DE35619C - Apparat zur Destillation von Fettsäuren und anderen Produkten mittelst überhitzten Dampfes - Google Patents

Apparat zur Destillation von Fettsäuren und anderen Produkten mittelst überhitzten Dampfes

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DE35619C
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steam
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fatty acids
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DENDAT35619D
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M. julien und M. blumsky in Odessa
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C1/00Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids
    • C11C1/08Refining
    • C11C1/10Refining by distillation
    • C11C1/103Refining by distillation after or with the addition of chemicals
    • C11C1/106Refining by distillation after or with the addition of chemicals inert gases or vapors

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  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 23: Fettindustrie.
Patentirt im Deutschen Reiche vom ig. Juli 1885 ah.
Den Gegenstand der nachfolgenden Erfindung bildet ein Apparat, welcher speciell zur Destillation von Fettsäuren,' d. i. zuvor zersetzter Fette, bestimmt ist, aber auch zur Destillation aller anderen Producte benutzt werden kann, welche die Anwendung von überhitztem Dampf verlangen. ,
Der Apparat ist auf beiliegenden Zeichnungen dargestellt; er besteht wesentlich aus einem Kessel von variabler Form und Gröfse, durch welchen eine Anzahl von Röhren durchgeführt ist, welche zur Aufnahme von vorher in einem zu dem vorliegenden Zwecke passenden Apparat überhitzten Dampf dienen. Ferner ist der Kessel mit Domen, welche mit Condensatoren irgend passender Construction communiciren, versehen, sowie mit Oeffnungen zur Einführung der zu behandelnden Stoffe, mit Entleerungshähnen und mit den zur Beobachtung und Führung der Arbeit nöthigen Vorrichtungen.
Den Erfindern ist wohl bekannt, dafs man vor ihnen schon daran gedacht hat, den Dampf durch eine inmitten der zu verdampfenden Stoffe belegene Schlange circuliren zu lassen, um ihn vor seinem directen Zulafs zu dem in Behandlung befindlichen Stoff auf die Temperatur der ihn umgebenden Flüssigkeit zu bringen. Die seitens der Erfinder getroffene neue Anordnung der zu diesem Zwecke dienenden Röhren bietet den bekannten und in Anwendung befindlichen Anordnungen (Schlangen) gegenüber den grofsen Vorthdl, dafs der darin circulirende Dampf auf eine viel höhere Temperatur als die der umgebenden Flüssigkeit erhitzt wird, so zwar, dafs der zum Abtreiben und Mitreifsen der durch Destillation zu gewinnenden Stoffe dienende überhitzte Dampf unter allen Umständen im Augenblick seiner Einwirkung bedeutend heifser ist als die Flüssigkeit selbst, eine für den guten Verlauf der Destillation unumgängliche Vorbedingung. Diese Temperaturerhöhung wird nach Belieben durch Anordnungen geregelt, welche bei der Construction des Ofens getroffen werden, und wird mittelst Thermometers oder Pyrometers überwacht. Die Neuheit des vorliegenden Destillationsapparates besteht demnach darin, dafs man nach Belieben um 2, 5, 10, 200 und im Bedarfsfalle noch höher als die zu destillirende Flüssigkeit erhitzten Dampf erhalten kann und die Destillation immer mittelst Dampfes durchführen mufs, der heifser ist als die zu behandelnde Flüssigkeit.
Der Apparat ist auf den beiliegenden Zeichnungen in Fig. ι in verticalem . Längsschnitt und in Fig. 2 in einer Endansicht dargestellt..
Der Kessel A besitzt die Form eines liegenden, an beiden Enden geschlossenen Cylinders, welcher oben mit zwei Domen B versehen ist, deren jeder mit besonderen Condensatoren durch kupferne Röhren in Verbindung steht, die am Dom 15 bis 20 cm, beim Eintritt in die Condensatoren aber'nur noch 5 bis 6 cm weit sind und sich in den Condensatoren zweckmäfsig an bleierne Schlangen anschliefsen. Die Condensatoren können beliebiger Construction und kann ebenso die Art ihrer Verbindung mit den Domen eine sonst passende sein, indem nicht die Condensatoren an sich, sondern nur ihre Combinationen mit dem vorliegenden Apparat beansprucht werden sollen, welche auf Grund von dessen Neuheit ebenfalls neu sind.
Die den Kessel an beiden Enden abschliefsenden Platten lassen eine Anzahl von
Ueberhitzungsröhren D aus dem Kessel heraustreten, und sind dieselben hier, also aufserhalb des Kessels, unter einander durch Rohrstücke verbunden. Der überhitzte Dampf wird durch das Rohr E zugeführt; er strömt durch das Röhrensystem D und tritt in das Rohr E1, welches sich oberhalb des Hahnes F horizontal umbiegt und in zwei Zweigen E2 in den Kessel bis an dessen Boden herabgeht, wo es in Verbindung steht mit dem aus vier parallelen, an der Unterseite perforirten Röhren D1 gebildeten Dampfausströmer und Dampfvertheiler.
Wenig unterhalb des Hahnes F ist am Rohr E1 ein Rohrstutzen mit Hahn G angesetzt, mittelst dessen der Dampf abgelassen werden kann. Dieser Hahn dient gleichzeitig als Probirhahn, um zu untersuchen, ob der hier anlangende Dampf noch so stark überhitzt ist, dafs er nach Oeffnen von F (welcher Hahn beim Prüfen natürlich geschlossen ist) nach D1 geschickt werden kann. Der Hahn F dient gleichzeitig zur Regulirung der nach D1 abzulassenden Dampfmenge.
Der Apparat wird schliefslich vervollständigt durch das zur Beschickung dienende Mannloch C, den seitlichen Hahn / zum Anzeigen des Flüssigkeitsstandes im Kessel A und den Hahn H zum Abziehen der Rückstände. Ein Schwimmer, welcher während der ganzen Operation als Führer functionirt, zeigt ebenfalls an, ob der Apparat genügend gefüllt ist.
Die Arbeitsweise des Apparates ist die einfachste. Die zu verarbeitenden Stoffe bestehen speciell aus Fettsäuren, d. i. bereits vorher mit Hülfe von Schwefelsäure oder im Autoklaven zersetzten Fetten; dieselben werden durch C bis zur Höhe des Hahnes / in den Kessel eingefüllt.
Die Destillation geschieht dann in folgender Weise: Man erhitzt zunächst den Apparat so weit, bis sich an den Condensatorröhren Tropfen zeigen; alsdann schliefst man F, öffnet G und läfst durch E überhitzten Dampf einströmen; derselbe circulirt durch D und entweicht durch G. Man vermeidet auf diese Weise das Eindringen von Condensationswasser in den Kessel A, was die Destillation beeinträchtigen würde. Sobald die Temperatur der unter Behandlung befindlichen Kesselbeschickung so hoch gestiegen ist. dafs in D keine Condensation mehr stattfindet, d. h. der Dampf hinreichend trocken aus D austritt, öffnet man allmälig den Hahn F, um den trockenen Dampf durch E1 und E2 nach dem Dampfausströmer Dl treten zu lassen; die Temperatur ist in diesem Augenblick viel zu hoch, als dafs noch Condensation eintreten könnte. Nun schliefst man den Hahn G und setzt die Destillation durch die doppelte Wirkung der Ueberhitzerröhren D und des Dampfausströmers D1 so lange fort, bis das Destillat gefärbt erscheint, worauf man die Operation einstellt. Während dieser letzten Periode finden zwei Wirkungen neben einander statt; die erste ist rein' physikalischer Natur und rührt von der Schlange D her, welche den Kesselinhalt auf höherer Temperatur erhält; die zweite ist zugleich physikalisch und mechanisch und rührt von dem die Füllung durchströmenden Dampf her, indem derselbe einerseits, ohne sich zu condensiren, Wärme an jene abgiebt und andererseits die zur Verdampfung gelangenden Producte nach den Domen hin mit sich reifst.
Zwei Stunden nach beendeter Destillation können die Rückstände durch H nach einem hermetisch geschlossenen Reservoir abgelassen werden; will man sie dagegen in einem offenen Reservoir sammeln, so darf man die Entleerung erst- 5 bis 6 Stunden nach vollendeter Destillation vornehmen.

