DE3500217C2 - Verfahren und Schaltungsanordnung zum Unterdrücken von Zwischenstationsgeräuschen - Google Patents
Verfahren und Schaltungsanordnung zum Unterdrücken von ZwischenstationsgeräuschenInfo
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- H03G3/348—Muting in response to a mechanical action or to power supply variations, e.g. during tuning; Click removal circuits
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine
Schaltungsanordnung zur Unterdrückung von Zwischen
stationsgeräuschen gemäß der Gattung des Haupt
anspruchs.
Bei Abstimmvorgängen in Empfängern, insbesondere in
FM-Empfängern, entsteht bedingt durch die hohe
Gesamtverstärkung sogenanntes Zwischenstations
rauschen. Außerdem tritt während des Abstimmens auf
einen zu empfangenen Sender, bedingt durch die
S-förmige Wandlerkennlinie der FM-Demodulatoren ein
niederfrequenter Ausgleichsvorgang auf, dessen
Grundfrequenz abhängig ist von der Geschwindigkeit
des Abstimmvorgangs.
Weitere niederfrequente Ausgleichsvorgänge sind
durch das Einschwingen von PLL-Mischoszillator
systemen bedingt, wobei die Abstimmspannung, die an
den frequenzbestimmenden Abstimmdioden des Oszil
lators liegt, mit der Spannung dieses Ausgleichs
vorgangs moduliert wird und sich dem FM-Demodulator
des Empfängers als Frequenzmodulation zur Demodu
lation darbietet.
Sowohl das Zwischenstationsrauschen als auch die
Ausgleichsvorgänge sind störende Signale. Zur Unter
drückung des Zwischenstationsrauschens sind Schal
tungsanordnungen bekannt, welche "Stummtastung" oder
auch "Muting" genannt werden. Bei diesen bekannten
Schaltungsanordnungen ist im NF-Signalweg eine Tor
schaltung angeordnet, welche den Signalweg während
des Abstimmvorgangs für eine bestimmte Zeit sperrt.
Es ist ferner bekannt, unterschiedlich große Zeit
konstanten für das Schließen und das Öffnen der
Torschaltung zu verwenden, wobei die Zeitkonstante
beim Öffnen wesentlich größer als diejenige beim
Schließen ist, um auch tiefstfrequente Ausgleichs
vorgänge unhörbar zu machen.
Insbesondere beim sehr schnellen Abstimmen, d. h.
bei einem sehr schnellen Übergang von einem Sender
auf einen anderen, werden die geforderten Austast
zeiten jedoch so kurz, daß die tiefstfrequenten
Ausgleichsvorgänge länger dauern als die Austast
zeiten. Die bekannten Stummtastschaltungen können
daher die Stummtastung nicht mehr in der geforderten
Weise durchführen.
Aus der Funkschau 1976, Heft 20, Seite 172 ist eine Stummschaltung
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 be
kannt, bei der der NF-Ausgang ständig über einen RC-Hochpaß ausgekoppelt
wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine
Schaltungsanordnung zur Unterdrückung von Zwischen
stationsgeräuschen anzugeben, bei welchen trotz
kürzester Austastzeiten Ausgleichsvorgänge unhörbar
gemacht werden, die länger als die Austastzeiten
dauern.
Das erfindungsgemäße Verfahren mit den kennzeich
nenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber
den Vorteil, daß auch bei sehr schnellen Übergängen
von einem Sender zum anderen nicht nur das Rauschen
sondern auch die tiefstfrequenten Ausgleichsvorgänge
unterdrückt werden.
In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Weiter
bildungen und Verbesserungen der Erfindung und
Schaltungsanordnungen zur Durchführung des erfin
dungsgemäßen Verfahrens angegeben.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden an Hand
der Figuren in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Gleiche Teile sind in den Figuren mit
gleichen Bezugszeichen versehen. Es zeigt:
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen
Schaltungsanordnung,
Fig. 2 Spannungs-Zeit-Diagramme von Signalen,
welche in der Schaltungsanordnung nach
Fig. 1 auftreten und
Fig. 3 eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung
in detaillierterer Darstellung.
In Fig. 1 ist schematisch als Ersatzbild die stumm
zutastende NF-Quelle 1 mit der Signalspannung uS1
dargestellt. Das Signal US1 am Ausgang 5 der
NF-Quelle 1 wird über einen umschaltbaren Hochpaß 2
und eine Torschaltung 3 dem Ausgang 6 der
erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung zugeführt. Die
am Ausgang 6 anstehende Signalspannung US2 wird wie
üblich nach entsprechender Verstärkung einem nicht
dargestellten Lautsprecher zugeführt. Den Steuer
eingängen 8, 9 des Hochpasses 2 und der Torschaltung
3 werden von einer Ablaufsteuerschaltung 4
Steuersignale u₁ und u₂ zugeführt. Diese Steuer
signale werden in der Ablaufsteuerschaltung 4 aus
dem den Stummtast-Vorgang einleitenden und kontrol
lierenden Steuersignal u₀ abgeleitet. Hierzu enthält
die Ablaufsteuerschaltung 4 im wesentlichen Rechteck
impulsformer.
Die Funktion der Schaltungsanordnung nach Fig. 1
wird nun mit Hilfe der in Fig. 2 gezeigten Span
nungs-Zeit-Diagramme erläutert. Das in Zeile a) der
Fig. 2 gezeigte Signal u₀ nimmt während derjenigen
Zeit, während der der Empfänger auf einen Sender ab
gestimmt ist den Wert 1 und während der Dauer des Ab
stimmvorgangs den Wert 0 an. Der Beginn des Abstimm
vorgangs ist mit t₁, das Ende mit t₂ bezeichnet.
Das in Zeile b) der Fig. 2 dargestellte Steuersignal
u₁ hat bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel der
Erfindung die gleiche Form wie das der Ablaufsteuer
schaltung 4 zugeführte Steuersignal u₀. Es wird der
Austastschaltung 3 zugeführt, welche demgemäß
zwischen t₁ und t₂ in den nichtleitenden Zustand ge
schaltet wird.
Dem Hochpaß 2 wird das in Zeile c) der Fig. 2 darge
stellte Steuersignal u₂ zugeführt. Es beginnt gleich
zeitig mit den anderen Steuersignalen, überdauert
diese jedoch bis zum Zeitpunkt t₃.
Bevor jedoch die in den Zeilen b) und c) dargestell
ten Signale zur Umschaltung des Hochpasses 2 bzw.
der Torschaltung 3 verwendet werden, durchlaufen sie
noch ein Tiefpaßglied, welches in Fig. 1 nicht darge
stellt ist. Der Grund dafür liegt darin, daß beim
Schalten der NF-Signale abrupte Schaltvorgänge zu
unerwünschten Knackgeräuschen führen.
Die Auswirkung der Schaltvorgänge auf das NF-Signal
sind in Zeile d) der Fig. 2 dargestellt. Das NF-Sig
nal US2 am Ausgang 6 wird beginnend zum Zeitpunkt t₁
unterdrückt. Dieses geschieht mit einer Zeit
konstante T₁, welche deutlich kleiner ist als die
gesamte Dauer der Stummtastung (t₂-t₁). Gleich
zeitig wird der Hochpaß 2 auf die höhere untere
Grenzfrequenz geschaltet, welche oberhalb der Fre
quenz der tiefstfrequenten Ausgleichsvorgänge liegt.
Nach Ablauf der Stummtastung wird zum Zeitpunkt
t₂ die Torschaltung 3 in den leitenden Zustand
geschaltet, was wiederum nicht abrupt, sondern mit
einer Zeitkonstante T₂ erfolgt.
Bis zum Zeitpunkt t₃ ist jedoch die Grenzfrequenz
des Hochpasses 2 noch auf den höheren Wert geschal
tet. Während dieser Zeit (t₃-t₂) ist also die
eigentliche Stummtastung bereits abgeschaltet, das
gewünschte Programm bereits hörbar, es fehlen jedoch
noch die tiefsten Frequenzen, welche erst wieder zum
Zeitpunkt t₃ durch die Umschaltung des Hochpasses 2
eingeschaltet werden.
