DE303096C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren
zum Trocknen vornehmlich von Lackleder,
das sich aber auch zum Trocknen irgendeines
, anderen Trockengutes in hervorragendem Maße eignet.
' Die Erfindung geht von der zu Trocknungszwecken an sich bekannten Verwendung kurzwelligen,
an ultravioletten Strahlen reichen Lichtes aus und besteht in einer besonderen
ίο Art dieser Verwendung, derzufolge nicht nur
bessere Resultate, sondern auch eine erhebliche Kürzung der Belichtungsdauer erzielt
werden.
Bei der bisherigen Trocknung mittels kurzwelligen Lichtes wird dieses bekanntlich in
mit atmosphärischer Luft gefüllten Räumen zur Einwirkung auf das Trockengut gebracht,
wobei sich bekanntlich infolge der Anwesenheit von Sauerstoff das als schädlich festgestellte
Ozon entwickelt. Zur Entfernung dieses bzw. zu Beseitigung der schädlichen Wirkung
desselben sind vielerlei Anordnungen bzw. Verfahren ersonnen. worden. So hat man dies
beispielsweise durch Ventilation und Temperaturregelung, durch möglichst weitgehende
Befreiung der Luft von Wasserdampf sowie durch, die Einführung einer geringen Menge
von Ammoniak in den Belichtungsraum zu erreichen versucht. In allen diesen Fällen
ist es aber immer nur gelungen, die schädigende Wirkung des Ozons auf ein geringes
Maß herabzüdrücken.
Hier setzt nun die Erfindung ein, und zwar
in einer insofern neuartigen Weise, als sie nicht die schädliche Wirkung des Ozons bekämpft,
sondern die Bildung dieses überhaupt vollständig ausschließt. Dies wird gemäß der
Erfindung dadurch erreicht, daß man das Trockengut der Einwirkung des kurzwelligen
Lichtes unter Ausschluß der Luft und damit des die Bildung des Ozons veranlassenden
atmosphärischen Sauerstoffs aussetzt. Hierbei kann man in der Weise verfahren, daß man
entweder die Luft aus dem Trockenraum absaugt oder aber, was praktisch zweckmäßiger
ist, den Trockenprozeß in einem indifferenten, luftfreien Gas vornimmt. Dieses indifferente
Gas bringt man getrocknet und den Verhältnissen entsprechend mehr oder minder angewärmt
zur Anwendung, was die Beendigung des Prozesses sehr wesentlich fördert.
Ein indifferentes Gas in diesem Sinne ist ein bei der Trocken temperatur gasförmiger
Körper oder in Gaszustand verwandelbarer Körper, welcher jedoch den Bedingungen genügen
muß, daß er unter dem Einfluß der ultravioletten Strahlen keinen Sauerstoff abspaltet
bzw. zur Bildung von Wasser keine Veranlassung gibt und das Lackleder bzw.
das Trockengut nicht angreift.
Solche indifferenten Gase sind beispielsweise Wasserstoff, Stickstoff, Ammoniak und substituierte
Amine, Sumpfgas, Leuchtgas, Kohlensäure, Kohlenoxyd.
Zur Ausführung des Verfahrens wird beispielsweise ein luftdicht schließender Kasten
benutzt, der mit seitlichen Schlitzen versehen ist, in die Rahmen schließend eingeschoben
werden. Auf diese Rahmen werden die zuvor in der üblichen Weise im Ofen getrockneten
lackierten Felle aufgespannt. Zwischen je zwei Felle ist in entsprechendem Abstand eine
Quarzlampe zur Belichtung der Felle angebracht. Auf dem Boden des Kastens befindet
sich ein Rohr für die Zuführung von Kohlensaure,
die durch die Durchlochung des Rohres ausströmt. An dem Ende des Kasten's ist
für die Abführung der Kohlensäure ein Ablaßrohr angebracht. Der Apparat wird zunächst
mit Kohlensäure völlig gefüllt, worauf die lackierten Felle etwa eine Stunde, der Einwirkung
des kurzwelligen Lichtes ausgesetzt werden.
Die Trocknung nach dem vorliegenden Ver? fahren ist infolge der erhöhten Sicherheit
besserer Resultate (bei Lackleder z.B. wird das Kleben des Lacklederfelles völlig vermieden)
sowie der wesentlich verringerten Dauer dös Prozesses sowohl in technischer als auch
in; wirtschaftlicher Hinsicht von großer Be-.deutung. .· : 1 '''■■'. :\ ';■'.
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Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zum Trocknen von Lackleder \ 0. dgl. mit kurzwelligem, an ultravioletten Strahlen reichem Licht, dadurch gekennzeichnet, daß die Belichtung des Trocken-. gutes unter Ausschluß der atmosphärischen Luft, gegebenenfalls bei Gegenwart eines indifferenten luftfreien Gasea, vorgenommen wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE303096C true DE303096C (de) |
Family
ID=556841
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT303096D Active DE303096C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE303096C (de) |
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