DE303380C - - Google Patents
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- Filling Of Jars Or Cans And Processes For Cleaning And Sealing Jars (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Lagerbehälter für feuergefährliche Flüssigkeiten.
Die gasförmigen Abspaltungen dieser Flüssigkeiten haben bekanntlich die Eigenschaft,
daß sie, mit Luft vermengt, leicht zündfähige Gemische ergeben. Um die Bildung solcher
Gemische zu vermeiden, hat man vorgeschlagen, jene Hohlräume, die beim Überfüllen der
Flüssigkeit aus dem Lagerbehälter in einen
ίο Förderbehälter oder zur Verbrauchsstelle sich
bilden, mit einem flüssigen oder gasförmigen Schutzmittel anzufüllen.
Anlagen, die mit gasförmigen Schutzmitteln arbeiten, verursachen ziemlich erhebliche Betriebskosten,
die einerseits durch das Verschlucken des Schutzgases durch die feuergefährliche
Flüssigkeit selbst, anderseits durch Verluste infolge undichter Rohrleitungen bedingt
sind.
Auch ist die Beschaffung des Schutzgases oft mit Umständen verbunden, so daß beim
Fehlen des Schutzgases der Betrieb der Anlage in Frage gestellt wird.
. Bei Verwendung eines flüssigen Schutzmittels hingegen, z. B. Wasser, besteht die Gefahr, des Einfrierens.
. Bei Verwendung eines flüssigen Schutzmittels hingegen, z. B. Wasser, besteht die Gefahr, des Einfrierens.
Um diese Übelstände zu vermeiden, sind bereits Vorschläge gemacht worden, zur Aufnahme
feuergefährlicher Flüssigkeit Lagerbehälter zu verwenden, die ihren Inhalt entsprechend
der Menge der zu lagernden Flüssigkeit jeweilig derartig verändern können, daß die Bildung von Hohlräumen vermieden wird.
Es eignet sich für die Lagerung solcher Flüssigkeiten auch eine entsprechend umgebaute
Gasometerglocke, die gegen die Atmosphäre durch eine entsprechende neutrale Sperrflüssigkeit abgeschlossen ist.
Ein derartig ausgebildeter Aufnahmebehälter hätte jedoch folgende Bedingungen zu erfüllen:
1. Die zur Aufnahme der feuergefährlichen Flüssigkeit dienende Glocke müßte ihre beiden
Endstellungen einnehmen können, ohne daß die Sperrflüssigkeit in ihrer relativen Lage
zur Glocke geändert würde, damit eine labile Lage der Glocke nicht eintritt, wodurch die
Sicherheit gegen den Austritt der feuergefährlichen Flüssigkeit aus der Glocke vermindert
würde.
2. Ein unbeabsichtigter Austritt der in der Glocke enthaltenen feuergefährlichen Flüssigkeit
müßte bei vollkommen betriebsfähiger Anlage unmöglich gemacht werden, ebenso aber auch ein unbeabsichtigter Eintritt von
Sperrflüssigkeit in die Glocke oder ein Austritt der Sperrflüssigkeit aus dem Behälter
selbst.
3. Bei Mangel an Sperrflüssigkeit müßte sich die gesamte Anlage selbsttätig außer Betrieb
setzen.
Die bis jetzt bekannten Einrichtungen erfüllen diese Bedingungen nicht, weshalb ihre"
praktische Verwendbarkeit in Frage gestellt ist.
Der Lagerbehälter nach vorliegender Erfindung baut sich nun auf diesen Grundsätzen
auf und stellt dadurch eine wesentliche Verbesserung dar.
Ein Ausführungsbeispiel des neuen Lagerbehälters ist auf der Zeichnung veranschaulicht,
und zwar stellen dar:
Fig. ι die Anlage beim Einfüllen der feuer gefährlichen
Flüssigkeit, und Fig. 2 die gleiche Anlage beim Zapfen der Flüssigkeit.
Bei Benutzung einer einfachen Behälterglocke für Gas oder Luft ist die Eintauchtiefe
der Glocke, d. h. die Höhe der Sperrflüssigkeit vom unteren Glockenrand, von dem
jeweiligen Gasinhalt abhängig.
Dieser Umstand würde daher die Verwendung einer gewöhnlichen Glocke zur Aufnahme
und Lagerung von feuergefährlichen Flüssigkeiten im ,Hinblick auf· die oben unter 1 angegebene
Bedingung unmöglich machen. In diesem Falle müßte sich die Sperrflüssigkeit
in der Glocke, gemessen vom unteren Glockenrand, auf eine gewisse Höhe einstellen und
bei jedem beliebigen Füllungsgrad auf der gleichen Höhe erhalten bleiben.
