneter Schwimmer oder Verdrän-. gungskörper mit der Membran 0. dgl. durch
Zug- oder Druckmittel so verbunden, daß samtliehe beweglichen Teile unter Vermeidung von
Durchbrechungen durch Räume gleichen Druckes geführt sind, daß auch die Anzeigeflüssigkeit
unter diesem Druck steht, und daß die Anzeigeflüssigkeit vom Kesselwasser bedeckt und hierdurch
gegen Verdunsten geschützt ist.
Der neue Wasserstandsanzeiger ist auf der Zeichnung in mehreren Ausführungen im Höhenschnitt
dargestellt.
In Fig. ι ist mit 1 der in größerer Höhe über
dem Kesselhausfußboden liegende Dampfkessel bezeichnet, mit welchem in bekannter Weise
ein Behälter 2 durch das Rohr 3 im Dampfraum und durch das Rohr 4 im Wasserraum
in Verbindung steht. In dem Behälter befindet sich ein Schwimmer 5, der durch ein Zugmittel 6
auf eine Membran 7 einwirkt. Das Membrangehäuse steht in seinem oberen Teil 8 durch das
Rohr 9 mit dem Behälter 2 in Verbindung. Der untere Teil 10 des Gehäuses ist gleichfalls durch
ein Rohr 11 mit dem Rohr 9 verbunden. Bei der Füllung mit Kesselwasser besteht somit
Druckgleichheit zu beiden Seiten der Membran.
An den Oberteil des Menibrangehäuses 8 und das Rohr 9 ist ein Schauglas 12 angeschlossen.
Um nun die Wasserstandsanzeige zu ermöglichen, ist der Raum über der Membran bis zu
einer bestimmten Höhe im Schauglas 12 mit einer Flüssigkeit von größerer Schwere und anderer
Färbung als Wasser angefüllt. Dem sich ändernden Wasserstand im Dampfkessel 1 und
damit gleichzeitig im Behälter 2 folgt der Schwimmer 5, und da dieser durch das Zugmittel
6 mit der Membran 7 verbunden ist, wird die Schwimmerbewegung auf die im Schauglas
12 sichtbare schwere Flüssigkeit übertragen, und zwar entspricht bei der dargestellten
Einrichtung einem. Ansteigen des Wasserstandes im Kessel 1 ein Ansteigen der Anzeigeflüssigkeit
im Schauglas 12. Dadurch, daß sämtliche Räume, in denen sich die beweglichen
Mittel befinden, unter gleichem Druck, dem Kesseldruck, stehen und abgedichtete Durchbrechungen
vermieden sind, bieten sich für die Bewegungen aller Teile nur sehr geringe Widerstände.
Die Bewegungsübertragung von dem Schwimmer auf die Membran erfolgt reibungslos.
Anstatt des Schwimmers 5 kann ein Verdrängungskörper zur Anwendung kommen, dessen
Auftrieb bei steigendem Wasserstand zunimmt und bei fallendem Wasserstand abnimmt.
Der Verdrängungskörper kann mit seinem veränderlichen Gewicht unmittelbar auf die Membran
einwirken, indem er mit dieser durch eine Druckstange 13, wie Fig. 2 zeigt, verbunden ist.
Die schwere Anzeigeflüssigkeit ist dann in den unteren Teil des Membrangehäuses 10 zu füllen,
an welchem das Schauglas 12 angeschlossen ist.
Ist die Anzeigeflüssigkeit wesentlich schwerer
als Wasser, wie z. B. Quecksilber, so ist eine schräge Lage des Schauglases 12, wie Fig. 3
zeigt, vorteilhaft.
