DE3050830C2 - - Google Patents
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- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03D—DEMODULATION OR TRANSFERENCE OF MODULATION FROM ONE CARRIER TO ANOTHER
- H03D3/00—Demodulation of angle-, frequency- or phase- modulated oscillations
- H03D3/001—Details of arrangements applicable to more than one type of frequency demodulator
- H03D3/003—Arrangements for reducing frequency deviation, e.g. by negative frequency feedback
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Rundfunkempfänger nach
dem Oberbegriff des Hauptanspruches.
Ein derartiger Rundfunkempfänger ist bekannt aus "Radio und
Fernsehen", 1964, Heft 15, Seite 467. Der darin vorgesehene
Frequenz-Spannungswandler liefert dem spannungsgesteuerten
Abstimmoszillator zwecks automatischer Frequenzregelung (AFC)
ein Frequenzregelsignal, das ein Maß für die Frequenzabweichung
zwischen der Ist- und der Soll-Abstimmfrequenz ist. Da der
Frequenz-Spannungswandler tonfrequent mit dem spannungsgesteuerten
Oszillator gekoppelt ist, wird bei diesem FM-Empfänger
darüber hinaus der Frequenzhub komprimiert, so daß es möglich
ist, sehr niedrige Zwischenfrequenzen zu benutzen.
Die Schleifenverstärkung des Frequenzregelkreises beeinflußt
jedoch sowohl das Frequenzregelsignal und damit den Wirkungsbereich
der automatischen Frequenzregelung als auch die Hubkompression.
Hierbei stehen die Hubkompression und der Wirkungsbereich
der automatischen Frequenzregelung untereinander in
einem festen Zusammenhang.
Aus dem Artikel "Eigenschaften und Messung der Fest - AFC mit
Diodenbegrenzung" von Dipl.-Ing. K. Rathmann, publiziert in
"Radio Fernsehen Elektronik", 1977, Heft 19/20, Seiten 658-661
ist an sich ein UKW-Empfänger mit einer diodenbegrenzten AFC
bekannt. Da der Frequenz-Spannungs-Wandler gleichstrommäßig
mit dem Abstimmoszillator verbunden ist, geht daraus eine
Hubkompression nicht hervor.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Größe des Wirkungsbereiches
der automatischen Frequenzregelung von der Größe der Hubkompression
unabhängig zu machen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im
Hauptanspruch angegebenen Maßnahmen gelöst.
Bei Anwendung der erfindungsgemäßen Maßnahme wird der erste Begrenzer
bei einer bestimmten Amplitude des Ausgangssignals des
Frequenz-Spannungs-Wandlers begrenzt, zumindest nimmt die
Verstärkung bei einer weiteren Zunahme dieses Ausgangssignals ab.
Obschon die Verstärkung des ersten Begrenzers und damit auch
die Schleifenverstärkung und die Hubkompression bis zu dieser
Amplitude sehr groß sein kann, ist der Einfluß auf den
Wirkungsbereich der automatischen Frequenzregelung - und damit
auf das Frequenzgebiet einwandfreier Abstimmung - auf das Gebiet
beschränkt, in dem der erste Begrenzer außerhalb der Begrenzung
ist. Die Größe dieser Hubkompression ist dadurch von der Größe
des Wirkungsbereiches der automatischen Frequenzregelung unabhängig.
Dies ermöglicht einerseits die Einstellung der Hubkompression
auf einen geeigneten Wert, ohne die Abstimmung auf und Wiedergabe
von schwächeren, in der Frequenz benachbarten Sendersignalen zu
verhindern. Andererseits wird durch eine geeignete Wahl des
Wirkungsbereiches der automatischen Frequenzregelung gegenüber
dem Soll-Abstimmbereich erreicht, daß bei Abstimmung auf
den Rand dieses einwandfreien Abstimmbereiches die wenigstens
teilweise begrenzende Wirkung des ersten Begrenzers in einer
Verzerrung des wiedergegebenen Tonsignals hörbar ist, wodurch
der Benutzer eine Anzeige hat, daß eine bessere Abstimmung
möglich ist.