Nach vorliegender Erfindung wird dies durch den Einbau eines entsprechend bemessenen
Verdrängungskörpers h in den Raum der Glocke erreicht. Die Sperrflüssigkeit hat den
Zweck, infolge ihres gegenüber der einzulagernden Flüssigkeit höheren spezifischen Gewichtes
die Glocke im Behälter schwimmend zu erhalten xind den Austritt der Lagerflüssigkeit
aus dem Glockeninnenraum zu verhüten. Die Gloöke mit ihrem Inhalt an feuergefährlicher
Flüssigkeit stellt einen Körper vor, der in der Sperrflüssigkeit derart ausgeglichen um
den Verdiängerkörper h schwimmt, daß er bis zu seiner Oberkante in die Sperrflüssigkeit
eintaucht.
Befindet sich gemäß Fig. 1 eine' bewegliche
Glocke δ in einem mit der Sperrflüssigkeit c
gefüllten Behälter a, in dessen Innenraum auch ein Verdrängerkörper h vorgesehen ist,
so hebt sich die Glocke δ. infolge des geringeren Gewichtes der feuergefährlichen Flüssigkeit,
falls das Eigengewicht der Glocke nicht zu groß ist, aus dem Spiegel der Absperrflüssig keit
heraus.
Bezeichnet β die Höhe der feuergefährlichen Flüssigkeit im Innern der Glocke,
s das spezifische Gewicht dieser Flüssigkeit, G den Druck, den die Glocke auf die
Flächeneinheit ausübt,
γ die Höhe des äußeren Spiegels der Absperrflüssigkeit über der inneren Trennungsfläche der beiden Flüssigkeiten, und endlich
S2 das spezifische Gewicht der Absperrflüssigkeit,
so besteht für den Stand der Glocke b im Gleichgewicht die Gleichung:
G + ß- S1 = Y-S2. ■
Daraus folgt, daß
Daraus folgt, daß
wird, und da G stets gleich groß bleibt, so stellt sich der äußere Spiegel der Sperrflüssigkeit
um 'so tiefer ein, je weiter die Glocke herunter sinkt. Dieser äußere Spiegel der
Sperrflüssigkeit sinkt jedoch nicht in demselben Maße wie die Glocke selbst, so daß
bei einer bestimmten Stellung, wenn β = γ ist, die Glocke b vom Spiegel der Sperrflüssigkeit
überspült wird. Es sinkt sodann die Glocke samt ihrem Inhalt in der Sperrflüssigkeit
unter, bis sie auf den Boden aufstoßen würde, wenn der Verdränger h nicht vorhanden
wäre.
Befindet sich nun innerhalb der Absperrflüssigkeit ein Verdrängerkörper h, so ändert
dieser an den Verhältnissen nichts, vorausgesetzt, daß, wie im ersten Fall, der Ringraum
zwischen der Glocke b und dem Behälter a im Verhältnis zum Gesamtquerschnitt vernachlässigt
werden kann, solange die Trennungsfläche zwischen den beiden Flüssigkeiten höher
liegt als die Oberkante des Verdrängerkörpers k. Sinkt jedoch bei weiterer Entnahme von feuergefährlicher
Flüssigkeit die- Glocke b tiefer herunter, so daß sie von der Sperrflüssigkeit
überspült wird, so wird sie sich nunmehr derart über den Körper h stülpen, daß, wie in
Fig. ι gezeichnet, die Trennungsfuge zwischen beiden Flüssigkeiten in den Ringraum zwisehen
Glocke b und Verdränger h gelangt, wodurch die Höhe der feuergefährlichen Flüssigkeit
beim weiteren Heruntersinken der Glocke b beträchtlich zunimmt. Die Glocke wird dann
nur so weit sinken können, bis . ■ .
geworden ist.
Bei der weiteren Entnahme von feuergefährlicher Flüssigkeit sinkt natürlich die Glocke
weiter herunter, und da sich dadurch das Gesamtvolumen — Sperrflüssigkeit -f- feuergefährliche
Flüssigkeit — entsprechend der Entnahme der feuergefährlichen Flüssigkeit ändert,
so sinkt gleichmäßig mit der Glocke auch der ' äußere Spiegel der Absperrflüssigkeit herunter.
Da nun stets obige Beziehung zwischen β und γ selbsttätig erhalten bleibt, so wird auch
dadurch die Eintauchtiefe der Glockenunterkante in die Sperrflüssigkeit stets die gleiche
bleiben.