Claims (2)

Patent-Anspruch: Der in Fig. ι und 2 dargestellte Apparat zur Destillation von Fettsäuren und anderen Stoffen mittelst überhitzten Dampfes, welcher gekennzeichnet ist:
1. durch den Kessel A mit Dampfdomen B und dem System von Röhren D, welches mit überhitztem Dampf gespeist wird und mit dem am Boden des Kessels befindlichen Dampfausströmer -D1 in Verbindung steht, sowie mit Hähnen F und G zur Führung der Operation in beschriebener Weise versehen ist, und wobei der Kessel A mittelst seiner Dome B mit Condensatoren irgend welcher Art verbunden sein kann;
2. durch die Arbeitsweise, welche darin besteht, dafs man den Apparat mit Fettsäuren, d. h. vorher durch Schwefelsäure oder im Autoklaven zersetztem Fett füllt, dann nach dem Erhitzen der Beschickung auf ioo° zuerst überhitzten Dampf durch die Schlange strömen und in die Atmosphäre entweichen läfst, bis die Beschickung so weit erhitzt ist, dafs in der Schlange keine Condensation des Dampfes mehr stattfindet und der Dampf hinreichend trocken aus derselben entweicht, dafs man dann diesen trockenen Dampf in den Vertheiler D1 treten läfst und nun die Destillation unter der vereinten Einwirkung der Schlange und des Dampfvertheilers bis zur Erschöpfung der Beschickung fortsetzt.
Hierzu ι Blatt -Zeichnungen.
DENDAT35619D Apparat zur Destillation von Fettsäuren und anderen Produkten mittelst überhitzten Dampfes Expired - Lifetime DE35619C (de)

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