Bei der in Anspruch 2 beschriebenen Weiterbildung der Erfindung
wird einerseits eine quadratische Verstärkung des AM-Rauschens
von FM-Signalen, wie dies beispielsweise bei herkömmlichen
FM-Quadraturdemodulatoren auftritt, vermieden. Dadurch, daß
der mittlere Rauschpegel außerhalb der Abstimmung bei diesem
Empfänger dem mittleren Signalpegel bei einwandfreier Abstimmung
entspricht, werden andererseits Rauschspitzen, die bei dem eingangs
genannten bekannten Empfänger bei Schwankungen des Rauschpegels
um den Signalpegel herum auftreten, vermieden.
Außerdem werden durch eine richtige Wahl der Begrenzungsamplitude
des zweiten Begrenzers schwache Signale linear verstärkt, wodurch
die Bandbreite der Schleife für schwache Rauschsignale
kleiner ist als für die stärkeren, gewünschten Signale, wobei
Begrenzung auftritt, so daß hochfrequente Rauschstörungen
weniger hörbar sind.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
Es zeigt
Fig. 1 einen FM-Empfänger nach der Erfindung,
Fig. 1a einen AM-Empfänger nach Erfindung,
Fig. 2 bis 5 den idealisierten Verlauf der Ausgangsspannung
des Frequenz-Spannungs-Wandlers, des ersten
Verstärkerbegrenzers, des ersten Phasendetektors
bzw. des mit dem ersten Phasendetektor
gekoppelten ersten Begrenzers des erfindungsgemäßen
Empfängers als Funktion einer genormten
nicht modulierten Abstimmfrequenz
bei einem bestimmten Pegel des Antennensignals,
Fig. 6 das Abstimmverhalten des Empfängers nach der
Erfindung.
Fig. 1 zeigt einen FM-Empfänger 1 nach der Erfindung,
der einerseits an eine Antennenanordnung 100 und andererseits an einen
Lautsprecher 32 angeschlossen ist. Der FM-Empfänger 1 ist mit einer
frequenzgetasteten Schleife 6 bis 18 mit einem Signaleingang 3 versehen,
der über einen Eingangsverstärker 2 mit der Antennenanordnung
100 gekoppelt ist, sowie mit einer Regelschaltung 19 bis 27, die einerseits
auf die nachstehend zu beschreibende Art und Weise mit der frequenzgetasteten
Schleife 6 bis 18 gekoppelt ist und andererseits mit
einem Regeleingang 28 einer Stummschaltung 29. Die Stummschaltung 29
ist mit ersten und zweiten Eingängen 33 und 34 versehen. Der erste
Eingang 33 ist mit einem Signalausgang 5 der frequenzgetasteten
Schleife 6 bis 18 gekoppelt. Der zweite Eingang 34 ist mit einer Rauschquelle
30 verbunden. Ein Ausgang der Stummschaltung 29 ist über einen
Tonsignalverarbeitungsteil 31 mit dem Lautsprecher 32 gekoppelt. Im
Ruhezustand ist der erste Eingang 33 mit dem Ausgang der Stummschaltung
29 verbunden, bei Erregung ist der zweite Eingang 34 mit dem Ausgang
verbunden. Die frequenzgetastete Schleife 6 bis 18 enthält hintereinander
eine mit dem Signaleingang 3 verbundene Mischstufe 6, ein Tiefpaßfilter
7, einen Frequenz-Spannungswandler 18, einen ersten Verstärkerbegrenzer
15, eine Addierschaltung 16 und einen mit der Mischstufe
6 gekoppelten spannungsgesteuerten Oszillator 17. Die Verbindung zwischen
dem ersten Verstärkerbegrenzer 15 und der Addierschaltung 16 ist mit
dem Signalausgang 5 der frequenzgetasteten Schleife 6 bis 18 verbunden.
Die Addierschaltung 16 ist zugleich mit einem Abstimmspannungseingang
4 versehen und addiert die ihr zugeführte Abstimmspannung zu der Ausgangsspannung
des ersten Verstärkerbegrenzers 15. Der Frequenz-Spannungswandler
18 enthält einen zweiten, mit dem Tiefpaßfilter 7 gekoppelten
Verstärkerbegrenzer 8, dessen Ausgang einerseits mit einem ersten
Eingang 12 eines zweiten Phasendetektors 39 und andererseits über eine
Kaskadenschaltung aus einem zweiten Begrenzer 9 und einem ersten
frequenzabhängigen 90°-Phasendreher 10 mit einem zweiten Eingang 13 des
zweiten Phasendetektors 39 gekoppelt ist. Dieser zweite Phasendetektor
39 enthält eine Kaskadenschaltung aus einer mit den Eingängen 12 und
13 verbundene Mischstufe 11 und einem mit dem ersten Verstärkerbegrenzer
15 verbundenen Tiefpaßfilter 14.