Taucht nun die Glocke infolge ihres Gewichtes nicht ganz in die Sperrflüssigkeit ein,
so wird die innere Trennungsfläche zwischen den Flüssigkeiten nicht im gleichen Maß
sinken wie die Glocke b. Aus diesen Betrachtungen ' geht hervor, daß ein entsprechend
hoher Verdrängerkörper h die Sicherheit bieten wird, daß die Glocke b niemals in der
Sperrflüssigkeit einsinken, sondern infolge des innewohnenden Auftriebes immer schwebend
bzw. schwimmend erhalten wird, selbst dann, wenn sie von dieser überspült wird.
Verbindet man nun das Saugrohr der Abfüllpumps durch ein Kurzschlußrohr mit dem
Behälter a, und zwar etwa an der Stelle A,
so kann man niemals aus der Glocke b mehr feuergefährliche Flüssigkeit entnehmen, als bis
der Spiegel der Sperrflüssigkeit bis an diese Stelle ^herabgesunken ist, d.h. eine weitere
ίο Entnahme von feuergefährlicher Flüssigkeit, bei der auch Absperrflüssigkeit in die Saugleitung
gesaugt wird, ist dadurch ausgeschlossen.
Es ist somit das Fördern von feuergefährlicher Flüssigkeit unmöglich gemacht:
i. sobald die tiefste Stellung der Glocke b, d. h. der kleinste Inhalt der Glocke erreicht ist,
i. sobald die tiefste Stellung der Glocke b, d. h. der kleinste Inhalt der Glocke erreicht ist,
2. sobald aus irgendeinem Grunde die Menge der Sperrflüssigkeit vermindert wird und unter
die Stelle A sinkt.
Es kann jedoch auch das Einfüllen von feuergefährlichen Flüssigkeiten nicht erfolgen,
wenn die Glocke b ihre höchste Stellung erreicht hat.
Das Überfüllen des Aufnahmebehälters b wird nämlich dadurch verhindert, daß beim
höchsten Stand der Glocke b Sperrflüssigkeit in eine · an den Behälter α angeschlossene Leitung
y gedrückt und durch diese, neugeschaffene
Flüssigkeitssäule der frei ablaufenden feuergefährlichen Flüssigkeit das Gleichgewicht
gehalten wird.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Ausführungsform eines derartigen Lagerbehälters ist frei
von Ventilen, Hähnen, Kolben u. dgl. und überwacht sich im Gegensatz zu den bereits
bekannten derartigen Einrichtungen vollkommen selbsttätig durch Vermittlung der bewegten
oder stehenden Flüssigkeitssäulen, wodurch die größtmögliche Betriebssicherheit erzielt ist.
In dem durch einen Deckel k abgeschlossenen Behälter α ist der glockenförmige Behälter b angeordnet,
in den der für die Behälterform passende domförmige Einsatz h (Verdrängerkörper)
hineinragt.
Das am höchsten Punkt des Einsatzes h in das Innere des Behälters b bei d1 einmündende
Förderrohr d ist bei d2 in zwei Äste ds und <24
gegabelt, die. zum Entleeren und Einfüllen der feuergefährlichen Flüssigkeit sowie auch
als Sicherheitsanlage gegen Überfüllen dienen.
An den Leitungsast d8 ist die Pumpe β angeschlossen,
welche die Flüssigkeit aus der Glocke b entnimmt. Die mit einem Schlauchansatz
dh versehene Leitung d± führt über
einen Siphon de und dient zum Einfüllen der feuergefährlichen Flüssigkeit in die Glocke b.
Eine Leitung n, die am höchsten Punkt
des Gefäßdeckels k abzweigt, dient zur Entlüftung
des Hohlraumes m bei den Bewegungen der Glocke b und trägt an ihrem oberen Ende
eine Explosionssicherung n2. Sie nimmt auch gleichzeitig die Seilführung χ für den Inhaltsanzeiger U1 auf. Der Siphon de der Füllleitung
di besitzt ebenfalls eine Entlüftungsleitung
d7, die auch mit einer Explosionssicherung ds an ihrem freien Ende versehen ist.
Die Saugwirkung der Pumpe e kann durch Herbeiführen von künstlichen Undichtigkeiten
vernichtet werden. Die eine Möglichkeit hierzu ist durch eine Leitung y gegeben. Diese
führt aus dem Saugraum der· Pumpe e in den Raum der Sperrflüssigkeit des Gefäßes a. In
diese Leitung y ist eine über die Förderhöhe der Pumpe führende Schleife yx eingeschaltet,
die an höchster Stelle mit einem Schauglas y2 versehen ist.
