DE307441C - - Google Patents

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DE307441C
DE307441C DENDAT307441D DE307441DA DE307441C DE 307441 C DE307441 C DE 307441C DE NDAT307441 D DENDAT307441 D DE NDAT307441D DE 307441D A DE307441D A DE 307441DA DE 307441 C DE307441 C DE 307441C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23JPROTEIN COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS; WORKING-UP PROTEINS FOR FOODSTUFFS; PHOSPHATIDE COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS
    • A23J1/00Obtaining protein compositions for foodstuffs; Bulk opening of eggs and separation of yolks from whites
    • A23J1/10Obtaining protein compositions for foodstuffs; Bulk opening of eggs and separation of yolks from whites from hair, feathers, horn, skins, leather, bones, or the like

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 53 L GRUPPE
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zur · Gewinnung von • Nährextrakten aus Knochen und ähnlichen Tierteilen. .
Die Gewinnung geschieht in der Weise, daß die Knochen o. dgl. in einem mit Preß- und Siebvorrichtung versehenen Autoklaven wie üb-'lich unter Dampfdruck gehalten, gleichzeitig aber einer dauernden, ständig sich wiederholenden Bespülung durch die erhitzte, von Fett befreite Extraktionsbrühe und einer mechanischen Auspressung unterworfen werden.
Der Vorteil der dauernden, wiederholten Bespülung und der gleichzeitigen mechanischen Pressung ist einerseits eine höhere Ausbeute an verdaulichen Nährstoffen, andererseits die Gewinnung eines reinen weißen Fettes, da das kochende Fett nicht mit den Knochen in ao Berührung bleibt. Die Ausführung des Verfahrens sei an Hand der Zeichnung, welche schematisch eine Extraktionsanlage in ihren , einzelnen Teilen darstellt, erläutert.
Der Autoklav ist mit a, der Fettbehälter mit b, das Reservoir für die Extraktionsbrühe mit c und der Eindampfapparat mit d bezeichnet. Die einzelnen Teile der Anlage werden durch eine Dampfleitung e beheizt, welche auch in den Autoklaven führt. Die Leitung f führt zum Kondenstopf. g ist eine Abblaseleitung.
Der Autoklav ist mit einem Siebzylinder h ausgerüstet, der einen etwas geringeren Umfang als der Innenraum des Autoklaven hat.
Vom Boden bis oben über den Deckel läuft eine Spindel i, auf welcher eine Preßscheibe k durch Drehen der Spindel auf und nieder/ bewegt werden kann.
Beim Füllen des Autoklaven mit: Knochen o. dgl. wird zunächst die Scheibe k hochgeschraubt und das Extraktionsgut unter dieselbe in den Siebzylinder gebfacht, f Darauf wird, nachdem das erforderliche Wasser hinzugetan ist, die.Scheibe herabgeschraubt und Dampf in den Autoklaven gelassen, so daßdie Extraktion unter Dampfdruck und Erhitzung beginnt. Hierauf wird der Hahn I geöffnet, wobei- die kochende Extraktionsbrühe mit allen Nähr- und Fettstoffen in den Fett behälter b läuft. In diesem setzt sich «lie Nährstoffbrühe unten ab, das Fett bleibt hingegen oben. Durch Öffnen des Hahnes m wird die Nährstoffbrühe dann in das Reservoir c geleitet, von *wo aus sie durch die' Pumpe η und das Rohr 0 wieder in den, dauernd unter Dampfdruck stehenden Autoklaven gedrückt wird, wo sie das unter der Scheibe k gehaltene Extraktionsgut bespült, um aus diesem erneut Fett und Nährstoffe loszulösen.
Dieses Auslaugen des Extraktionsgutes wird noch dadurch unterstützt, daß ^man die Knochen und Fleischteile mit zunehmender Erweichung mit Hilfe der Spindel i und der Scheibe k mehr und mehr zusammenpreßt. Ständige Bespülung und zunehmendes mecha- 6S hisches Auspressen wirken also zusammen.
Durch das Ablassen und Wiederzuführen der Extraktionsflüssigkeit wird ein ständiger
Kreislauf erreicht, bei dem die Extraktionsbrühe immer gehaltreicher wird, das in der Brühe enthaltene Fett setzt sich aber in dem Behälter δ ab und wird aus diesem Kreislauf ausgeschieden, da der Abfluß aus δ sich unten befindet, aus dem Behälter δ also nur die fettlose Extraktionsbrühe nach c abgelassen werden kann. Die aus dem Extraktionsgut bei dem ersten Auslaugen und durch das dann
ίο folgende ständige Bespülen herausgerissenen Fetteile können also bald abgeschieden werden, _ so daß ein Kochen der Knochen in dem abgesetzten Fett, wie es bei schon bekannten Verfahren der Fall ist, vermieden wird. Das bei dem vorliegenden Verfahren erhaltene Fett beleibt daher klar und weiß.
Ist die Extraktion beendet, so wird die Extraktionsbrühe aus c nicht mehr nach a gepumpt, sondern mittels der Pumpe -p durch
ao das Rohr q in den Eindickapparat d gedrückt, wo sie in bekannter Weise eingedampft wird.
Die nach dem vorliegenden Verfahren gewonnenen Nährextrakte enthalten nur 0,5 Prozent Fett, hingegen 31,85 Prozent Stickstoff, wovon etwa 97 Prozent verdaulich sind. Die aus den Knochen o. dgl. erhaltenen Fette enthalten nur 0,001 bzw. 0,002 Prozent fremde, nicht fettartige Substanzen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Gewinnung von- Nährextrakten aus Knochen und ähnlichen Tierteilen durch Extraktion mit Dampf unter Druck, dadurch gekennzeichnet, daß das Extraktionsgut während der Einwirkung des Dampfes einer Bespülung mit der erhitzten, entfetteten Extraktionsbrühe und einer mechanischen Pressung unterworfen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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