Die Regelschaltung 19 bis 27 enthält ein frequenzabhängiges
180°-Allpaß-Phasendrehungsnetzwerk (bzw. Laufzeitfilter) 19,
das über einen dritten Begrenzer 21 mit einem zweiten Eingang 24 eines
ersten Phasendetektors 27 gekoppelt ist. Ein erster Eingang 23 des
Phasendetektors 27 ist mit einem Ausgang des zweiten Begrenzers 9 des
Frequenz-Spannungswandlers 18 gekoppelt. Ein Ausgang des ersten Phasendetektors
27 ist über einen ersten Begrenzer 26 mit dem Regeleingang
28 der Stummschaltung 29 verbunden.
Das frequenzabhängige 180°-Allpaß-Phasendrehungsnetzwerk 19
enthält einen zweiten frequenzabhängigen 90°-Phasendreher 20, der
zwischen dem ersten frequenzabhängigen 90°-Phasendreher 10 des Frequenz-
Spannungswandlers 18 und dem dritten Begrenzer 21 liegt. Die beiden
kaskadengeschalteten frequenzabhängigen 90°-Phasendreher 10 und 20
funktionieren zusammen als frequenzabhängiges 180°-Allpaß-Phasendrehungsnetzwerk.
Der erste Phasendetektor 27 enthält eine Kaskadenschaltung
aus einer mit den beiden Eingängen 23 und 24 verbundenen Mischstufe
22 und einem mit dem ersten Begrenzer 26 verbundenen Tiefpaßfilter 25.
Der Eingangsverstärker 2 verstärkt das Antennensignal mit
der Trägerfrequenz f z und bietet dieses der Mischstufe 6 an. In der
Mischstufe 6 wird dieses Antennensignal mit dem Signal des spannungsgesteuerten
Oszillators 17 mit der Frequenz f vco multipliziert, wonach
mit Hilfe des Tiefpaßfilters 7 das gewünschte Mischprodukt mit der
Frequenz f z -f vco selektiert wird. Unerwünschte Mischprodukte beispielsweise
infolge von Nachbarsendern werden durch das Tiefpaßfilter
7 unterdrückt. In einer praktischen Ausbildung betrug die 3 dB-Grenzfrequenz
des Tiefpaßfilters 7 100 kHz.
Der zweite Verstärkerbegrenzer 8 verstärkt schwache Eingangssignale
(beispielsweise Rauschsignale oder an der Seitenflanke des Tiefpaßfilters
7 nicht völlig unterdrückte Signale) linear und funktioniert
für starke Eingangssignale, die ungedämpft durch das Tiefpaßfilter hindurchgehen,
als Begrenzer. Das Ausgangssignal des zweiten Verstärkerbegrenzers
8 wird einerseits dem ersten Eingang 12 der Mischstufe 11
zugeführt und andererseits dem zweiten Begrenzer 9, wo dieses Ausgangssignal
in der Amplitude begrenzt wird. In dem nachfolgenden ersten frequenzabhängigen
90°-Phasendreher 10 findet eine frequenzabhängige
Phasendrehung statt, wobei Signale mit der Frequenz f L eine frequenzabhängige
Phasendrehung von 90° erfahren. Für die Frequenz f L , d. h. die
charakteristische Frequenz des frequenzabhängigen 90°-Phasendrehers 10,
wurde in einer praktischen Ausführung 60 kHz gewählt.
In der Mischstufe 11 werden die Ausgangssignale des
frequenzabhängigen 90°-Phasendrehers 10 mit den Ausgangssignalen des
zweiten Verstärkerbegrenzers 8 multipliziert. Die Mischprodukte, die
dadurch erhalten werden, weisen eine Amplitude auf, die von dem Phasenunterschied
zwischen den den beiden Eingängen 12 und 13 der Mischstufe
11 zugeführten Signalen abhängt und deren Amplitude proportional ist.
Das Rauschverhalten des Frequenz-Spannungswandlers 18 ist dadurch
günstiger als bei herkömmlichen FM-Quadraturdemodulatoren, bei denen
die beiden zu multiplizierenden Signale begrenzt werden. Derartige
herkömmliche FM-Quadraturdemodulatoren funktionieren auch für kleine
Rauschsignale quadratisch und verstärken dadurch die im Durchlaßband
des Tiefpaßfilters 7 liegenden Rauschanteile in störendem Maße.
