DE49310C - Verfahren und Einrichtung zum Verschneiden von Alkohol mittelst Wasserdampfes - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Verschneiden von Alkohol mittelst Wasserdampfes

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DE49310C
DE49310C DENDAT49310D DE49310DA DE49310C DE 49310 C DE49310 C DE 49310C DE NDAT49310 D DENDAT49310 D DE NDAT49310D DE 49310D A DE49310D A DE 49310DA DE 49310 C DE49310 C DE 49310C
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steam
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brandy
spirit
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DENDAT49310D
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FR. RATH in Neuhaidensleben
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/001Processes specially adapted for distillation or rectification of fermented solutions
    • B01D3/003Rectification of spirit

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende. Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Einrichtung, um die Alkoholdämpfe unmittelbar bei der Destillation bezw. Rectification mit reinem Wasserdampf zu verschneiden, so dafs sofort Branntwein von beliebigem Stärkegrad erzielt werden kann und ein nachträgliches Verschneiden des Spiritus mit gewöhnlichem oder destillirtem Wasser vollständig fortfällt.
Das Verfahren besteht darin, dafs Wasser, welches während der Destillation oder Rectification beständig in einen Behälter einfliefst, in diesem Behälter zur Verdampfung gebracht und der Dampf in das von dem Condensator bezw. Dephlegmator nach dem Kühler führende Geistrohr eingeleitet und hier mit den Alkoholdämpfen innigst gemischt und gemeinsam in den Kühler eingeführt wird, so dafs bei der Verflüssigung des Alkohols gleichzeitig auch eine Condensation des Wasserdampfes eintritt und somit ohne Weiteres Branntwein erhalten wird. Durch Beobachtung eines am Ausflufsrohr des Kühlers angebrachten Alkoholometers und entsprechende Regelung der in das Geistrohr eingeführten Menge von Wasserdampf läfst sich der Stärkegrad des Branntweins genau reguliren.
Beiliegende Zeichnung veranschaulicht eine zur Ausführung des vorhin beschriebenen Verfahrens geeignete Einrichtung. Dieselbe besteht aus dem Behälter A, in welchem eine Heizschlange B angeordnet ist, welche mit Dampf beheizt wird. In den Behälter mündet das Wasserzuleitungsrohr C. Der Behälter ist mit einem vom Boden ausgehenden offenen Standrohr D versehen, von welchem in angemessener Höhe ein Ueberlaufrohr E abzweigt. Von der Decke des Behälters geht das Dampfrohr F ab, welches in das vom Condensator oder Dephlegmator G nach dem Kühler H führende Geistrohr / mündet.
Der Behälter A wird bis zur Höhe des Ueberlaufrohres mit möglichst reinem Wasser gefüllt und durch Oeffhen des Hahnes oder Ventils K in die Heizschlange B Dampf eingelassen, welcher das Wasser im Behälter A allmälig zum Kochen bringt, während das Condenswasser der Heizschlange durch das Rohr L abfliefst. Der beim Kochen des in A enthaltenen Wassers entstehende Dampf steigt in dem Rohr F empor und gelangt in das Geistrohr /, durch welches. die Alkoholdämpfe von dem Dephlegmator G nach dem Kühler H ziehen.
Innerhalb des Geistrohres vermischen sich die Wasserdämpfe mit den Alkoholdämpfen. Im Kühler werden beide Dämpfe gemeinsam verflüssigt und abgekühlt, und der fertige Branntwein fliefst durch das Rohr M aus, um von hier nach einem tiefer stehenden Sammelbehälter geleitet zu werden. In dem offenen Ausflufsende des Rohres ΑΪ schwimmt ein Alkoholometer, an dessen Stand die Stärke des Branntweins abgelesen werden kann. Fliefst der Branntwein zu hochgradig, so wird das Ventil K weiter geöffnet, so dafs die Dampfentwicklung im Behälter A eine stärkere wird, demnach mehr Wasserdampf in das Geistrohr I übertritt und der Concentrationsgrad des Branntweins ein geringerer wird. Fliefst der Branntwein dagegen zu geringgradig, so wird der Zutritt von Dampf zur Heizschlange B verringert, so dafs die Dampfentwickelung im Be-
hälter A abnimmt, somit weniger Wasserdampf in das Geistrohr / gelangt und damit die Concentration des Branntweins wieder zunimmt. Selbstverständlich wird während des Vorganges in den Behälter. A . beständig reines Wasser in dem Mafse, wie es verdampft, eingeleitet, und es kann der Concentrationsgrad des Branntweins auch durch verstärkte oder verminderte Zufuhr von Wasser in den Behälter A geregelt werden. Steht aus irgend einer anderen Quelle vollkommen reiner' und geruchloser Wasserdampf zur Verfugung, so kann — unter Fortfall des Behälters A und der zugehörigen Theile — dieser Dampf auch direct in das Geistrohr / eingeleitet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche :
    Verfahren zur directen Gewinnung von Branntwein von beliebigem Concentrationsgrad unmittelbar bei der Destillation, darin bestehend, dafs die.Alkoholdämpfe vor der Verflüssigung mit reinen Wasserdämpfen gemischt und mit diesen gemeinsam in den Kühler eingeleitet werden.
    Zur Ausübung des durch Anspruch i. gekennzeichneten Verfahrens ein Apparat, bestehend aus- einem Dampfentwickler (A) und einem die Wasserdämpfe nach dem Geistrohr (I) überleitenden Rohr (F).
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT49310D Verfahren und Einrichtung zum Verschneiden von Alkohol mittelst Wasserdampfes Expired - Lifetime DE49310C (de)

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