DE1554C - Verfahren, Wolle unter Anwendung von Wasser, Alkohol und Aether zu entfetten - Google Patents

Verfahren, Wolle unter Anwendung von Wasser, Alkohol und Aether zu entfetten

Info

Publication number
DE1554C
DE1554C DE000000001554DA DE1554DA DE1554C DE 1554 C DE1554 C DE 1554C DE 000000001554D A DE000000001554D A DE 000000001554DA DE 1554D A DE1554D A DE 1554DA DE 1554 C DE1554 C DE 1554C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
alcohol
ether
wool
fat
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE000000001554DA
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dr O Braun
Original Assignee
Dr O Braun
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication of DE1554C publication Critical patent/DE1554C/de
Application filed by Dr O Braun filed Critical Dr O Braun
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

Gr.1 |i
■'t'lchetl
s \k
Das Verfahren besteht darin, aus der Wolle, nachdem zuerst der Schweifs und ein Theil des Schmutzes mit Wasser entfernt ist, das Wasser durch Alkohol, den Alkohol durch Aether, durch ferner durchfliefsenden Aether, das Fett, den Aether durch Alkohol und den Alkohol wieder durch Wasser zu verdrängen, die rohe Wolle also zuerst von Wasser, dann von Alkohol, dann von Aether, dann wieder von Alkohol und zuletzt wieder von Wasser durchströmen zu lassen.
Es versteht sich von selbst, dafs nicht nur das Fett aus der ätherischen Lösung, sondern dafs auch der gebrauchte Alkohol und Aether stets wieder gewonnen und benutzt werden. '
Der Apparat besteht aus einem cylindrischen aufrecht stehenden Gefäfs A, dessen dichtschliefsender Deckel leicht abgenommen werden kann, aus den höher als A liegenden Behältern B, C und D, und dem wieder mit A gleichhochstehenden Destillationsgefäfs E, dessen Kühlvorrichtungen höher als B, C und D sich befinden.
Die Gefäfse sind durch Röhren miteinander verbunden.
Die Arbeit geht nun folgender Art vor sich:
Nachdem B mit Wasser, C mit Spiritus von 60 pCt, D mit Aether und A mit der zu extrahirenden Wolle, welche zwischen zwei Siebboden festgeprefst ist, gefüllt sind und alle Hähne geschlossen sind, werden zuerst die Hähne 7, 1 und 6 geöffnet. Dadurch tritt Wasser aus B von unten in A und verdrängt die Luft aus den Zwischenräumen an der Wolle.
Sobald aus Hahn 6 Wasser austritt, schliefst man 6 und 1 und öffnet 2 und 5 so lange, bis das aus 5 austretende'Wasser.rein ist.
Dann unterbricht man den Zuflufs des Wassers, indem man- 7 schliefst, und läfst auf demselben Wege Spiritus fliefsen, indem man 8 öffnet und so lange offen erhält, bis der Probirhahn 11 Spiritus anzeigt.
Man hemmt nun den Spiritus, indem man 5 und 8 schliefst, und öffnet 4 und 9, wodurch bei immer noch offenem 2 der Aether das noch im unteren Theile von A befindliche Wasser mit Hülfe des Spiritus vor sich hertreibt nach E. Nachdem die ersten Antheile Aether den Spiritus verdrängt haben, löst der nachfolgende das Fett und nimmt es mit nach E.
Ist die Wolle fettfrei, so werden 4, 2 und 9 geschlossen und 8, 1 und 3 geöffnet, so lange, bis der Probirhahn 11 Spiritus anzeigt; dann wird 8 geschlossen und 7 geöffnet,· wodurch der noch in dem oberen Theile von A befindliche Aether mit Hülfe des noch im unteren Theile von A befindlichen Spiritus nach E verdrängt wird. Ist der Aether und der Spiritus vollständig aus A verdrängt, so werden die Hähne 7, 1 und 3 geschlossen und 5 und 6 geöffnet.
Die nun von Schweifs, Fett, Alkohol und Aether befreite Wolle wird nafs aus A entleert und mit erwärmtem Wasser abgespült. -
A kann von neuem gefüllt werden. ·
Die Flüssigkeit in E, bestehend aus Wasser, Alkohol, Aether und Fett, wird auf eine beliebige Art der Destillation und Rectification unterworfen. Das Fett und der gröfste Theil des Wassers werden durch den Hahn 10 abgelassen.
Der destillirte Aether sammelt sich in D, der Spiritus in C und ein Theil des Wassers in B.
Alkohol und Aether werden fast vollständig wiedergewonnen, das verlorene Wasser wird auf beliebige Art ergänzt.
Der Apparat läfst sich aufs mannigfaltigste verändern; man kann kugel-, kasten- oder röhrenförmige Destillirgefäfse anwenden, dieselben können durch doppelten Boden oder Schlangen, durch Dampf oder heifses Wasser oder auch ' durch directen Dampf erwärmt werden; man kann die Destillation continuirlich betreiben, man kann mehrere E systematisch miteinander verbinden, man kann mehrere E auch in der Art anwenden, dafs man eins für den wäfsrigen Spiritus, das andere für die ätherische Fettlösung benutzt. Ebenso mannigfaltig sind die Arten der Kühl-Apparate, welche man benutzen kann. Man kann auch mehrere A systematisch miteinander verbinden.
ar
Das Alles ist für das Verfahren gleichgültig. Einzig wichtig und als neu und eigenthümlich beanspruche ich die
Anwendung von Wasser, Alkohol, Aether, Alkohol und Wasser _in dieser Reihenfolge und in den oben beschriebenen Richtungen zur Extraction des Fettes aus der rohen Wolle.
Das Verfahren ist anwendbar nicht nur auf rohe Wolle, sondern auch auf alle fettigen Fabrikate aus Wolle und Baumwolle, ebenso auf Lumpen, Leder, Knochen, desgleichen auf Oelfrüchte, namentlich auf solche, welche wie Mandeln nach den bekannten Methoden nicht mit Schwefelkohlenstoff oder Benzin extrahirt werden können; ferner zur Gewinnung ätherischer OeIe und Gerüche aus Pflanzentheilen, desgleichen von Farbstoffen und Gewürzen.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DE000000001554DA 1877-11-02 1877-11-02 Verfahren, Wolle unter Anwendung von Wasser, Alkohol und Aether zu entfetten Expired - Lifetime DE1554C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1554T 1877-11-02