Aus den an dem Ausgang der Mischstufe 11 erhaltenen
Mischprodukten wird mit dem Tiefpaßfilter 14 das tonfrequente Mischprodukt
selektiert. Die Tiefpaßkennlinie dieses Tiefpaßfilters 14
bestimmt die Neigung und den Scheitelpunkt der Schleifenverstärkungskennlinie
und damit den Frequenzbereich, in dem eine Rückkopplung in der
Schleife stattfinden kann. Die Bandbreite dieses Tiefpaßfilters 14,
auch als Schleifenfilter bezeichnet, betrug in einer praktischen Ausführungsform
15 kHz.
Um die Wirkungsweise des Frequenz-Spannungswandlers 18
näher zu erläutern, wird auf Fig. 2 verwiesen, in der durch die Kurve 100
der idealisierte Verlauf der Ausgangsspannung V DEM dieses Frequenz-
Spannungswandlers 18 als Funktion der als genormte Abstimmfrequenz
benutzten Differenzfrequenz f z -f vco bei einem bestimmten Pegel eines
nicht modulierten Antennensignals mit der Senderfrequenz f z dargestellt
ist.
Die Kurve 100 liegt infolge der in der Mischstufe 6
durchgeführten Umwandlung auf ein niedriges Zwischenfrequenzband symmetrisch
zum Punkt f z =f vco . Weiterhin wird bei Frequenzen f L und -f L
der genormten Abstimmfrequenz f z -f vco eine Phasenverschiebung zwischen
den Signalen an den beiden Eingängen 12 und 13 des zweiten Phasendetektors
39 um 90° erhalten. V DEM ist dabei gleich Null. Wenn vorausgesetzt
wird, daß die Frequenz, bei der ein Signal mit dem Pegel des genannten
Antennensignals in dem Tiefpaßfilter 7 fast völlig unterdrückt ist,
f g ist, wird bei einer genormten Abstimmfrequenz f z -f vco , die größer
ist als f g oder kleiner als -f g , V DEM auch in diesen Frequenzbereichen
gleich Null.
Bei genormten Abstimmfrequenzen f z -f vco , bei denen eine
teilweise Unterdrückung des Antennensignals auf der Flanke des Tiefpaßfilters
7 auftritt, kann das auf diese Weise gedämpfte Antennensignal
kleiner sein als das von der Mischstufe 6 erzeugte, in dem Durchlaßband
des Tiefpaßfilters 7 vorhandene Rauschsignal. Die Spannung V DEM
ist bei derartigen kleinen Signalamplituden durch die lineare Verstärkung
in dem Verstärkerbegrenzer 8 unabhängig von der Frequenz, bei
der diese auftreten. Der mittlere Rauschpegel nach Demodulation in dem
Frequenz-Spannungswandler 18 fällt dadurch mit dem mittleren Pegel der
einwandfreien Abstimmung bei f L zusammen. Damit wird erreicht, daß
schwache, ab und zu durch Rauschen überstimmte Antennensignale nicht
zu impulsförmigen Störungen führen, weil Spannungssprünge zwischen
dem Rauschpegel und dem Signalpegel nicht auftreten.
Das Ausgangssignal V DEM des Frequenz-Spannungswandlers 18
wird dem ersten Verstärkerbegrenzer 15 zugeführt, in dem eine lineare
Verstärkung des Ausgangssignals V DEM auf einen bestimmten maximalen
Signalpegel erfolgt. Dieser maximale Signalpegel wird in der Zeichnung,
u. a. bei einer genormten Abstimmfrequenz f z -f vco von 0,5 f L und 1,5
f L erreicht. Die Signale oberhalb dieses maximalen Signalpegels werden
begrenzt.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise des Begrenzers 15 sei
auf Fig. 3 verwiesen. In dieser Fig. 3 ist durch Kurven 110 bis 116
der idealisierte Verlauf der Ausgangsspannung V VCO des Verstärkerbegrenzers
15 als Funktion der als genormte Abstimmfrequenz benutzten
Differenzfrequenz f z -f vco , bei einem bestimmten Pegel eines nicht
modulierten Antennensignals mit der Sendefrequenz f z , angegeben.