Der Schaltungsanordnung nach Fig. 3 werden bei 12
die stummzuschaltenden Signale zugeführt. Der Tran
sistor 11 dient der nachfolgenden Schaltung als nie
derohmige Signalquelle und ist mit seinem Kollektor
über den Punkt 13 an eine nicht dargestellte Span
nungsquelle angeschlossen. Zusammen mit dem Wider
stand 14 arbeitet der Transistor 11 als Kollektor-
Grundschaltung.
Der Kondensator 15 bildet zusammen mit dem nachfol
genden Netzwerk einen Hochpaß. Dabei kann der Wider
stand 16 über einen Transistor 17 mit konstantem
Potential (Spannungsquelle 18) verbunden werden. Ist
dies der Fall, also im leitenden Zustand des Tran
sistors 17, ist die Grenzfrequenz fg2 höher als die
Grenzfrequenz fg1, wenn nämlich der Widerstand 16
nicht wirksam ist.
Der Wert der weiteren Widerstände wird nun derart
gewählt, daß fg1 unterhalb des zu übertragenden
Audio-Frequenzbandes liegt. Der Widerstand 16 ist
klein gegenüber dem wirksamen Widerstand der weite
ren Widerstände, so daß fg2 deutlich oberhalb fg1
liegt und somit den unteren Teil des Audio-Frequenz
bandes abschneidet.
Während der Kondensator 15, der Widerstand 16 und
der Transistor 17 im wesentlichen das schaltbare
Filter 2 (Fig. 1) bilden, besteht die Torschaltung 3
aus dem Widerstand 19 und dem Transistor 20. Ist der
Transistor im leitenden Zustand, so wird das aus
gangsseitige Ende des Widerstands 19 mit konstantem
Potential (Spannungsquelle 18) verbunden, womit das
Signal praktisch kurzgeschlossen wird. Der Wider
stand 21 teilt zusammen mit dem Widerstand 19 das
NF-Signal auf einen Wert, der im aufgetasteten Zu
stand der Schaltung (also bei nichtleitendem Tran
sistor 20) noch keine Verzerrung durch die Kollek
tor-Emitter-Diode des Transistors 20 erzeugt, und
dient gleichzeitig als Spannungsreferenz für die
Kollektoren der Transistoren 17 und 20. Über einen
Koppelkondensator 22 kann das Signal vom Schaltungs
punkt 23 zur weiteren Verwendung entnommen werden,
wobei der Eingangswiderstand einer weiteren Schal
tung als Widerstand 24 dargestellt ist.
Die Transistoren 17 und 20 werden von der Ablauf
steuerschaltung 4 wie in Zusammenhang mit Fig. 1
beschrieben angesteuert. Durch die bei 7 zugeführte
Steuerspannung u₀ werden zwar mit Hilfe der Schal
ter 25 und 26 rechteckförmige Steuerspannungen u₁
und u₂ erzeugt, diese werden jedoch über Tiefpaß
glieder den Transistoren 17 und 20 zugeführt, so daß
die Transistoren nicht abrupt, sondern mit einem alt
mählichen Übergang geschaltet werden. Im Falle des
Transistors 17 besteht das Tiefpaßglied aus den
Widerständen 27, 28 und 29. Für den Transistor 20
dienen als Tiefpaßglied die Widerstände 30, 31 und
der Kondensator 32.
Wie in Fig. 2d) durch die gestrichelt gezeichneten
Umhüllenden angedeutet ist, ist die Zeitkonstante
T₁, mit welcher die Torschaltung 3 in den nichtlei
tenden Zustand geschaltet wird, klein gegenüber der
Zeitspanne zwischen t₁ und t₂ Der Grund dafür liegt
darin, daß die Stummschaltung möglichst unmittelbar
nach dem Beginn des Abstimmvorgangs erfolgen soll.
Die Zeitkonstante T₁ ist bestimmt durch die Parallel
schaltung der Widerstände 30 und 31 und den Wert des
Kondensators 32.
