DE30451C - Verfahren der Herstellung eines Mittels zur Verhütung von Schimmel- und Kahm-Bildung auf gährungsfähigen oder vergohrenen I Flüssigkeiten - Google Patents

Verfahren der Herstellung eines Mittels zur Verhütung von Schimmel- und Kahm-Bildung auf gährungsfähigen oder vergohrenen I Flüssigkeiten

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DE30451C
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DENDAT30451D
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J. P. A. VOLLMAR in Kempten j i. Rheinhessen
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Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12HPASTEURISATION, STERILISATION, PRESERVATION, PURIFICATION, CLARIFICATION OR AGEING OF ALCOHOLIC BEVERAGES; METHODS FOR ALTERING THE ALCOHOL CONTENT OF FERMENTED SOLUTIONS OR ALCOHOLIC BEVERAGES
    • C12H1/00Pasteurisation, sterilisation, preservation, purification, clarification, or ageing of alcoholic beverages

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In den Jahren 1877 und 1878 wurde von Prof. Dr. Nefsler ein Mittel zum Schütze gegen Schimmelpilze und Kahm etc. auf Flüssigkeiten veröffentlicht, welches darin besteht, dafs Stückchen Holzdraht, wie sie zu Streichhölzchen angewendet werden, mit Paraffin, in welches Salicylsäure eingeschmolzen ist, getränkt und auf der Oberfläche der Flüssigkeit verbreitet werden.
Als Hauptzweck wurde angesehen, dafs dieses Schwimmmittel in gefüllte Fässer gebracht werde und bei der durch Abzapfen und Wiederfüllen derselben entstehenden veränderlichen Oberfläche der Flüssigkeit stets eine gegen die mit der Luft eindringenden Sporen geschlossene schützende Decke bilde. Die oben bezeichnete Art, sowie andere Formen schwimmenden Holzes habeii sich in der Praxis nicht bewährt, weil diese Schwimmmittel bei der Bewegung der Oberfläche sich unter einander schoben und auch an den Fafsw'änden hängen blieben, somit Lücken in der schützenden Decke entstanden. Aufserdem gaben die an den Fafswänden hängenden, der Luft ausgesetzten Theile Anlafs zu Kahm- und Essigbildung. Diesem Uebelstande gegenüber habe ich kleine Kugeln von ca. 5 mm aus reinem Wachs gebildet, welche sich nicht unterschieben, auch nicht an den Fafswänden hängen bleiben, also auch keine Lücken in der schützenden Decke entstehen lassen. Dieses Wachs wird antiseptisch gemacht durch Imprägniren mit schwefliger Säure, gebildet aus Schwefelsäure und Kupfer, oder auch durch Einmischen von sauren schwefligsauren Salzen, z. B. dem Natronoder Kalisalz, oder auch von Salicylsäure in das erweichte Wachs. Die Salicylsäure nenne ich in letzter Reihe, weil gegen deren Anwendung hygienische Bedenken erhoben, aber auch mehrfach bestritten wurden, und ich nöthigenfalls auf deren Anwendung verzichten kann.
Die Anfertigung dieser kleinen Kugeln geschieht entweder durch Rollen, entsprechend kleinen geschnittenen Würfeln, oder durch die Pillenmaschine, welche Stängelchen prefst und diese zerschneidet.
Zwischen dem bekannten antiseptischen Schwimmmittel und dem vorbeschriebenen meinigen bestehen also die wesentlichen Unterschiede :
1. dafs bei ersterem das Hauptmaterial aus nur mit Paraffin getränktem Holz besteht, das meinige aber aus soliden Wachskugeln;
2. dafs diese Hölzchen eine dünne, lange Form haben, welche Adhäsion unter sich und an die Fafswand bedingt, ich dagegen Kugeln liefere, welche nicht anhängen;
3. dafs zum Schütze vor der Einwirkung der Sporen ich auch andere antiseptische Mittel anwenden kann.
Die Darstellung der einzelnen Präparate ist folgende:
ι. Die Weinpillen von Wachs mit schwefligsaurem Gas werden dadurch erzeugt, dafs fein geschabtes Wachs mit schwefliger Säure, welche aus Schwefelsäure und Kupfer oder Schwefelsäure und Schwefelblumen dargestellt wurde, imprägnirt und zu Platten geprefst wird. Die
Platten werden zu Würfeln geschnitten und diese zweckmäfsig auf einer Art Graupenmühle je nach der Zeit der Bearbeitung mehr oder weniger zu Kugeln gerollt.
2. Eine andere Methode ist die, Korkmehl statt des Wachses mit der erzeugten schwefligen Säure zu imprägniren und in das erweichte Wachs einzurühren, daraus ebenfalls Tafeln zu pressen und wie oben zu Kügelchen zu formen.
3. Schwefligsaurer Kalk wird in das erweichte Wachs in dem Verhä'ltnifs, dafs es schwimmend bleibt, eingerührt, die Masse ebenfalls zu Platten geformt, geschnitten und gerollt.
4. Schwefligsaures Kali und
5. Salicylsäure, trocken oder in Sprit gelöst, werden ebenso behandelt.
Statt durch Rollen aus Platten und Würfeln lassen sich die kleinen Kugeln im Grofsen durch sogen. Pillenmaschinen anfertigen. Diese bestehen aus einem Prefscylinder, welcher gleich einer Nudelpresse Stäbchen voh beliebigem Durchmesser liefert, welche nachher gestreckt zwischen einem horizontal rotirenden Schneidwalzenpaar, zu Kugeln pressend geschnitten werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren der Herstellung eines Mittels zur Verhütung von Schimmel- und Kahm-Bildung auf gährungsfähigen oder vergohrenen Flüssigkeiten, darin bestehend, dafs man geschabtes Wachs oder Korkmehl mit schwefliger Säure in Gasform behandelt und das letztere oder saure schwefligsaure Salze oder Salicylsäure, trocken oder in Spiritus gelöst, in erweichtes Wachs einrührt, aus dem so erhaltenen imprägnirten Wachs Platten preist, diese zu Würfeln zerschneidet und den Würfeln durch Rollen eine Form giebt, welche sich der Kugelform mehr oder weniger nähert.
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