Der Verstärkerbegrenzer 15 ist in Begrenzung in den
durch die Kurven 111 bis 113 angegebenen Bereichen der genormten Abstimmfrequenz
f z -f vco . In diesen Bereichen, nachstehend als Haltebereiche
bezeichnet, ist die Schleife zwar getastet, bleibt aber v VCO und damit
die Oszillatorfrequenz f vco konstant. In den durch die Kurven 110 und
114 bis 116 bezeichneten Bereichen erfolgt eine lineare Verstärkung von
V DEM . Eine positive Rückkopplung in der frequenzgetasteten Schleife 6 bis
18 erfolgt jedoch in den durch die Kurven 115 und 116 bezeichneten Bereichen.
Die Oszillatorfrequenz wird in diesen Frequenzbereichen sprungweise
variieren.
Eine negative Rückkopplung findet in den durch die Kurven
114 und 110 bezeichneten Bereichen statt. In diesen Bereichen findet
eine stabile Abstimmung statt, d. h. eine Verriegelung der frequenzgetasteten
Schleife. Auf der Kurve 114 findet eine unerwünschte Nebenabstimmung
statt, die nach der Erfindung auf die nachstehend beschriebene
Art und Weise unterdrückt wird. Die Kurve 115 zeigt den Bereich einwandfreier
Abstimmung bzw. den Folgebereich des spannungsgesteuerten
Oszillators 17 an.
Eine Regelspannung für die Stummschaltung wird mit Hilfe
der in Fig. 1 dargestellten Regelschaltung 19 bis 27 mit den frequenzabhängigen
180°-Allpaß-Phasendrehungsnetzwerk 19, dem dritten Begrenzer
21, dem Phasendetektor 27 und dem ersten Begrenzer 26 erhalten.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise dieser Regelschaltung
19-27 sei auf die Fig. 4 und 5 verwiesen, in denen die Ausgangsspannung
V COR des Phasendetektors 27 bzw. die Regelspannung V MUTE an dem
Ausgang des Begrenzers 26 als Funktion der als genormte Abstimmfrequenz
benutzten Differenzfrequenz f z -f vco bei einem bestimmten Pegel eines
nicht modulierten Antennensignals mit der Sendefrequenz f z idealisiert
dargestellt ist.
Der in Fig. 4 durch die Kurve 120 bezeichnete Verlauf von
V COR wird dadurch erhalten, daß die den Eingängen 23 und 24 der Mischstufe
22 zugeführten Signale beide begrenzt sind und untereinander
einen in dem frequenzabhängigen 180°-Allpaß-Phasendrehungsnetzwerk 19
realisierten Phasenunterschied aufweisen. Die charakteristische Frequenz
des zweiten frequenzabhängigen 90°-Phasendrehers 20 ist der des ersten
frequenzabhängigen 90°-Phasendrehers 10 (f L = 60 kHz) entsprechend gewählt
worden, wodurch bei einer genormten Abstimmfrequenz f z -f vco
von 0; 0,5 f L ; f L ; 1,5 f L ; -0,5 f L ; -f L und -1,5f L eine Phasendrehung
von 0, 90°; 180°; 270°; -90°; -180° bzw. -270° erhalten wird.
Die Bandbreite des Tiefpaßfilters 25 soll einerseits nicht zu groß
gewählt werden, um zu vermeiden, daß die Stummschaltung bei Abstimmung
in der Nähe von 0,5 f L und 1,5 f L ständig in einem tonfrequenten
Rhythmus ein- und ausgeschaltet wird und soll andererseits nicht zu
klein gewählt werden, um zu vermeiden, daß beim Abstimmen die Stummschaltung
zu langsam ausgeschaltet wird, so daß Sender überschlagen
werden. Ein praktischer Wert für diese Grenzfrequenz beträgt 1 Hz.
Der in Fig. 5 durch die Kurve 130 dargestellte idealisierte
Verlauf von V MUTE wird durch eine unendliche Verstärkung von V COR in
dem ersten Begrenzer 26 erhalten. Die Ausgangsspannung V MUTE des
Begrenzers 26, mit anderen Worten die Regelspannung für die Stummschaltung
29, variiert sprungartig zwischen zwei diskreten Werten. Umschaltungen
finden bei Werten -1,5 f L ; 0,5 f L ; 0,5 f L und 1,5 f L der genormten
Abstimmfrequenz f z -f vco statt.
