DE306546C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE306546C DE306546C DENDAT306546D DE306546DA DE306546C DE 306546 C DE306546 C DE 306546C DE NDAT306546 D DENDAT306546 D DE NDAT306546D DE 306546D A DE306546D A DE 306546DA DE 306546 C DE306546 C DE 306546C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- earth
- telephone set
- switching
- circuit arrangement
- direct current
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000012544 monitoring process Methods 0.000 claims description 6
- 239000003990 capacitor Substances 0.000 claims description 4
- 210000000056 organ Anatomy 0.000 claims 1
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M9/00—Arrangements for interconnection not involving centralised switching
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Interconnected Communication Systems, Intercoms, And Interphones (AREA)
Description
KAI
PATENTAMT.
Bei Verwendung mehrerer verschieden geschalteter Umschalteschränke in einer gemeinsamen Fernsprechanlage, bei Verkehr über
- Verbindungsleitungen, vor allem bei Herstellung
von Dauerverbindungen, sogenannten Nachtschaltüngen, ist es - häufig erforderlich,
von einer Sprechstelle aus Schlußzeichen zu Umschalteschränken mit durchaus verschiedenen Schaltungen zu geben. In diesen Fäl-
leti1 hilft man sich allgemein dadurch, daß
man für die. betreffende. Leitung zwei Fernsprechapparate
vorsieht und mittels eines Umschalters jeweils denjenigen Apparat an die
Leitung schaltet, dessen Schaltung der betreffenden Schaltung des jeweils benutzten Umschalteschrankes
entspricht, oder aber man rüstet die Verbindungsleitung mit einer entsprechenden
kostspieligen Schaltung aus, welche die von der Sprechstelle gegebenen Signale, entsprechend der Schaltung des zweiten Umschalteschrankes,
ändert. In der Regel wird diese Änderung darin bestehen, daß die Hilfsschaltung
über die Verbindungsleitung einen Gleichstromkreis' herstellt bzw. diesen unterbricht,
während die Sprechstelle für ihren Leitungszweig jeweils das Gegenteil ausführt.
Infolge des Umstandes, daß bei Herstellung von Dauerverbindungen keine Gesprächsüberwachung
an dem Umschalteschränk, an dem , 30 die Dauerverbindung hergestellt wird, erforderlich
ist, könnte die Schaltung der Dauerverbindung
außerordentlich einfach gestaltet werden. Dieser große Vorteil geht indes durch
die oben erwähnte Änderung der Signalabgabe verloren. Die Verwendung von zwei verschieden
geschalteten Fernsprechapparaten besitzt den großen Nachteil der Unzuverlässigkeit
hinsichtlich des präzisen; An- und Abschaltens der betreffenden Apparate.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht es nun, von einem Fernsprechapparat aus, ohne Anwendung
eines der vorbeschriebenen unvollkommenen Hilfsmittel, einem Umschalteschrank
in richtiger Weise durch Auf- und Abbewegen des Hakens oder Gabelumschalters die gebrauchliehen
Überwachungszeichen zu geben, wobei' es völlig gleichgültig ist, ob dessen Schaltung
nur während des Gesprächszustandes einen Gleichstromfluß über die Sprechstelle bedingt,
oder durch Gleichstromfluß, über die Sprechstelle das Schlußzeichen herbeiführt.
Die beiliegende Schaltungszeichnung stellt eine Ausführungsform der Erfindung'dar, und zwar
ist die Schaltung eines Fernsprechapparates' A, der mittels; eines Umschalters U mit zwei im
Prinzip verschieden geschalteten Umschalteschränken verbunden werden kann, dargestellt.
Für die . Umschalteschränke sind die Anordnungen entsprechend den Schaltungen eines
Z. B.- und S. Z.- (Schauzeichen-) Amtes der deutschen Reichs-Telegraphen-Verwaltung zugrunde
gelegt, da diese einerseits die gebrauch-
Film
lichsten, andererseits zwei indirekt entgegengesetzter
Weise arbeitende Schaltungen sind, auf die das oben Gesagte voll und' ganz zutrifft.