Fig. 4 und 5 zeigen die Anwendung eines Kolbens 14 an Stelle der Membran 7 zur Verdrängung
der Anzeigeflüssigkeit und derSchwim*=
mer 5 ist durch den Verdrängungskörper 15 ersetzt. In Fig. 4 ist ein Teil des Körpergewichtes
durch das Gegengewicht 16 ausgeglichen, das bei entsprechender Ausbildung des Behälters 2
in diesen verlegt sein kann, um die Stopfbuchse zu vermeiden. Das nicht ausgeglichene Körpergewicht
drückt durch die Stange 17 auf den Kolben 14, der in die schwere Anzeigeflüssigkeit
eintaucht. Die durch den veränderlichen Wasserstand im Behälter 2 bewirkten Auftriebsänderungen
des Verdrängungskörpers 15 wirken auf den Kolben 14 ein, der sie im Schauglas 12 zur
Anzeige bringt. Ausführungen nach Fig. 1 bis 4 haben den Nachteil, daß im Kesselwasser vorhandene
feste Bestandteile sich über der Membran bzw. dem Kolben ansammeln können, von wo sie schlecht zu entfernen sind und zu Störungen
Veranlassung geben können. Bei der Ausbildung nach Fig. 5 ist dieser Nachteil ver-'
mieden, weil das Wasser in dem Rohr 9 an dem Wechsel im Behälter 2 nicht teilnimmt. In
Fig. 5 ist dargestellt, wie der Kolben 14 durch ein Zugorgan 18 unter Einschaltung eines doppelarmigen
Hebels 19 mit dem Verdrängungskörper 15 in Verbindung zu bringen ist.
Fig. 6 zeigt die Anwendung einer Tauchglocke 20 an Stelle der Membran 7. Diese Tauchglocke
steht durch das Zugmittel 6 mit dem Schwimmer 5 in Verbindung. Sie ist durch ein.
Gewicht 21 belastet, unter dessen Einfluß sie sich bei sinkendem Schwimmer 5 gleichfalls
senkt. Hierbei wird ein" Teil der unter der Glocke 20 befindlichen Flüssigkeit, welche leichter
als Wasser ist, durch das Rohr 22 oben in das Schauglas 12 gedrückt. In dem unteren
Teil des Glases, welches durch Rohr 23 mit dem Raum über der Tauchglocke 20, dem Gefäß 24,
in Verbindung steht, befindet sich Wasser. Die leichte Flüssigkeit unter der Glocke 20 ist von
dem Wasser in dem Gefäß 24 durch eine schwere Sperrflüssigkeit getrennt. Senkt sich mit fallendem
Wasserstand im Schwimmerbehälter 2 der Schwimmer 5, so senkt sich auch die Tauch-.
glocke 20 und sie drückt die Anzeigeflüssigkeit in dem Schauglas 12 abwärts, in dem somit die
Wasserbewegungen im Kessel 1 ersichtlich werden.
Die Bewegungen der Membran 7, des Kolbens 14 oder der Tauchglocke 20 können in anderer
Weise, z.B. durch eine sichtbare Zeigerbewegung, kenntlich gemacht werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Wasserstandsanzeiger mit Fernübertragung für Dampfkessel nach Patent 281177, bei welchem ein in Höhe des normalen Kesselwasserstandes angebrachter, mit dem Wasser- und. Dampfraum des Kessels in Verbindung stehender, auf und ab beweglicher Behälter mit einer Membran, einem Kolben oder einem Tauchgefäß ■ verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle des mit dem Wasser- und Dampfraum des Kessels in Verbindung stehenden Behälters ein in bekannter Weise in einem mit dem Wasser- und Dampfraum des Kessels fest verbundenen Gehäuse (2) angeordneter Schwimmer (5) oder Verdrängungskörper (15) mit der Membran (7) o. dgl. durch Zug- oder Druckmittel so verbunden ist, daß sämtliche beweglichen Teile unter Vermeidung von Durchbrechungen durch Räume gleichen Druckes (Kesseldruck) geführt sind, daß auch die Anzeigevorrichtung unter diesem Druck steht und daß die Anzeigeflüssigkeit vom Kessel wasser bedeckt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE308652C true DE308652C (de) |
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ID=561882
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE308652C (de) |
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