Dadurch, daß die Abstimmschaltung 29 bei einem positiven Wert
von V MUTE erregt wird und bei einem negativen Wert von V MUTE in den
Ruhestand geschaltet wird, ist bei einer genormten Abstimmfrequenz
f z -f vco kleiner als -1,5 f L oder größer als 1,5 f L , oder zwischen
-0,5 f L und 0,5 f L der Signalausgang 5 der frequenzgetasteten Schleife von
dem Signalverarbeitungsteil 31 entkoppelt und die Rauschquelle 30 mit
diesem Signalverarbeitungsteil 31 gekoppelt. Mit dem Lautsprecher 32 hat
der Benutzer dadurch außerhalb der Abstimmung eine akustische Anzeige
dafür, daß der FM-Empfänger im Betrieb ist, während eine etwaige Nebenabstimmung
auf den in Fig. 3 durch die Kurve 114 bezeichneten Bereich
unterdrückt wird. Aus Rauschquelle kann das in einem Verstärker verstärkte
thermische Rauschen eines Widerstandes benutzt werden.
Bei einer genormten Abstimmfrequenz f z -f vco zwischen -1,5 f L
und -0,5 f L oder zwischen 0,5 f L und 1,5 f L ist der Signalausgang 5 der
frequenzgetasteten Schleife mit dem Signalverarbeitungsteil 31 verbunden
und findet Wiedergabe tonfrequenter Signale mit dem Lautsprecher 32
statt. Wie obenstehend erwähnt, ist in dem Frequenzbereich zwischen
-0,5 f L und -1,5 f L die Schleife positiv rückgekoppelt, so daß dieser
Bereich sprungweise passiert wird und nur in dem einwandfreien Abstimmbereich
zwischen 0,5 f L und 1,5 f L eine stabile Abstimmung möglich ist
bei einer im Ruhezustand befindlichen Stummschaltung 29.
Fig. 6 zeigt das Abstimmverhalten des FM-Empfängers nach der
Erfindung. Zur Vereinfachung ist die Frequenz f vco des spannungsgesteuerten
Oszillators 17 als Funktion eines nicht modulierten Antennensignals
mit einer kontinuierlich variierenden Senderfrequenz f z und einer konstanten
Amplitude dargestellt.
Durch die Linien p, q, r und s sind die Punkte angegeben, bei
denen die genormte Abstimmfrequenz f z -f vco die Werte -1,5 f L , -0,5 f L ,
0,5 f L bzw. 1,5 f L annimmt. Die Stummschaltung 29 befindet sich im
Ruhezustand bei der genormten Abstimmfrequenz f z -f vco zwischen den
Linien p und q und zwischen den Linien r und s, außerhalb derselben ist
die Stummschaltung 29 erregt.
In dem Bereich, wo f z -f vco kleiner ist als -1,5 f L wird bei
zunehmender f z zunächst die Strecke G durchlaufen. Die frequenzgetastete
Schleife ist hier entriegelt und der spannungsgesteuerte Oszillator 17
ist freilaufend. Danach wird, wenn f z -f vco = -1,5 f L ist, die Strecke
E erreicht, wo eine Verriegelung der frequenzgetasteten Schleife stattfindet
und die Frequenz f vco des spannungsgesteuerten Oszillators 17
mit der Senderfrequenz f z mitgezogen wird. Die Strecke E zeigt den
Bereich der stabilen Nebenabstimmung, der in Fig. 3 durch die Kurve 114
dargestellt ist.
Bei einer weiteren Zunahme von f z wird die Strecke J durchlaufen.
In diesem Bereich ist der Begrenzer 15 in Begrenzung und die
Frequenz f vco bleibt trotz einer zunehmenden f z auf einem konstanten
Wert stehen. Die Strecke J entspricht dem durch die Kurve 112 in Fig. 3
bezeichneten Haltebereich. Weil beim Durchlaufen der Strecke G, E und
J die Stummschaltung erregt ist, findet eine Abstimmung durch diesen
Frequenzbereich stumm statt, oder nur unter Wiedergabe des als akustische
Anzeige für den Abstimmvorgang dienenden Rauschens der Rauschquelle 30.
Der Strecke J folgt bei einer zunehmenden f z die Strecke A,
wo eine positive Rückkopplung in der frequenzgetasteten Schleife stattfindet.
Die Frequenz f vco nimmt dadurch plötzlich ab, bis die frequenzgetastete
Schleife verriegelt wird. Bei dieser plötzlichen Abnahme von
f vco wird die Teilstrecke zwischen den Linien p und q durchlaufen.