!Die Wirkungsweise der Schaltung ist nun folgende:
Ist eine Verbindung des Fernsprechapparates mit dem Z. B.-Umschalteschrank hergestellt,
so wird, solange der Hörer des Fernsprechapparates nicht abgenommen ist, kein Strom
aus der zentralen Batterie fließen, da der Kondensator WK die Leitung für Gleichstrom
sperrt. Das Relais SR bleibt in Ruhe, und es wird folgender Stromkreis geschlossen:
Erde, Körper der Klinke K1 und des Stöpsel S1,
Lampe UL, Kontakt 6 des Relais SR, Batterie. Die Lampe UL leuchtet, anzeigend, daß die
Sprechstelle nicht abgenommen hat.
Sobald der Fernhöhrer T abgenommen wird, schaltet der Hakenumschalter HU selbsttätig
um. Es werden Kontakte 1 und 3 unterbrochen, Kontakte 2, 4 und 5 geschlossen. Kontakt 5
schließt den Mikrophonstromkreis und kommt für die weitere Wirkungsweise nicht in Betracht.
Die Betätigung der weiteren Kontakte bewirkt, daß nunmehr aus der zentralen Batterie
Strom fließen kann, und zwar über den Stromkreis : Batterie, Wicklung II des Speiserelais Si?,
Ringader und Ring des Stöpsels S1, lange Feder der Klinke UC1-, Leitung bv Umschalter U,
Leitung b, Kontakt 2 des Umschalters HU, Wecker W, Erde. Relais SR wird erregt und
unterbricht den oben angegebenen Lampen-
' Stromkreis der Überwachungslampe UL durch Trennen des Kontaktes 6. Die Lampe UL
erlischt, anzeigend, daß die Sprechstelle abgehoben hat.
Ein Anhängen des Fernhörers bei beendetem Gespräch oder ein Abwärtsbewegen des Haken^-
Umschalters HU, etwa zur Abgabe von Flackersignalen, bewirkt eine Zurückschaltung der
Kontakte 1 bis 5 in die ursprüngliche Stellung. Hierdurch wird der Kondensator WK in den
oben beschriebenen Kreis des Z. B.-Stromes geschaltet, so daß der Z. B.-Strom nicht mehr
fließt. Relais SR fällt ab, Kontakt 6 schließend, und Lampe UL leuchtet von neuem, in gewohnter
Weise die Beendigung des Gespräches anzeigend.
Ist durch Umlegen des Umschalters U, der in entsprechender Weise auch durch Klinken
und Stöpsel ersetzt werden könnte, durch diejenige Zentralstelle, bei der diese Schaltvorrichtung
angebracht ist, die Sprechstelle mit dem S. Z.-Umschalteschrank, verbunden, so
wird durch Einführen des Stöpsels S2 in die Klinke K2 folgender Stromkreis hergestellt:
Batterie, Überwachungssignal US, Spitzenader und Spitze des Stöpsels S2, kurze Feder der
Klinke K 2, Leitung «2, Umschalter U, Leitung α,
Kontakt3 des Hakenumschalters HU, Wecker W
und über Erde zurück. Das Signal US wird erregt, so daß dessen sichtbare Fahne anzeigt,
daß die Sprechstelle noch nicht abgehoben hat. Erfolgt das Abheben, so wird in der gleichen
Weise wie oben durch die Kontakte 1 bis 4 der Kondensator WiT in die Zuleitung zum
Wecker W geschaltet, obigen Stromkreis unterbrechend, so daß die Fahne des Signals US
verschwindet, den Beginn des Gespräches anzeigend. Ein Wieder anhängen des .Fernsprechers
seitens der Sprechstelle hat durch abermaliges Umschalten des Hakenumschalters die
erneute Herstellung des obigen Stromkreises zur Betätigung des Signals US zur Folge, so
daß dessen Fahne erscheint, die Beendigung des Gespräches anzeigend.
