DE30488C - Mechanischer Schrank mit Bett - Google Patents

Mechanischer Schrank mit Bett

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Publication number
DE30488C
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Authority
DE
Germany
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bed
belts
holder
locker
box
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT30488D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. GRÜNENWALD in Bromberg, Mittelstrafse 3
Publication of DE30488C publication Critical patent/DE30488C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47CCHAIRS; SOFAS; BEDS
    • A47C17/00Sofas; Couches; Beds
    • A47C17/38Wall beds
    • A47C17/40Wall beds having balancing members, e.g. weights, springs

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nursing (AREA)
  • Bedding Items (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 34: Haüswirthschaftliche Geräthe.
J. GRÜNENWALD in BROMBERG. Mechanischer Schrank mit Bett.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. Mai 1884 ab.
Geschlossen stellt das Spindbett in seinen Verhältnissen von 118 cm Breite und 21 ο cm Höhe ein Möbel von der Form eines gewöhnlichen Kleiderspindes vor.
Wie aus dem Verticalschnitt zu ersehen ist, besteht die augenscheinliche Thür dieses Spindes aus einem sich um den Zapfen α drehenden Kasten, welcher die Bestimmung hat, die Matratze aufzunehmen, und der durch einen nach beiden Seiten wirkenden Schnepperverschlufs, dessen Zungen in die seitlichen Schliefsschlitze eingreifen, zugehalten wird.
Der obere Aufsatz lä'fst sich (s. Ansicht) in der Linie \-{ mittelst versteckt angebrachter Scharnierbänder nach innen zu umklappen, sobald die Klappthür geöffnet ist und sich nach unten bewegt, und bildet mit den aus ihren Nischen sich gleichzeitig mitauslösenden gedrechselten Säulen die Giebelklappe g. Sobald diese Klappe bei Herablassen des Klappkastens in einem Winkel von 45 ° sich gedreht hat, trifft sie die Giebelwand h des Klappkastens und wird daselbst von zwei seitwärts angebrachten Schnepperhaken festgehalten. Das Bett steht dann aufgeklappt da.
Bei der Bewegung, welche der Klappkasten nach unten zu macht, wird an der inneren Rückwand . des .Spindgehäuses in Verbindung mit der inneren Giebelwand des Klappkastens eine Vorrichtung in Bewegung gesetzt, welche als »hinterer Bettenhalter« bezeichnet werden soll.
Dieser hintere Bettenhalter, aus drei in bestimmten Distanzen parallel neben einander angebrachten Gurten gebildet, welche durch die horizontal angebrachte Leiste L unter sich verbunden sind, hat die Aufgabe, die auf der Matratze liegenden Kopfkissen beim Schliefsen des Bettes festzuhalten und am Herabschieben zu verhindern.
Jeder einzelne dieser drei Gurte besteht zunächst aus einem Stück Gummi, welches mittelst 'eines Ringes an der Hinterwand des Spindgehäuses an dem Haken i festgehakt und durch kurze Niete oder Schraubenbolzen an der Verbindungslatte L befestigt ist; dann noch aus einem längeren Stück fester Hanfgurte, welche, ebenfalls an der Verbindungsplatte L dicht an die Gummigurte stofsend, mittelst Niete oder Schraubenbolzen befestigt ist, über die bewegliche Trommel T läuft und mittelst eines Ringes an der beweglichen Rückwand des Klappkastens an dem Haken i1 festgehakt ist.
Bei aufgeklapptem Bett ist dieser hintere Bettenhalter 0 in seinem Ruhezustande, indem sich die Gummigurte in nicht angespanntem Zustande befinden. Sobald der Bettkasten jedoch zum Zwecke des Schliefsens, um den Zapfen α sich drehend, nach oben gehoben wird, bewegt sich der Haken i1 bezw. der Kopftheil in einer Gurve gegen den Boden des Spindes, die unnachgiebigen Gurte über die sich drehende Trommel T nach sich ziehend und somit die Horizontalleiste L nach oben bewegend. Von diesem Moment fangen die Gummigurte an sich zu dehnen und in den Zustand der Spannung zu treten., bis das Spind geschlossen und die horizontale Verbindungsleiste ihren höchsten Standpunkt dicht unter der Trommel eingenommen hat.
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JL
Sobald das Spind geöffnet und sich der Kasten wieder nach unten bewegt, ziehen sich die Gummigurte naturgemäfs zusammen und versetzen die Horizontalleiste L, welche die über die Trommelt laufenden festen Gurte nach sich zieht, wieder in ihre vorhin eingenommene Lage.
An diesen festen Gurten ist eine faltige Zeugdraperie derartig zu befestigen, dafs diese den ganzen Mechanismus verdeckt und beim Zuklappen mit über die Trommel läuft. Diese Draperie ist jedoch für die Construction nicht nothwendig, sondern hat allein den Zweck, dem aufgeklappten Bett einen freundlichen Hintergrund zu geben.
Nächst der Giebelwand des Klappkastens h befindet sich eine weitere mechanische Vorrichtung, welche als »vorderer Bettenhalter« bezeichnet wird. In kleinerem Mafsstabe wird auf Blatt I veranschaulicht, in welcher Beziehung dieser vordere Bettenhalter zum Bettgestell steht und welche Functionen er zu übernehmen hat.
Diese Vorrichtung, aus Schmiedeisen hergestellt, bildet in ihrer Zusammenstellung eine Klappe für sich, welche in heruntergeklapptem Zustande den Zweck hat, das Deckbett bezw. die zusammengelegte Steppdecke beim Heraufheben der Klappe festzuhalten und vor dem Herabrutschen zu bewahren, ρ stellt diesen vorderen Bettenhalter, welcher mit seiner verzierten Füllung den etwas niedrigen Bettgiebel ergänzt, in aufgerichtetem Zustande, p1 denselben bei zugeklapptem Bett im Zustande seiner hauptsächlichen Function, das Deckbett bezw. die Decke fest an die vertical stehende Matratze drückend, dar.
Zur näheren Erläuterung des Mechanismus für letztgenannten Bettenhalter sei auf die Detailzeichnung Blatt II verwiesen.
An zwei an den inneren Seitenwänden des Klappkastens mittelst ausgeschmiedeten Lappen angebrachten, lothrecht stehenden, klammerartigen Ständern bewegen sich beiderseitig in dem Drehpunkte U die Stangen X, welche oberhalb durch die Querstange Y, sowie durch das verzierte Gitter verbunden sind. Dieser so gebildete Quertheil wird durch die Stahlfedern ν derartig angedrückt, dafs derselbe das Bestreben hat, die ihm gegebene verticale Stellung zu verlassen; der an einer Nase eingeschraubte Stahlstollen r dieses Stirntheils läfst eine horizontale Lage zu, welche genügt, um das Deckbett bezw. die zusammengelegte Bettdecke festzuhalten.
Sobald nun dieser »vordere Bettenhalter« aufgehoben werden soll, um gleichzeitig als Bettgiebelwand zu dienen, fafst man mit einem Finger in je eine der Oesen k und bewegt die jeseitige Stange X aus ihrer horizontalen Lage in die verticale Lage empor, wobei der hinten hinausragende Hebel m die Feder ν durch die Klammer hindurch anzuspannen und nach der Innenseite des Spindes zu drücken beginnt. Der Stollen r, nach oben sich bewegend, trifft alsbald den Schnabel des als Halter fungirenden Sittichs, drückt denselben nach oben, bis dieser wieder, über den Stollen hinweggleitend, denselben festhält und den Bettenhalter am durch die spannende Feder ν bedingten Zurückschnappen verhindert.
Die unter dem Schwanz des Sittichs nach oben drückende Feder pp, welche durch zwei Schrauben die beiden Klammertheile q und ql mit einander verbindet, drückt den Kopf des Vogels permanent vornüber und mufs deshalb, um den Bettenhalter wieder in seine horizontale Lage übergehen zu lassen, mittelst der in die Oese k gesteckten Zeigefinger, wobei die Person sich vor dem Bettgiebel befindet, die beiderseitige Stange X leicht auf sich zu angezogen werden, worauf der bereite, nach innen gewendete Daumen den Schwanz des Sittichs nach unten drückt und dadurch den Stollen r wieder aus dem zurückhaltenden Hakenschnabel auslöst; hierdurch bringt man die nach unten strebenden Stangen wieder in ihre horizontale Lage und entlastet die Feder v.
Bemerkt sei noch, dafs die (unter der nach dem Kopf zu aufwärts strebenden Matratze) durch die ganze Breite des Klappkastens laufende cylindrische Stange ff zur Anhängung von Gegengewichten bestimmt' ist, welche zur Aufhebung der Schwere des heruntergeklappten Bettgestelles, je nach Bedürfnifs, neben einander aufgehängt werden können, sobald vorher die Matratze herausgehoben ist. Diese Gewichte dienen gleichzeitig dazu, die Stabilität des Spindes zu erhöhen, und müssen selbstverständlich bei Transportirung desselben ebenso wie die schwere Matratze entfernt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An einem mechanischen Schrank mit Bett der niederklappbare Giebel h in Verbindung mit dem hinteren Bettenhalter ρ und mit den als fernere Betthalter dienenden Gurten o, die theils aus elastischen, theils aus unelastischen Gurten bestehen und um die Trommel T geschlungen sind, während deren eines Ende an der Schrankrückwand, das andere am Kopfende des Bettes befestigt ist.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT30488D Mechanischer Schrank mit Bett Expired - Lifetime DE30488C (de)

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DE30488C true DE30488C (de)

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DE (1) DE30488C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2676333A (en) * 1948-07-30 1954-04-27 American Car & Foundry Co Berth pan structure

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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