Dadurch, daß die Stummschaltung 29 mit einer gewissen Trägheit infolge
der kleinen Bandbreite des Tiefpaßfilters 25 ausgeschaltet wird, bleibt
die Stummschaltung auch während dieses Frequenzsprunges durch die
genannte Teilstrecke zwischen p und q nach wie vor erregt, so daß der
Frequenzsprung nicht hörbar wird.
Die Verriegelung der frequenzgetasteten Schleife findet in dem
einwandfreien Abstimmbereich bzw. Folgebereich F statt. Dieser Bereich
ist in Fig. 3 durch die Kurve 110 bezeichnet. Die Oszillatorfrequenz
f vco folgt hier der Senderfrequenz f z über einen ziemlich großen Bereich.
Auf diese Weise wird die Demodulationsfunktion mit einer automatischen
Frequenzregelfunktion kombiniert.
Der Rand des Folgebereiches wird durch die Linie s gebildet,
wo der Begrenzer 15 in Begrenzung gelangt und die Oszillatorfrequenz
f vco bei zunehmender Senderfrequenz f z konstant bleibt. Die Stummschaltung
29 wird hier erregt. Die Strecke K wird dabei durchlaufen.
Diese Strecke K entspricht dem Bereich, der in Fig. 3 durch die Kurve
113 bezeichnet ist.
Bei weiter zunehmender Senderfrequenz f z gelangt der Begrenzer
15 aus der Begrenzung, und es findet eine positive Rückkopplung in der
frequenzgetasteten Schleife statt (siehe Kurve 116 aus Fig. 3). Die
Oszillatorfrequenz f vco nimmt dadurch plötzlich ab, bis die Schleife
völlig entriegelt ist und der Oszillator völlig freiläuft. Die Strecke
D wird dabei durchlaufen.
Bei einer noch weiter zunehmenden Senderfrequenz f z
bleibt die frequenzgetastete Schleife entriegelt und wird die Strecke
H durchlaufen. Bei Abstimmung über die Strecken K, D und H ist die
Stummschaltung erregt und ist nur das als akustische Abstimmanzeige
benutzte Rauschen der Rauschquelle 30 hörbar. In einer praktischen Ausbildung
stellte es sich heraus, daß der Folgebereich F etwa 350 kHz
betrug.
Ausgehend von dem nun erreichten Frequenzbereich wird
bei einer abnehmenden Senderfrequenz f z nach der Strecke H die Strecke
M durchlaufen, wo die Entriegelung der frequenz-getasteten Schleife
bestehen bleibt. Bei weiter abnehmender Senderfrequenz f z nimmt die
genormte Abstimmfrequenz f z -f vco ab, bis der Wert f g erreicht wird
und in der Schleife eine positive Rückkopplung auftritt (Kurve 116 in
Fig. 3). In diesem Augenblick nimmt die Oszillatorfrequenz f osc plötzlich
zu, bis die frequenzgetastete Schleife in Verriegelung gelangt.
Dieser Frequenzsprung, dargestellt durch die Kurve B, ist wegen der
erregten Stummschaltung 29 in diesem Frequenzbereich nicht hörbar.
Die Verriegelung der frequenzgetasteten Schleife findet
in dem einwandfreien Abstimm- oder Folgebereich F statt, wo eine
Demodulation und eine automatische Frequenzregelung stattfinden
kann. Die Stummschaltung 29 befindet sich dabei im Ruhezustand. Der
Rand des Folgebereiches F wird bei einer abnehmenden Senderfrequenz f z
bei der Linie r erreicht. Die genormte Abstimmfrequenz f z -f vco beträgt
hier 0,5 f L . Der Begrenzer 15 gelangt in Begrenzung, und die
Strecke L entsprechend dem in Fig. 3 durch die Kurve 111 bezeichneten
Bereich wird durchlaufen. Die Stummschaltung 29 ist nun erregt.
Bei einer weiteren Abnahme der Senderfrequenz f z tritt
bei der Linie q eine positive Rückkopplung in der frequenzgetasteten
Schleife auf, wodurch die Oszillatorfrequenz f osc plötzlich zunimmt,
bis die Schleife entriegelt ist und der spannungsgesteuerte Oszillator
27 völlig freiläuft. Dabei wird die Strecke C durchlaufen. Ebenso wie
bei der Strecke A passiert dieser Frequenzsprung über die Strecke C den
Bereich zwischen den Linien p und q. Durch die geringe Bandbreite des
Tiefpaßfilters 25 wird die Stummschaltung 29 mit einer gewissen Verzögerung
ausgeschaltet, so daß diese auch beim Passieren des letztgenannten
Bereiches zwischen p und q nach wie vor erregt ist. Der Frequenzsprung
wird dadurch unterdrückt. Bei einer noch weiteren Abnahme
der genormten Abstimmfrequenz f z -f vco bleibt die frequenzgetastete
Schleife entriegelt und der spannungsgesteuerte Oszillator 17 ist
völlig freilaufend.