Das Rufen von und zu den Umschalteschränken geschieht in völlig normaler Weise,
d. h. zum Z. B.-Umschalteschrank automatisch durch Abheben des Hörers, zum S. Z.-Umschalteschrank
durch Induktor, der in das Gehäuse 'der Sprechstelle eingebaut sein kann,
jedoch hier der besseren Übersicht halber, als für die Erfindung nicht in Betracht kommend,
fortgelassen ist. Der Ruf zur Sprechstelle erfolgt mittels Wechselstroms über beide Leitungen.
Claims (4)
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechapparate zum wechselweisen Anschluß an
Umschalteschränke mit verschiedener Schlußzeichengabe, dadurch gekennzeichnet, daß durch besondere Kontakte (z. B. 1 bis 4)
des Hakenumschalters [HU) Gleichstromwege über den Fernsprechapparat jeweils
derart hergestellt werden, daß sowohl die Uberwachungsorgane einer Z. B.- als auch
einer S. Z. Umschaltestelle bei Anschaltung an den Apparat ordnungsgemäß in Tätigkeit
gesetzt werden, zum Zwecke, denselben Fernsprechapparat je nach Bedarf
mit Umschaltestellen beider Systeme in Verbindung bringen zu können.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Fernsprechapparat
dauernd derart geerdet ist, daß die Erde symmetrisch zu beiden Leitungsadern (a, b) liegt und jeweils mit einer
derselben über einen Kondensator verbunden ist~ zum Zwecke, die Überwachungssignale der Umschalteschränke über eine"
Leitung (a oder b) und Erde erregen zu können.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch
den Hakenumschalter (H U) des Fernsprechapparates
eine Vertauschung der beiden Leitungsadern (a, b) hinsichtlich des Erd-
304>. 5H6
anschlusses herbeigeführt wird, zum Zwecke,
die für Gleichstrom erreichbare Erde 'enti sprechend dem durch die Schaltung der
Umschalteschränke und dem jeweiligen Gesprächszustand
bedingten Gleichstromweg an den einen oder ilen anderen Leitungszweig (a oder b) legen zu können, unter
gleichzeitiger Anlegung der kondensatorisch gesperrten Erde an den jeweils anderen
Leitungszweig (b oder α). ,
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1-bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die Erdung des Fernsprechapparates zwischen
den beiden Spulen, des Wechselstromweckers
(W) abgezweigt ist, zum Zwecke, eine besondere Drosselspule zu ersparen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE306546C true DE306546C (de) |
Family
ID=559954
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT306546D Active DE306546C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE306546C (de) |
-
0
- DE DENDAT306546D patent/DE306546C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE306546C (de) | ||
| DE245733C (de) | ||
| AT389785B (de) | Schaltung zum anschluss zweier gleichberechtigter fernsprechapparate an eine anschlussleitung | |
| DE409721C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und Anschlussleitungenverschiedener Wertigkeit | |
| DE233775C (de) | ||
| DE215171C (de) | ||
| DE200340C (de) | ||
| DE137630C (de) | ||
| DE354790C (de) | Selbsttaetig oder halbselbsttaetig betriebene Fernsprechanlage | |
| DE577429C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und zweiadrigen Verbindungsleitungen | |
| DE193894C (de) | ||
| DE297035C (de) | ||
| DE110627C (de) | ||
| DE260239C (de) | Schaltung für Fernsprechämter mit Zentralbatteriebetrieb mit unmittelbarem Anlegen der Rufstromquelle an die zu rufende Teilnehmerleitung durch das schlusszeichen-relais beim Stöpsein der Verbindungs klinke. | |
| DE484909C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen | |
| DE134270C (de) | ||
| DE530581C (de) | Anordnung fuer zweiadrige Verbindungsleitungen in selbsttaetig betriebenen Fernsprechanlagen | |
| DE566201C (de) | Schaltungsanordnung fuer eine mit mehreren Abzweigstellen versehene Verbindungsleitung in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen | |
| DE419479C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen | |
| DE403195C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit teilweise fuer Waehler- und teilweise fuer Handbetrieb eingerichteten Vermittlungsstellen | |
| DE143668C (de) | ||
| DE312265C (de) | ||
| DE190638C (de) | ||
| AT63725B (de) | Schaltungsanordnung für selbsttätige Fernsprechämter mit Zentralmikrophonbatterie. | |
| DE697627C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen |