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Behälteranlage für feuergefährliche Flüssigkeiten.
Gegenstand der Erfindung ist eine Behälteranlage für feuergefährliche Flüssigkeiten, die sich nicht mit Wasser vermischen, wobei der Behälter in bekannter Weise ganz in ein Wasserbassin versenkt ist, mit dem sein Inhalt durch eine Bodenöffnung im Behälter in beständiger Verbindung steht. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass an dem Innenbehälter ein zur Aussenluft offenes Steigrohr angeordnet ist, welches einerseits zum Ablesen des Behälterinhaltes, andererseits zur Abführung etwa sich ansammelnder Gase dient.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Anlage im senkrechten Schnitte veranschaulicht, die für Flüssigkeiten leichter als Wasser bestimmt ist.
Der Behälter 1 ruht mit Füssen 2 auf dem Boden 3 des Bassins oder der Grube, deren Seiten- (einfassung 4 oben offen ist.
Die Grube ist unten mit einem von einer Vertiefung ausgehenden Ablauf 5 mit Absperrvorrichtung 6 versehen, welche von oben bedient werden kann sowie mit einem Überlauf 7 mit Wasserschloss, welcher Überlauf den Wasserspiegel 8 am Steigen über die normale Höhe ver-
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Schwimmerhalnes konstant gehalten wird.
Im Behälter mündet oben das mit einer Absperrvorrichtung versehene Zulaufrohr 11 für
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mit Ausmündung 14 in einer gewissen Tiefe unter den Wasserspiegel 8 des Bassins herabgeführt ist. Die Mündung des Ablaufrobres 12 muss, wie auf der Zeichnung veranschaulicht, etwas unter das Behälterdach herabtauchen, um zu vermeiden, dass Dämpfe oder Luft von der Spitze des Behälters in das Ablaufrohr 12 hineinzukommen versuchen. statt in das Steigrohr 15 für brennbare Dämpfe und Luft. Dieses Rohr kann als selbständiger Schornstein ausgeführt werden, z- B. aus einem Eisenrohr gebildet, umgeben von einem Moniermantel, der unten mit Ventitationstöchern versehen sein kann.
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Steigrohr 15 bis zur Höhe des Wasserspiegels des Bassins aus.
Wird jetzt durch das Zulaufrohr 11 Flüssigkeit eingefüllt, so wird das im BehsJt'r befindliche Wasser von der einströmenden
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in der Leitung 12 wieder stattfinden, da der Behältehnhalt infolge des im Behälter herrschenden Druckes durch das genannte Rohr fortfliessen wird. Da das spezifische Gewicht der Flüssigkeit geringer als das des Wassers ist, so wird die Oberfläche der Flüssigkeit, wenn der Behälter gefüllt ist, bis zu einer bestimmten Höhe über den Wasserspiegel des Bassins entsprechend dem Unterschied des spezifischen Gewichtes gestiegen sein und während des Abzapfens wird die Flüssigkeitsoberfläehe beständig über dem Wasserspiegel des Bassins stehen.
Wenn der Wasserspiegel des Bassins, wie oben vorausgesetzt, konstant gehalten wird, hat man in der Standhöhe des Flüsäigkeits- spiegels im Steigrohr ein Mass für die jeweilig im Behälter vorhandene Flüssigkeitsmenge.
Da der Berhälterinhalt gezwungen ist, im Steigrohr hinaufzusteigen, bietet die Anordnung den Vorteil, dass die freie Flüssigkeitsoberfläche auf ein Minimum begrenzt wird. Infolgedessen wird der Flüssigkeitsverlust durch Verdungstung äusserst gering. auch i. st die Gefahr einer Eutzündung aus diesem Grunde fast vollständig ausgeschlossen. Wenn aber in der Nähe Feuer ausbrechen sollte kann letzteres nur die aus der engen Mündung ausströmenden Gase entzünden. Dieses Feuer, das bei mangelnder Sauerstoffzuführung vom Hinabdringen ins Rohr abgeschnitten ist, wird leicht zu löschen sein, und zwar auch durch Schliessen des am unteren Ende des Rohres unter Wasser befindlichen Nothahnes.
Jede Ansammlung von Gas im Behälter und hieraus folgende Explosionsmöglichkeit ist ausgeschlossen, da die Gasmenge, die sich eventuell im Behälter entwickelt, oder die Luftmenge, die sich aus seinem Wasserinhalt ausscheidet, sofort aus dem Behälter herausgelangt.