Es sei bemerkt, daß es nun auch möglich ist, den Verstärkerbegrenzer
15 und/oder die Regelschaltung 19 bis 27 derart zu bemessen,
daß eine Begrenzung von V VCO bereits auftritt, bevor die Stummschaltung
29 erregt wird. Durch die hörbare Tonverzerrung, mit der diese
Begrenzung einhergeht, hat der Benutzer eine Anzeige bei Abstimmung auf
einen Rand des einwandfreien Abstimmbereiches.
Fig. 1a zeigt einen AM-Empfänger 1′ nach der Erfindung, in dem
die Schaltungsanordnungen, die eine entsprechende Funktion wie die
Schaltungsanordnungen des FM-Empfängers 1 aus Fig. 1 erfüllen, auf entsprechende
Weise bezeichnet sind. Der AM-Empfänger 1′ unterscheidet sich
von dem FM-Empfänger 1 dadurch, daß die Demodulatorfunktion nicht in
dem Frequenz-Spannungswandler 18 stattfindet, sondern in einem über
einen AVR-Verstärker 8′ mit dem Tiefpaßfilter 7 verbundenen Amplitudendetektor
51. Ein Ausgang des Amplitudendetektors 52 ist einerseits über
ein AVR-Filter 50 mit einem Regeleingang des AVR-Verstärkers 8′ und
andererseits mit dem Eingang 33 der Stummschaltung 29 verbunden. Die
Zeitkonstante des AVR-Filters 50 beträgt etwa 0,1 sec.
Der Frequenz-Spannungswandler 18 ist nur als Regelerzeugungsschaltung
für eine automatische Frequenzregelung wirksam, was dadurch
verwirklicht worden ist, daß das tonfrequente Tiefpaßfilter 14 des
FM-Empfängers 1 durch ein automatisches Frequenzregelfilter 14′ mit
einer Zeitkonstante von etwa 1 sec ersetzt worden ist.
Der idealisierte Verlauf der Ausgangsspannung des Frequenz-
Spannungswandlers 18, des ersten Verstärkerbegrenzers 15, des ersten
Phasendetektors 27 des ersten Begrenzers 26 dieses AM-Empfängers 1′
nach der Erfindung als Funktion der genormten nicht modulierten Abstimmfrequenz
bei einem bestimmten Pegel des Antennensignals sowie
das Abstimmverhalten für nicht modulierte Signale weicht selbstverständlich
nicht von dem des FM-Empfängers 1 ab und ist in den Fig. 2
bis 6 dargestellt.
Claims (2)
1. Rundfunkempfänger mit einer in einem bestimmten Frequenzbereich
als Frequenzregelkreis wirksamen Schleife mit nacheinander
einem spannungsgesteuerten Abstimmoszillator (17),
einer mit einem Antenneneingang (100) gekoppelten Mischstufe (6),
einem Filterelement (7) und einem Frequenz-Spannungs-Wandler (18),
der gleich- und tonfrequent mit dem spannungsgesteuerten Abstimmoszillator
(17) gekoppelt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Frequenz-Spannungs-
Wandler (18) und den spannungsgesteuerten Abstimmoszillator (17)
ein Begrenzerverstärker (15) geschaltet ist.
2. Rundfunkempfänger nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Frequenz-Spannungs-Wandler (18)
eine Multiplizierstufe (11) enthält, deren Ausgangssignal über
ein Tiefpaßfilter dem spannungsgesteuerten Abstimmoszillator
zugeführt wird, sowie einen weiteren Begrenzerverstärker (8), über den
das Filterelement (7) einerseits mit einem ersten Eingang (12)
der Multiplizierstufe (11) und andererseits mit einem weiteren
Begrenzer (9) gekoppelt ist, über den ein frequenzabhängiger
90°-Phasendreher (10) mit einem zweiten Eingang der Multiplizierstufe
gekoppelt ist.
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