DE306325C - - Google Patents

Info

Publication number
DE306325C
DE306325C DENDAT306325D DE306325DA DE306325C DE 306325 C DE306325 C DE 306325C DE NDAT306325 D DENDAT306325 D DE NDAT306325D DE 306325D A DE306325D A DE 306325DA DE 306325 C DE306325 C DE 306325C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alkalis
cellulose
caustic soda
straw
wood
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT306325D
Other languages
English (en)
Publication of DE306325C publication Critical patent/DE306325C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C3/00Pulping cellulose-containing materials
    • D21C3/22Other features of pulping processes
    • D21C3/26Multistage processes
    • D21C3/266Multistage processes the same pulping agent being used in all stages
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C3/00Pulping cellulose-containing materials
    • D21C3/22Other features of pulping processes
    • D21C3/26Multistage processes

Landscapes

  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 2. OKTOBER 1920
REICH S PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 55b GRUPPE
Dr. Heinrich Oexmann in Berlin.
Verfahren zur Herstellung von Zellulose aus Streh, Holz oder anderen zellstoff haltigen Stoffen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 31.JuIi 1917 ab.
Es ist bekannt, zellstoffhailtige Stoffe, wie Stroh und Holz, mittels starker Alkalien, wie Ätznatron und Ätzkali, aufzuschließen, d.h. die Zellulose von. den inkrustierenden Bestandteilen zu befreien. Hierzu' sind wesentlich größere Mengen von Chemikalien in der Praxis erforderlich, als theoretisch notwendig sein würden. Es ist nun gefunden, daß dies darin begründet liegt, daß ein Teil des Ätznatrons durch die schon bei gewöhnlicher Kochung frei werdende Säure neutralisiert wird. Zu dieser Neutralisation aber kann man ebensogut wie. das teure Ätznatron oder Ätzkali billigere Alkalien, ζ. Β. Ätzkalk oder kohlensaures . Natron, verwenden, während die vollständige Lösung der Inkrusten nur mit den stärkeren Alkalien möglich ist. Man hat nun schon früher versucht, eine Verbilli-
. gung der Aufschließüngschemikalien dadurch herbeizuführen, daß man an Stelle reinen Ätznatrons ein Gemisch von diesem mit billigeren Alkalien benutzte. Der Erfolg aber war ein außerordentlich unvollkommener, weil die zunächst frei werdende Säure sich nicht etwa ausschließlich an die schwächeren Akälien bindet, sondern dies mit den verschiedenen Bestandteilen des Gemisches gleichmäßig stark tut, so daß auch.ein Teil der stärkeren Alkalien unnötig neutralisiert wird. Eine ganz erheblich stärkere Ersparnis an höherwertigen Alkalien läßt sich dadurch erzielen, daß die Kochung des aufzuschließenden Stoffes zunächst, mit den schwächeren Alkalien erfolgt und erst, wenn die leichter frei, werdenden Säuren abgebunden sind, das stärkere Alkali in Anwendung kommt, um die vollständige Lösung der Inkrusten herbeizuführen. ,■·...
In der Praxis hat sich zur Aufschließung von 100 kg Stroh bewährt, dieses zunächst mit 400 bis 600 1 Wasser und 5 bis 6 kg Ätzkalk 4 bis 6 Stunden mit oder ohne Druck zu . ; kochen. Dann werden der Lauge 4 kg Ätznatron zugesetzt und das'Ganze weitere vier Stunden gekocht. Auswaschung-und Weiterbehandlung des Materials erfolgt in bekannter Weise, und zeigt sich hiernach, daß das nach obiger Beschreibung behandelte Stroh dem mit 9 bis 10 kg Ätznatron behandelten, in. allen'1 Teilen gleichwertig ist. Vorteilhaft '50 läßt man :die Kalkbrühe vor der zweiten ■ Kochung aiblaufen, damit die zunächst gebundene.Säure nicht nachträglich an das. stärkere Alkali geht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung von Zellulose :aus Stroh, Holz oder anderen zell- stoffhaltigen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohmaterial vor der Behandlung mit starken Ätzkalien mit schwächeren Basen, ζ. B. mit. Ätzkalk, vorbehandelt wird. . - ' . .
DENDAT306325D Active DE306325C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE309259T

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE306325C true DE306325C (de)

Family

ID=32932651

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT309259D Active DE309259C (de)
DENDAT306325D Active DE306325C (de)

Family Applications Before (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT309259D Active DE309259C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (2) DE306325C (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE956644C (de) * 1944-04-01 1957-01-24 Arne Johan Arthur Asplund Dipl Einrichtung und Verfahren zum Zerfasern von Lignocellulose enthaltendem Fasergut

Also Published As

Publication number Publication date
DE309259C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE306325C (de)
DE747454C (de) Verfahren zur Herstellung von hochpolymeren Zellstoffen
DE555461C (de) Verzuckerung von pentosanehaltigen Pflanzenstoffen
DE663911C (de) Verfahren zur Herstellung von Zellstoff aus Holz durch zweistufiges Kochen mit Bisulfitloesung ueblichen SO-Gehaltes
DE1005824B (de) Verfahren zur Erzeugung von alphacellulosereichem, pentosanarmem Zellstoff
DE250410C (de)
DE258180C (de)
DE309551C (de)
DE527950C (de) Verfahren zur Gewinnung von Sulfitzellstoff
DE329111C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkohol und Hefe aus den Abfallaugen der Sulfitzellulosefabriken
DE318271C (de)
DE319841C (de) Verfahren zur Herstellung von Speisesirup oder Kunsthonig aus unreinen Zuckerloesungen
DE527076C (de) Verfahren zur Verkohlung der organischen Bestandteile roher oder entzuckerter duenner Sulfitablauge
DE379771C (de) Verfahren zur Reinigung und Veredelung von handelsueblichen Zellstoffen aller Art fuer die Zwecke der Herstellung von Zelluloseestern und sonstigen chemisch charakterisierten Zelluloseverbindungen, Kunstfaeden u. dgl.
DE388998C (de) Verfahren zur Gewinnung von Textilfasern und Zellstoff aus geeigneten Rohpflanzen, wie Brennesseln, Jute, Schilf, Typha u. dgl.
DE745547C (de) Verfahren zur Herstellung von Zellstoff
DE323743C (de) Verfahren zur Herstellung von Natronzellstoff aus pflanzlichen Rohstoffen aller Art
DE404614C (de) Verfahren zur Herstellung von Zellstoff aus Fasertorf
DE969452C (de) Verfahren zur Gewinnung von Kunstfaserzellstoffen
DE327912C (de) Verfahren zur Erzeugung von Spinnfaser und Zellstoff aus schwach verholzten, stark basthaltigen Rohpflanzen, wie Leinstroh, Sisal, Jute usw., unter Anwendung saurer Sulfitlaugen
DE888042C (de) Verfahren zur Herstellung von Pektinextrakten
DE357305C (de) Verfahren zur Gewinnung von hochwertigen Spinnfasern aus Kartoffelkraut
DE563440C (de) Verfahren zur Herstellung eines Halbzellstoffes aus Stroh, Graesern u. dgl.
DE71021C (de) Reinigung der geschiedenen und saturirten Zuckersäfte durch schwefligsaures Natron
DE641742C (de) Verfahren zur Herstellung einer fuer die Gewinnung von Baeckereihefe geeigneten Naehrloesung