Eine zweite künstliche Undichtigkeit tritt über die Fülleitung dit Siphon d6, Entlüftungsleitung d7 und Explosionssicherung ds auf,
falls der Flüssigkeitsspiegel in der Glocke b einen zu tiefen Stand einnimmt. Am Ende
des Druckstutzens ex der Pumpe e erfolgt die
Entnahme der Flüssigkeit.
Die Glocke b besitzt in ihrem Mantel geeignete Führungen bv um ein Festklemmen
an den Wandungen des Gefäßes α oder des Verdrängers h zu verhindern und Reibungsverluste
nach Möglichkeit zu verhüten.
Die Sperrflüssigkeit c, in welche die Glocke b eintaucht, besitzt ein höheres spezifisches Gewicht
als die Lagerflüssigkeit; es erhält sich demgemäß die Glocke b in allen Lagen freischwimmend
im Gefäß a.
Bei regelrechter Füllung arbeitet die Anlage in folgender Weise:
Beim Zapfen (Fig. 2) bewegt man die Pumpe e, welche die Lagerflüssigkeit aus der Glocke b
durch die Saugleitung d3 anhebt und durch den Druckstutzen ex zum Abfluß bringt. Hierbei
sinkt die Glocke b nach Maßgabe der entnommenen
Flüssigkeitsmenge, die in gleichem Maß durch den allmählich in den Hohlraum"' der Glocke eintauchenden domförmigen Einsatz
h ersetzt wird. Dieses Spiel setzt sich so lange fort, bis die Glocke b in ihre tiefste
Stellung gekommen ist, wo der Flüssigkeitsverschluß der Leitung y an der Stelle A
aufhört.
Zwecks Füllens (Fig. 1) der Glocke b schließt man das Transportfaß X1 mittels eines
Schlauches ν an den Schlauchansatz db der
Fülleitung ^4' und mittels eines zweiten
Schlauches w an den Druckstutzen βχ der
Pumpe e an.
Bewegt man nunmehr die Pumpe, so preßt diese die in den Rohren d3 und yx befindliche
Flüssigkeit bzw. das Flüssigkeitsgemisch in das Transportfaß X1, so daß der darin entstehende
Überdruck den Inhalt des Fasses in den Füllschlauch ν preßt. Hierauf löst man
die Verbindung des Schlauches w beim
Stutzen ex der Pumpe β, wie dies in Fig. ι ;
mit gestrichelten Linien angegeben ist.
Durch die beim Pumpen erzeugte Druckwelle ist ein Heberfaden hergestellt worden,
der nun das Transportfaß X1 selbsttätig entleert,
wobei auch durch die bei ex gelöste ■
Verbindung Luft in das Transportfaß nach Maßgabe seiner Entleerung nachströmt. Die
beim Füllen etwa mitgerissene Luft sche'.det
ίο sich im Siphon d6 ab und entweicht durch
die Rohrleitung άη ins Freie.
Die Füllungsgrenzen der Glocke b sind j durch einen oberen und einen unteren An- j
schlag genau begrenzt, und es ist die regel- j
rechte Wirkung der Anlage von dem Vorhandensein einer bestimmten Menge von Sperrflüssigkeit
in Abhängigkeit gebracht.
Um zu vermeiden, daß mehr gefüllt wird, als die Glocke zu fassen vermag, ist die
Menge der Sperrflüssigkeit so bemessen, daß sie nach Füllung der nunmehr in ihre höchste
Stellung gekommenen Glocke b in den Rohren y und η noch so weit steigt, daß sie der
Flüssigkeit im Transportfaß das Gleichgewicht hält. Alsdann hört das Überfließen von
Flüssigkeit aus dem Transportfaß in die Glocke von selbst auf.
Die selbsttätige Verhinderung weiterer Absaugung von Lagerflüssigkeit bei völlig abgesenkter
Glocke oder bei unzureichender Menge von Sperrflüssigkeit wird durch die Verbin- j
dungsleitung y,. yx bewirkt. |
Bei regelrechter Füllung liegt der Spiegel der Sperrflüssigkeit im Ringraum zwischen
der Glocke und dem Außenmantel des Gehäuses α etwas oberhalb der Einmündung A
des Rohres y.
Bei einem gewissen niedersten Stand der Glocke b sinkt die Lagerflüssigkeit in den
Rohien d3 und di so weit, daß die Pumpe e
über d7, de, A1 Luft ansaugt. Es ist die Höhe
der Flüssigkeitssäule in dt gleich d3. Wird
nun in d3 durch die Tätigkeit der Pumps die Flüssigkeit steigen und in c?4 fallen, und zwar
so weit, daß in d3 über di Luft eintritt, so
ist der Pumpprozeß unmöglich gemacht.