Man wird eine derartige Anordnung treffen können, dass die Öffnung 16 den Behälter und das Bassin nicht dauernd verbindet, sondern mit einem nach aussen gehenden Ventil versehen ist, so dass diese Öffnung nur zur Entfernung von Wasser aus dem Behälter während der Füllung des letzteren dient ; es muss dann ein besonderes Einlaufrohr für das Wasser nach dem Behälter
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angeordnet werden, welche vom Bassin 10 ausgehen und mit einem Rückschlagventil versehen sein kann. Hiedurch wird erreicht, dass dem Behälter stets frisches Wasser zugeführt wird, und dass der Schlamm von dem Boden des Behälters nicht seinen Weg in den Behälter während des Abzapfens und der hiedurch verursachten Saugung finden kann.
Die Flüssigkeit kann ohne Gebrauch einer Pumpe in den Behälter gefüllt werden, indem man durch Öffnen der Absperrvorrichtung 6 und Schliessen der Absperrvorrichtung des Rohres 15 erreichen kann, dass die Flüssigkeit durch das Rohr 11 hineingesaugt wird. Auch ohne Schliessen der letztgenannten Absperrvorrichtung wird die Flüssigkeit dem Behälter in dieser Weise zugeführt werden können. Dieser Umstand ist namentlich von Bedeutung beim Füllen aus Tankwagen, indem die Flüssigkeit aus diesen ohne Verwendung einer Pumpe überführt werden kann, selbst wenn das Flüssigkeitsniveau des Tanks sich unter dem Niveau des Bassins befindet.
Ausser der Verwendung in genannter Weise kann der Ablauf 5 auch zum Senken des Wasserspiegels 8 im Bassin in dem Fall gebraucht werden, wenn der Behälter 1 ein Leck bekommen hat und die Flüssigkeit deshalb aus demselben heraustritt und sich über dem Wasser im Bassin sammelt, wo sie bei Unvorsichtigkeit dem Feuerfangen ausgesetzt ist. Sollte dies eintreten, so kann man indessen die Absperrvorrichtung 6 öffnen, wodurch der Wasserspiegel gesenkt wird, und eh wird dann Wasser zum Löschen des Feuers darauf gespritzt werden können, ohne Gefahr dafür, dass die Flüssigkeit hiebei zum Überfliessen über den oberen Rand des Bassins gebracht wird. Das in der Weise aufgespritzte Wasser wird durch die brennende Flüssigkeit unter diese und fort durch den Ablauf 5 zu kommen versuchen.
Wenn die Höhe vom Boden des Bassins nach der oberen Biegung an Rohr 5 so gross gewählt ist, dass der volle Flüssigkeitsinhalt des Behälters 1 im Bassin und Behälter bis zur genannten Höhe Aufnahme finden kann, so wird die Flüssigkeit während des Ablaufes des aufgespritzten Wassers durch das Rohr 5 zurückgehalten werden.
Wenn der Wasserspiegel in dieser Weise während des Brandes im Bassin gesenkt wird, so kann eine Gefahr dafür bestehen, dass durch den Ablauf 7 Luft eingesaugt wird, die das Feuer nähren kann ; aber diese Gefahr ist in der veranschaulichten Ausführungsform dadurch vermieden, dass der Überlauf 7 mit einem Wasserschloss versehen ist. Während des Aufspritzens des Wassers in Feuersfällen wird dieser Überlauf als Ablauf für das aufgespritzte Wasser dienen, selbst wenn die Absperrvorrichtung 6 nicht geöffnet werden sollte. Die Einmündung des Überlaufes 7 ins Bassin liegt so tief unter dem Wasserspiegel des Bassins, dass die ganze im Behälter befindliche Flüssigkeitsmenge über der Einmündung Platz bekommen kann, wenn sie durch em Leck am Behälter in das Bassin hinausströmt.
Hiedurch wird das Wasserschloss dagegen gesichert, dass Flüssigkeit in dasselbe hineindringt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Behälteranlage für feuergefährliche Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, dass der in
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kommunizierende Innenbehälter für die feuergefährliche Flüssigkeit an seiner Decke ein zur Aussenluft offenes Steigrohr trägt, welches einerseits zum Ablesen des Behälterinhaltes, andererseits zur Abführung etwa sich ansammelnder Gase dient.