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1554C true DE1554C (de)

Family

ID=70739769

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE000000001554DA Expired - Lifetime DE1554C (de) 1877-11-02 1877-11-02 Verfahren, Wolle unter Anwendung von Wasser, Alkohol und Aether zu entfetten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1554C (de)
  • 1877

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1554C (de) Verfahren, Wolle unter Anwendung von Wasser, Alkohol und Aether zu entfetten
DE235548C (de)
DE450C (de) Destillations- und Rektifikationsapparat
DE195973C (de)
DE25011C (de) Neuerung in der Entfettung von Knochen. (Abhängig von dem Patent Nr. 17181.)
DE31465C (de) Apparat zum Entfetten von Knochen und andern fetthaltigen Substanzen
DE185987C (de)
DE104952C (de)
DE187804C (de)
DE114744C (de)
DE72530C (de) Apparat zur Trennung von Flüssigkeitsschichten von verschiedenem specifischen Gewichte
DE176957C (de)
DE640078C (de) Vorrichtung zum Extrahieren von Heil-, Desinfektions- o. dgl. Mitteln aus Naturprodukten
DE206902C (de)
DE196602C (de)
DE49310C (de) Verfahren und Einrichtung zum Verschneiden von Alkohol mittelst Wasserdampfes
DE696342C (de) Vorrichtung nach dem Prinzip des Treibmittelruecklaufs zur Abscheidung und Messung fluechtiger Stoffe
DE79142C (de) Verfahren und Einrichtung zum Entfetten von Wolle
DE716195C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von organischen Saeuren aus den Oxydations- erzeugnissen aliphatischer oder cycloaliphatischer Kohlenwasserstoffe
DE170563C (de)
AT15683B (de) Apparat zum Waschen und Wenden von Därmen.
DE324053C (de) Verfahren zur Herstellung von Halbzellulose aus Holz nach dem Natronverfahren
DE259405C (de)
DE160375C (de) Verfahren zum Entfetten und Reinigen von Rohwolle mittels Tetrachlorkohlenstoffs
DE210903C (de)