Ist die entleerte Glocke in ihrer tiefsten Stellung angelangt, so wird beim Arbeiten
der Pumpe durch deren Saugwirkung der Flüssigkeitsspiegel der Sperrflüssigkeit im Gefäß
α so weit abgesenkt, daß die Mündung des Rohres y frei liegt. In diesem Augenblick
■ ist durch das Rohr y eine künstliche Undichtigkeit auf der Saugseite der Pumpe hergestellt.
Die Pumpe saugt jetzt Luft aus dem Hohlraum und ihre Pumpwirkung hört { sofort auf. Überdies liegt bei abgesenkter j
Glocke b die Manteldecke, der Glocke b auf ]
dem Stutzen dx der Saugleitung d, so daß diese {
auch mechanisch abgeschlossen ist. j
In gleicher Weise wird durch Freigabe der j Mündung des Rohres y die Saugwirkung der
Pumpe und damit die Förderung von Flüssigkeit aus dem Behälter b sogleich selbsttätig
aufgehoben, wenn etwa infolge Undichtigkeit des Gefäßes α oder aus einer sonstigen Ursache
die zur Sicherung des Flüssigkeitsabschlusses erforderliche Menge an Sperrflüssigkeit
unter das regelrechte Maß sinken würde.
Im Ruhezustand befindet sich über der Erde in den Leitungen der Anlage keine
feuergefährliche Flüssigkeit, eine ■ Sicherung, die bei Anlagen " zum Einlagern von feuergefährlichen
Flüssigkeiten unbedingt nötig ist..
Durch die Sperrflüssigkeitssäule in der Glocke b ist deren Abschluß bei jedem Füllungsverhältnis
der Glocke gewährleistet. Es ist nun durch die einfache Wahl der Sicherheitsleitungen
möglich, die gesamte Anlage außer Betrieb zu setzen, wenn die Menge der
Sperrflüssigkeit durch irgendeinen Umstand abnimmt. Die Anlage ist überhaupt nicht
arbeitsfähig, falls Sperrflüssigkeit fehlt.
Der Raum kann auch mit einem neutralen Gas, ζ. B. Kohlensäure oder Stickstoff, angefüllt
werden und die Glocke b gegebenenfalls durch den Überdruck der Gase gesenkt werden,
wodurch die Tätigkeit der Pumpe e entfällt.
Claims (3)
1. Lagerbehälter für feuergefährliche Flüssigkeiten, bestehend aus einer beweglichen,
durch eine Sperrflüssigkeit abgeschlossenen Behälterglocke, in die ein am unteren Rand des Lagerbehälters befestigter
Verdrängerkörper hineinragt, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdrängerkörper (A)
derart bemessen ist, daß bei verschiedenen Eintauchtiefen der beweglichen Behälterglocke
(b) der Höhenstand der Sperrflüssigkeit (c) zwischen Behälterglocke (b) und
Verdrängerkörper (h), vom unteren Rand der Behälterglocke (δ) nach oben gemessen,
innerhalb geringer Grenzen-nahezu konstant bleibt und die Saugwirkung der zum Abzapfen
der feuergefährlichen Flüssigkeit verwendeten Pumpe (e) sowohl bei Mangel
an Sperrflüssigkeit (c) als auch bei niedrigstem, dem kleinsten Volumen von Lager- n0
flüssigkeit entsprechenden Stand der Behälterglocke (b) durch Undichtigkeiten in
der Saugleitung aufgehoben wird.
2. Lagerbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von dem die n5
Sperrflüssigkeit enthaltenden Behälter (a) aus, ungefähr in der Höhe der Saugöffnung
der Zapfleitung, ein Rohr (y) zur Saugseite der Pumpe (e) geführt ist, das, falls genügend
Sperrflüssigkeit vorhanden ist, von dieser abgeschlossen wird.
3. Lagerbehälter nach Anspruch 1, ge-
kennzeichnet durch einen an die Sauglcitung
{d2, d3) der Pumpe (e) angeschlossenen,
mit der Atmosphäre in Verbindung stehenden, mit eingeschaltetem Siphonverschluß (d6) versehenen Leitungsast (di: άΊ),
durch den das Zapfen der Lagerflüssigkeit im Augenblick des tiefsten Standes der
Behälterglocke (δ) infolge Ansaugens von Luft durch die Pumpe (e) unmöglich gemacht
wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE303380C true DE303380C (de) |
Family
ID=557095
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT303380D Active DE303380C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE303380C (de) |
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- DE DENDAT303380D patent/DE303380C/de active Active
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