Für die Unterdrückung der tiefstfrequenten Schwin
gungen der obengenannten Ausgleichsvorgänge ist es
erforderlich, daß die Zeitspanne (t₃-t₁) größer
als n : fs ist. Hierbei sind fs die dominierende Fre
quenz der zu unterdrückenden Schwingung des Aus
gleichsvorgangs und n die Anzahl der zu unterdrücken
den Schwingungen des Ausgleichsvorgangs.
Von dieser Bedingung ausgehend, können zwei Fälle
unterschieden werden:
- (1) (t₂ - t₁) ist wesentlich größer als n : fs, dann gilt u₁ = u₂ und (t₃-t₂) = 0.
Wenn dann T₃ viel kleiner als (t₂-t₁) ist, bleibt
bei wiederholtem Abstimmvorgang der Schaltablauf
nahezu unverändert.
- (2) (t₂-t₁) ist ähnlich oder kleiner als n : fs, hierbei werden dann wie in Fig. 2 b) und c) darge stellt verschiedene Steuerspannungen u₁ und u₂ er forderlich. T₂ kann ungefähr gleich T₃ sein.
Anstelle eines Hochpaßfilters könnte auch ein ande
res Filter verwendet werden, je nach störender Fre
quenz des Ausgleichsvorgangs, beispielsweise ein
Notch-Filter für eine PLL-Referenzfrequenz (z. B.
1,25 kHz). Es kann auch vorteilhaft sein, die Grenz
frequenz des Hochpasses zu Beginn des Abstimm
vorgangs noch vor dem Schalten der Torschaltung 3
auf den höheren Wert umzuschalten. Der zeitliche
Ablauf der Steuerspannungen u₁ und u₂ ist dann ent
sprechend zu ändern.
Claims (4)
1. Verfahren zur Unterdrückung von Zwischenstationsgeräuschen beim Abstimm
vorgang von Empfängern, insbesondere FM-Empfängern, mit einer Austastung
des NF-Signals während des Abstimmvorganges und einer Filterung des
NF-Signals im unteren Teil des Frequenzbereiches, dadurch gekennzeich
net, daß die untere Filterfrequenzgrenze des Hochpasses (2) umschaltbar
ist und noch für eine vorgegebene Zeitdauer nach Ende der Austastung auf
Frequenzen oberhalb der niederfrequenten, durch den Abstimmvorgang be
dingten Störfrequenzen gehalten wird.
2. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1
mit einem Hochpaßfilter und einer Torschaltung im NF-Signalweg zur
Stummschaltung während des Abstimmvorganges,
gekennzeichnet
durch einen Hochpaß (2) mit schaltbarer unterer Grenzfrequenz und
durch eine Ablaufsteuerung (4), die eine Anhebung der unteren Grenz
frequenz über die Dauer der Stummschaltung hinaus während einer
vorgegebenen Zeitdauer aufrechterhält.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ablaufsteuerschaltung (4) während des Abstimmvorganges ein
erstes Steuersignal (u₀) zugeführt ist und an der
Ablaufsteuerschaltung (4) ein zweites Steuersignal (u₁) für den
Hochpaß (2) und ein drittes Steuersignal (u₂) für die
Torschaltung (3) abnehmbar ist und daß das dritte Steuersignal (u₂)
länger als das zweite Steuersignal (u₁) ist.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite und das dritte Steuersignal über je ein Tiefpaßglied
zu Steuereingängen des Hochpasses (2) und der Torschaltung (3)
geleitet sind.
Priority Applications (2)
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| DE3500217A DE3500217C2 (de) | 1985-01-05 | 1985-01-05 | Verfahren und Schaltungsanordnung zum Unterdrücken von Zwischenstationsgeräuschen |
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|---|---|---|---|
| DE3500217A DE3500217C2 (de) | 1985-01-05 | 1985-01-05 | Verfahren und Schaltungsanordnung zum Unterdrücken von Zwischenstationsgeräuschen |
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| DE3500217A1 DE3500217A1 (de) | 1986-07-10 |
| DE3500217C2 true DE3500217C2 (de) | 1995-04-13 |
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ID=6259304
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- 1985-12-24 US US06/812,954 patent/US4829592A/en not_active Expired - Fee Related
Also Published As
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